DE415016C - Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung miteinander zu vereinigender Schaftteile vor dem Vernaehen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung miteinander zu vereinigender Schaftteile vor dem VernaehenInfo
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- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B9/00—Footwear characterised by the assembling of the individual parts
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D11/00—Machines for preliminary treatment or assembling of upper-parts, counters, or insoles on their lasts preparatory to the pulling-over or lasting operations; Applying or removing protective coverings
- A43D11/006—Devices for temporarily fixing or aligning insoles on lasts
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung miteinander zu vereinigender Schaftteile vor dem Vernähen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung miteinander zu vereinigender Oberlederteile vor dem Vernähen und eine zum Ausüben des neuartigen Verfahrens dienende Vorrichtung.
- Das richtige Zusammenfügen von Schuhwerkteilen erheischt besondere Fertigkeit und Aufmerksamkeit des Arbeiters und ist bisher durch Zuhilfenahme von an den- Oberlederteilen angebrachten Marken oder Zeichen oder durch Lehren bewerkstelligt worden. Im ersteren Falle hängt das richtige Einstellen der Oberlederteile vollständig von dem Auge oder dem Gutdünken des Arbeiters ab, und selbst erfahrene Arbeiter können d,--s Einstellen der Oberlederteile mitunter nicht in der erforderlichen Weise vornehmen. Die Anwendung von Lehren bietet ebenfalls keine sichere Gewähr, daß die Oberlederteile unter allen Umständen richtig mit Bezug aufeinander eingestellt werden. Jede Abweichung von der richtigen Lage der mit Bezug aufeinander eingestellten Oberlederteile verschlechtert die Güte des Schuhes und beeinträchtigt das gefällige Aussehen des letzteren.
- Die mit Bezug aufeinander einzustellenden Oberlederteile bestehen aus verhältnismäßig dünnem und biegsamem Stoff und werden dem Arbeiter in der Regel in verbogenem oder unebenem Zustande zum Zusammenfügen und Vernähen übergeben. Hierdurch wird das richtige Zusammenfügen wesentlich erschwert, da es oft fast unmöglich ist, die Marken oder Zeichen der Oberlederteile genau in übereinstimmung miteinander zu bringen oder die Kanten der Oberlederteile mit Genauigkeit an alle Lehren anzulegen.
- Diese Übelstände sollen gemäß der Erfindung beseitigt werden, und zwar soll das Einstellen der Oberlederteile zueinander in verläßlichster Weise und mit geringstem Zeitverlust bewerkstelligt werden, ohne das Heranziehen besonders geschickter und kostspieliger Arbeitskräfte zu bedingen.
- Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß eine Mehrzahl von Schablonierlöchern jedes zweier Bestandteile eines Oberleders zur Regelung der Lage; in der diese Teile miteinander verbunden werden sollen, benutzt wird.
- Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
- Abb. i ist ein Grundriß eines Vorderblattes. Abb. ? ist ein Grundriß einer Spitzenkappe. Abb. 3 erläutert die Art und Weise, in der die mit Bezug auf das Vorderblatt eingestellte Spitzenkappe mit dem ersteren vernäht wird. Abb. 4. zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der in der Abb. 3 dargestellten Vorrichtung.
- Gemäß der Erfindung ist jeder der beiden Teile eines Oberleders mit Einstellöchern versehen, die so angeordnet sind, daß sie beim Zusammenfügen dieser Teile auf Einstellstiften zum Bestimmen der gegenseitigen Lage der Oberlederteile benutzt werden können. Das richtige Einstellen der Oberlederteile wird vorzugsweise unter Zuhilfenahme von Lehren bewerkstelligt, welche die Einstellstifte tragen. Die Einstellöcher können während des Ausstanzens der Oberlederteile oder in irgendeiner Weise an den letzteren angebracht werden. Jedes der Schablonierlöcher steht in solcher Beziehung zu dem Umriß des betreffenden Oberlederteiles, daß die letzteren unter allen Umsänden die richtige Lage zueinander einnehmen, wenn die Schablonierlöcher der zusammengehörigen Teile in übereinstimmung miteinander s-nd. Dieses Einstellen kann durch Aufspießen der Oberlederteile auf Schablonierstifte bewerkstelligt werden. Die Schablonierstifte sind zweckmäßig an einem geeigneten Auflager angebracht und stehen in einer Entfernung voneinander, die derjenigen der Schablonierlöcher der Oberlederteile entspricht. Die Schablonierlöcher befinden sich in der Nähe des Oberlederrandes oder sie nehmen solche Lagen ein, daß sie in dem fertiggemachten Schuh nicht sichtbar sind.
- Das in der Abb. i dargestellte Vorderblatt ist in der Nähe des Lederrandes mit Schablonierlöchern ¢ versehen, ebenso besitzt die Spitzenkappe 6 Schablonierlöcher 8, die ungefähr dieselbe Größe wie die Schablonierlöcher ¢ aufweisen. Der Abstand zwischen den Schablonierlöchern q. des Vorderblattee und zwischen den Schablonierlöchern 8 der Spitzenkappe ist im wesentlichen derselbe. Die Schablonierlöcher q. und 8 stehen in solcher Beziehung zu dem Umfang der betreffenden Teile, daß die zusammengehörigen Oberlederteile unter allen Umständen die richtige Lage zueinander einnehmen, wenn die Schablonierlöcher q. und 8 in Übereinstimmung miteinander sind. Durch derartiges Einstellen der Oberlederteile wird die seitliche und läi#Zsweise Lage und die Winkellage derselben mit Genauigkeit vorherbestimmt. Die beiden Schablonierlöcher q. des Vorderblattes sind symmetrisch mit Bezug auf die seitlichen Kanten des Vorderblattes in der Nähe der vorderen Kante des Vorderblattes angebracht. Die Schablonierlöcher 8 der Spitzenkappe 6 nehmen ebenfalls mit Bezug auf die seitlichen Kanten der Spitzenkappe eine symmetrische Lage ein und befinden sich in vorherbestimmter Entfernung von der rückwärtigen Kante des Vorderblattes.
- Das Vorderblatt und die Spitzenkappe werden so übereinandergelegt, daß der rückwärtige Rand der Spitzenkappe den vorderen Rand des Vorderblattes überlappt und daß die Schablonierlöcher ¢ und 8 in übereinstimmung miteinander sind. Die vordere Kante des Vorderblattes ist bogenförmig, und die rückwärtige Kante der Hinterkappe weist die Gestalt eines Bogens auf, dessen Krümmungshalbmesser etwas größer ist als derjenige des Bogens der vorderen Kante des Vorderblattes. Wenn die Schablonierlöcher des Vorderblattes und der Spitzenkappe in der beschriebenen Weise in Übereinstimmung miteinander gebracht worden sind, so ist die rückwärtige Kante der Hinterkappe im wesentlichen konzentrisch zu der vorderen Kante des Vorderblattes. Es bedarf keiner besonderen Kunstfertigkeit des Arbeiters, um die Schablonierlöcher 4. und 8 in übereinstimmung miteinander zu bringen, da der Arbeiter die Oberlederteile einfach auf Schablonierstifte aufspießt.
- Abb. 3 stellt eine mit Schabloniers:iften versehene Vorrichtung dar, die zum Einstellen der beiden Oberlederteile und zum Festhalten der letzteren während des Vernähens dient. Die allgemeine Ausbildung dieser Vorrichtung kann im wesentlichen derjenigen des deutschen Patentes 3o9602, K1. 52a, entsprechen. i o ist der Stoffträger, i z und 14 sind die beiden durch ein Scharnier 16 miteinander verbundenen Glieder der Stoffklemme. z6
Exzenters 18, 22 geschlossen, und der Rahmen 26 kann herabbewegt werden, um die Schablonierstifte 30, 32 aus den Schablonierlöchern 4. und 8 herauszubewegen. Während des Vernähens werden die Oberlederteile durch die geschlossene Stoffklemme in der richtigen Lage gehalten.ist ein mit Bezug auf den Stoffträger senkrecht bewegbarer Rahmen, und 28 ist eine zum Bewegen des Rahmens 26 dienende Stange. Mit Ausnahme des Rahmens 26 entspricht die Ausbildung der erwähnten Teile derj -ni- gen des genannten Patentes. Die Schablonierstifte 30 und 32 sind an dem Rahmen 26 angebracht und ragen durch Schlitze 34., 36 des Stoffträgers hindurch- Die beiden Schablonierstifte 30, 32 stehen in gleicher Entfernung von dem Schwingungs- mittelpunkt der Stoffklemme. Die Länge der Schablonierstifte ist so bemessen, daß die ihre Hochlage einnehmenden Schablonierstifte das untere Glied 12 der Stoffklemme so weit überragen, daß das Vorderblatt und die Spit- zenkappe auf die Stifte aufgespießt «erden können. Die Schablonierstifte können mit Bezug auf den Stoffträger entsprechend der jeweiligen Entfernung der Schablonierlöcher der Oberlederteile seitlich verstellt werden. Die Stifte 30, 32 sind an Blöcken 38, 4.6 angebracht, die auf einer mit Rechts- und Linksgewinde ¢o, 4.8 versehenen Stange sitzen. An jedem Ende der bei 42, 50 in dem Rah- men 26 gelagerten Stange ist ein geriffelter Kopf 44 bzw. 52 befestigt, um das Einstel- len der Stifte 30, 32 zu erleichtern. Die zu vernähenden Oberlederteile w,-rd-,n bei angehobener Lage des Rahmens 26 zu- sammengefügt, so daß die entsprechend dem Abstande der Schablonierlöcher ,l und 8 seit- lich eingestellten Schablonierstifte 30, 32 das untere Glied der S,offklemme überragen und in die Schablonierlöcher eintre;en können. Das Vorderblatt wird zunächst bei geöffne:er Lage der Stoffklemme auf die Schablonier- stifte 30, 32 aufgespießt, und wenn das Vor- derblatt die richtige Lage einnimmt, so wird die Spitzenkappe in der in der Abb. 3 darge- stellten Weise aufgespießt. Die von der Stan- zerei zu der Stepperei kommenden Vorderblät- ter und Spi:zenkappen sind mehr oder weni- ger verbogen oder in Falten gezogen, so daß die Entfernung zwischen den Schabionier- löchern geringer ist als diejenige zwischen den Schabionierstiften. Durch das Aufspießen werden die Obcrlcd@rt:"ile sei_lich gestreckt, so daß sie unter allen Umständen ihre richtige Lage einnehmen. AuP.erdem werden Faltn oder andere Unregelmäßigkeiten durch dics_s seitliche Strecken beseitig;. Nachdem d?c° Oberledertcile in der beschriebenen Weise zu- sammengefügt worden s_nd, wird die Stoff- klemme mi_tels des um den Stifl- 2o drehbaren - Die in der Abb. 4. dargestellte Ausführungsform weicht etwas von derjenigen der Abb.3 ab. 58 und 6o ist die Stoffklemme, deren Glied 58 die Schablonierstifte 62 trägt. Die Schablonierstifte 62 können während des Schließens der Stoft@clemme aus den Schablonierlöchern herausbewegt werden. Abb. 4 läßt erkennen, daß der rechte Schablonierstift 62 herabgedrückt worden ist. Die Bewegungsbahn der Stichbi:dungsorgane (Nadel 68) wird durch Führungsstifte 6.1 bestimmt, die in einer Kurvennut 56 eines an dem Maschinenkopf befestigten Gliedes Aufnahme finden.
- Das neuartige Verfahren eignet sich besonders zur Massenherstellung von Schuhwerk, dessen Teile nach Normalien vorbereitet und zusammengefügt werden.
Claims (3)
- PATi3NT-AiN srRÜCHr: i. Verfahren zur Einstellung miteinander zu vereinigender Schaftteile vor dem Vernähen, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei miteinander zu vereinigende Schaftteile mit mehreren Einstellöchern (4., 8 ) versehen sind, die ermöglichen, die miteinander zu vereinigenden Schafteile (2, 6) auf Einstellstifte (3o, ;2) aufzustecken und sie dadurch in die gewünschte Lage gegeneinander zu bringen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammengehörigen Einstellöcher (.4, 8) der zu vereinigenden Schaftstelle (2, 6) auf gemeinschaftliche Einstellstifte (3o, 32) aufgesteckt werden, um die Schaftteile in die richtige Lage gegeneinander zu bringen.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Einstellstiften (30, 32 bzw. 62) versehen ist, auf welche die miteinander zu vereinigenden Schaftteile (2, 6) aufgesteckt werden, um sie in die gewünschte Lage gegeneinander zu bringen, worauf sie in dieser Lage der Vorrichtung zur Vereinigung der Teile miteinander dargeboten -«erden.
Priority Applications (1)
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| DEU7786D DE415016C (de) | 1922-05-02 | 1922-05-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung miteinander zu vereinigender Schaftteile vor dem Vernaehen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE415016C true DE415016C (de) | 1925-06-12 |
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1922
- 1922-05-02 DE DEU7786D patent/DE415016C/de not_active Expired
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