Die Erfindung geht aus von einer Leckanzeigevorrich
tung für doppelwandige, einen Wandzwischenraum aufwei
sende Flüssigkeitslagerbehälter gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eine derartige Leckanzeigevorrichtung ist aus der DE-PS
28 42 920 bekannt.
Daneben sind bereits eine Vielzahl weiterer Verfahren
und Vorrichtungen zur Anzeige von Flüssigkeitsleckagen
bei doppelwandigen Behältern bekannt geworden.
Bei doppelwandigen Flüssigkeitslagerbehältern, deren
Wandzwischenraum durch Überwachung eines Unterdrucks
in diesem Raum ständig auf Dichtheit geprüft wird, ist
durch die DE-OS 16 50 073 eine Leckanzeigeeinrichtung
beschrieben worden, bestehend aus einer druckgesteuer
ten und mit dem Wandzwischenraum des zu kontrollieren
den Behälters ständig durch eine Saugleitung verbunde
nen Vakuumpumpe, einer Alarmeinrichtung und einem Druck
schalter, der über eine separate Meßleitung mit dem Wand
zwischenraum verbunden ist. Dieser Druckschalter steu
ert einen Zeitschalter an, wenn im Verlauf des Evaku
ierungsvorgangs ein vorbestimmtes Vakuum erreicht ist.
Dadurch wird die Vakuumpumpe für eine weitere festge
legte Pumpzeit in Betrieb gehalten, so daß das vorbe
stimmte Vakuum weiterhin vergrößert wird. Der Zeit
schalter ist mit einem Signalgeber verbunden, der die
Alarmeinrichtung dann in Tätigkeit setzt, wenn die Wie
deransteuerung des Zeitschalters durch den Druckschal
ter vor dem Ablauf einer zweiten wählbaren, aber kon
stanten und an die vorgenannte Betriebszeit anschließenden
Ruhezeit der Vakuumpumpe erfolgt, so daß also
die für den Abbau des Unterdrucks vom Höchst- zum
Tiefstwert benötigte Zeit als Leckage-Kriterium dient.
Diese Anordnung meldet lediglich generell eine Undicht
heit des Behälters und schaltet die Vakuumpumpe ab,
ohne am Leckanzeigegerät anzeigemäßig unterscheiden zu
können zwischen Leckage oberhalb oder unterhalb des
Flüssigkeitsspiegels.
Weiterhin ist es aus der DE-PS 16 50 123 bekannt, als
Flüssigkeitssperre ein Ventil, z. B. ein Schwimmerven
til in der Meß- und Evakuierungs-Leitung anzuordnen,
das ein Einsaugen von Leckflüssigkeit in die Vakuum
pumpe verhindert. Um die Ansprechempfindlichkeit im
Leckfall zu erhöhen, ist dabei ferner vorgesehen, eine
definierte künstliche Undichtheit in der Meß- und Eva
kuierungsleitung, beispielsweise ein Sintermetallfil
ter, anzubringen.
Bei der aus der DE-PS 28 42 920 bekannten gattungsge
mäßen Leckanzeigevorrichtung, die zur Verringerung des
baulichen Aufwandes gegenüber anderen bekannten Vor
richtungen (z. B. DE-OS 16 50 073) bei gleichzeitiger
Einhaltung der gestellten Anforderungen nur eine ge
meinsame Evakuierungs- und Meßleitung aufweist, ist
vorgesehen, daß eine Vorrichtung zur Überwachung der
Betriebszeit der Vakuumpumpe, mit der der Unterdruck
in dem Wandzwischenraum innerhalb eines Solldruckbe
reiches gehalten wird, im Falle einer wesentlichen Ver
kürzung des Zeitabstandes zwischen der druckabhängigen
Ein- und Ausschaltung der Vakuumpumpe infolge eines
Flüssigkeitslecks ein Steuer- und/oder Alarmsignal aus
löst. Dabei ist noch vorgeschlagen worden, diese Vor
richtung mit einer ergänzenden, bekannten Einrichtung
(DE-PS 12 48 389) zur Anzeige von Luftlecks in den Be
hälterwandungen oberhalb des angrenzenden Flüssigkeits
spiegels mittels Vakuum zu kombinieren. Hierzu wird
außer dem monostabilen Zeitglied mit kurzer Schaltdau
er noch ein monostabiles Zeitglied mit langer Schalt
dauer vorgesehen. Infolgedessen wird einerseits ein
Alarm- und/oder Steuersignal ausgelöst, wenn die Va
kuumpumpe im Zeitpunkt des Ablaufs der Schaltdauer des
Zeitgliedes mit kurzer Schaltdauer oder früher abschal
tet (Flüssigkeitsalarm) oder andererseits ein Alarm-
und/oder Steuersignal ausgelöst, wenn die Vakuumpumpe
verzögert oder überhaupt nicht nach Ablauf der Schalt
dauer des Zeitgliedes langer Schaltdauer abschaltet.
Zur Schonung der Vakuumpumpe ist außerdem vorgesehen,
diese im Alarmfall abzuschalten. Auch bei dieser be
kannten Leckanzeigevorrichtung ist als Flüssigkeits
sperre ein Schwimmerventil in der Evakuierungs- und
Meßleitung angeordnet.
Es hat sich aber gezeigt, daß bei einer Vorrichtung,
wie sie aus der DE-PS 28 42 920 bekannt ist und bei
der eine gemeinsame Evakuierungs- und Meßleitung zwi
schen dem Wandzwischenraum und der Evakuierungs- und
Meßeinrichtung vorgesehen ist, einerseits Fehlerkombi
nationen auftreten können, die trotz aufgetretener
Leckage nicht zur Auslösung eines Flüssigkeitsleck
signals führen und andererseits bestimmte Alarmzustän
de nicht eindeutig hinsichtlich ihrer Ursache bestimm
bar sind.
So können beispielsweise gleichzeitig Flüsigkeitslecks
in der Wandung des Behälters und Luftlecks in der Eva
kuierungs- und Meßleitung vorliegen, die sich in ihrer
Wirkung auf die Druckverhältnisse und/oder die Auslö
sung eines oberhalb des Wandzwischenraumes in der Eva
kuierungs- und Meßleitung angeordneten Schwimmerven
tilschalters oder einer sonstigen bekannten Flüssig
keitssperre so überlagern, daß kein Signal für Flüs
sigkeitsalarm ausgelöst wird. Auch können durch unzu
lässig hohe Förderleistungen der Vakuumpumpe unzuläs
sig hohe Luft- und/oder Flüssigkeitseinströmungen zu
spät erkannt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Leckanzeigevorrichtung der eingangs genannten Art so
zu verbessern, daß es möglich wird, aus dem oder den
Alarmsignalen zu erkennen, ob es sich um ein Flüssig
keitsleck, um ein Luftleck im Wandzwischenraum ober
halb der Flüssigkeit und/oder um ein Luftleck in der
Evakuierungs- und Meßleitung bei gleichzeitig vorlie
gendem Flüssigkeitsleck im Wandzwischenraum handelt.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Durch die Leckanzeigevorrichtung gemäß der Erfindung,
die eine Überwachung der Ruhezeit der Vakuumpumpe im
Hinblick auf zwei abweichende Zeiten zusätzlich zur
Überwachung von zwei abweichenden Betriebszeiten der
Vakuumpumpe und damit die Auslösung von vier Alarmsig
nalen mit unterschiedlicher Kennung vorsieht, kann
vorteilhaft unterschieden werden, ob es sich um ein
Flüssigkeitsleck, um ein Luftleck oder um ein Luftleck
bei gleichzeitig auftretendem Flüssigkeitsleck handelt.
Eine solche Unterscheidung ist für den Umfang und die
Schnelligkeit der zu ergreifenden Reparaturmaßnahmen
von Bedeutung.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den Zeich
nungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläu
tert.
Es zeigt
Fig. 1 in schematischer und stark vereinfachter
Darstellung eine Leckanzeigevorrichtung
für doppelwandige, einen Wandzwischen
raum aufweisende Flüssigkeitslagerbehälter,
Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit einer bis zur
Sohle des Wandzwischenraumes geführten Evakuierungs-
und Meßleitung
und
Fig. 3 Funktionsplan und Steuerlogik einer Vorrichtung
gemäß Fig. 1 und 2 mit vier Zeitgliedern unterschiedlicher
Periodendauer.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Leckanzeigevorrichtung 100 zur
Überwachung eines doppelwandigen Flüssigkeitslagerbehälters
10, dessen Wandzwischenraum 11 von einer inneren und
äußeren Wandung 12, 13 umschlossen ist. Der Behälter
ist mit dem flüssigen Lagergut 14 teilweise gefüllt.
Der gasgefüllte Wandzwischenraum 11 ist über eine Evakuierungs-
und Meßleitung 15 mit der Vakuumpumpe 18
des Leckanzeigegeräts 17 verbunden.
Die elektrische Vakuumpumpe 18 wird über die Relais
anordnung 19 ein- und ausgeschaltet. Unmittelbar oberhalb
des Scheitels des Wandzwischenraums 11 ist ein Schwimmerventil, das
als Flüssigkeitssperre 16 dient, in
der Evakuierungs- und Meßleitung 15 angeordnet.
Im Wandzwischenraum 11 herrscht im Normalbetriebszustand (dichte
Wandungen und Rohr- bzw. Schlauchverbindung) ein vom
Atmosphärendruck abweichender Unterdruck in einem vor
bestimmten Solldruckbereich, der durch eine obere und
untere Druckgrenze definiert ist. Der Druck im Wandzwischenraum 11
wird durch den an die Evakuierungs- und Meßleitung 15
angeschlossenen Drucksensor (mit Ausgangsverstärker) 20
gemessen und mittels des Schwellenwertschalters 35 bei
Erreichen der Druckgrenzen des Solldruckbereiches in
elektrische Schaltsignale gewandelt. Diese Schaltsignale
werden einerseits der Relaisanordnung 19 zugeführt und
dienen zum druckabhängigen Ein- und Ausschalten der
Vakuumpumpe 18, andererseits werden sie als Steuer
signale der Vorrichtung 22 zur Überwachung der Betriebs
zeit der Vakuumpumpe 18 und der Vorrichtung 23 zur Über
wachung der Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 zugeführt. Im Nor
malfall erfolgt das Einschalten der Vakuumpumpe 18,
wenn der Unterdruck im Wandzwischenraum 11 infolge der unvermeid
lichen natürlichen Undichtheiten die obere Grenze des
Solldruckbereichs erreicht, und das Ausschalten der Vakuum
pumpe 18, wenn der Unterdruck im Wandzwischenraum 11 die untere
Grenze des Solldruckbereichs erreicht hat. Die Vorrichtung
22 zur Überwachung der Betriebszeit der Vakuumpumpe
18 und die Vorrichtung 23 zur Überwachung
der Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 sind ferner mit dem Alarmsignalgeber
24 und der Relaisanordnung 19 verbunden.
Gleichzeitig mit jedem Einschalten der Vakuumpumpe 18
werden im Zeitkomparator 25 des Leckanzeigegeräts 17 zwei Zeit
glieder (elektronische Zeitmesser) unterschiedlicher,
jedoch konstanter Zeitperiodendauer gestartet, die auf
getrennten Meßwegen prüfen, ob eine Verlängerung
oder eine Verkürzung der Betriebszeit
der Vakuumpumpe 18 gegenüber der Normalbetriebszeit vorliegt.
Ebenfalls gleichzeitig mit jedem Ausschalten der Vakuumpumpe
18 werden im Zeitkomparator 25 zwei weitere
Zeitglieder mit unterschiedlicher, jedoch konstanter
Zeitperiodendauer gestartet, die prüfen,
ob eine Verkürzung oder eine erhebliche
Verkürzung der Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 gegenüber ihrer
Normalruhezeit vorliegt. Unterschreitet die Be
triebszeit der Vakuumpumpe 18 bei der Wiederherstellung
des Unterdrucks von der oberen bis zur unteren Grenze
des Solldruckbereichs ein vorbestimmtes Maß, aktiviert
die Vorrichtung 22 den Alarmsignalgeber 24 und betätigt
gleichzeitig die Relaisanordnung 19 über das Alarmre
lais 56 (siehe Fig. 3), die ihrerseits wiederum den Strom
kreis der Vakuumpumpe 18 dauerhaft auftrennt.
Im Falle einer Verlängerung der Betriebs
zeit der Vakuumpumpe 18, z. B. 24, 48 oder 72 Stunden
bis zum Erreichen des Ausschaltdrucks - bei einer Nor
malbetriebszeit von etwa 2 Stunden oder weniger - wird
akustisch mittels des Summers 49 und optisch
mittels der Warnleuchte 27 Alarm ausgelöst, als Zeichen
eines Luftlecks im Wandzwischenraum 11 oberhalb der Flüssigkeit
und/oder in der Evakuierungs- und Meßleitung 15.
Im Falle einer Verkürzung der Betriebszeit
der Vakuumpumpe 18 bis zum druckabhängigen Abschalten
- z. B. in 15 Sekunden oder kürzer - wird akustisch
mittels des Summers 49 und optisch mittels der
Warnleuchte 26 Alarm ausgelöst, als Zeichen des Eindringens
von Flüssigkeit in den Wandzwischenraum 11.
Im Falle einer Verkürzung der Ruhezeit der
Vakuumpumpe 18 vom druckabhängigen Abschalten bis zum
druckabhängigen Wiedereinschalten - z. B. auf 10 Stunden -
wird akustisch mittels des Summers 49 und optisch
mittels der Warnleuchte 28 Alarm ausgelöst, als Zeichen
des Vorliegens eines Luftlecks im Wandzwischenraum 11
oberhalb der Flüssigkeit und/oder in der Evakuierungs-
und Meßleitung 15.
Im Falle einer erheblichen Verkürzung der
Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 vom druckabhängigen Ausschalten
bis zum druckabhängigen Wiedereinschalten - z. B. auf
4 Minuten - wird akustisch mittels des Summers 49
und optisch mittels der Warnleuchte 29 Alarm ausgelöst
als Zeichen des Eindringens von Flüssigkeit in den Wandzwischen
raum 11, bei gleichzeitigem Luftleck im Wandzwischenraum
oberhalb der Flüssigkeit und/oder in der Evakuierungs-
und Meßleitung 15.
Bei Anschluß des Leckanzeigegeräts 17 an doppelwandige Flüssig
keitslagerbehälter 10a, die eine äußere Wandung 12 und eine
Leckschutzauskleidung 13a aufweisen und mit einer bis
zur Behältersohle geführten Evakuierungs- und Meßleitung
15 ausgerüstet sind (Fig. 2), kann der Alarm (Summer 49,
Warnleuchte 26, 29) auch ausgelöst werden, bevor die in den
Wandzwischenraum 11 eindringende Flüssigkeit bis zur Flüssigkeits
sperre 16 angesaugt wird. Das ist beispielsweise der
Fall, wenn der Abschaltunterdruck der Vakuumpumpe 18 nie
driger ist als der hydrostatische Druck der Flüssig
keitssäule in der bis zur Behältersohle geführten Eva
kuierungs- und Meßleitung 15 bei Erreichen und Ansprechen
der Flüssigkeitssicherung.
Das akustische Alarmsignal (Summer 49) ist mittels des plom
bierten Alarmschalters 53 am Leckanzeigegerät 17 abschaltbar.
Bei Unterschreitung eines vorgegebenen Mindest-Unter
druckwertes im Unterdruck-Überwachungssystem wird akustisch
Alarm mittels des Summers 49 und optisch Alarm mittels
der Warnleuchte 54 ausgelöst.
Akustischer Alarm, der optisch mittels der Warnleuch
ten 26, 27, 28 und 29 angezeigt wird, bewirkt gleichzei
tig ein Abschalten der Vakuumpumpe 18.
Akustischer Alarm des Summers 49, der optisch mittels der Warnleuchte
54 angezeigt wird, bewirkt, falls betriebstechnisch er
forderlich, z. B. bei Inbetriebnahme des Leckanzeigeräts 17,
kein Abschalten der Vakuumpumpe. Eine Abschaltung der
Vakuumpumpe in diesem Alarmfall kann jedoch vorgesehen
werden. Alle Warnleuchten 26 bis 28, 54 können unterschied
liche Kennungen aufweisen, z. B. Farbkennung, Blinkkennung
oder Blitzkennung.
Bei Stromausfall werden - wenn keine Speicherbatterie
vorgesehen ist - die gespeicherten Alarmzustände gelöscht
und die Betriebsbereitschaft der Vakuumpumpe wiederher
gestellt. Sobald die Stromversorgung wieder gesichert
ist und die Vakuumpumpe eingeschaltet wird, erfolgt unmit
telbar nach Ablauf der Periodendauer der Zeitglieder im
Zeitkomparator 25 erneut Alarmauslösung.
Alle gespeicherten Alarmsignale können mittels der Rückstelltaste
52 (Fig. 3) gelöscht werden. Nach der nächsten Evakuierungs-
bzw. Druckanstiegsphase werden die vor der Löschung ge
speicherten Steuer- und Alarmzustände erneut ausgelöst
und die Vakuumpumpe 18 dauerhaft abgeschaltet.
Der seitliche Stutzen des Prüfventils 32 ist für den
Anschluß eines Unterdruckmeßgerätes mit eigener Belüf
tungsschraube vorgesehen. Zwischen dem Prüfventil 32 und
der Vakuumpumpe 18 ist der Sinterfilter 34 angeordnet,
der als gezielte Undichtheit dient.
Zur gezielten Zuführung eines kleinen Luftstromes
in die Evakuierungs- und Meßleitung 15 kann
anstelle des Sinterfilters 34 zwischen
(Umgebungs-)Atmosphäre und dieser Evakuierungs- und Meß
leitung auch ein Ventil vorgesehen werden, welches im
Ruhezustand geschlossen ist und in vorgegebenen Zeitab
ständen, beispielsweise alle 24 Stunden, einmal kurzzei
tig geöffnet wird, wobei z. B. 1-5 Liter Luft in die
Evakuierungs- und Meßleitung einströmen.
Der Antrieb des Ventils kann selbsttätig durch eine pe
riodisch arbeitende, elektrische oder elektronische Schal
tung oder eine entsprechend arbeitende Zeituhr erfolgen.
21 ist die Gleichspannungsversorgung der Steuer- und
Alarmlogik so wie der sonstigen elektronischen Funktions
gruppen und 57 der Anschluß an das Wechselstromnetz.
Die Betriebsleuchte 58 leuchtet auf, sobald der elek
trische Anschluß erfolgt ist.
Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung ein Funktions
beispiel des Leckanzeigegeräts 17 gemäß Fig. 1 mit Steuer- und
Alarmlogik sowie sonstigen Funktionsgruppen. An die Eva
kuierungs- und Meßleitung 15 sind die Vakuumpumpe 18 und der
Drucksensor (mit Ausgangsverstärker) 20 angeschlossen.
Die Unterdruckmeßwerte des Drucksensors 20 werden den elek
tronischen Schwellenwertschaltern 35 und 36 zugeführt,
die bei vorgegebenen, fest eingestellten oder einstellbaren
Unterdruckschwellen elektrische Schaltsignale abgeben.
Die Schaltsignale des Ausgangs b des Schwellenwertschalters
35 steuern beispielsweise die druckabhängige
Einsatzregelung der Vakuumpumpe 18 zur Aufrecht
erhaltung des Unterdrucks in der Evakuierungs- und Meßleitung
15 und des daran angeschlossenen Wandzwischenraums 11. Gleich
zeitig werden die komplementären Ausgangsschaltsignale
a und b des Schwellenwertschalters 35 der Vorrichtung
22 zur Überwachung der Betriebszeit der Vakuumpumpe 18
bzw. deren Steuer- und Alarmlogik und der Vorrichtung
23 zur Überwachung der Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 mittels
der zugehörigen Steuer- und Alarmlogik zugeführt. Die
Steuer- und Alarmlogik der Vorrichtung 22 besteht ei
nerseits aus dein Zeitglied 37, dem NAND-Verknüpfungs
glied 41 und dem elektronischen, rücksetzbaren Speicher
45 sowie andererseits aus dem Zeitglied 38, dem NAND-
Verknüpfungsglied 42 und dem elektronischen, rücksetz
baren Speicher 46. Die Steuer- und Alarmlogik der Vor
richtung 23 besteht einerseits aus dem Zeitglied 39,
dem NAND-Verknüpfungsglied 43 und dem elektronischen,
rücksetzbaren Speicher 47 sowie andererseits aus dem
Zeitglied 40, dem NAND-Verknüpfungsglied 44 und dem
elektronischen, rücksetzbaren Speicher 48. Wie aus dem
Leitungsführungsplan der Zeichnung hervorgeht, sind die
Eingänge und Ausgänge der Zeitglieder 37, 38, 39, 40 über
die NAND-Verknüpfungsglieder 41, 42, 43, 44 miteinander
verknüpft. Jeweils dann, wenn ein Steuer- und Alarmsig
nal des jeweiligen Verknüpfungszweiges ausgegeben und
in den zugehörigen Speichern 45, 46, 47, 48 gespeichert
wird, erfolgt eine Alarmauslösung der zugehörigen nach
geschalteten Warnleuchten 26, 27, 28, 29 sowie
über den plombierbaren Alarmschalter 53 des akustischen
Alarmsignals mittels des Summers 49. Diese Alarmauslösungen bewirken
gleichzeitig ein Abschalten der Vakuumpumpe 18 über das Alarm
relais 56, welches den Steuerstromkreis der Relaisanordnung
19 auftrennt bzw. gleichwirkend blockiert. Die Abschal
tung der Vakuumpumpe 18 bei Alarmauslösung der Warnleuchte
28 kann durch Auftrennung des Schalters 55 verhindert
werden. Die Inverter 50 und 51 dienen der Umkehrung lo
gischer Signalzustände und beziehen sich nur auf den
korrekten Ablauf der logischen Verknüpfung.
Der Schwellenwertschalter 36 löst bei Unterschreitung
eines vorgegebenen Mindest-Unterdruckwertes optischen Alarm mittels der
Warnleuchte 54 und akustischen Alarm mittels des Summers 49 aus, schaltet
jedoch nur in besonderen Anwendungsfällen die Vakuumpumpe
18 aus.
Die Zeitglieder 37, 38, 39, 40 mögen beispielsweise durch
negative Impulse (H-L-Signale) des Schwellenwertschalters
35 gestartet werden. Dabei mag das Zeitglied 37 z. B.
auf eine Periodendauer von 20 Sekunden, das Zeitglied
38 z. B. auf eine Periodendauer von 24 Stunden, das Zeit
glied 39 z. B. auf eine Periodendauer von 10 Stunden,
das Zeitglied 40 z. B. auf eine Periodendauer von 8 Minuten
eingestellt sein.
Bezüglich der Einstellung der
Periodendauer des Zeitglieds 37 auf ca. 20 Sekunden
- verkürzte Betriebszeit der Vakuumpumpe 18 -
wird davon ausgegangen, daß eine in den Wandzwischenraum 11 ein
strömende oder einsickernde Leckflüssigkeit bei einer
wie in Fig. 2 bis zur Sohle des Behälters geführten, gemeinsamen Eva
kuierungs- und Meßleitung 15 aufgrund der dadurch bedingten
extremen Raumvolumenverkleinerung dieser Leitung in kürzester
Zeit bis zur als Schwimmerventil ausgebildeten Flüssigkeitssperre 16 hochgesaugt wird
und damit das gasgefüllte Restvolumen der Evakuierungs-
und Meßleitung 15 hermetisch gegenüber dem mit Flüssigkeit
gefüllten Leitungsabschnitt abschließt. Der Unterdruck
im Restvolumen der Evakuierungs- und Meßleitung 15, bei dem
die Vakuumpumpe 18 wegen Erreichens des maximalen Unter
drucksollwertes abschaltet, wird so in Sekundenschnelle
innerhalb der Periodendauer des Zeitgliedes 37 erreicht,
so daß über das NAND-Verknüpfungsglied 41, das erste
Alarmsignal 26, 49 ausgelöst wird. Bei einer, wie in
Fig. 1, nur bis zum Scheitel des Behälters geführten
Evakuierungs- und Meßleitung 15 mit als Schwimmerven
til ausgebildeter Flüssigkeitssperre 16 im behälterna
hen Abschnitt dieser Leitung würde die Periodendauer
des Zeitgliedes 37 von ca. 20 Sekunden nur dann zu ei
ner vorzeitigen druckabhängigen Abschaltung der Vakuum
pumpe 18 innerhalb dieser Periodendauer führen und
über das NAND-Verknüpfungsglied 41 das erste Alarmsig
nal 26, 49 auslösen, wenn der Wandzwischenraum 11 bis
zur Flüssigkeitssperre 16 mit Flüssigkeit aufgefüllt
und nur noch das Restvolumen der Evakuierungs- und
Meßleitung 15 beim nächsten Evakuierungsvorgang für
die Schnelligkeit des Unterdruckaufbaues wirksam ist.
Bezüglich der Einstellung der wirksamen Periodendauer
des Zeitgliedes 38 auf ca. 24 Stunden - verlängerte
Betriebszeit der Vakuumpumpe - wird davon ausgegangen,
daß nach 24-stündigem, ununterbrochenem Betrieb der
Vakuumpumpe 18 bei einer angenommenen Förderleistung
von ca. 100 l/h im durchschnittlichen Solldruckbereich,
einem angenommenen Wandzwischenraumvolumen von ca.
750 l und einer Hysterese des Schwellenwertschalters
35 von 100 mbar ein unzulässiges, anzeigepflichtiges
Luftleck im Wandzwischenraum 11 oberhalb der Flüssig
keit und/oder in der Evakuierungs- und Meßleitung 15
einschließlich der darin angeordneten Bauelemente vor
liegt und über das NAND-Verknüpfungsglied 42 und den
Speicher 46 das zweite Alarmsignal 27, 49 ausgelöst wird
wegen der Verlängerung der Betriebszeit der Vakuumpumpe
18.
Es ist aber auch eine Einstellung der Periodendauer
des Zeitgliedes 38 auf 48 oder 72 Stunden denkbar, wenn
sichergestellt ist, daß dadurch keine Gefährdung für
den Betriebsablauf und die Umwelt, z. B. durch ein zu
sätzlich auftretendes Flüssigkeitsleck, zu befürchten
ist. Auch dann, wenn kein Luftleck, sondern eine ex
treme Förderleistungsschwäche der Vakuumpumpe 18 vor
liegt und dadurch nicht die Schwelle des höchsten Un
terdrucks am Schwellenwertschalter 35, an der die Va
kuumpumpe 18 abschalten soll, während der Perioden
dauer des Zeitgliedes 38 erreicht wird, wird nach Ab
lauf der wirksamen Periodendauer das zweite Alarmsig
nal 27, 49 wegen der verlängerten Betriebszeit ausge
löst.
Bei der Einstellung der wirksamen Periodendauer des
Zeitgliedes 39 auf beispielsweise 10 Stunden - verkür
zte Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 - wird davon ausgegan
gen, daß auch kleinere Luftlecks, insbesondere in der
Evakuierungs- und Meßleitung 15, erfaßt und durch ein
drittes Alarmsignal 28, 49 angezeigt werden müssen, um
auch in dem noch zu behandelnden Falle eines Flüssig
keitslecks, bei gleichzeitigem Vorliegen eines solchen
kleinen Luftlecks in der Evakuierungs- und Meßleitung
15 und der dadurch bedingten Überlagerung der Wirkein
flüsse beider Kriterien, eine möglichst eindeutige Un
terscheidung dieser beiden Leckanzeigen zu erhalten.
Mit der Periodendauer von 10 Stunden des eine verkürzte
Ruhezeit erfassenden Zeitgliedes 39 können ebenfalls
Leistungsstörungen der Vakuumpumpe 18 registriert wer
den, die von dem die verkürzte Betriebszeit erfassen
den Zeitglied 37 nicht registriert werden können, bei
spielsweise, wenn sich die Verkürzung der Betriebszeit
der Vakuumpumpe 18 infolge eines Flüssigkeitslecks und
die Verlängerung der Betriebszeit infolge Leistungs
schwäche der Vakuumpumpe etwa gerade aufheben oder,
wenn sich die Verkürzung der Betriebszeit infolge ei
ner zu hohen Förderleistung der Vakuumpumpe 18 und die
Verlängerung der Betriebszeit infolge eines Luftlecks
etwa gerade aufheben.
Bezüglich der Einstellung der wirksamen Periodendauer
des Zeitgliedes 40 auf ca. 8 Minuten - erhebliche Ver
kürzung der Ruhezeit der Vakuumpumpe 18 - wird davon
ausgegangen, daß eine in den Wandzwischenraum 11 ein
strömende Leckflüssigkeit bei einer bis zur Behälter
sohle geführten Evakuierungs- und Meßleitung 15 (Fig. 2)
auch in diese Leitung eindringt und trotz der dadurch
bedingten extremen Luftraumvolumenverkleinerung nach
druckabhängigem Anlauf der Vakuumpumpe 18 keine druck
abhängige Abschaltung der Pumpe und Auslösung des er
sten Alarmsignals 26, 49 wegen verkürzter Betriebszeit
der Vakuumpumpe 18 während der Periodendauer des Zeit
gliedes 37 - als Zeichen eines Flüssigkeitslecks im
Wandzwischenraum 11 - erfolgen kann, wenn zusätzlich
ein Luftleck in der Evakuierungs- und Meßleitung 15
oder der darin angeordneten Bauelemente vorliegt. Je
nach Größe dieser Luftlecks in der Evakuierungs- und
Meßleitung 15 erfolgt jedoch zunächst eine normale
druckabhängige Abschaltung der Vakuumpumpe 18 und an
schließend, nach Beginn der Druckanstiegsphase, er
folgt die Auslösung des vierten Alarmsignals 29, 49
innerhalb der vorstehend angegebenen Periodendauer des
Zeitglieds 40.
Wenn die Evakuierungs- und Meßleitung 15 nicht bis zur
Sohle des Behälters, sondern nur bis zur als Schwimmer
ventil ausgebildeten Flüssigkeitssperre 16 am Scheitel
des Behälters geführt ist (Fig. 1), erfolgt nach Anspre
chen der Flüssigkeitssperre 16 trotz gleichzeitiger
Undichtheit der Evakuierungs- und Meßleitung 15 in den
vorgenannten Grenzen ebenfalls das vierte Alarmsignal
29,49 innerhalb der wirksamen Periodendauer des Zeit
gliedes 40 wegen erheblich verkürzter Ruhezeit der Va
kuumpumpe 18.