DE412286C - Elektronenstoss-Regel- und Steuerwerke - Google Patents

Elektronenstoss-Regel- und Steuerwerke

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DE412286C
DE412286C DEW48524D DEW0048524D DE412286C DE 412286 C DE412286 C DE 412286C DE W48524 D DEW48524 D DE W48524D DE W0048524 D DEW0048524 D DE W0048524D DE 412286 C DE412286 C DE 412286C
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regulation
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electrodes
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Chr Weuste & Overbeck GmbH
F W MEYER DR ING
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Chr Weuste & Overbeck GmbH
F W MEYER DR ING
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P25/00Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of AC motor or by structural details
    • H02P25/16Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of AC motor or by structural details characterised by the circuit arrangement or by the kind of wiring
    • H02P25/32Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of AC motor or by structural details characterised by the circuit arrangement or by the kind of wiring using discharge tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Discharge Heating (AREA)

Description

  • Elektronenstoß-Regel- und Steuerwerke. Die Einführung der technischen Elektronik in die Regel- und Steuertechnik der Maschinen bietet, wie in anderen Patentschriften dargelegt, große Vorteile. Wichtig ist dabei, daß die durch elektrische Entladungsapparate erzeugten raschen und kräftigen Einstellungen und Beeinflussungen sich möglichst ohne sonstige Hilfsorgane, vor allem ohne elektromagnetische Sonderapparate mit ihren im besten Falle stets verbleibenden Trägheiten. F unkenbildungen und sonstigen Nachteilen ummittelbar auswirken.
  • Wie in der Patentschrift 3672a4 des näheren ausgeführt wurde, hat man dabei bei elektrischen Maschinen die Gestaltung der wirksamen Strom- und Spannungslinien vollständig in der Hand, derart, daß man auch die Momentanwerte beliebig zu beherrschen vermag, daß man also z. B. natürliche Pulsationen beliebig innerhalb der einzelnen Impulse selbst gleichmäßig oder ungleichmäßig verändern und unerwünschte Einzelimpulse nach Reihen löschen, Drehfeldern eine andere Geschwindigkeit verleihen und neue Impulse. systematisch oder in freier Einstellung durch Selbstregelung hervorrufen kann. Die Entladungsarten können dabei je nach den Strornleistungs- und Genauigkeitsansprüchen ganz verschiedener Art sein, und häufig sind dabei Kombinationen von solchen Apparaten, Kaskaden usw. vorteilhaft, um diesen Ansprüchen am besten im Zusammenhang Rechnung zu tragen. In der Patentschrift 367964 wurde ferner besonders darauf hingewiesen, welchen Wert die technische Elektronil: für die Ausbildung von Schnellregeleinrichtunge-r für elektrische Maschinen-und sonstige Hilfsfelder derselben hat, wobei namentlich bei den Dreielektroden-Dunkelentladungsapparaten Genauigkeits- oder Empfindlichkeitsgrenzen schlechterdings nicht zu erkennen sind.
  • Manchmal sind nun derartige Genauigkeiten nicht in solch höchstem Grade erforderlich. Für diese Fälle soll nach der Erfindung ein anderes Mittel für die Regelung und Steuerung verwendet werden, und zwar soll die Ausbildung der Therrnofunktion hierfür gewählt werden. Es wird also ein variabler Grad der Erhitzung von Elektroden benutzt, um die gewünschten Wirkungen zu erzielen. Die Anwendung dieser Funktion ist dabei aber nicht auf die Hauptelektroden beschränkt, sondern sie kann unter Umständen auch mit Vorteil bei Hilfselektroden platzgreifen, und manchmal kommt sogar zweckmäßig die Anordnung von besonderen Thermohilfselektroden zur Steuerung der eigentlichen Hauptelektroden, sei es zur Einleitung oder Erleichterung der Thermofunktion daselbst oder aus anderen Gründen in Betracht.
  • Die Therrno- oder Kombinationselektroden übernehmen dann folgerichtig alle wesentlichen Regelsteuerschalt- und Verstärkungsfunktionen und lösen gegebenenfalls auch die nötigen Gleichrichterwirkungen aus. Das Prinzip ist anwendbar sowohl für reine Elektronenentladungsapparate als auch für Glimmlicht- und Lichtbogenhaupt- und Hilfsapparate. Jedoch bestehen wesentliche Untrrschiede in bezug auf die Art der Wirkung, und zwar gestaltet sich die Anwendung der entsprechend ausgerüsteten Lichtbogenapparate besonders vorteilhaft für den Regel-und Steuerbetrieb von Wechselstrommotoren sowie von Gleichstrommotoren mit Speisung von Wechselstromnetzen. Falls es sich um unterstützende Hilfsapparate handelt, kann es bisweilen daher vorteilhaft sein, einen steuernden kleinen Wechselstrom zu benutzen, wodurch sich dann namentlich die bekannten Vervielfacher oder Verstärker mit netzförrnigen Treib- und Hemmhilfsanoden bzw. Kathoden oder Elektroden entbehrlich machen lassen und höhere Strombereiche leichter erschließbar sind.
  • Die Anwendung des Prinzips für Hauptelektroden eines Lichtbogenapparates L zeigt Abb. r, wobei KK Steuerkathoden und AA die zugehörigen Anoden sind. Der Apparat, der zugleich ein Gleichrichter ist, dient zur Steuerung und Regelung eines Gleichstrommotors h T, der vom Wechselstromnetz N gespeist wird und eine Tachometermaschine T angekuppelt besitzt. Die Tachometermaschine und die damit verbundene kleine Batterie B wirken unmittelbar auf die Kathoden K des Lichtbogenapparates ein und erhitzen diese mehr oder weniger, wie auf der oberen Seite des Lichtbogenapparates ausführlicher dargestellt ist. Eine bestimmte Minimaltemperatur ist erforderlich, um überhaupt einen Lichtbogen zu erzielen, und die E. M. K. der Tachometerrnaschine, die derjenigen der kleinen Batterie entgegenwirkt, sorgt dafür, daß z. B, bei zufälliger Tourensteigerung eine Versminderung der Kathodentemperatur eintritt, die zu einer Erhöhung der Bogenspannung führt, so daß sich die Spannung am Anker des Motors vermindert und Regelung eintritt. Verändert man das Feld der Tachometermaschine durch Veränderung des Widerstandes R,, so steuert man die Geschwindigkeit. Veränderung des Widerstandes R= hat zwar das gleiche Resultat, doch wird die Empfindlichkeit der Regelung hierdurch beeinflußt.
  • Die Einrichtung läßt sich ergänzend auch zur Feldregelung des Motors im Sinne des Patents 367964 benutzen, und es ist auch möglich, eine Kaskadenwirkung derart herzustellen, daß die Tachometermaschine zunächst auf einen Hilfslichtbogenapparat gleicher Wirkungsweise arbeitet und dieser nur Strom für die Kathode des Hauptapparates liefert, so daß er also ähnlich wirkt, wie die bekannten Hilfsanodenrelais. Auf solche Weise läßt sich die Empfindlichkeit beliebig steigern, und es hängt ganz von der Einregelung ab, ob man ganze Treibpulse aussetzt oder sie nur beeinflußt. Letzteres ist bei Gleichstrommotoren im allgemeinen vorzuziehen, zumal man kleine Reste von ganzen Pulsen zur Wirkung bringen kann, womit man weniger starke Momentanströme und geringere Verluste in dem etwa vorzusehenden :Minimalwiderstand bekommt. Innerhalb gewisser Bereiche ist die Stabilität des L ichtbogenapparates übrigens genügend, um auch bei ausgeschalteter Tachometermaschine eine Geschwindigkeitssteuerung vermittels Veränderung von R.: von Hand vorzunehmen, wobei der Kommutator der Tachometermaschine dann kurzgeschlossen oder diese ganz entfernt gedacht werden muß. Dabei ist es natürlich aber ausgeschlossen, daß Teile der Spannungspulse zur Wirkung gelangen, cla die durchkreuzende Wirkung der Tachometermaschine nicht mehr besteht. Bei hohen Empfindlichkeiten werden in jedem Falle alle Pulse zur Wirkung kommen, und der Strom wird durch ziemlich reine Widerstandswirkung beeinflußt, gleichgültig wie schnell man auch auf andere Geschwindigkeiten umsteuert. Die Widerstandswerte für die einzelnen Zeitelemente eines Pulses sind aber auch jetzt verschieden.
  • Wie Versuche gezeigt haben, sind Material und Formgebung der Kathoden für die zti erzielenden Wirkungen von besonderer Bedeutung. Man kann z. B. Stäbe aus Mischungen bestimmter Metalloxyde verwenden, die entweder durch Sekundärerhitzung eine g Wisse Minimalleitfähigkeit bekommen oder e schon nach ihrer Zusammensetzung eine gewisse geringe Leitfähigkeit besitzen, die sich bei Durchgang der Regel- und Arbeitsströme selbst genügend erhöht. Metalloxyd- und Metallkombinationen können für andere Fälle günstig sein, und auch rein metallische Anordnungen haben ihr Verwendungsfeld. Die Größe des Stromes, die Wärmeaufnahme- und Leitfähigkeit der Elektroden und der Gcsamtkonstruktionen spielt bei den Entscheidungen eine Rolle und besonders auch die Haltbarkeit der Elektroden. Namentlich bei Metallelektroden kann es nötig werden, die Bogendämpfe sowenig als möglich den Elektroden zu entnehmen, vielmehr den Apparaten besondere Gase für den Bogen zuzuführen.
  • Versuche ergeben stets eine Regelcharakteristik, wie in Abb. 4. angedeutet ist. Dabei ist I, der erhitzende Regelstrom der Kathode und E die Bogenspannung, die maßgebend für die Geschwindigkeit des Motors ist. Der Grad der Steilheit der Kurve richtet sich nach dem Material der Anordnungen und nach diesem selbst und damit auch die Empfindlichkeit des Systems. Namentlich die Wattempfindlichkeit der Anordnungen kann sehr hoch getrieben werden, da der Spannungsverlust im Hilfsstromkreis sehr gering ist, und hier liegt ein wesentlicher Unterschied gegenüber den Anordnungen mit Hilfslichtbogen im Apparat selbst vor, die auf "die Hauptentladung und die Elektroden einwirken, aber mehr Spannung verbrauchen, was gegebenenfalls, namentlich auch für weitere kaskadierende Hilfsrelais, nicht ohne Bedeutung ist, die aber, wie besondere Versuche ergaben, keine höhere Stromempfindlichkeit besitzen als vorliegende Anordnungen, da die Erhitzung der Kathode allein und gegebenenfalls auch die der Anode stets hauptsächlich maßgebend zu sein scheint.
  • Beim Betrieb von Wechselstrommotoren kann statt der Anordnungen mit Thermokathoden bzw. -anoden in Ersatz von . Mehrelektrodensystemen, zumal Gleichrichterwirkungen jetzt überflüssig oder von Nachteil sind, hier unter Umständen einfach eine Wechselstrombogenstrecke mit Thermoregelelektroden Verwendung finden, da auch bei solchen Anordnungen innerhalb gewisser Verwendungsgrenzen die Charakteristik der Abb. d. erscheint, also der Wechselstrom an sich den Lichtbogen nicht aufrechtzuerhalten vermag und auch der Einfluß .der Arbeitsströme auf die Geschwindigkeitscharakteristik der Motoren in solchen Grenzen sehr klein sein kann, ganz abgesehen davon, daß diese Geschwindigkeitscharakteristik beliebig geändert werden kann, indem man den Arbeitsströmen oder kleinen Komponenten solcher Ströme einen Einfluß auf die Felder der Tachometennaschinen gestattet.
  • Dabei brauchen die Thermosteuerelektroden nicht die eigentlichen Arbeitselektroden zu sein, wie in Abb. 2 gezeigt ist, wo die Regelung; eines Induktionsmotors im Sekundärkreis dargestellt ist, während Abb.6 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil des Elektrodengefäßes zeigt, in dem ein Elektrodenpaar, bestehend aus einer Hauptelektrode Y und einer Steuerelektrode Z, liegt. Die Hauptelektroden Y sind dabei etwa Metallelektroden, z. B. Ouecksilberelektroden üblicher Konstruktion. Die Steuerelektroden Z, von denen in der Abbildung der Übersichtlichkeit wegen nur eine gezeichnet ist, sind z. B. Metalloxydelektroden von größerer Bewahrungsfähigkeit für die Hitze, so daß selbst ein Wechselstrom als Hilfsstrom, wie in der Abbildung angedeutet, steuerfähig ist, d. h. die Hauptelektrodenwirkung in gewünschter Weise mehr oder weniger verzögert oder völlig in oder außer Wirkung bringt. Gleichstrom als Steuerstrom ist natürlich aber besser, und in jedem Fall geht der Arbeitslichtbogen beim Ansprechen alsbald von der Steuerelektrode zur Hauptelektrode, so daß die Hilfselektroden durch den Ionenstoß nicht weiter geschädigt werden. Zur Unterstützung der Wirkung ist zwischen Steuer- und Hauptelektroden ein Widerstand angedeutet. Versuche ergaben indessen, daß der Bogenübergang auch ohne solchen Widerstand, also bei ziemlich gleichem Potential der Elektroden, stattfindet. Sogar bei völliger Trennung der Elektroden tritt eine allerdings veränderte Wirkung ein.
  • Zur Sicherung und Verstärkung der Wirkung ist in der Abbildung im Regel- und Steuerkreis ein Vervielfacher bekannter Wirkung mit der Wehneltkathode W und der Treib- und Sperranode U angedeutet. Der Vervielfacher ist für den zur Regelung benutzten Netzwechselstrom in bekannter Weise vermittels :der ganzen Spannung der Hilfsbatterie B arbeitsfähig gemacht und der kleinere Teil der Batteriespannung arbeitet wie früher mit der Spannung der Tachometermaschine in Gegenschaltung.
  • Statt eines solchen Vervielfachers kann auch wieder ein Lichtbogenrelais, wie beschrieben, verwendet werden, und es ist bei der Kleinheit der Ströme sogar möglich, für solche Zwecke ein einfaches Gleichstrombogenrelais zu verwenden, d. h. die Therrnokontrolle an dem steilen Ast der entsprechenden einfachen Gleichstrombogencharakteristik zur Anwendung zu bringen. Versuche haben ergeben, daß z. B. für Metalloxyde statt der Kathoden- auch eine Anodensteuerung oder beides gemeinsam eintreten kann, weil für diesen Fall der Wärmeeinfluß auf die Kathode innerhalb bestimmter Grenzen kaum größer ist als derjenige auf die Anode, ja gegen Erwarten zum Teil größer, zumal für die meisten Oxydmischungen in solchen Fällen nicht nur wie überall sonst an der*Kathode, sondern auch an der Anode eine bestimmte Minimaltemperatur zur Aufrechterhaltung des Bogens und der Leitfähigkeit des Systems überhaupt nötig ist.
  • In Abb.3 ist eine primäre Geschwindigkeitsregelung für einen Induktionsmotor dargestellt, und hierbei ist für die beiden zu beeinflussenden Arbeitsleistungen eine nur in einer Leitung dargestellte Doppelkathoden-und Anodeneinrichtung vorgesehen, was auch bei den stärksten Strömen zu einem sicheren Betrieb führt. Hier ist zugleich eine völlige Trennung des Steuerelektrodensystems von (lern Hauptsystem durchgeführt, und die Wirkung ist eine zweifältige. Die Erhitzung der Steuerkathode K1 erfolgt zunächst wieder durch Wechselstrom, und zwar in Phase mit dem zugehörigen Arbeitsstrom, wie wieder nur auf der einen Seite des Lichtbogenapparates angedeutet ist. Dies ist an und für sich nicht von großer Bedeutung wegen der Wärmekapazität des Oxydes, obwohl es auch eine Rolle spielt, namentlich bei geändertem Material. Von größerer Bedeutung ist, daß die unabhängige Hilfsanode auch in Phase mit dem Arbeitsstrom ist. Bekannt ist nämlich, daß Quer- und Glimmlichtstrecken bei Lichtbogenstrecken diese Bogenstrecken, nainentlich wenn die Kathode etwas oxydiert ist, zu zünden vermögen. Die hier vorliegende Strecke A, K1 mit den Regelwiderständen R? und R, ist wegen der heißen Kathode noch weit wirksamer und für kleinere Spannungen geeignet und sie wirkt nur einseitig, sichert also die reine Kathodenwirkung von K.
  • Im Sekundärkreis des Motors ist dabei ein Minimalwiderstand zu denken, obwohl die Wirkung der Primärregelung bei Einstellung der Empfindlichkeit der Anordnung bei R., es ermöglicht, auch die Grunddrehfelder der Motoren zu ändern. Die Geschwindigkeitsregelung geschieht im übrigen wieder bei R,, und auch jetzt kann ein Regelbetrieb ohne Tachometermaschine durch Verstellung von R_ möglich werden, da genügende Stabilität und Elastizität des Systems bei starken Veränderungen der Arbeitsströme infolge von Stößen besteht.
  • Ersetzt man den Lichtbogenapparat durch einen reinen Elektronenentladungsapparatmit im übrigen gleichbleibender Thermokontrolle, so gilt das nicht mehr allgemein, denn es ist bekannt, daß, wie Abb. 5 zeigt, w o die Verhältnisse über aooo° C angedeutet sind, bei einmal eingestellter Kathodentemperatur der Arbeitsstrom bei vergrößerten Tourenabfällen und Spannungen oder Spannungsdifferenzen nur beschränkt Weitersteigen kann. Die Stromlinien für die Spannungen E und El kennzeichnen diese Verhältnisse. Ist aber einmal der Raumladungseffekt überwunden, wie auf der linken Seite der Abbildung angedeutet ist, so steigt der Strom nicht mehr, und erst der Einfluß einer Tachometermaschine beschriebener Wirkungsweise im Simse vorliegenden Verfahrens scann dies ändern, indem diese die Temperatur verändert. Bei einiger Vorsicht kann man auch bei einer solchen Voraussetzung beim Geschwindigkeitssteuern vermittels Feldregelung der Tachometermaschine aus dem horizontalen Teil der Stromkurven herausbleiben und lediglich entlang der Kurve des Sättigungsstromes arbeiten, was sich bei Wechselstrom noch erleichtert, da dann der übergehende Bogen der Stromkurve für bestimmte Spannungen vergrößert -wird und der horizontale Teil sich beschränkt. Doch läßt sich natürlich auch die durch die Gesamtanordnung erzielte indirekte Arbeitselastizität beliebig steigern, so daß es sich eigentlich stets mehr darum handelt, dem Bereich unnützer und schädlicher Kathoden bzw. Elektrodenerhitzungen fernzubleiben.
  • Eine steigende Spannungscharakteristik, wie bei den Apparaten mit Regelanoden vorhanden ist und für Erreichung von Parallelarbeit mehrerer Apparate vorteilhaft sein kann, ist nach dem Gesagten hierbei allerdings nicht vorhanden. Doch sind dafür die Loch- oder Netzanoden völlig vermieden, die bei großen Apparaten unbequem sind und die natürlichen Stromverteilungen genügen. Solche Systeme sind aber stets auch nur für gewisse Strombereiche bei sehr hohen Spannungen brauchbar. Gaseinführung ergibt in an sich bekannter Weise Vergrößerung des Bereiches der Ströme bei verringerten Spannungen und zunächst vorteilhafte Charakteristiken; erst bei noch größeren Strömen tritt dann die für Parallelarbeit nicht günstige Lichtbogencharakteristik auf. Wie vorher beschrieben, spielt diese aber bei den erstgenannten Wechselstromanordnungen und Gleichrichtern keine Rolle, und nur bei reinem Gleichstrom wäre eine Verteilung des Stromes auf viele Bögen lediglich zur Erzielung einer starken Thermorelaiswirkung und der Möglichkeit einer völligen Bogenlöschung zwecks Ausschaltung mehr ins Auge zu fassen, da ja hier Treibpulse nur insofern bestehen, als sie durch den Regelbetrieb und seine Einwirkungen auf das -schwingungsfähige Gesamtsystem hervorgerufen werden oder werden können. Durch besondere Verbundwirkungen zwischen Apparaten und Tachometermaschinen zur Stabilisierung könnte auch solchen Problemen Rechnung getragen werden, wenn nicht schon an sich die Wechselstromkraftübertragung vorteilhaft wäre und diese sich nicht, wie oben beschrieben, auch am vorteilhaftesten zur Regelung der angeschlossenen Wechsel- oder Gleichstrommotoren erwiesen hätte.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektronenstoß-Regel- und Steuerwerke zur Beeinflussung des Verlaufes der Ströme und Spannung in Maschinenhaupt- und -nebenkreisen oder ähnlichen Starkstrom- oder Starkstromhilfskreisen sowie zur Bestimmung der Zahl, Reihenfolge, Stärke und Gestalt von Impulsen daselbst, dadurch gekennzeichnet, daß die Regel- und Steuerströme die Elektrodentemperaturen der Entladungsapparate, gegebenenfalls neben anderen Wirkungen, unmittelbar beeinflussen.
  2. 2. Thermoelektronenstoß -Regel- und Steuerwerke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Regelung und Steuerung von Gleich- und Wechselstrommotoren im Arbeitskreis dienenden Entladungsapparate, die gegebenenfalls auch Gleichrichter sind, Doppelanoden und Kathoden bekommen, so daß sie nur eine Halbperiode Strom führen und die Thermoregelung und -schaltung gesichert wird.
  3. 3. Regel- und Steuerwerke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß besondere Steuer- und Regelelektroden vorgesehen werden, welche die Arbeitselektroden in Wirksamkeit treten lassen und den zeitlichen Spannungsverlauf an demselben bestimmen, gegebenenfalls auch die Reihenfolge der Pulse, besonders auch zur Herstellung verschiedener Grunddrehfelder bei Drehstrommotoren. q..
  4. Regel- und Steuerwerke nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und Regelelektroden zugleich Elektronen- und lonenquerbahnen bilden, um die Kathodenwirkungen zur gegebenen Halbperiode zu sichern.
  5. 5. Regel- und Steuerwerke nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß Hilfsentladungsapparate mit Treffb-und ,Sperranoden, gegebenenfalls in den. Kreisen von balancierenden und die Regelung unterstützenden Tachometermaschinen zur Verwendung kommen oder daß Kaskadenwirkungen unter Zuhilfenahme von Lichtbogenrelais nach dem Hauptanspruch i gebildet werden.
  6. 6. Regel- und Steuerwerke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ergänzend gleiche Verfahren für Feld-und besondere Steuerkreise, die keinen oder nur einen kleinen Teil des Arbeitsstroms führen, in Anwendung kommen.
  7. 7. Regel- und Steuerwerke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB die Temperatur der Elektroden reiner Elektronenentladungsapparate beeinflußt wird, wobei die Arbeitselastizität vorwiegend oder ganz durch die Einflüsse der Tachometermaschine erreicht wird.
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