DE4137484C2 - Spanndorn - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spanndorn zum Erfassen und zur
Festlegung einer auf eine Hülse aufgewickelten Bedruckstoffbahnrolle,
der in einem Tragarm eines Rollenwechslers mittels einer
Antriebsvorrichtung in Richtung der Hülse axial verfahrbar ist, mit
einem zylindrischen Spanndornkörper und einer kegelstumpfförmigen
Spanndornspitze.
Ein gattungsgemäßer Spanndorn ist aus der DE-PS 40 13 092 bekannt.
In den Seitenwänden des Rollenwechslers sind jeweils auf einer
Tragachse Tragarme drehbar gelagert. Am jeweiligen Ende jedes der
Tragarme sind drehbar angetriebene, baugleiche Spanndorne
angeordnet. Zwischen zwei achsgleichen Spanndornen kann eine auf
eine Hülse aufgewickelte Bedruckstoffbahnrolle eingespannt werden.
Die Spanndorne sind jeweils mit einer Antriebsvorrichtung verbunden,
die ebenfalls am jeweiligen Ende der Tragarme angeordnet ist und
mittels der der mit ihr verbundene Spanndorn sowohl gedreht, als auch
in axialer Richtung bewegt werden kann. Die mittels eines
automatischen Transportsystems oder mit jeglichem anderen
Transportmittel zum Rollenwechsler transportierte
Bedruckstoffbahnrolle wird in der Regel mit einer Hubvorrichtung,
die auch auf dem Transportsystem beziehungsweise Transportmittel
installiert sein kann, in eine Beladestellung gebracht, die dadurch
bestimmt ist, daß die Bedruckstoffbahnrolle in etwa achsrichtig
zwischen den entsprechenden Spanndornen gehalten wird. Dabei
summieren sich jedoch verschiedene Einstellungstoleranzen, wie zum
Beispiel Abweichungen der geometrischen Eigenschaft der
Bedruckstoffbahnrolle von den Idealwerten, so daß der
Querschnittskreis der Hülse nicht genau konzentrisch zum
Querschnittskreis der Rolle liegt, oder Lageabweichungen des
automatischen Transportsystems, die Abweichungen der Beladestellung
zur Folge haben.
Durch die Verwendung von Spanndornen mit kegelstumpfförmigen
Spanndornspitzen soll trotz dieser Toleranzen ein Aufnehmen der
Hülse möglich sein und die Gefahr einer Beschädigung der Hülse beim
Zentrieren minimiert werden.
Jedoch ist es möglich, daß bei größeren Toleranzen, speziell bei
einem automatischen Ablauf des Beladevorganges, im Falle, daß die
Stirnflachen der Hülse gegen die Stirnflächen der Spanndorne fahren,
die Ränder der Hülse aufgrund der Preßkraft der Spanndorne beim
Zentrieren beschädigt werden können, oder daß ein Aufnehmen der Rolle
gar nicht möglich ist. Der Spanndorn kann bei größeren
Lageabweichungen auch die Papierrolle selbst beschädigen.
Eine Lösungsmöglichkeit dieses Problems wäre eine dem Erfassen der
Rolle vorangehende Lichtschrankenmessung durch die Hülse. Da jedoch
dies eine indirekte Messung darstellt, ist eine zusätzliche
Meßposition erforderlich, in die das automatische Transportsystem,
bzw. die Hubvorrichtung verfahren muß. Dies birgt eine zusätzliche
Fehlerquelle. Außerdem haben Versuche gezeigt, daß eine derartige
Messung für das achsrichtige Aufnehmen der Hülse zu ungenau ist, da
eine Streuung des Lichtstrahls, die besonders beim Auftreten
unterschiedlicher Breiten der Bedruckstoffbahnrollen störend ist,
unvermeidlich ist.
Um die bei aufeinander folgenden Spannvorgängen auftretenden
Schwankungen der auf die Wickelhülse ausgeübten axialen Spannungen
zu beseitigen, ist bei einem Spannkopf gemäß der DE 37 30 767 C1
vorgesehen, daß der Spanndornkörper mit einem durch die
längsverschobene Spannhülse betätigbaren, auf einen motorischen
Antrieb wirkenden Schalter versehen ist, so daß die auf die Hülse
wirkende Spannkraft genau einstellbar ist. Dabei ist es jedoch nicht
möglich, während des Beladevorganges zu erkennen, ob das Aufnehmen
der Rolle ohne Beschädigung der Ränder der Hülsen überhaupt möglich
ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen gattungsbildenden
Spanndorn mit einfachen Mitteln so auszubilden, daß während des
Beladevorganges im Falle, daß die Stirnfläche der Wickelhülse oder
gar der Bedruckstoffbahnrolle gegen die Stirnfläche einer
Spanndornspitze fährt, eine Beschädigung der Ränder der Wickelhülse
aufgrund der Preßkraft der Spanndorne beim Zentrieren ausgeschlossen
und gleichzeitig eine Fehlermeldung an ein Kontrollpult ableitbar
ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Spanndorn mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch den mechanisch betätigbaren Tastkopf und dem in ihn
integrierten elektrischen Schalter, der bei Betätigung des
Tastkopfes einen elektrischen Schaltkreis aktiviert, ist es möglich,
unabhängig von der Stärke der Preßkraft der Spanndorne sicher einen
Fehler in der Beladestellung der Rolle zu erkennen und eine schnelle
Abschaltung, beziehungsweise Umkehrung der Vorwärtsbewegung der
Spanndorne zu gewährleisten, so daß eine Beschädigung der
aufzunehmenden Hülse und Papierrolle ausgeschlossen ist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles anhand der einzigen Figur.
Diese zeigt eine schematische Seitenansicht eines Spanndorns in
einer erfindungsgemäßen Ausführungsform. Der insgesamt mit 1
bezeichnete Spanndorn umfaßt in der dargestellten Weise einen
zylindrischen Spanndornkörper 2 und eine kegelstumpfförmige
Spanndornspitze 3. Der Spanndornkörper 2 weist eine Mehrzahl von
Spreizbacken 4 auf, die in an sich bekannter Weise zum Festklemmen
des Spanndorns 1 in einer Hülse 5 einer Bedruckstoffbahnrolle
dienen. Der gesamte Spanndorn 1 ist axial durch einen auch als
Begrenzungselement dienenden Abstreifring 6 bewegbar, dessen
Funktionsweise ebenfalls bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung
ist.
Die Spanndornspitze 3 ist im Querschnitt gezeigt. Sie weist eine
konzentrische Ausnehmung 7 auf. In diese Ausnehmung 7 ist ein
Tastkopf in Form eines Bolzens 8, der einerseits um einen
festlegbaren Betrag a aus der Stirnfläche 9 der Spanndornspitze 3
herausragt und andererseits mittels einer Druckfeder 10, die
schraubenförmig einen abgesetzten Teil 11 des Bolzens 8 umgibt,
gegen einen Boden 12 der Ausnehmung 7 in der dargestellten Weise
abgestützt ist, axial verschiebbar eingelegt. Der Bolzen 8 ist
mittels einer Zylinderschraube 13, die den Bolzen 8 axial
durchgreift und durch den Boden 12 der Ausnehmung 7 in den
Spanndornkörper 2 einschraubbar ist, gegen die Druckfeder 10
vorgespannt. Durch Ein-beziehungsweise Ausschrauben dieser
Zylinderschraube 13 läßt sich der Betrag a, um den der Bolzen 8 aus
der Stirnfläche 9 der Spanndornspitze 3 herausragt, einstellen.
Vorzugsweise wird die Zylinderschraube 13 in bekannter Weise und
daher nicht dargestellt gegen einen einstellbaren Anschlag
geschraubt, so daß das Maß a leicht und definiert erreichbar ist.
Der Bolzen 8 weist seinerseits eine zylindrische Ausnehmung 14 auf,
die auf der dem Boden 12 gegenüberliegenden Seite des Bolzens 8
offen liegt. In diese Ausnehmung 14 ragt ein elektrische Schalter in
Form eines in Längsrichtung der Ausnehmung 14 bewegbaren
Stiftschalters 15. Der Stiftschalter 15 ist einerseits durch eine
Druckfeder 16 vom Boden 17 der Ausnehmung 14 beabstandet und
andererseits in Verbindung mit den offenen Kontakten 18, 19 eines
elektrischen Schaltkreises 20 bringbar. Im Ausführungsbeispiel sind
die elektrischen Kontakte 18, 19 in Form von zwei ringförmigen und
zueinander konzentrisch im Boden 12 der Ausnehmung 7 der
Spanndornspitze 3 angeordnete Kontakte ausgebildet. Der
Stiftschalter 15 ist mittels eines in den Bolzen 8 einsteckbaren
Stiftes 21, der in eine Kerbe 22 des Stiftschalters 15 bringbar ist,
in seiner Bewegung beschränkbar und somit gegen ein Herausfallen aus
der Ausnehmung 14 gesichert.
Der Schaltkreis 20 ist durch den Spanndornkörper 2 zu einer nicht
dargestellten Antriebsvorrichtung für den Spanndorn 1 geführt. Die
Antriebsvorrichtung wirkt in bekannter Weise mit einem nicht
gezeigten Signalgeber zusammen, so daß bei einer Umkehrung der
Antriebsrichtung eine Fehlermeldung an ein Steuerpult herausgegeben
werden kann.
Als weitere Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß die
Spanndornspitze 3 im Bereich ihrer Stirnfläche 9 und der Bolzen 8
als Teil des Tastkopfes im aus der Stirnfläche 9 herausragenden
Bereich so geformt sind, daß keine Kanten auftreten.
Dargestellt am Beispiel eines ausgefahrenen Spanndorns 1 befindet
sich in der Zeichnung die Bedruckstoffbahnrolle zwar in der
Beladestellung, jedoch ist ihre Hülse 5 nicht in der achsrichtigen
Lage, so daß der Bolzen 8 in der Ausnehmung 7 der Spanndornspitze 3
beim Versuch, die Hülse 5 aufzunehmen gegen den Rand derselben
fährt. Der Bolzen 8 wird gegen die Druckfeder 10 gedrückt und nimmt
den Stiftschalter 15 mit, so daß dieser die Kontakte 18, 19
überbrückt. Der nun geschlossene Schaltkreis 20 veranlaßt die
Antriebsvorrichtung für die axiale Bewegung des Spanndorns 1 ihre
Antriebsrichtung umzukehren und gleichzeitig dem Signalgeber, eine
Fehlermeldung an ein Steuerpult herauszugeben, damit ein Bediener
alarmiert wird, um ein Ausrichten der Hülse 5 vorzunehmen, so daß
eine Beschädigung der Hülse 5 gänzlich ausgeschlossen wird.
Die gefederte Anordnung Bolzen 8, Druckfeder 10, Stiftschalter 15,
Druckfeder 16 stellt sicher, daß die Hülse 5 nur mit einer kleinen
Kraft beaufschlagt wird und, da der maximale Abstand des
Stiftschalters 15 von den Kontakten 18, 19 kleiner als der Betrag a
ist, daß der erforderliche Bremsweg mit dem Betrag a abgezogen der
maximale Abstand des Stiftschalters 15 von den Kontakten 18, 19
gegeben ist, um die Zeitverzögerung zwischen Betätigung des
Tastkopfes und Umkehrung der Antriebsbewegung zu überbrücken.
Die Spanndornspitze 3 ist mit einem Konuswinkel ausgestattet, bei
dem die Hülse 5 relativ leicht gleitend und ohne Beschädigung auf
die Spanndorne 1 rutschen kann, im Falle, daß die Achsenabweichung
von der achsrichtigen Beladestellung in einem Toleranzbereich liegt,
bei dem der Tastkopf 8 ganz mit seiner der Achse 5 zugewandten Seite
in die Öffnung der Hülse 5 schauen kann.
Claims (6)
1. Spanndorn zum Erfassen und zur Festlegung einer auf einer Hülse
aufgewickelten Bedruckstoffbahnrolle, der in einen Tragarm eines
Rollenwechslers mittels einer mit einer Kontrolleinrichtung
verbundenen Antriebsvorrichtung axial in Richtung der Hülse
verfahrbar ist, mit einem zylindrischen Spanndornkörper und einer
kegelstumpfförmigen Spanndornspitze, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spanndornspitze (3) an ihrer Stirnseite einen ausschließlich
durch Berührung der Stirnfläche der Hülse (5) oder
Bedruckstoffbahnrolle mechanisch betätigbaren Tastkopf (8, 10,
11, 14) zum Erkennen der Lage der aufzunehmenden Hülse (5), bei
der ein Aufnehmen ohne Beschädigung der Hülse (5) nicht möglich
ist aufweist, der in Form eines Bolzens (8) in einer
konzentrischen Ausnehmung (7) in der Spanndornspitze (3) axial
verschiebbar gelagert ist und um einen festgelegten Betrag (a)
aus der Stirnfläche (9) der Spanndorn-Spitze (3) herausragt, in
den Tastkopf ein elektrischer Schalter (15, 16) integriert ist,
der bei Betätigung des Tastkopfes (8,10, 11, 14) einen
elektrischen Schaltkreis (20) aktiviert, der die
Antriebsvorrichtung des Spanndorns (1) ansteuert, so daß eine
weitere axiale Vorwärtsbewegung des Spanndornes (1) zur Erfassung
der Hülse im Fall der Berührung der Stirnfläche der Hülse (5)
oder der Bedruckstoffbahnrolle gestoppt und umgekehrt wird und
die Kontrolleinrichtung zur Herausgabe einer Fehlermeldung
anspricht.
2. Spanndorn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tastkopf (8, 10, 11, 14) mittels einer Druckfeder (10), die
schraubenförmig einen abgesetzten Teil (11) des Bolzens (8)
umgibt, gegen einen Boden (12) der Ausnehmung (7) abgestützt ist,
ausgebildet ist.
3. Spanndorn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bolzen (8) mittels einer Zylinderschraube (13), die den Bolzen
(8) axial durchgreift und durch den Boden (12) der Ausnehmung
(7) in den Spanndornkörper (2) einschraubbar ist, gegen die
Druckfeder (10) vorgespannt ist.
4. Spanndorn nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tastkopf (8, 10, 11, 14) eine
zylindrische Ausnehmung (14) aufweist, in die der elektrische
Schalter (15) in Form eines in Längsrichtung der Ausnehmung (14)
bewegbarer Stiftschalter ragt, der einerseits durch eine
Druckfeder (16) von einem Boden (17) der Ausnehmung (14)
beabstandet ist und andererseits in Verbindung mit offenen
Kontakten (18, 19) des elektrischen Schaltkreises (20) bringbar
ist, wobei der Stiftschalter (15) mittels eines in den Bolzen
(8) einsteckbaren Stiftes (21) in seiner Bewegung beschränkt und
gegen ein Herausfallen aus der Ausnehmung (14) gesichert ist.
5. Spanndorn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontakte (18, 19) des Schaltkreises (20) in Form von zwei
ringförmigen und zueinander konzentrisch im Boden (12) der
Ausnehmung (7) der Spanndornspitze (3) angeordnete Kontakte
ausgebildet sind und der Schaltkreis (20) durch den
Spanndornkörper (2) zur Antriebsvorrichtung geführt ist.
6. Spanndorn nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spanndornspitze (3) und der Tastkopf (8,
10, 11, 14) so geformt sind, daß auf ihren Außenflächen keine
Kanten auftreten.
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| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |