DE414489C - Konverterartiger Destillationsofen - Google Patents

Konverterartiger Destillationsofen

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DE414489C
DE414489C DED44934D DED0044934D DE414489C DE 414489 C DE414489 C DE 414489C DE D44934 D DED44934 D DE D44934D DE D0044934 D DED0044934 D DE D0044934D DE 414489 C DE414489 C DE 414489C
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distillation furnace
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Konverterartiger Destillationsofen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich: auf einen konverterartigen Ofenfür absetzenden Betrieb, der die Destillation von kohIenwasserstoffhaltigen Festkörpern (namentlich von Braunkohle, Steinkohle, Schiefer und Kalkstein) durch die Wirkung von überhitztem Wasserdampf oder einem anderen gasförmigen Mittel durchzuführen ermöglicht, wobei Katalysatoren zur Verwendung kommen können oder nicht.
  • Der Ofen gemäß vorliegender Erfindung ist gekennzeichnet durch. die Kombination eines Rohres von im Verhältnis zu seinem Durchmesser großer Länge mit einem Rohrbündel, das an der inneren Wand des ersteren Rohres angeordnet ist und die Zuführung der im Innern der behandeltem. Masse erhitzten Flüssigkeit ermöglicht. Ferner gehört zu der Kombination gemäß der Erfindung ein Sammler für das Gas und für die Dämpfe, mit dessen Hilfe man die Destillationsprodukte wiedergewinnt. Der Ofen enthält Anordnungen, die ihn um zwei entsprechend angeordnete Zapfen (hohle Zapfen, durch die Gase und Dämpfe zu- und abgeführt werden) in der Weise schwingen lassen, daß er @entweder in die geneigte Lage für das Einbringen des Einsatzes (Öffnung des Ofens nach oben gedreht) gebracht wird oder daß er in die Entladestellung gebracht wird (in diesem Fall wird die Mündung des Ofens nach abwärts gedreht) oder daß er in die Arbeitsstellung übergeführt wird (horizontale Lage). Schließlich kann ,der Ofen durch die Anordnung von umlaufenden Schaufeln vervollständigt werden, die über seine ganze Länge reichen und dazu -dienen, ein Umrühren der behandelten Masse zu erzeugen.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt. Es zeigt Abb. i einen Aufriß mit teilweisem Schnitt mit :den drei Stellungen des Ofens, Abb. a einen Schnitt nach einer horizontalen. Ebene I-I der Abb. i, Abb. 3 einen Schnitt nach II-II derselben Abbildung.
  • Wie man aus dieser Zeichnung ersieht:, besteht der Ofen in ,der Hauptsache .aus -einem Rohr i von einer im Verhältnis zu seinem Durchmesser großen Länge und von kreisrundem oder vieleckigem Querschnitt. Dieses Rohr wird von zwei hohlen Zapfen z und 3 im Gleichgewicht gehalten, deren Achse die Längsachse des röhrenförmigen Körpers schneidet und zu ihm senkrecht steht. Der Ofen kann sich als Ganzes um die Achse der Zapfen z und 3 drehen. Diese Drehbewegung kann durch eine beliebige Vorrichtung gesteuert werden. ` Sie kann erleichtert (und selbst hervorgerufen) werden durch ein Gegengewicht q., das sieh. in Führungen 5 in. der Längsrichtung des röhrenförnvgen Körpers des Ofens verschiehen kann. Die 'Bewegungen dieses Gegengewichtes können. beispielsweise mit Hilfeeiner mit Schraubengewinde versehenen Stange 6 und eines Handrades 7 gesteuert werden. Wenn das Gegengewicht in der in vollen Linien angegebenen Lage sich befindet, so nimmt der Ofen die horizontale Stellung oder die Arbeitslage ein. Wenn er in die in strichpunktierten. Linien gezeichnete Stellung übergeführt wird, ist der Ofen nasch oben geneigt (Stellung für das', Einbringen des Einsatzes). Wenn der Ofen schließlich: in die strichliert angegebene Lage gebracht wird, ist er nach unten geneigt (Entladestellung).
  • An einem von seinen Enden. ist das Rohr mit einem entfernbaren Boden 8 nach Art einer Autoklave versehen, der die Einführung der zu behandelnden Masse oder das Entladen des erschöpften Stoffes zuläßt. Das andere Ende besitzt einen festen Boden 9.
  • Der den Ofen bildende röhrenförmige Körper ist aus Metall und hat eine innere feuerfeste Ausmauerung. Die metallische Außenhülle besitzt vorteilhaft eine isolierende Garnitur, die dazu bestimmt ist, -die Wärmeverluste :durch Strahlung auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
  • Das zu behandelnde Material wird mit Hilf einer Flüssigkeit erhitzt (Wasserdampf oder Gas), die man in .den Ofen :durch einen der hohlen Zapfen (z. B. den Zapfen z) ,einführt. Ein .auf dem Zapfen z (oder am Zuführungsrohr .der heißen Flüssigkeit vor .dem Ofen) angeordnetes Ventil io ermöglicht die Regelung oder Abstellung der Zuführung. Die Verteilung der heißen Flüssigkeit in der zu behandelnden Masse geschieht mit Hilfe eines Rohrbündels i i, das an der inneren Ofenwand angeordnet ist und mit dem hohlen. Zapfen 2 in Verbindung steht. Die Rohrbündel i i besitzen an geeigneten Stellen gebohrte Löcher.
  • Der Abgang der im Ofenerzeugten Gase und Dämpfe ebenso wie die Ausströmung der heißen Flüssigkeit gesclieht durch den anderen Zapfen 3, .dem sie durch den Sammler 12 zugeführt werden. Dieser Sammler bildet einen über die ganze Länge des Ofens 3 ;sich erstreckenden Kanal, der entweder, wie in der Zeichnung dargestellt ist, außen oder innen angeordnet wird. In allen Fällen wird der Sammler 12 mit dem Zapfen 3 durch eine Leitung 13 verbunden, vom Zapfen 3 werden die Gase und Dämpfe (evtl.,durch Absaugen)-. den Kondensations- und Verbrauchsapparaten zugeführt. Ein Ventil 14 dient zur Regelung oder für die Absperrung des Auslasses für .die Gase und Dämpfe.
  • Eine mit Rührarmen 15 versehene Welle, die beispielsweise durch einen am festen Ende des Ofens angeordneten Elektromotor angetrieben wird, ist im Inneren idesselben vorgesehen, um eine Mischung des behandelten Materials zu erzeugen und um allmählich alle Partikelchen in Berührung mit dem Rohrbündel für die Einspritzung der heißen Flüssigkeit zu bringen, was ermöglicht, die aus der schlechten Leitungsfähigkeit .des behandelten Materials sich ergebenden Nachteile auszugleichen.
  • Um den Einsatz in den Ofen einzubringen, überführt man denselben .durch Einwirkenauf das Gegengewicht q in eine solche Lage, daß seine Längsachse mit der Horizontalen einen Winkel einschließt, der wenigstens gleich dem natürlichen Böschungswinkel des zu behandelnden Materials ist (entsprechend der in. Abb. i gestrichelt angegebenen Lage). Man öffnet dann den abnehmbaren Deckel 8 und läßt aus einem Trichter Moder Silo 16 das zu behandelnde Material in den Ofen laufen. Das Einbringen -des Einsatzes wird angehalten, wenn das zu behandelnde Material ein dem inneren Raum des Ofens entsprechendes Volumen .einnimmt, vermindert um das Volumen des EntL--erungskanales, des Rohrbündels i i und des für die Handhabung des nach Art eines Autoklavenverschlusses ausgeführten Deckels B. Man schließt hierauf diesen Deckel und führt, indem man auf das Gegengewicht einwirkt, .das Rohr in seine Arbeitsstellung, d. h. in .eine solche Lage, daß seine große Achse horizontal ist. Das zu behandelnde Material 'häuft sich an, und der Sammler wird freigemacht. Man öffnet hierauf gleichzeitig das Zuführungsventil io für die Heizmittel und :das Ventil 1 ¢ für die Entleerung der erhaltenen Produkte.
  • Man läßt die Heizmittel während der ganzen :erforderlichen Zeit unter den verlangten Temperatur- und Druckverhältnissen wirken, iun die Destillation durchzuführen.
  • Während .dieser Operation setzt man die Welle mit den Rührarmen in Bewegung, um die Einwirkung der Heizmittel auf das behandelte Material zu verstärken.
  • Wenn die Operation beendet ist, spült man den Ofen mit ,einem Strahl von unter Druck stehendem Dampf aus. Hierauf schließt man die Ventile io und 1q.. Durch Einwirkung auf . das Gegengewicht bringt man den Ofen in seine Lage für das Einbringen des Einsatzes" und man öffnet den Deckel B. Hierauf bewirkt man durch entgegengesetzte Einstellung des Gegengewichtes eine Drehung des Rohres i etwa um 9o°. Man bringt den Ofen in die Entladestellung, die in Abb. i in gestrichelten. Linien angegeben ist. Der Halbkoks oder der sterile Rückstand fällt in ein Abzugrohr 17.
  • Nach Leerung des Ofens führt man ihn in die Stellung für das Einbringen des Einsatzes zurück, und die Operation kann von neuem beginnen.
  • Der neue Ofen bietet die folgenden Hauptvorteile.
  • Dank dem Verfahren der direkten Erhitzung erzielt man: die gleichmäßige Erhitzung des behandelten Materials, das Unterlassen der Entzündung der gasförmigen K ohlenwasserstoffe und infolgedessen die Möglichkeit, einen gleichmäßigen, primären, von den anderen Kondensaten leicht zu trennenden Teer zu gewinnen; .eine merkliche Erhöhung dererzeugten Menge von kondensierbaren Kohlenwasserstoffen; die Möglichkeit, die Operation leicht zu fraktionieren und auf diese Weise verschiedene Eigenschaften :des Gases oder des Teeres zu erzielen; die Erzeugung von; Gas von erhöhtem Heizwert und ohne Kohlensäureanhydrid, Kohlensäure, Sauerstoff und Stickstoff zu erzeugen; die Möglichkeit der Gewinnung von Schwefelkohlenwasserstoff, den man zwecks Gewinnung von, Schwefel bearbeiten kann, wobei @es sich sozusagen um die Gesamtheit des in dem behandelten Material gebunden enthaltenen Schwefels handelt, ferner einen besonders rasche Betrieb.
  • Anderseits hat man dank des besonderen. Aufbaues des Ofens die Möglichkeit, kleine Versuchsöfen mit derselben Leichtigkeit zu betreiben wie Öfen von großer Leistung; nach Belieben die Destillation bei konstanter oder fortschreitender Temperatur und infolgedeszen richtige- fraktionierte Destillationen durchzuführen, wobei die Bearbeitung entweder bei gewöhnlichem Druck oder bei Drücken durchgeführt werden kann, die-oberhalb des atmosphärischen Druckes liegen; die Verbindung mit Wasserstoff in gewerblichem Maßstab( mit Hilfe von oder ohne( Katalysatoren durchzuführen; die heizende Flüssigkeit leicht wiederzugewinnen; den Apparat, je nach Bedürfnis, auch: häufig nachzusehen, was der absatzweise Betrieb ermöglicht, wobei dieses Nachsehen jedesmal mit der größten Leichtigkeit vorzunehmen ist; man kann ferner auch auf einfache Weise eine isolierende Schutzdecke einrichten, so daß die Wärmeverluste durch Strahlung auf einen Mindestwert herabgesetzt werden. Schließlich kann man nach Bedarf an der Auslaßstelle des Gases und der Dämpfe einen Temperaturaustauscher anordnen, --der .ermöglicht, den .größeren Teil der von den Produktenmitgerissenen Kalorien wiederzugewinnen.
  • Man sieht, daß die kennzeichnende Form und Anordnung des Ofens seine Ausdehnung nach allen Richtungen zulassen.
  • Ferner besitzt der Ofen infolge seiner Bauweise ,eine vollkommene Abdichtung; er ist durch- Biegung in der Längsrichtung nicht deformierbar, da das Rohr wie ein belasteter, in einem Punkte unterstützter Balken berechnet werden kann. '

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: ho,nverterartiger Ofen für die Destillation von kohlenwasserstoffhaltigen Materialien, gekennzeichnet durch: ein zylindrisches oder prismatisches Rohr von im Verhältnis zu seinem Querschnitt großer Länge, das um eine Querachse drehbar ist, wobei der eine: von :den beiden hohlen Tragzapfen zur Einführung fdes Heizmittels und derandere,zurAbführung des Heizmittels nebst den Destillationserzeugnissen dient und das Heizmittel im Innern des Ofens durch ein Bündel von durchlochten Rohren verteilt wird, das an der Ofenwand verteilt ist, während die Destillationserzeugnisse von .einem über die ganze Länge des Ofens reichenden und mit dem hohlen Abzugzapfen verbundenen Sammler aufgenommen werden.
DED44934D 1924-02-04 1924-02-14 Konverterartiger Destillationsofen Expired DE414489C (de)

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FR414489X 1924-02-04

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