DE413150C - Fluessigkeitsanlasser - Google Patents

Fluessigkeitsanlasser

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DE413150C
DE413150C DEG60894D DEG0060894D DE413150C DE 413150 C DE413150 C DE 413150C DE G60894 D DEG60894 D DE G60894D DE G0060894 D DEG0060894 D DE G0060894D DE 413150 C DE413150 C DE 413150C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C10/00Adjustable resistors
    • H01C10/02Liquid resistors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Electrostatic Spraying Apparatus (AREA)

Description

  • Flüssigkeitsanlasser. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrischer Flüssigkeitsanlasser, der in bekannter Weise aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Behälter und einer darin eintauchenden Glocke besteht. Von den bekannten derartigen Anlassern unterscheidet sich der vorliegende dadurch, daß an dem Behälter die Elektroden isoliert angeordnet sind, über welche Elektroden die aus Metall oder einem anderen leitenden Stoff bestehende Glocke bei ihrem Eintauchen in die Flüssigkeit greift, wodurch der Widerstand zwischen den einzelnen Elektroden mit dem Eintauchen der Glocke ständig verringert wird. Hat die Glocke ihren tiefsten Stand erreicht, so findet ein Kurzschluß der Elektroden statt, wodurch sämtlicher Widerstand ausgeschaltet ist. Mit einem derartigen Anlasser läßt sich der Widerstand ganz allmählich verringern. An der Glocke ist für den Luftauslaß ein Ventil vorgesehen, das aber als Druckventil ausgebildet ist und kurz vor Erreichung des tiefsten Standes der Glocke durch einen Anschlag vollständig geöffnet wird, damit der letzte Teil der Bewegung der Glocke schnell vor sich geht und damit ein rascher Kurzschluß der Elektroden erfolgt.
  • Die Elektroden werden zweckmäßig als U-förmig gebogene Bleche hergestellt, die auf ihrer Innenseite blank sind, außen aber mit einem isolierenden Überzug aus Lack, Gummi o. dgl. versehen sind, um den Stromübergang zwischen den Eelektroden bei hochgezogener Glocke auf ein Mindestmaß herabzusetzen. Bei anderen Ausführungsformen können die Elektroden als kleine rundherum geschlossene Büchsen ausgeführt werden, in die ähnliche an der Glocke befestigte Büchsen eintauchen. Diese Büchsen können Zylinderringabschnitte oder auch Kreiszylinder, Kegel o. dgl. sein, und die an der Glocke befestigten können entweder außen oder innen an ihr sitzen.
  • Mehrere derartige Ausführungsformen eines derartigen Flüssigkeitsanlassers sind in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Ouerschnitt nach der Linie A-B der Abb. i.
  • Abb. 3 und 4 zeigen ähnliche Schnitte einer zweiten Ausführungsform.
  • Abb. 5 zeigt Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform mit zylinderförmigen Elektroden und Abb. 6 eine weitere Ausführungsform gleichfalls mit zylinderförmigen Elektroden, über die die Glocke greift.
  • Bei der in den Abb. i und 2 dargestellten Ausführungsform ist der Behälter des Anlassers mit i bezeichnet. Er wird bis etwa zur Höhe 2 mit Flüssigkeit angefüllt. An dem Behälter i sind die Elektrodenbleche 3 angeordnet. Im vorliegenden Falle, wo der Anlasser für Drehstrom eingerichtet ist, sind drei solcher Elektroden vorgesehen. Diese sind mittels einer Isolierung4 aus Gummi 0. dgl. an dem Boden des Behälters bzw. an seiner Wand befestigt.
  • Jede Elektrode besteht aus einem U-förmig gebogenen Blech, das außen mit einem Überzug 5 von Lack, Gummi oder anderem isolierenden Stoff versehen ist. Im Innern ist das Blech blank, und zwischen die Schenkel greift beim Heruntersinken die Glocke 6 des Anlassers. Diese Glocke besteht aus Metall, so daß beim Eintritt der Glocke zwischen die Schenkel der Elektroden 3 der Widerstand zwischen den einzelnen Elektroden teilweise durch das Metall der Glocke überbrückt wird. Damit die Glocke 6 die Elektrodenbleche nicht berührt, also zwischen Glocke und Elektroden immer noch eine Flüssigkeitsschicht verbleibt, sind Führungen 7 an der Behälterwand im Innern vorgesehen, in die Führungsleisten 8 I an der Außenwand der Glocke eingreifen. Die Schenkel der Bleche sind schräg zueinander gestellt, so daß der Zwischenraum zwischen je zwei Schenkeln nach unten geringer wird, wodurch mit weiter eintauchender Glocke der Widerstand in größerem Verhältnis abnimmt. In ihrer tiefsten Stellung setzt sich die Glocke unten auf die Umbiegung g der Elektrodenbleche auf, wodurch Kurzschluß zwischen den Elektroden erfolgt. Es ist aber auch noch eine besondere Kurzschlußvorrichtung vorgesehen in Gestalt besonderer Kontaktplatten i o, die mit den zwischen den Klemmen ii führenden Leitungsschienen 12 der Elektroden verbunden sind. Gegen diese Kontaktplatten io legen sich in der tiefsten Stellung der Glocke die am oberen Rande der Glocke befestigten Kontaktplatten 13, wodurch ein sicherer Kurzschluß mit geringem Übergangswiderstand erzielt wird.
  • An der Glocke ist oben ein Rohr i-. befestigt, durch das eine Stange 15 hindurchgeht, die oben den Ventilkegel 16 trägt, der sich auf den entsprechend ausgeschnittenen Rand 17 des Rohres aufsetzt. Darüber ist ein Handgriff 18, zweckmäßig aus isolierendem Material, angebracht, an dem die Glocke in die Höhe gezogen werden kann. Schließlich ist über dem Handgriff noch ein kleines regelbares Luftauslaßventil ig vorgesehen, das oben auf der als Rohr ausgebildeten Stange 1q. sitzt.
  • Zum Halten der Glocke in ihrer höchsten Stellung dient eine quer über dem Behälter liegende Welle 20, an der Nasen 2i angebracht sind, die unter Ösen 22 auf den oberen Boden des Behälters greifen können und dadurch die Behälterglocke festhalten, wobei ein Gegengewicht 23 an einem Hebel der Welle torgesehen ist, das die Lage sichert. Wird die Welle gedreht, von Hand oder mit Hilfe einer elektromagnetischen Einrichtung, so treten die Nasen 21 der Welle außer Eingriff mit den Ösen 22, und die Glocke wird frei, so daß sie in der Flüssigkeit heruntersinken kann. Dabei tritt die in der Glocke vorhandene Luft durch das regelbare Ventil ig nach außen. Je . nach der Einstellung des Ventils geht die Glocke langsamer oder schneller nach unten. Beim Heruntergehen tritt die Glocke zwischen die Schenkel der Elektroden 3 und überbrückt dadurch diese Elektroden in der Weise, daß der Strom durch die verhältnismäßig dünne Flüssigkeitsschicht zwischen Elektrode und Glocke selbst hindurchgeht und dann über die Glocke zurück in die Elektroden. Je weiter die Glocke nach unten sinkt, um so geringer wird der elektrische Widerstand dadurch, daß die Flüssigkeitssäule zwischen Elektrode und Glocke immer höher wird, und auch, da die Elektroden schräg stehen, immer dünner wird.
  • An der Welle 20 sind noch zwei Anschläge 24 vorgesehen, die gegen den Teil 18 stoßen und kurz vor Erreichung der tiefsten Lage der Glocke den Ventilkegel 16 von seinem Sitz 17 abheben. Dadurch entweicht plötzlich alle Luft aus der Glocke, und die Glocke sinkt schnell in ihre Endlage herunter, wobei sie sich einerseits unten auf- die Elektroden aufsetzt, anderseits mit ihren Kontaktplatten 13 die Kontaktplatten io des Behälters berührt und dadurch den Kurzschluß herstellt, also die Ausschaltung des gesamten Widerstandes bewirkt.
  • Durch In-die-Höhe-Ziehen der Glocke an dem Handgriff 18 @#ird der Widerstand wieder eingeschaltet, wobei gleichzeitig das Ventil 16 angehoben ist und den Lufteintritt in die Glocke gestattet.
  • Am unteren Rand der Glocke können noch keilförmige Stücke 25 aus leitendem Stoff angebracht werden, die gleichfalls den Abstand zwischen Elektrode und Behälterwand mit zunehmendem Eintauchen der Glocke verringern und sich schließlich unten auf die Krümmungen 9 der Elektrodenbleche aufsetzen.
  • Ein derartiger Anlasser kann auch für Gleichstrom und zweiphasigen Wechselstrom Verwendung finden.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 und d. sind die Elektroden 26 büchsen- oder taschenartig ausgeführt, also ringsherum geschlossen, aber oben und unten offen, und in sie tauchen ähnliche, aber etwas kleinere Büchsen 27, die außen an der Glocke 28 befestigt sind. Auch hier ist die Außenseite der Elektroden wieder lackiert, mit Gummi überzogen oder emailliert, während die Innenseite metallisch blank ausgeführt ist oder auch verbleit ist. Die Büchsen 27 an der Glocke 28 greifen beim Heruntergehen der Glocke in die Büchsen 26 ein, wodurch sich der Widerstand bei fortschreitendem Eintauchen immer mehr vermindert bis schließlich zum Kurzschluß. Dabei kann unter Umständen eine besondere Kurzschlußvorrichtung, wie sie an der erstbeschriebenen Ausführungsform angebracht ;st, vermieden werden. Die Elektroden sind unten wieder auf Isolierstücken 29 befestigt, und es sind noch besondere Öffnungen 30 vorgesehen, die den Flüssigkeitsdurchgang gestatten.
  • Die Gestalt dieser Büchsenelektroden und der zugehörigen an der Glocke befestigten Büchsen kann beliebig sein. Sie ist bei dieser Ausführungsform im Querschnitt nach Art eines Kreisringabschnitts.
  • Bei dieser Ausführungsform sind, wie aus Abb. .a. hervorgeht, die Haken 2i zum Tragen der Glocke in ihrer Höchstlage auf kleinen um 31 drehbaren Hebeln 32 befestigt, die mit einem Gegengewicht 33 versehen sind. Dadurch wird ein besseres Einschnappen dieser Haken in die Anschläge 22 auf der `'Felle 2o gewährleistet.
  • Bei der Ausführungsform nach der Abb. 5 sind die Elektroden als zylinderförtnige Büchsen 3¢ ausgeführt, in die gleichfalls als Zylinder ausgeführte Büchsen 35 der Glocke 6 eingreifen. Diese Büchsen 35 sitzen außen an der Glocke 6 und stehen, wenn sie oben geschlossen sind und als kleine Glocken die Wirkung der großen Glocken unterstützen, durch Luftkanäle 36 mit dieser Glocke in Verbindung. Sie können aber auch oben offen ausgeführt sein, wenn die Glocke an sich genügende Tragkräft hat. Alle Büchsen werden zweckmäßig so eingerichtet, daß man sie bequem auswechseln kann.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 sind die Büchsen 35 im Innern der Glocke 6 angeordnet und dementsprechend greifen auch die Elektroden 34 in das Innere der Glocke ein. Bei den letztgenannten Ausführungsfortnen haben die Büchsen kreisförmigen Querschnitt, sie können aber auch quadratisch, rechtwinklig oder überhaupt polygonal, oval oder sonstwie ausgeführt sein.
  • Man kann die Büchsen nach unten zu konisch machen und dadurch die Widerstandsabnahme in schnellerem Maße vermindern bis zum vollständigen Kurzschluß.
  • Unter Umständen kann auch die Glocke fortfallen und die oben geschlossenen Büchsen können insgesamt durch ihren Luftinhalt als Glocke wirken, wobei dann in der =Mitte zweckmäßig ein kleiner Hohlkörper vorgesehen wird, an dem das Luftein- und -auslaßventil angeordnet werden kann. Unter I.' imständen können auch die an der Glocke befindlichen Büchsen, anstatt in die entsprechenden Büchsenelektroden einzugreifen, außen um diese herumgreifen.
  • Der Flüssigkeitsbehälter wird zweckmäßig innen isoliert ausgeführt, etwa emailliert, und man wird ihn dann auch außen emaillieren, damit er auch für Gleichstrom Verwendung finden kann. Unter Umständen kann auch die Glocke selbst mit einem isolierenden überzug innen und außen versehen werden, vor allem dann, wenn an der Glocke Büchsen für den Eingriff in die Elektroden vorgesehen sind.
  • Die Befestigung der Elektroden erfolgt zweckmäßig am Boden mittels einer besonderen herausnehmbaren Platte, um die Elektroden leicht auswechseln zu können.
  • Der Flüssigkeitsanlasser hat vor bekannten den Vorteil, daß alle beweglichen Stromzuleitungen von den Anschlußklemmen des Anlassers nach den Elektroden und ebenso Schleifkontakte, die immer unzuverlässig sind, vermieden werden.
  • In derselben Bauart können auch nichtselbsttätige, jedoch regelbare Flüssigkeitsanlasser ausgebildet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flüssigkeitsanlasser aus Flüssigkeitsbehälter und in diesen eintauchender Glocke bestehend, dadurch gekennzeichnet, daß am Behälter isolierte Elektroden angeordnet sind, die beim Eintauchen der Glocke durch diese selbst teilweise überbrückt werden. a. Flüssigkeitsanlasser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden als U-förmig gebogene Bleche ausgebildet sind, zwischen deren Schenkel die Glocke, in geeigneter Führung geführt, eingreift. 3. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel der Elektroden- Elektrodenbleche sich nach unten zu einander nähern, .bleche den Widerstand zu vermindern. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenbleche an ihrer Außenfläche mit einem Überzug aus Lack, Gummi oder einem anderen isolierenden Stoff versehen sind. 5. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß an dem unteren Glockenende keilförmige Stücke sitzen, mit denen die Glocke in die Elektrodenbleche eintritt. C. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Glocke außer dem gegewöhnlichen regelbaren Luftauslaßventil noch ein Druckventil angebracht ist, das durch einen Anschlag kurz vor Erreichung der Tiefstlage der Glocke vollständig geöffnet wird. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff zum Anheben der Glocke mit dem Druckventil verbunden ist, um beim Anheben der Glocke das Ventil zu öffnen. B. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Glocke noch besondere Kontaktplatten vorgesehen sind, die sich in der tiefsten Stellung der Glocke auf entsprechende Kontaktplatten, die mit den Elektroden in Verbindung stehen, behufs Kurzschließung der Elektroden legen. g. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung für die Glocke in ihrer höchsten Lage aus einer quer über dem Behälter liegenden Welle besteht, an der Nasen angebracht sind, die in auf der Glocke angeordnete Ösen bzw. Haken eingreifen und bei Drehung der Welle diese Ösen freigeben. io. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteösen an der Glocke drehbar gelagert sind und unter der Wirkung eines Gegengewichtes bzw. einer Feder stehen. i i. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden Büchsen- oder taschenartig ausgeführt sind und an der Glocke entsprechende metallische Büchsen sitzen, die in diese Elektrodenbüchsen eingreifen. 12. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden- und Glockenbüchsen als Zylinder bzw. Kegel ausgeführt sind. 13. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Glocke sitzenden Büchsen oben geschlossen sind und die Wirkung der Glocke unterstützen bzw. die Glocke vollständig ersetzen. 14. Flüssigkeitsanlasser nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchsen im Innern der Glocke befestigt sind.
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