DE250126C - - Google Patents

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DE250126C
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retort
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fuel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

> Gelöscht am Π Vl. ie C M9,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - JVl 250126 -KLASSE 106. GRUPPE
GRAIGOLA MERTHYR COMPANY LIMITED
in SWANSEA, Süd-Wales,
FRANK CORY YEO in DAN-y-COED b. SWANSEA
und THOMAS AUGUSTUS GOSKAR
'in MUMBLES β. SWANSEA, Engl.
Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung eines Brennstoffgemisches
für die Brikettierung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Oktober 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Gemisches für die Brikettierung, bei welchem das aus Kohlenstaub und einem Bindemittel, beispielsweise Pech oder Teer bestehende Material, in fortlaufendem Betriebe einer beheizten Retorte zugeführt wird. In dieser wird es durch eine Transportschnecke von dem einen zum anderen Ende hinbefördert, um nach
ίο dem Verlassen der Retorte zu Briketts geformt zu werden.
Die vorliegende Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß sowohl zum Einführen des Brennstoffmaterials in den Heizbehältern als auch zum Herausschaffen aus dem geschlossenen Behälter oder der Retorte in der zu der Retorte führenden Zuleitung und in der Ableitung aus dieser ein vollkommen zusammenhängender Verschlußkörper gebildet wird, der lediglich aus Brennstoffmaterial besteht und an sich ohne andere Mittel in seinem Innern die entsprechenden Kanal querschnitte vollständig ausfüllt, derart, daß jeder Verschlußkörper sowohl dem während des Betriebes in der Retorte entstehenden inneren Druck Widerstand leisten kann, als auch die sich während des Betriebes in dem geschlossenen Behälter bildenden Gase und flüchtigen Destillationsprodukte am Entweichen durch eine der beiden Leitungen verhindert.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, bei
Verkokungsanlagen das Einlaßende durch Brennstoffmaterial abzuschließen. Es handelte sich dabei aber nicht um die Erzeugung von Briketts. Auch wurden dabei nicht zwei Verschlußpfropfen aus dem Brennstoffmaterial, d. h. an dem Einlaß- und Auslaßende einer Retorte gebildet.
Würde man das Brennstoffgemisch, wenn es die Retorte verläßt, ohne besondere Vorkehrungen nach außen befördern, dann bestände die Gefahr, daß die im Brennstoff eingeschlossenen gasförmigen Destillationsprodukte in der freien Luft entweichen. Um dies möglichst zu vermeiden, wird der erhitzte zusammenhängende und aus dem Brennstoffgemisch gebildete Verschlußkörper beim Hindurchschieben durch die Ableitungen und vor seinem Austreten in die Außenluft zweckmäßig derart gekühlt, daß die Gase soweit als möglich in dem Brennstoffgemisch kondensieren, so daß das Entweichen der flüchtigen Destillationsprodukte auf ein Minimum reduziert wird. ,
Auf der Zeichnung bedeutet:
Fig. ι einen Längsschnitt durch eine der Retorten oder Heizbehälter, sowie durch die
in die Zuführungs- und Abführungskanäle eingebauten Fördervorrichtungen und die an letzteren befindliche Kühlvorrichtung". Hierbei ist die Kübh'orrichtung in Richtung a-b der Fig. 2 und die Feuerung in Richtung c-d der Fig. 2 geschnitten.
Fig. 2 zeigt eine Batterie aus vier Retorten in Stirnansicht, welche sämtlich von außen durch eine gemeinsame Feuerung beheizt werden.
Fig. 3 veranschaulicht in vergrößertem Maßstabe die zur Bildung des A^erschlußkörpers dienende Förderschnecke sowie die Kühlvorrichtungen im Längsschnitt. In Verbindung hiermit ist eine baggerartige Fördervorrichtung" dargestellt, die das teilweise gekühlte Brennstoft'gemisch zu einer in der Figur nicht dargestellten Presse schafft.
Fig. 4 veranschaulicht einen Grundriß des oberen Teiles der Fig. 1.
Die Retorte A ist in der Heizkammer über einer geeigneten Feuerung angeordnet und an beiden Enden derart gelagert, daß sie unbehindert sich ausdehnen und zusammenziehen kann.
Zu diesem Zwecke ist das Austrittsende der Retorte mit dem anstoßenden Teil teleskopartig verbunden, wobei ein gasdichter A^erschluß mittels des Ringflansches C hergestellt ist, der einen am Ende der Kammer D liegenden Packungsring in der erforderlichen Lage hält.
Die in der Retorte liegende Förderschnecke E kann ihren Antrieb durch Zahnräder Z, Z1 erhalten. Die Welle F dieser Förderschnecke E greift an der Zuführungsseite der Retorte durch eine gasdichte Stoffbuchse G.
Der Fülltrichter H dient zur Aufnahme der zu verarbeitenden Brennstoffmischung. Zwischen diesem Fülltrichter /-/ und der Retorte A ist ein Zuführungskanal / eingeschoben, in welchem eine Fördervorrichtung, beispielsweise eine kleine Förderschnecke K, liegt, die zur Bildung des zusammenhängenden, lediglich aus dem zu verarbeitenden Brennstoffgemisch bestehenden gasdichten Verschlußkörpers X dient. Dieser Verschlußkörper X aus Brennstoffgemisch ist hinreichend dicht und zusammenhängend, um das Entweichen von Gasen und flüchtigen Destillationsprodukten aus der Retorte A zu verhindern. Gleichzeitig leistet er den erforderlichen Widerstand gegen den in der Relorte A herrschenden Druck. Die Förderschnecke K dient außer zur Bildung des Abschlußkörpers X innerhalb des Zuführungskanales / auch zum Vorwärtsstoßen der Brennstoffmenge innerhalb des Kanales, so daß dieselbe allmählich in die Retorte A gelangt.
Zur Unterstützung der Bildung des Verschlußkörpers X ist bei der dargestellten Ausführungsform eine hängende Wand / vorgesehen, welche fest auf einer Spindel 71 sitzt, die in der Stirnwand der Fördervorrichtung eine gasdichte Lagerung besitzt (Fig. 4). Außerhalb dieses Lagers trägt die Spindel einen Arm J-, auf welchem sich ein Gewicht Is verschieben läßt, so daß man den Druck, durch den die Wand / sich nach abwärts bewegt, regeln kann. An Stelle des Gewichtes ist natürlich auch eine geeignete Feder verwendbar. Die Wand J, welche dem Vorwärtsstoßen des Verschlußkörpers X einen entsprechenden Widerstand entgegensetzt, dient gleichzeitig zum Aufbrechen des am weitesten nach innen liegenden Teiles des Verschlußkörpers X.
Der aufgebrochene Brennstoff fällt durch den Kanal L in den Heizbehälter oder die Retorte A, 'wo er mittels der Förderschnecke E in der Längsrichtung der Retorte nach der Kammer D bewegt wird.
Aus dieser Kammer fällt die nunmehr erhitzte Brennstoffmischung durch den gasdichten Verbindungskanal M in den Raum 0, in welchem sie mittels der Schnecke P wiederum 7X\ dem zusammenhängenden kompakten Körper R zusammengedrückt wird. Auf diese Weise wird auch am Austrittsende aus dem Apparat ein lediglich aus der Brennstoffmischung bestehender, zusammenhängender Abschlußkörper gebildet, und zwar an der Stelle, an der das Brennstoffgemisch die Außenluft wieder erreicht.
Die sich aus dem Brennstoffgemisch entwickelnden Gase können daher weder am Zutritts- noch am Austrittsende entweichen, sondern müssen innerhalb des durch die beiden Abschlußkörper verschlossenen Raumes verbleiben.
Würde man keine besondere Vorkehrung treffen, dann könnte ein geringer Teil der in dem Verschlußkörper am Austrittsende sich entwickelnden Gase aus dem Brennstoffgemisch entweichen, sobald dies aus dem Apparat an die kühle Außenluft gelangt. Um diesen Verlust auf ein Minimum zu reduzieren, wird der Verschlußkörper vor dem Verlassen des Apparates so weit gekühlt, daß die in dem Brennstoffgemisch enthaltenen Gase sich möglichst vorher kondensieren.
Zu diesem Zwecke kann der Verschlußkörper R mittels eines Wassermantels S gekühlt werden, der den Kanal 0 vollkommen oder teilweise umgibt und sich entweder über dessen ganze oder nur einen Teil seiner Länge reicht, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Der Kanal 0 ist bei O1 konisch gestaltet. Der Abschlußkörper erhält dadurch eine die Kühhvirkung erleichternde flache Form. Der
Deckel O2 wird von dem Wassermantel 5 umgeben und an einem Ende durch einstellbare Schrauben T gehalten, welche in einer mit dem festen Teil der Vorrichtung verbundenen Querstange T1 sitzen. Das andere Ende des Deckels O2 wird mittels einer einstellbaren Feder U nach abwärts gedrückt. Der Druck der Feder läßt sich durch eine zu diesem Zwecke mit einem Handrad U2 ausgerüstete,
ίο in einem Querbalken V gelagerte Schraube U1 regeln. Durch diesen Federdruck wirkt der Deckel O2 zusammen mit den übrigen Wänden des Kanals O. auf den Abschlußkörper R derart ein, daß das heiße Brennstoffgemisch genügend fest und zusammenhängend wird, um dem in der Retorte herrschenden inneren Druck den erforderlichen Widerstand entgegensetzen zu können und soweit als möglich ein Entweichen von Gasen und flüchtigen Destillationsprodukten aus dem Abführungskanäl O.zu verhindern.
Ist das teilweise gekühlte Brennstoffgemisch aus dem Kanal O herausgedrückt und in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise teilweise aufgebrochen, so kann es in eine entsprechende Presse befördert werden. Diesem Zwecke dient ein in Fig. 3 angedeutetes Becherwerk, dessen Becher W das Gemisch auf einen Rost oder ein Sieb W1 werfen, durch welches das Brennstoffgemisch teilweise in die in die Presse mündende Austrittsöffnung W2 fällt. Der Teil des Brennstoffgemisches, welcher das Sieb W1 nicht passiert, fällt auf den Boden des Becherwerkes zurück und mischt sich mit dem neu hinzu gekommenen Brennstoff, um mit diesem von dem Becherwerk auf das Sieb W1 geworfen zu werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Vorbereitung eines Brennstoffgemisches für die Brikettierung, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einführen des Brennstoffes in die geschlossenen Heizbehälter oder in die Retorte und zum Herausschaffen aus diesen sowohl in der zur Retorte führenden Zuleitung als auch in der Ableitung aus der Retorte ein vollkommen, zusammenhängender Verschlußkörper gebildet wird, der lediglich aus Brennstoffmaterial besteht und allein für sich die Kanalquerschnitte vollkommen ausfüllt.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecken in dem Eintritts- und Austrittskanal geringere Längen aufweisen als diese Kanäle selbst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung eines zusammenhängenden Abschlußkörpers durch den regelbaren Druck einer Wand (J) unterstützt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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