DE4128770C2 - Behältersystem mit profilierten Platten sowie Vorrichtung zum Befüllen und Entladen hierfür - Google Patents
Behältersystem mit profilierten Platten sowie Vorrichtung zum Befüllen und Entladen hierfürInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Behältersystem mit
profilierten Platten, die Aufnahmen für zu speichernde
Werkstücke aufweisen, und die im gefüllten Zustand aufein
ander und im leeren Zustand ineinander stapelbar sind.
Hierbei ist das Profil der Platten derart ausgebildet, daß
durch jeweils zwei Platten Waben gebildet werden, die die
eingelegten Werkstücke vollständig umgeben. Ferner nehmen
die Berührflächen aufeinander gestapelter Platten die
Gewichtskraft des Stapels auf. Formelemente zentrieren die
einzelnen Platten, so daß keine Scherkräfte auftreten. Ferner
sind wenigstens zwei einander gegenüberliegende Außenwände
als schräge Wände ausgebildet, von denen jede an ihrer
Oberseite mindestens eine Rastnase und an ihrer Unterseite
mindestens eine Ausnehmung aufweist. Ferner wird eine
Vorrichtung zum Be- und Entladen des Behältersystems
angegeben.
Derartige Behältersysteme sind seit langer Zeit bekannt.
Ein einfaches Beispiel für ein derartiges Behältersystem
sind sog. Eierkartons, wie sie zum Transportieren von Eier
eingesetzt werden. Die bekannten Behältersysteme ermögli
chen zwar das Stapeln von gefüllten profilierten Platten,
sie gewährleisten jedoch weder einen Schutz gegen parallel
zur Platten-Oberfläche wirkende Kräfte noch können bei
empfindlichen Werkstücken "hohe" Stapel gebildet werden,
da die Gewichtskraft darüberliegender Lagen von den Werk
stücken in den darunterliegenden Lagen aufgenommen wird.
Nicht zuletzt deshalb sind im Zuge der gegenwärtig immer
mehr an Bedeutung gewinnenden Transportlogistik die unter
schiedlichsten Behältersysteme abweichender Gattung ent
wickelt worden, die sich vor allem dadurch auszeichnen,
daß sie immer aufwendiger ausgebildet und zudem häufig nur
einmal verwendbar sind. Dies steht im Gegensatz zu der
allgemeinen Zielsetzung der Transportlogistik, die die
Aufgabe hat, mit geringstmöglichem Aufwand die Versorgung
von Produktionsstätten an unterschiedlichsten Standorten
mit Materialien, Werkzeugen und Sonderprodukten bei kür
zesten Lieferfristen sicherzustellen. Ein weiterer Schwer
punkt liegt in der Entsorgungslogistik, d. h. Vermeidung
bzw. Minimierung von Verpackungs- bzw. Abfallstoffen, bzw.
der Reduzierung des Raumbedarfs des Speichersystems für
den "Rücktransport" im leeren Zustand.
In der Gebrauchsmusteranmeldung DE 86 12 861 U1 sowie in
der Patentschrift DE-PS 8 58 224 werden Behältersysteme für
Verpackungszwecke beschrieben, die die unterschiedlich
sten Werkstücke aufnehmen und derart speichern, daß
sowohl eine Zwischenspeicherung im Sinne eines "Produkti
ons-Zwischenspeichers als auch ein vor äußeren Einflüssen
geschützter Transport der Werkstücke möglich ist. Ferner
erfordern-diese Behältersysteme lediglich einen geringen
Aufwand, sind leicht an unterschiedliche Werkstücke anpaß
bar, und haben im "leeren" Zustand einen wesentlich geringe
ren Raumbedarf als im gefüllten Zustand.
Dies wird dadurch erreicht, daß diese Behältersysteme
folgende Merkmale aufweisen:
- - das Profil der Platten ist derart ausgebildet, daß durch jeweils zwei Platten Waben gebildet werden, die die eingelegten Werkstücke vollständig umgeben,
- - die Berührflächen aufeinander gestapelter Platten neh men die Gewichtskraft des Stapels auf,
- - Formelemente zentrieren die einzelnen Platten, so daß keine Scherkräfte auftreten.
Diese Profilstapel-Behältersysteme bestehen damit aus pro
filiertem Plattenmaterial, das so gestaltet ist, daß es
aufeinandergestapelt ein Wabensystem ergibt, in das die
Werkstücke eingebracht werden können. Ineinandergestapelt
- für den Transport ohne Werkstücke - hat es weiterhin - wie
bei bekannten profilierten Platten - ein minimales
Volumen, so daß ein Rücktransport der leeren Platten mit
geringem Aufwand möglich ist.
Nachteilig bei diesem Profilstapel-Behältersystem ist
jedoch, daß es aufwendig ist, die Bodenplatte, die ver
schiedenen Profilplatten und die Deckplatte transportsi
cher zu verbinden:
In der deutschen Offenlegungsschrift DE 37 38 514 wird ein zusammenklappbarer Transportkasten beschrieben, der in der Höhe variabel, dem jeweils innerhalb des Transport kastens befindlichen Lagegutes angepaßt werden kann. Das stapelbare Transportsystem ist jeweils aus ineinander klappbaren Einzelelementen zusammensetzbar. Wesentliches Merkmal ist hierbei die Scharnierverbindung zwischen zwei Seitenwandteilen.
In der deutschen Offenlegungsschrift DE 37 38 514 wird ein zusammenklappbarer Transportkasten beschrieben, der in der Höhe variabel, dem jeweils innerhalb des Transport kastens befindlichen Lagegutes angepaßt werden kann. Das stapelbare Transportsystem ist jeweils aus ineinander klappbaren Einzelelementen zusammensetzbar. Wesentliches Merkmal ist hierbei die Scharnierverbindung zwischen zwei Seitenwandteilen.
Neben dem in der amerikanischen Druckschrift US 2 856 089
beschriebenen Eierverpackungssystem, das im wesentlichen
aus übereinander stapelbaren Eierkartons besteht und zur
Seitenstabilisierung in einen Karton einzubringen ist,
wird eine Vorrichtung zur Bestückung der einzelnen
Eierkartons beschrieben, die aus einem Greifersystem
besteht, mit Hilfe dessen Eier lagenweise auf die
Eierkartons gehoben bzw. von diesen entfernt werden
können. Ist jedoch eine Eierkartonlage vollständig beladen,
so muß manuell eine nächste leere Eierkartonlage nachge
legt werden. Entsprechendes gilt für den Entladevorgang.
Eine automatische Be- und Entladung ist auf diese Weise
nicht möglich.
Aus der französischen Druckschrift, FR 21 05 265, geht ein
stapelfähiges Transportbehältersystem hervor, das aus
einzelnen Palettenlagen zusammengesetzt ist. Ober- und
Unterseiten der einzelnen Paletten weisen nach außen ste
hende Formelemente 16 und 18 auf, die im gestapelten Zu
stand Querverschiebungen vermeiden helfen. Ebenso sind
Öffnungen 17 und 19 enthalten, die den Größenverhältnissen
der abstehenden Formelemente 16 und 18 entsprechen.
Im gestapelten Zustand ragen gemäß der Darstellung auf
Fig. 12 die Formelemente 18 und die Ausnehmungen 19 und
die Formelemente 16 in die Ausnehmungen 17 ein. Zu be
achten ist dabei, daß die Formelemente 16 und 18 jeweils
unterschiedlich groß ausgestaltet sind, so daß unter
schiedlich groß vorzusehende Ausnehmungen 17 und 19
notwendig sind. Sowohl das Übereinanderstapeln als auch
das Ineinanderstapeln der Palettenebenen muß dabei derart
exakt erfolgen, so daß die einzelnen Verbindungen zwischen
den vorgesehenen Formelementen und den dazu
korrespondierenden Ausnehmungen seitliches Verrutschen
verhindern. Hierzu muß zum einen das Ineinanderfügen exakt
vorgenommen werden, als auch sind hohe Ansprüche an die
Materialsteifigkeit der Paletten zu stellen, da be
reits kleinste Materialverwindungen dazu führen, daß die
kleinen Formelemente 18 nur sehr schwer oder überhaupt
nicht mehr in die Ausnehmungen 19 gefügt werden können.
Es besteht daher bei dem in der französischen
Entgegenhaltung beschriebenen Stapelsystem das Problem,
daß die unterschiedlich groß aus gestalteten Formelemente
zum rutschsicheren Verbinden übereinander gelegter
Palettenebenen nur bei sehr sorgfältigen Stapeln
ineinandergefügt werden können.
Daraus leitet sich die Aufgabe ab, ein gattungsgemäßes
Verpackungssystem derart weiterzubilden, so daß das
rutschsichere Übereinanderstapeln erheblich vereinfacht
werden soll, ohne dabei den Grad der Verrutschsicherheit
zu gefährden. Ferner soll die Struktur des Stapelbehälter
systems so einfach wie möglich ausgebildet sein, um Her
stellungskosten zu reduzieren. Insbesondere sollen die
einzelnen Platten sich im gefüllten Zustand selbst
zentrieren und halten, und weiterhin im leeren Zustand
ineinander gestapelt werden können. Ferner soll eine
Belade- und Entladevorrichtung angegeben werden, mit der
das Verpackungssystem mit Werkstücken automatisch bestückt
bzw. entladen werden kann.
Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist in den
Patentansprüchen gekennzeichnet.
Erfindungsgemäß ist ein Behältersystem mit profilierten
Platten, die Aufnahmen für zu speichernde Werkstücke
aufweisen, und die im gefüllten Zustand aufeinander
und im leeren Zustand ineinander stapelbar sind,
mit folgenden Merkmalen:
- - das Profil der Platten ist derart aus gebildet, daß durch jeweils zwei Platten Waben gebildet werden, die die eingelegten Werkstücke vollständig umge ben,
- - die Berührflächen aufeinander gestapelter Platten neh men die Gewichtskraft des Stapels auf,
- - Formelemente zentrieren die einzelnen Platten, so daß keine Scherkräfte auftreten,
- - wenigstens zwei einander gegenüberliegende Außenwände sind schräge Wände, von denen jede an ihrer Oberseite mindestens eine Rastnase und an ihrer Unterseite mindestens eine Ausnehmung aufweist, derart ausgebildet, daß die Rastnase und die Ausnehmung derart angeordnet und gegeneinander versetzt sind, daß in der Füllstellung die Rastnasen über die Außenwand der jeweils benachbarten Profilplatte greifen und miteinander im Flankeneingriff stehen und bei ineinandergestapelten Profilplatten die Ausnehmungen durchsetzen.
Durch diese Ausbildung halten sich die einzelnen Profil
platten in der Stellung, in der der Speicher befüllt ist,
gegenseitig, so daß auf das Speichergut keine Scherkräfte
wirken können. Dennoch können die einzelnen Platten bei
spielsweise zum Transport nach einer Drehung um 180° um
ihre Hichachse ohne erhöhten Raumbedarf ineinander gesta
pelt werden.
Die Verbindung der einzelnen Waben, die jeweils durch zwei
Profilplatten gebildet werden, kann im Prinzip beliebig
erfolgen; besonders vorteilhaft ist jedoch die im Anspruch
2 gekennzeichnete Ausführung, bei der die Außenwände an
ihrer Unterseite ebenfalls mindestens eine Rastnase auf
weisen, die an gegenüberliegenden Außenwänden versetzt
angeordnet ist, so daß auch die einzelnen Waben durch den
Flankeneingriff der Rastnasen gehalten werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäß Anspruch 3 jede
Außenwand jeweils zwei Ausnehmungen und zwei Rastnasen
aufweist und gemäß Anspruch 4 an allen Außenwänden Aus
nehmungen und Rastnasen vorgesehen sind, da dann sämtliche
Scherkräfte aufgefangen werden.
Im Anspruch 5 ist eine besonders einfach herzustellende
Ausführungsform gekennzeichnet.
Das Profilstapel-Behältersystem kann gemäß Anspruch 6 eine
standardisierte Bodengruppe, die beispielsweise ähnlich
wie eine Europalette ausgebildet ist (Anspruch 7), und
eine Deckplatte besitzen, die so ausgelegt sind, daß die
Einheit stapelfähig wird. Insbesondere können hierzu die
Außenseiten der Bodenplatte und der Deckplatte im wesent
lichen glatt sein.
Im Anspruch 8 ist gekennzeichnet, daß an der Deckplatte
klappbare Aufnahmewinkel vorgesehen sind, die im ausge
klappten Zustand ein weiteres Behältersystem zentrieren,
so daß problemlos mehrere Behältersysteme stapelbar sind.
Die Bodenplatte, die verschiedenen Profilplatten und die
Deckplatte können dabei auf unterschiedliche Weise trans
portsicher verbunden sein:
Gemäß Anspruch 9 sind die Formelemente an der Bodenplatte angebrachte Eckwinkel, die insbesondere klappbar (Anspruch 10) und zur Anpassung an die Stapelhöhe des Behältersystems verlängerbar bzw. verkürzbar (Anspruch 11) sein können. Hierzu sind gemäß Anspruch 12 die freien Schenkel der Eck winkel bevorzugt teleskopartig ausgebildet.
Gemäß Anspruch 9 sind die Formelemente an der Bodenplatte angebrachte Eckwinkel, die insbesondere klappbar (Anspruch 10) und zur Anpassung an die Stapelhöhe des Behältersystems verlängerbar bzw. verkürzbar (Anspruch 11) sein können. Hierzu sind gemäß Anspruch 12 die freien Schenkel der Eck winkel bevorzugt teleskopartig ausgebildet.
Weiterhin können die Formelemente an der Bodenplatte ange
brachte Seitenwände sein (Anspruch 13), die bevorzugt in
einander faltbar sind. Dabei können zwei oder vier inein
ander klappbare seitliche Wände, die an der Bodenplatte
angebracht sind, vorgesehen werden, deren Gelenkpunkte
bevorzugt so hoch liegen, daß die festen Wandteile den
Leerstapel aufnehmen. Die aufgeklappten, an den Berührli
nien zargenförmig aufgebauten Wände bilden einen Behälter,
der den Deckel aufnimmt und die Gewichtskraft eines wei
teren aufgesetzten Palettenstapels aufnehmen kann.
Selbstverständlich ist es aber alternativ oder zusätzlich
auch möglich, als Formelemente an den Profilplatten Ele
mente vorzusehen, die aufeinander gestapelte Profilplatten
bei Bewegungen parallel zur Platten-Oberfläche formschlüs
sig miteinander verbinden, so daß sich ein "freitragender"
Stapel ergibt. In diesem Falle können seitliche Führungen
entfallen, der seitliche Halt wird durch Formelemente in
den Profilplatten gewährleistet.
In jedem Falle ist es von Vorteil, wenn eine geeignete
Verbindung von Bodengruppe und Deckel den Stapel sichert:
Hierzu können gemäß Anspruch 16 Gurtbänder mit Spann schlössern die Platten in Richtung senkrecht zur Platten- Oberfläche halten, so daß die Boden- und Deckplatte (be vorzugt an den Schmalseiten) sowohl bei vollem, teilge fülltem als auch leerem Palettenstapel durch Gurtbänder mit Spannschloß niedergehalten werden.
Hierzu können gemäß Anspruch 16 Gurtbänder mit Spann schlössern die Platten in Richtung senkrecht zur Platten- Oberfläche halten, so daß die Boden- und Deckplatte (be vorzugt an den Schmalseiten) sowohl bei vollem, teilge fülltem als auch leerem Palettenstapel durch Gurtbänder mit Spannschloß niedergehalten werden.
Weiterhin können in die Profilnuten starre oder federnde
Elemente eingebracht werden, wie z. B. Kunststoff-Streifen,
Gummiformelemente, Federleisten oder dgl. (Anspruch 17).
Diese sind so angebracht, daß die Werkstücke mehr oder
weniger formschlüssig von der Profilnut aufgenommen werden
und für den Transport scheuersicher positioniert sind.
Ferner ist es möglich, in das Profil Sicken, Nasen usw.
einzuprägen oder zu stanzen (Anspruch 18). In die Pro
filnuten können auch Teile bzw. Werkstücke eingelegt wer
den, die zusätzlich verpackt sind, z. B. in Papier oder
papierähnlichem Werkstoff, in Folienschlauchbeutel, in
Skinfolie usw.
Das erfindungsgemäße Behältersystem ermöglicht es weiter
hin, das zu transportierende Gut insbesondere automatisch
in der gleichen Weise zu verpacken, wie es am Zielort
ausgepackt und bereitgestellt wird. Damit ist es mit dem
erfindungsgemäßen Behältersystem im Sinne eines verkette
ten Produktionsablaufes möglich, weite Transportstrecken
zwischen Herstellort und Anwendungsort zu überwinden.
Das Behältersystem ermöglicht damit auch die standardi
sierte Verknüpfung räumlich getrennter Produktionssysteme
unter Beibehaltung der logistischen Flexibilität und aller
produktspezifischen Anforderungen.
Weiterhin ist es möglich, das erfindungsgemäß ausgebildete
Behältersystem mittels einer erfindungsgemäßen
automatischen Belade- und Entnahmeeinrichtung zu bestücken
bzw. die Werkstücke zu entnehmen. Mit dieser Einrichtung
kann das Profilstapel-Behältersystem zu einer autarken
Automatik-Station ausgebaut werden. Die Belade- und Ent
nahmeeinrichtung ist im Prinzip eine
Handhabungseinrichtung, die bevorzugt ein doppeltes
Greifersystem besitzt. Mit dem ersten Greifersystem können
die Werkstücke von der Zuführeinrichtung abgenommen und
Ebene für Ebene der Profilplatten damit bestückt werden.
Nach jeder befüllten Ebene entnimmt das zweite
Greifersystem aus dem beigestellten Leerbehälter ein Pro
filblech und legt es auf den Stapel auf. Diese Vorgänge
wiederholen sich, bis die gewünschte Stapelhöhe erreicht
ist. Selbstverständlich kann bei einer low-cost-
Applikation das Behältersystem auch manuell bestückt
werden.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des all
gemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch
beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung
aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
Fig. 1 perspektivische Darstellung einer erfindungsgemä
ßen Ausführungsform,
Fig. 2a und 2b verschiedene Ausführungsformen von pro
filierten Platten, und
Fig. 3a bis 3d ein Behältersystem.
In der Fig. 1 sind die Profilplatten 1 in der Stellung darge
stellt, in der jeweils zwei Platten mit ihren Oberseiten
so zusammengesetzt sind, daß sie eine Mehrzahl von Waben
bilden, von denen jede (wenigstens) ein Werkstück umgibt,
und die als Gesamtheit auf eine Europalette 2 stapelbar
sind.
Die Platten 1 sind dabei so gestaltet, daß nicht nur
ein stoß- und scheuersicherer Transport der Werkstücke
möglich ist, sondern auch eine typspezifische oder univer
selle Teileaufnahme gebildet wird. Darüberhinaus können
die gebildeten Waben eine "absolute Lageorientierung" für
die Produkte gewährleisten. Die Profilgeometrie kann dabei
so gestaltet sein, daß sie sich dem aufzunehmenden Werk
stück an einigen wichtigen Merkmalen anpaßt.
Die Platten weisen umlaufende Außenwände auf, von denen in
der Figur nur die Außenwände 11 und 12 sowie die gegen
überliegenden Außenwände 11′ und 12′ jeder Profilplatte 1
dargestellt sind. Die Außenwände sind derart schräg ange
ordnet, daß die Platten zum Leer-Transport ineinander
gestapelt werden können.
Zur Zentrierung des Stapels in der in der Figur gezeigten
Stellung weist jede Außenwand 11 bzw. 12 bzw. 11′ und 12′
an ihrer Oberseite Rastnasen 3, 3′, 4 und 4′ auf, die als
Vorsprünge in der "Verlängerung" der Außenwand ausgebildet
sind. Diese Rastnasen übergreifen die Außenwand der be
nachbarten Profilplatte, so daß der Stapel gegen Scher
kräfte zentriert ist, und sind an gegenüberliegenden
Außenwänden derart versetzt, daß die Rastnasen 3 und 3′
bzw. 4 und 4′ im Flankeneingriff stehen.
Um die einzelnen Platten weiterhin so dicht wie möglich
beim Leer-Transport stapeln zu können, weisen die Außen
wände 11 bzw. 12 im Bodenbereich der Profilplatte 1 Aus
nehmungen 5 auf, die beim Leertransport von den Rastnasen
3 bzw. 4 der darüber gestapelten Profilplatte und zur
Zentrierung der einzelnen Waben gegeneinander von nicht
näher dargestellten weiteren Rastnasen an der Unterseite
der Profil-Platten 1 durchsetzt werden.
Die Profilplatten 11, 12, 13 . . . bzw. Profilnuten können aus
unbeschichtetem, unbehandelten Plattenmaterial (z. B.
Blech) oder oberflächenbehandeltem, lackierten oder be
schichteten Blech bestehen. Die Profilplatten können auch
aus verschiedenen Werkstoffen hergestellt werden. Möglich
sind St- und NE-Bleche und Spritzguß-Herstellverfahren.
Die Profilplatten können ferner auch aus Einzelprofilgrup
pen bestehen, die zu einer Profilfläche zusammengesteckt
oder -gesetzt sind.
Besonders bevorzugt ist jedoch die Herstellung aus tiefge
zogenen Kunststoffplatten.
Wie bereits ausgeführt, ist erfindungsgemäß die Teileauf
nahme bzw. Profilnut so ausgebildet, daß zwei aufeinander
gestapelte Platten eine Mehrzahl von Waben bilden, von
denen jede (wenigstens) ein Werkstück umgibt.
Fig. 2 zeigt verschiedene Ausführungsformen für profilier
te Platten. Die Platten 11, 12, 13 . . . können dabei so ge
staltet sein, daß nicht nur ein stoß- und scheuersicherer
Transport der Werkstücke 51 bzw. 52 möglich ist, sondern
auch eine typspezifische (Fig. 2a) oder universelle (Fig.
2b) Teileaufnahme gebildet wird. Darüberhinaus können die
gebildeten Waben eine "absolute Lageorientierung" für die
Produkte gewährleisten. Die Profilgeometrie (s. Fig. 2a)
kann dabei so gestaltet sein, daß sie sich dem aufzuneh
menden Werkstück 51 an einigen wichtigen Merkmalen anpaßt.
Die Profilplatten 12, 12, 13 . . . bzw. Profilnuten können aus
unbeschichtetem, unbehandelten Plattenmaterial (z. B.
Blech) oder oberflächenbehandeltem, lackierten oder be
schichteten Blech bestehen. Die Profilplatten können aus
verschiedenen Werkstoffen hergestellt werden. Möglich sind
St- und NE-Bleche, Spritzguß- oder tiefgezogene Kunst
stoffplatten. Die Profilplatten können ferner auch aus
Einzelprofilgruppen bestehen, die zu einer Profilfläche
zusammengesteckt oder -gesetzt sind.
Fig. 3 zeigt ein beispielsweise mit den in Fig. 2 darge
stellten profilierten Platten 11, 12, 13 . . . aufgebautes
Behältersystem. In Fig. 3a und 3b ist das Behältersystem
in einer Ansicht von vorne und von der Seite im leeren
Zustand dargestellt, während Fig. 3c und 3d das Behälter
system in entsprechenden Ansichten im gefüllten Zustand
zeigen, wobei zur Vereinfachung der Darstellung keine
Werkstücke dargestellt sind.
Das Behältersystem weist eine Bodenplatte 6 auf, die bei
spielsweise die Form einer Europalette mit deren spezifi
schen Merkmalen für den Transport mit Hubwagen, Gabel
stapler etc. haben kann. Der Boden der "Europalette" 6 ist
als erste Profilplatte 11 aufgebildet und gibt der Palette
die nötige Stabilität. Beim Leertransport (Fig. 3a und 3b)
nimmt diese erste Profilplatte 11 die anderen Profilplat
ten 12, 13, . . . als Packung auf. Die Deckplatte 7 weist eben
falls eine Profilplatte, die die n-te, d. h. die letzte
Profilplatte bildet, sowie auf ihrer Oberseite eine glatte
Abschlußfläche auf, auf der z. B. an den vier Ecken Aufnah
mewinkel 8 für einen aufgesetzten weiteren Profilstapel
angebracht sein können.
Im gefüllten Zustand (Fig. 3c und 3d) sind die Profilplat
ten 11, 12, 13 . . . in Wabenform formschlüssig aufeinanderge
stapelt. Dabei können die Bodenplatte 6, die verschiedenen
Profilplatten und die Deckplatte 7 auf unterschiedliche
Weise transportsicher verbunden sein:
An den vier Ecken der Bodenplatte 6 sind gelenkig Eckwin kel 8 angebracht, die im eingeklapptem Zustand raumsparend in-/übereinander in Längsrichtung waagrecht liegen. Der Gelenkpunkt der Eckwinkel 8 ist so angelegt, daß die Eck winkel mit der Deckplatte 7 abschließen und den Paletten inhalt 12, 13 . . . bei leerem Rücktransport niederhalten.
An den vier Ecken der Bodenplatte 6 sind gelenkig Eckwin kel 8 angebracht, die im eingeklapptem Zustand raumsparend in-/übereinander in Längsrichtung waagrecht liegen. Der Gelenkpunkt der Eckwinkel 8 ist so angelegt, daß die Eck winkel mit der Deckplatte 7 abschließen und den Paletten inhalt 12, 13 . . . bei leerem Rücktransport niederhalten.
Aufgerichtet bilden die Eckwinkel 8 die seitliche Begren
zung für Profilplatten 12, 13 . . . und Abgrenzungen, wie
Folie etc. und die obere Aufnahme für die Deckplatte 7.
Werden die Eckwinkel teleskopartig verlänger- und verkürz
bar gestaltet, kann die Stapelhöhe des Behältersystems dem
Inhalt angepaßt werden.
Vorstehend ist die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedan
kens beschrieben worden.
Claims (20)
1. Behältersystem mit profilierten Platten, die Aufnahmen
für zu speichernde Werkstücke (51, 52) aufweisen, und die im
gefüllten Zustand aufeinander und im leeren Zustand inein
ander stapelbar sind,
mit folgenden Merkmalen:
- - das Profil der Platten (11, 12, 13 . . .) ist derart aus gebildet, daß durch jeweils zwei Platten Waben gebildet werden, die die eingelegten Werkstücke (51, 52) voll ständig umgeben,
- - die Berührflächen aufeinander gestapelter Platten neh men die Gewichtskraft des Stapels auf,
- - Formelemente zentrieren die einzelnen Platten, so daß keine Scherkräfte auftreten,
- - wenigstens zwei einander gegenüberliegende Außenwände (z. B. 11, 11′) sind schräge Wände, von denen jede an ihrer Oberseite mindestens eine Rastnase (3, 3′, 4, 4′) und an ihrer Unterseite mindestens eine Ausnehmung (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnase (3, 3′, 4, 4′) und die Ausnehmung (5) derart angeordnet und gegeneinander versetzt sind, daß in der Füllstellung die Rastnasen (3, 3′, 4, 4′) über die Außenwand der jeweils benachbarten Profilplatte greifen und miteinander im Flankeneingriff stehen und bei ineinandergestapelten Profilplatten die Ausnehmungen (5) durchsetzen.
2. Behältersystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwände an ihrer Unter
seite ebenfalls mindestens eine Rastnase aufweisen.
3. Behältersystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Außenwand jeweils zwei
Ausnehmungen und vier Rastnasen aufweist.
4. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß an allen Außenwänden Aus
nehmungen und Rastnasen vorgesehen sind.
5. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnasen Verlängerungen
der Außenwände sind.
6. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Behältersystem eine Boden-
(6) und eine Deckplatte (7) aufweist, die jeweils auf
ihrer dem Stapel zugewandten Seite profiliert sind, und
deren Außenseite im wesentlichen glatt ist, so daß mehrere
Behältersysteme stapelbar sind.
7. Behältersystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (6) die Form
einer Standard-Europalette (2) hat.
8. Behältersystem nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Deckplatte (7)
klappbare Aufnahmewinkel vorgesehen sind, die im ausge
klappten Zustand ein weiteres Behältersystem zentrieren.
9. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Formelemente an der Boden
platte (6) angebrachte Eckwinkel (8) sind.
10. Behältersystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Eckwinkel (8) klappbar sind.
11. Behältersystem nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Eckwinkel (8) zur An
passung an die Stapelhöhe des Behältersystems verlängerbar
bzw. verkürzbar sind.
12. Behältersystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die freien Schenkel der Eck
winkel (8) teleskopartig ausgebildet sind.
13. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Formelemente an der Boden
platte (6) angebrachte Seitenwände sind.
14. Behältersystem nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände ineinander
faltbar sind.
15. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß als Formelemente an den Pro
filplatten Elemente vorgesehen sind, die aufeinander ge
stapelte Profilplatten bei Bewegungen parallel zur Plat
ten-Oberfläche formschlüssig miteinander verbinden.
16. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß Gurtbänder mit Spannschlössern
die Platten in Richtung senkrecht zur Platten-Oberfläche
halten.
17. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß in die profilierten Platten
starre oder federnde Elemente eingebracht sind, deren Form
der Form der aufzunehmenden Werkstücke angepaßt ist.
18. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß in die profilierten Platten
Sicken, Nasen oder dgl. eingeprägt sind.
19. Behältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die profilierten Platten aus
Einzelprofilgruppen bestehen, die zu einer Profilfläche
zusammengesteckt oder -gesetzt sind.
20. Vorrichtung zum Befüllen und Entladen des Be
hältersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß ein doppelten Greifersystem
vorgesehen ist, von denen das erste Greifersystem die
Werkstücke von einer Zuführeinrichtung abnimmt und Ebene
für Ebene die profilierten Platten bestückt, und das
zweite Greifersystem nach jeder befüllten Ebene eine
Platte auf den Stapel auflegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4128770A DE4128770C2 (de) | 1990-09-05 | 1991-08-29 | Behältersystem mit profilierten Platten sowie Vorrichtung zum Befüllen und Entladen hierfür |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4028172 | 1990-09-05 | ||
| DE4128770A DE4128770C2 (de) | 1990-09-05 | 1991-08-29 | Behältersystem mit profilierten Platten sowie Vorrichtung zum Befüllen und Entladen hierfür |
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ID=6413657
Family Applications (1)
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