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Walzenpropeller für Flugzeuge. Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Propeller für Flugzeuge' und andere Zwecke, der sich durch seine besondere
Form und dadurch auszeichnet, daß er auf sehr einfache Ar-, aus einer verhältnismäßig
geringen Menge von dünnem, flachem Material, gegebenenfalls auL, einem Stück Metallblech
und für einige Zwecke auch nur aus Papier, angefertigt werden kann. Das Gewicht
des Propellers ist trotz großer Festigkeit sehr gering.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, dai3 die Propellernabe aus
einer Hohlwalze besteht, an die dieFlügel sich derart anschließen, daß die Mittellinien
der beiden gegenüberliegenden Flügel um eine Strecke gegeneinander versetzt sind.
Durch Veränderung dieser
Strecke kann die Neigung der beiden Flügelflächen
verändert werden. Die Drehachse des Propellers steht senkrecht zur Achse der Hohlwalze
und durchdringt dieselbe in der Mitte zwischen den Endpunkten der Flügelmittellinien.
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Die Flügel können auch getrennt hergestellt und dann an die Drehachse
derart angesetzt werden, daß die Mittellinien der beiden gegenüberliegenden Flügel
um eine Strecke gegeneinander versetzt sind. Infolgedessen können die in Massenerzeugung
hergestellten Flügel für mehrere Propeller mit verschiedener Flügelneigung und Geschwindigkeit
benutzt werden.
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Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsheispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen Abb. i einen ni#eiflügeligen Propeller iin Schnitt Lind Abb. 2 in
seiner Abwicklung, Abb. 3 einen vierflügeligen Propeller in Ansicht und Abb. d in
Draufsicht.
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Der zweiflügelige Propeller in Abb. i und 2 besteht aus einem Stück
und hat die in Abb. 2 dargestellte Grundform. Er ist um eine in Abb. i durch die
Punkte g, g1 gehende Achse drehbar, und zwar in Abb. i von oben gesehen in Richtung
des Uhrzeigers. Wenn die Strecke o, 1) in -,#£bli. 2 die Länge des Walzenumfanges
bedeutet, so teilt inan diese Strecke etN%-a in drei Teile und setzt an den mittleren,
mit ni, 1i. bezeichneten Teil eine Flügelfläche h an. die desto breiter wird, je
weiter sie von der Mitte entfernt ist. Der Punkt j ist der Mittelpunkt der Strecke
in, n auf der Mittellinie e, f. Wenn man nun die Fläche
a, b, c, d zu einer Hohlwalze zusammenrollt, so entsteht aus h eine Flügelfläche,
welche anfangs walzenförmig, dann aber weniger gekrümmt ist. Diese zuerst fast halbkreisförmigeKrümmung
gibt der Flügelfläche h an der Stelle der größten Beanspruchung große Festigkeit,
welche durch die Füllungen k, k, noch erhöht wird.
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Wenn man den Punkt g der Achse um 1/"., der Länge des Walzenumfanges
rechts vom Punkte j, den gegenüherli.egenden Punkt g1 um die Hälfte des Umfanges
versetzt anbringt, so hat die gekrümmte Fliigelfläche 11 zu der Ebene, welche
die Walzenachse senkrecht schneidet, eine Neigung voll 221(.;° (Abb. i), und es
bildet diese Flügelflüche clie eine Hälfte des Propellers.
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Wenn man nun auch der anderen Seite c, d der Walze in Abb.
2 eine entsprechende Fliigelfläche 1a, in solcher Weise anbringt daß der Mittelpunkt
j, des inneren schmäleren Endes der Flügelfläche lzl wieder rechts vom Punkte g
um 11,E der Länge des Walzenumfanges liegt, so bekommt man die ganze Grundform des
zweiflügeligen Walzenpropellers aus einem Stück.
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Bringt man die Punkte j, j, weiter entfernt vom Punkte g an,
so bekommt man eine größere Neigung beider Flügelflächen k, la,, bringt man sie
näher zum Punkte g, so bekommt man eine kleinere Neigung. Um soviel Grad, als man
die Punkte j, j, auf dem Walzenumfange von dem Punkte g versetzt anbringt, soviel
Grad Neigung haben die Flügelflächen zur Ebene, welche: die Walzenachse g, g1 senkrecht
schneidet.
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Der in Abb. 3 und .1. dargestellte vierflügelige Propeller mit besonders
angesetzten Fliigeln hat eine Achse o, auf welche die Trommel p aufgekeilt ist.
An der Trommel p sind symmetrisch vier runde Stutzen r befestigt, au welchen die
Flügel s angebracht werden. Die vier Flügel s werden aus einem zweidimensionalen
Material in der Weise hergestellt, daß man z. B. die in Abb. 2 dargestellte Abwicklung
an der Linie e- f durchschneidet, wodurch Iran zwei Flügel erhält, worauf man beide
Teile bei a, b und c, d zu einer Walze zusammenrollt. Die dadurch
entstehenden Walzen t werden mit den so hergestellten Flügeln s an die Stutzen r
angesetzt. Dann wird die Mittellinie at der Trommel p um einen gewissen Winkel verdreht,
worauf die Flügel mit den Walzen t an den Stutzen r befestigt werden. In Abb.3 sind
drei der Flügel mit den Stutzen u verbunden, während der rechte Flügel noch getrennt
und unverdreht dargestellt ist.
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Der größeren Festigkeit wegen muß in allen Ausführungen der Walzenmantel
aus einem wenigstens zweimal so starken Material hergestellt werden als die Flügelflächen.