DE412608C - Verfahren zum Anlassen und Richten (Spannen) von Saegeblaettern, Hobelmessern und aehnlichen Werkzeugen - Google Patents
Verfahren zum Anlassen und Richten (Spannen) von Saegeblaettern, Hobelmessern und aehnlichen WerkzeugenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
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Description
- Verfahren zum Anlassen und Richten (Spannen) von Sägeblättern, Hobelmessern und ähnlichen Werkzeugen. Das Anlassen gehärteter Kreis- und Gattersägeblätter oder sonstiger Sägen, Papierschneide- und Hobelmesser o. dgl. verursacht in der Praxis nicht nur große Schwierigkeiten, sondern ist auch mit Nachteilen verknüpft insofern, als sich die nach den bisher gebräuchlichen Verfahren angelassenen Werkzeuge nach der Behandlung werfen, wie das besonders bei Sägeblättern der Fall ist, so daß sie nachträglich einer weiteren Behandlung unterzogen werden müssen, durch die ihre Haltbarkeit und ihr Aussehen leidet.
- Die Ursache dieser Übelstände ist namentlich darauf zurückzuführen. daß die anzulassenden Werkzeuge oder Werkzeugteile während oder nach ihrer Behandlun" also während des Anlaßprozesses, Temperaturschwankungen und Einflüssen unterworfen sind, und andererseits darauf, daß während des Anlassens nicht zugleich ein Richten der anzulassenden Gegenstände herbeigeführt wird, was nur unter Anwendung hohen Druckes herbeigeführt werden kann.
- In der Erkenntnis dieser Tatsache hat man deshalb in Amerika die Versuche unternommen, die Platten, zwischen welchen die Sägeblätter usw. angelassen werden sollen, in Verbindung mit einer Presse zu bringen, um sie in dieser in einem Ofen unmittelbar zu erhitzen. Um dabei die Einwirkung der Flamme auf den Preßkörper zu regeln, sind dort besondere Einrichtungen getroffen, durch die indessen auch hier ein Werfen der Werkzeuge keines-Wegs verhindert wird. Ganz abgesehen davon, daß der Bau besonderer Härteöfen mit hydraulischer Pressung nach amerikanischer Art für die meisten Betriebe als unerschwinglich bezeichnet werden muß, bleibt auch bei solchen Presseeinrichtungen nichts anderes übrig, als die darin behandelten Werkzeuge nach wie vor besonders zu richten und zu spannen, da die Temperatur des Erwärmens und Erkaltens ungleichmäßig ist, genau so, wie sich das bei den bisher in Deutschland gebräuchlichen Verfahren als notwendig erweist, bei denen Blechplatten oder Roste außerhalb eines besonderen Härteofens im Feuer erhitzt werden.
- Das gleiche gilt auch bezüglich der neuerdings in Deutschland unternommenen Versuche, unter Ver«-endung des elektrischen Stromes das zu behandelnde Sägeblatt zwischen zwei Schamottkästen anzulassen, von denen der obere aufklappbar durch ein Scharnier mit dem unteren verbunden ist, und weil bei Einrichtungen solcher Art, abgesehen von der ungleichmäßigen Erwärmung, kein das Planrichten beim Anlassen erforderlicher Druck ausgeübt werden kann, der u. a. ein Planrichten und Verbleiben des angelassenen Werkstückes gerader Richtung ermöglicht und gewährleistet.
- Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Richten (Spannen) von Sägeblättern, Hobelmessern und ähnlichen Werkzeugen, bei welchen die angegebenen Übelstände beseitigt sind. Das Wesen der Erfindung l:esteht darin, daß die zu richtenden (zu spannenden) Werkzeuge oder Werkzeugteile zwischen zwei gleichmäßig elektrisch beheizte druckfeste Platten gelegt und durch Aufeinanderpressen dieser beiden druckfesten Platten unter starkem Druck gerichtet (gespannt) werden, wobei gleichzeitig auch das Anlassen erfolgt.
- Im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen Vorrichtungen, bei denen die anzulassenden Werkzeuge ohne starken Pressedruck nur ungleichmäßig, ohne jede Möglichkeit des Richtens und Spannens zwischen zwei einem starken Pressedruck nicht zugänglichen Wärmekästen erwärmt werden müssen, hat das neue Verfahren den Vorzug, daß durch das gleichzeitige Richten (Spannen) unter starkem Pressedruck der völlig gleichmäßig elektrisch beheizten druckfesten Platten die zu richtenden (zu spannenden) Werkzeuge oder Werkzeugteile so gleichmäßig plangerichtet bzw. gespannt werden, daß keine Nachbehandlung durch Richten mittels Hammerschläge mehr erforderlich ist und das so gespannte und dabei gleichzeitig angelassene Sägeblatt in seiner Güte, auch wenn es später gezahnt oder geschränkt wird, erhalten bleibt.
Claims (1)
- PATE NT-AN sPRUcH: Verfahren zum Richten (Spannen) von Sägeblättern, Hobelmessern und ähnlichen Werkzeugen, dadurch gekennzeichnet. daß die zu richtenden (zu spannenden) Werkzeuge oder Werkzeugteile zwischen zwei gleichmäßig elektrisch beheizte druckfeste Platten gelegt und durch Aufeinanderpressen dieser beiden druckfesten Platten unter starkem Druck gerichtet (gespannt) werden, wobei gleichzeitig auch das Anlassen erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK83188D DE412608C (de) | 1922-09-03 | 1922-09-03 | Verfahren zum Anlassen und Richten (Spannen) von Saegeblaettern, Hobelmessern und aehnlichen Werkzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK83188D DE412608C (de) | 1922-09-03 | 1922-09-03 | Verfahren zum Anlassen und Richten (Spannen) von Saegeblaettern, Hobelmessern und aehnlichen Werkzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE412608C true DE412608C (de) | 1925-05-28 |
Family
ID=7234699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK83188D Expired DE412608C (de) | 1922-09-03 | 1922-09-03 | Verfahren zum Anlassen und Richten (Spannen) von Saegeblaettern, Hobelmessern und aehnlichen Werkzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE412608C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0753587A1 (de) * | 1995-07-12 | 1997-01-15 | HEIMSOTH VERWALTUNGEN GmbH & CO. KG Beteiligungsgesellschaft | Vorrichtung zum Vergüten von metallischem Gut |
| DE29721475U1 (de) * | 1997-12-05 | 1998-02-19 | Ipsen International GmbH, 47533 Kleve | Spannvorrichtung zum Einspannen von dünnwandigen Werkstücken |
-
1922
- 1922-09-03 DE DEK83188D patent/DE412608C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0753587A1 (de) * | 1995-07-12 | 1997-01-15 | HEIMSOTH VERWALTUNGEN GmbH & CO. KG Beteiligungsgesellschaft | Vorrichtung zum Vergüten von metallischem Gut |
| DE29721475U1 (de) * | 1997-12-05 | 1998-02-19 | Ipsen International GmbH, 47533 Kleve | Spannvorrichtung zum Einspannen von dünnwandigen Werkstücken |
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