DE41232C - Taschen-Induktionsapparat für medizinische Zwecke - Google Patents
Taschen-Induktionsapparat für medizinische ZweckeInfo
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- DE41232C DE41232C DENDAT41232D DE41232DA DE41232C DE 41232 C DE41232 C DE 41232C DE NDAT41232 D DENDAT41232 D DE NDAT41232D DE 41232D A DE41232D A DE 41232DA DE 41232 C DE41232 C DE 41232C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/18—Applying electric currents by contact electrodes
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Description
KAISERLICHES »,1
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1886 ab.
Die Erfindung betrifft eine tragbare oder taschenelektromagnetische Maschine oder Inductionsspule
für medicinische Zwecke, bei welcher durch die unmittelbare Verbindung der
Elektroden mit dem Gehäuse der Maschine die locale Anwendung des elektrischen Stromes,
erleichtert und durch Anordnung einer die Inductionsspule umgebenden Dämpferspule und
eines auf derselben verschiebbaren Metallfingers eine Regulirung des Stromes leicht möglich
gemacht wird.
Fig. ι ist die. Oberansicht des Taschenelektrisirapparates,
Fig. 2 die Unteransicht desselben mit den Elektroden, von denen die eine theilweise abgebrochen
dargestellt ist, um das metallische Verbindungsstück zu zeigen,
Fig. 3 die Endansicht des Apparates mit der Inductionsspule,
Fig. 4 die Ansicht des anderen Endes mit den Batteriezellen.
Fig. 5 stellt Unteransicht und Längsschnitt einer Elektrode dar.
Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch den vollständigen Apparat nach der Linie χ - χ von
Fig. 7 in vergrößertem Mafsstabe und
Fig. 7 ein waagrechter Schnitt nach der Linie y-y von Fig. 6.
Das Gehäuse A des Apparates enthält in den Abtheilungen Bi1 die Zellen C bezw. C
und in der Abtheilung D die Inductionsspule. Letztere besteht aus einem hufeisenförmigen
Magneten, an dem ein Schenkel fest ist und als Kern der Spule dient, während der andere
elastische Schenkel die empfindliche Armatur der Spule bildet. Um den Kern d der Spule,
Fig. 6 und 7, ist erst eine Spule c aus Eisenblech gewickelt, über welcher die Inductionsrolle
e aus isolirtem Draht angeordnet ist. Diese Rolle steckt in dem Gummicylinder E,
der schliefslich eine einfache Drahtwickelung g aufnimmt. An dem einen Ende der Kernstange
d ist die Eisenscheibe / angenietet, die den einen Pol des Magneten bildet, während
an dem anderen Ende durch Schraube d1 ein
elastisches, unten stärkeres Metallband M befestigt
ist, welches so umgebogen wird, dafs es mit der Kernstange d parallel läuft, Fig. 6
und 7.
Die Schraube d1 dient auch zur Verbindung
des Spulenendes von e mit dem Band M. Die Spule mit ihrer Armatur ist auf einem Brettchen
Q. befestigt, das auch ein dünnes, um eine Schraube drehbares Metallband P mit aufgebogenem
Theil P1 trägt, welcher als Contact dient und zu diesem Zwecke mit Platin
versehen ist, das einem Stückchen Platin auf dem Armaturbande M gegenüberliegt, Fig. 6
und 7. Der Hebel P ist von aufsen durch den Knopf P3 stellbar, um die Entfernung
des Contactarmes P1 gegen die Armatur M reguliren zu können. Der Hebel P liegt auf
der Metallplatte W, deren Schraube W1 durch
das Gehäuse und eine Metallplatte α hindurchgeht, die zu dem einen Pol der Zelle C führt.
Eine zweite Platte F ist mit der Kernstange d und dadurch mit der Spule e durch ein kurzes,
durch Mutter c1 festgespanntes Drahtstück verbunden
und durch Schraube F1 mit der Contactplatte F2 in Verbindung gebracht. Das
äufsere Ende der Spule e endlich ist durch ein Drahtstück mit der Platte α1 verbunden,
die zu dem Pol der zweiten Zelle C1 im Gehäusetheil ΒΛ führt. Die Schrauben W1 und V
dienen zugleich zur Aufnahme der die aus Filz, Flanell oder Schwamm bestehenden Elektroden
T des Apparates tragenden Platten R, Fig. 5, die infolge der Schlitze R1 nach geringer
seitlicher Verschiebung leicht abgenommen werden können.
Die Zink-Kohlezellen G bezw. H bestehen aus den beiderseits durch die Stopfen F F]
geschlossenen Gummi- oder Glasgefäfsen und werden in dem Gehäuse durch eine mittelst
Wirbel t feststellbare Platte J gehalten.
Der Stromkreis verläuft also, sobald der Contact P1 M geschlossen ist, von der Batterie
C durch Platte a^ Hebel P, Armatur M,
Kern d, Spule e, Platte a1 nach dem Pol der
anderen Batterie C1.
Die Regulirung der Stromstärke erfolgt durch die angeführte Dämpferspule g in folgender
Weise: Auf dem Kasten A ist über einen Schlitz desselben ein Metallstreifen L, Fig. i,
befestigt, der central über der Spule liegt. Auf dem Streifen ist ein Schieber K, Fig. i, 3
und 6, beweglich, dessen Finger K\ Fig. 6, durch den Schlitz des Gehäuses tritt und sich
auf die Wickelung g . legt. Das eine Ende dieser Wickelung ist mit der Platte L verbunden,
und durch die Bewegung des Schiebers K wird eine oder mehrere Wickelungen
von g durch den Finger K1 in einem unabhängigen Stromkreise geschlossen, welche die
primäre Spule e umgiebt und der, an dem Ende des Fingers K1 beginnend, durch die
Spule g an das Ende derselben geht, das mit der Platte L verbunden ist, um diese entlang
zum Schieber K und zurück zum Finger K1 zu laufen. Der in diesem unabhängigen Stromkreise inducirte Strom neutralism die Wirkung
eines Theiles der Inductionsspule und regulirt sonach die nutzbare Stromstärke des Apparates.
Diese Dämpferspule g, welche aus nicht isolirtem Draht hergestellt wird und nur aus
einer Wickelung besteht, wird zweckmäfsig so aufgewickelt, dafs die einzelnen Touren von
einander getrennt bleiben. Da sie mit dem einen Ende an dem Metallbande L befestigt
ist, auf welchem der bewegliche Schieber K und Finger Κλ läuft, so schafft der Contact
des Fingers K1 mit der ersten Tour der Spiralwickelung einen sehr kurzen Stromkreis,
welcher an dem Ende der Platte K beginnt und diese Platte bis zum Finger K1 entlang
läuft. Bewegt man den Finger K1 derart, dafs er eine gröfsere Anzahl Wickelungen einschliefst,
so wird die Länge des Dämpferstromkreises vermehrt ,da er eine entsprechend
gröfsere Länge der Inductionsspule e umfafst, in welcher der Extrastrom erzeugt wird. Jeder
besondere Strom in der Spule e inducirt nun sofort einen umgekehrt gerichteten Strom in
der umgebenden Spule g, welcher den ersten Strom schwächt, und zwar nach Mafsgabe der
Anzahl der Spiralwickelungen, welche durch den Finger K1 in einen Stromkreis eingezogen
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei einem Taschen - Inductionsapparat für medicinische Zwecke die Verbindung der Inductionsspule (e) mit einer dieselbe umschliefsenden Dämpferspule (g) und einem Metallfinger (K1J, welcher über letztere hinweggleitet, in Contact mit ihren Wickelungen steht, und . an einem metallischen Leiter (L) sitzt, der mit dem einen Ende der Dämpferspule verbunden ist, wodurch ein unabhängiger variabler Stromkreis um die Inductionsspule geschlossen und durch Verschieben des Fingers (K1) die Wirkung eines Theiles der Inductionsspule neutralisirt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.Berlin gedruckt in der reicmsdruckebei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41232C true DE41232C (de) |
Family
ID=316727
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41232D Expired - Lifetime DE41232C (de) | Taschen-Induktionsapparat für medizinische Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41232C (de) |
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