DE4102147C2 - Schiene, insbesondere für Rollkörperlängsführungen, und Verfahren zur Herstellung der Schiene - Google Patents
Schiene, insbesondere für Rollkörperlängsführungen, und Verfahren zur Herstellung der SchieneInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiene, insbesondere
für Rollkörperführungen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1
sowie ein Verfahren zur Herstellung der Schiene.
Bei einer bekannten Schiene der genannten Gattung ist die
Stange in einer Vertiefung des Schienenkörpers eingebaut, deren
Breite größer oder gleich der Breite der Laufflächen dieser
Stange ist EP 213160 B2. Die Stange dieser bekannten Schiene
ist dickwandig ausgebildet und weist dementsprechend eine
verhältnismäßig große Masse je Längeneinheit auf. Im
allgemeinen soll die Stange, welche aus einem teuren harten
Stahl gefertigt ist, jedoch eine möglichst kleine Masse
aufweisen.
Hinzu kommt, daß die Stange der bekannten Schiene bei ihrem
Einbau quer zur Längsrichtung zwischen zwei längsverlaufende
Wandabschnitte der Vertiefung hindurch bewegt und gegen den
Grund der Vertiefung gedrückt und verformt wird. Bei diesem
Eindrücken der Stange ist aber eine geradlinige Ausrichtung der
Laufflächen der Stange in Längsrichtung schwierig, so daß die
Formgenauigkeit der Laufflächen der bekannten Schiene zu
wünschen übrig läßt. Außerdem müssen die Wandabschnitte des
Schienenkörpers nach dem Eindrücken der Stange in die
Vertiefung sehr weit umgebogen werden, wenn die Stange von den
Wandabschnitten der Vertiefung ordentlich umfaßt und gegenüber
Abheben vom Schienenkörper ordentlich gesichert werden soll.
Der Verformbarkeit des Werkstoffs des Schienenkörpers, z. B.
Aluminium oder Flußstahl, sind aber Grenzen gesetzt, so daß die
Stange der bekannten Schiene in vielen Fällen nicht genügend
sicher am Schienenkörper festgehalten werden kann.
Der in Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung liegt demgegenüber
die Aufgabe zugrunde, eine Schiene, insbesondere für
Rollkörperlängsführungen, der genannten Gattung zu schaffen,
bei der die Stange in den Haltenuten des Schienenkörpers
einfach befestigt werden kann, so daß diese auch gegenüber
Abheben vom Schienenkörper sicher festgehalten ist. Überdies
soll die Schiene besonders wirtschaftlich herstellbar sein.
Mit der Schiene der Erfindung wird erreicht, daß ein
längsgerichteter Wandabschnitt oder mehrere derartige
Wandabschnitte jeder Haltenut des Schienenkörpers die
gegenüberstehende(n) Halteflächen(n) der Stange seitlich von
außen umgreifen, so daß die Stange gegenüber Abheben am
Schienenkörper sicher festgehalten ist.
Zur spielfreien Befestigung der Stange am Schienenkörper
braucht jeder Wandabschnitt der Haltenut durch Verstemmen oder
Bördeln oder elastisches Biegen des Werkstoffes des
Wandabschnittes des Schienenkörpers gegen die zugehörige
Haltefläche der Stange nur wenig verlagert zu werden. Dabei
wird der Werkstoff des Schienenkörpers geringfügig verformt,
also nicht überbeansprucht.
Die Stange der erfindungsgemäßen Schiene kann überdies relativ
dünnwandig, z. B. 1 mm dick, ausgeführt werden, so daß diese
ein vorteilhaft kleines Gewicht je Längeneinheit besitzt.
In manchen Anwendungsfällen ist mit einer Erwärmung der Schiene
zu rechnen. Diese Erwärmung kann durch Rollkörper oder
gleitende Elemente hervorgerufen werden, welche die Laufflächen
der Schiene berühren und belasten.
Zwischen der Stange, z. B. aus Stahl, und dem Schienenkörper,
z. B. aus Aluminium, erfolgt dann eine unterschiedliche
Wärmedehnung in Längsrichtung. Die Halteflächen der Stange
gleiten in diesem Fall geringfügig auf der bzw. den zugehörigen
Halteflächen der Stange in Längsrichtung, ohne daß eine
schädliche Verwölbung der Schiene eintritt. Die
erfindungsgemäße Schiene behält also ihre Formgenauigkeit, wenn
sie im Betrieb erwärmt wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Schiene sind
in den Unteransprüchen 1 bis 8 gekennzeichnet.
Mit der Weiterbildung nach Anspruch 2 wird der Vorteil erzielt,
daß die Befestigung der Stange in den beiden Haltenuten des
Schienenkörpers mit einem den Werkstoff der Haltenase(n) des
bzw. der Wandabschnitte plastisch verformenden Werkzeugs
erfolgen kann. Zum Festhalten der Stange am Schienenkörper sind
dann keine zusätzlichen Befestigungselemente, wie z. B.
Stellschrauben, notwendig, welche gegen die Haltenase(n) oder
dgl. des Schienenkörpers dauernd andrücken und somit den bzw.
die Wandabschnitte der Haltenasen(n) zu der bzw. den
Haltefläche(n) der Stange hin verlagern und anstellen.
Mit den Weiterbildungen nach Anspruch 3 und 4 wird erreicht,
daß die Stange eine einfache Form aufweist, die besonders
wirtschaftlich herstellbar ist.
Mit der Weiterbildung nach Anspruch 5 ist eine Stange gegeben,
die an ihrer längsverlaufenden Knickstelle quer zur
Längsrichtung biegsam ausgebildet ist. Beim Befestigen der
Stange am Schienenkörper kann sich der Winkel zwischen den
beiden Anlageflächen der Stange etwas ändern und sich dem
Winkel der zugehörigen Stützflächen des Schienenkörpers
anpassen.
Die zusätzliche Weiterbildung nach Anspruch 6 hat zur Folge,
daß beim Befestigen der Stange die Querbiegung lediglich im
dünnwandigen Knickabschnitt der Stange erfolgt, so daß die
beiden Laufflächen der Stange ihre vorgeschriebene, z. B.
ebene, Form beibehalten.
Anspruch 9 weist auf ein besonders wirtschaftliches Verfahren
zum Herstellen der in den Ansprüchen 1 bis 8 gekennzeichneten
Schiene hin.
Mit den zusätzlichen Maßnahmen nach Anspruch 10 wird erreicht,
daß die Anlageflächen der Stange auf den zugehörigen
Stützflächen des Schienenkörpers vollständig zur Anlage
gebracht werden können, und zwar auch dann, wenn
fertigungstechnisch bedingte Abweichungen vom Sollwert des
spitzen Winkels der beiden Stützflächen des Schienenkörpers und
des mit einer Plustoleranz belegten Winkels der beiden
Anlageflächen der Stange vorhanden sind.
Die erfindungsgemäße Schiene sowie ein zweckmäßiges Verfahren
zur Herstellung dieser Schiene werden in der nachfolgenden
Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele, die in den
Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den teilweisen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße
Schiene vor dem Verformen des den Wandabschnitt
tragenden Werkstoffs des Schienenkörpers,
Fig. 2 den teilweisen Querschnitt durch die in Fig. 1
gezeigte Schiene, jedoch nach dem Verformen des
Werkstoffs des Schienenkörpers und
Fig. 3 den teilweisen Querschitt durch eine abgeänderte
erfindungsgemäße Schiene nach dem Verformen des
Werkstoffs des Schienenkörpers.
Mit 1 ist in den Fig. 1 und 2 eine Schiene einer
Rollkörperlängsführung bezeichnet. Die Schiene 1 besteht aus
einem Schienenkörper 2 und einer Stange 3. Der Schienenkörper 2
ist aus einem plastisch verformbaren weichen Werkstoff, nämlich
Aluminium, im Stranggießverfahren hergestellt.
Die Stange 3 besitzt einen konstanten V-förmigen Querschnitt
mit zwei zu einem Knickabschnitt 4 nach außen gegenseitig
zusammengehenden dünnwandigen Schenkeln 5. Sie ist ausgehend
von einem Stahlblech in Kaltwalzverfahren hergestellt und einer
Wärmbehandlung unterworfen worden, so daß sie eine große Härte
aufweist. Der Querschnitt der Stange 3 ist relativ zu einer in
Längsrichtung verlaufenden Mittenebene 3A seitensymmetrisch
ausgebildet.
Die Stange 3 sitzt in zwei längsverlaufenden Haltenuten 6
des Schienenkörpers 2. Sie hat nach innen weisende ebene
Anlageflächen 7 und nach außen weisende ebene Laufflächen 8.
Auf den Laufflächen 8 rollen Rollkörper 9 mit ihren im
wesentlichen kegeligen Mantelflächen 10 in Längsrichtung
(Fig. 2).
Jeder Schenkel 5 der Stange 3 hat eine Lauffläche 8, die einer
parallel dazu verlaufenden Anlagefläche 7 gegenübersteht. Beide
Anlageflächen 7 der Stange 3 sind auf jeweils einer ebenen
Stützfläche 11 des Schienenkörpers 2 abgestützt.
Im übrigen besitzt jeder Schenkel 5 ein in Längsrichtung sich
erstreckendes Ende 12, welches in jeweils eine der beiden
Haltenuten 6 eingreift. Beide Enden 12 der Schenkel 5 tragen
eine seitlich und nach außen weisende ebene Haltefläche 13, die
im vorliegenden Fall bis zu den Enden der Stange 3 in
Längsrichtung durchgehend verläuft.
Die Haltenuten 6 des Schienenkörpers 2 haben einen nach innen
weisenden längsverlaufenden Wandabschnitt 14.
Der Wandabschnitt 14 jeder Haltenut 6 ist durch eine Innenwand
einer am Schienenkörper 2 entlang der Stange 3 angeformten
Haltenase 15 gebildet. Der Werkstoff der Haltenase 15 ist durch
Verstemmen, Bördeln oder Rollen gegen die Stange 3 plastisch
verformt, so daß die Innenwand der Haltenase 15 gegen die
gegenüberstehende Haltefläche 13 der Stange 3 verschoben und
dicht angedrückt ist.
Die Haltefläche 13 des Endes 12 der beiden Schenkel 5 und die
zugehörige Lauffläche 8 der Schenkel 5 sind ebenflächig
ausgebildet und in einer gemeinsamen Ebene liegend angeordnet.
Dabei bilden die beiden gemeinsamen Ebenen der zwei Schenkel 5
der Stange 3 einen spitzen Winkel miteinander.
In Fig. 3 ist eine abgeänderte Schiene 16 dargestellt, welche
wiederum aus einem Schienenkörper 2 und einer Stange 3 besteht.
Die Stange 3 hat auch einen konstanten V-förmigen Querschnitt
mit zwei zu einem Knickabschnitt 17 nach außen gegenseitig
zusammengehenden Schenkeln 5, wobei jeder Schenkel 5 ein in die
Haltenut 6 des Schienenkörpers 2 eingreifendes, die
Haltefläche 13 tragendes freies Ende aufweist.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel besitzt der
Knickabschnitt 17 auf seiner Innenseite eine eingewalzte
Aussparung 18. Der Knickabschnitt 17 hat somit eine
Wandstärke 19, die kleiner als die Wandstärke der beiden
Schenkel 5 der Stange 3 ist. Auf diese Weise ist lediglich der
Knickabschnitt 17 quer zur Längsrichtung elastisch und/oder
plastisch biegsam ausgebildet.
Jede Haltenut 6 des Schienenkörpers 2 hat mehrere Haltenasen 20,
die durch schmale Schlitze 21 in Längsrichtung voneinander
getrennt sind. Die Haltenut 6 hat somit mehrere, durch jeweils
eine Innenwand einer Haltenase 20 gebildete Wandabschnitte 22.
Jeder Wandabschnitt 22 ist gegen die gegenüberstehende
Haltefläche 13 der Stange 3 verschoben und dicht angedrückt.
Beim Herstellen der Schiene 1 und 16 wird die Stange 3 mit
jeweils einem Ende 12 in die zugehörige Haltenut 6 des
Schienenkörpers 2 gesetzt und jeder Wandabschnitt 14 bzw. 22
der Haltenuten 6 wird gegen die Haltefläche 13 der Stange 3
angedrückt. Dabei wird zweckmäßigerweise wie folgt vorgegangen:
- - Einschieben der Stange 3 mit ihren Enden 2 in Längsrichtung in die betreffende Haltenut 6 bis diese ihre vorgeschriebene Längsstellung einnimmt. Die Anlageflächen 7 der Schenkel 5 bilden dabei im Querschnitt miteinander einen spitzen Winkel 23, der ungefähr so groß wie der zwischen den beiden Stützflächen 11 des Schienenkörpers 2 gebildetete Winkel 24 ist (Fig. 1). Außerdem sind Wandabschnitte 14 bzw. 22 am Schienenkörper angeformt, welche die gegenüberstehende Haltefläche 13 der Stange 3 seitlich und von außen eng umgreifen;
- - Aufbringen einer Druckkraft in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 mit einem die Stange 3 von außen angreifenden Stempel oder dgl., so daß die Stange 3 quer zur Längsrichtung verlagert wird und beide Schenkel 5 der Stange 3 zumindest an einem entlang der Stange 3 verlaufenden, in der Nähe des Knickabschnitts 4 bzw. 17 liegenden Rand- bzw. Kantenabschnitt ihrer Anlagefläche 7 auf der gegenüberstehenden Stützfläche 11 des Schienenkörpers 2 zur Anlage kommen und die Stange 3 dementsprechend entlang den Stützflächen 11 in Längsrichtung ausgerichtet wird;
- - Elastisches oder plastisches Verformen des den bzw. die Wandabschnitte 14 bzw. 22 tragenden Werkstoffs der beiden Haltenuten 6 des Schienenkörpers 2 in Richtung des Pfeiles B in Fig. 2 bzw. 3, so daß jeder Wandabschnitt 14 bzw. 22 gegen die gegenüberliegende(n) Haltefläche(n) 13 bewegt und beide Schenkel 5 mit ihrer gesamten Anlagefläche 7 auf der dieser gegenüberstehenden Stützfläche 11 des Schienenkörpers 2 dicht angedrückt werden. Das Verformen des Werkstoffs kann durch ein an einer Außenfläche einer Haltenase 15, 20 angreifendes dauernd angebrachtes Stellelement (elatische Verformung) oder mit Hilfe eines vorübergehend angesetzten Stemm- oder Bördelwerkzeuges (plastische Verformung) vorgenommen werden.
- - Wegnahme der Druckkraft des Stempels oder dgl. von der Stange.
Die Stange 3 kann übrigens bei ihrem Einschieben in die
Haltenuten 6 des Schienenkörpers 2 zwischen ihren beiden ebenen
Anlageflächen 7 einen spitzen Winkel von 91° aufweisen, der
etwas größer als der zwischen den beiden ebenen Stützflächen 11
des Schienenkörpers 2 gebildete Winkel von 90° ist. Beim
Aufbringen der Druckkraft auf die Stange in Richtung des
Pfeiles A kommt dann die Anlagefläche 7 mindestens eines der
beiden Schenkel 5 lediglich an einem der Stange 3 verlaufenden,
in der Nähe des Knickabschnitts 4 bzw. 17 liegenden Rand- bzw.
Kantenabschnitt auf der gegenüberstehenden Stützfläche 11 des
Schienenkörpers 2 zur Anlage.
Beim anschließenden elastischen und plastischen Verformen des
Werkstoffs des Schienenkörpers 2 wird dann die Stange zumindest
an ihrem Knickabschnitt 4 bzw. 17 quer zur Längsrichtung etwas
gebogen, so daß der Winkel 23 der beiden Anlageflächen 7 bis
zum Erreichen des Winkels 24 von 90° der Stützflächen 11 des
Schienenkörpers 2 verkleinert wird und dementsprechend beide
Anlageflächen 7 auf der gegenüberstehenden Stützfläche 11 zur
vollständigen Anlage kommen.
Im Rahmen der Erfindung können die oben beschriebenen
Ausführungsbeispiele konstruktiv abgewandelt werden. So braucht
die Haltefläche zusammen mit der angrenzenden Lauffläche
mindestens einer der beiden Schenkel der Stange nicht in einer
gemeinsamen Ebene zu liegen. Vielmehr kann die ebene Haltefläche
der einen oder der beiden Schenkel gegenüber der angrenzenden
ebenen Lauffläche seitlich nach außen abgewinkelt sein, damit
dann zwischen den beiden Halteflächen der Stange ein spitzer
Winkel gebildet ist, der größer als der Winkel zwischen den
beiden Laufflächen derselben Stange ist. Auf diese Weise können
die Wandabschnitte der Haltenuten auf den Halteflächen der
Stange einen größeren Überdeckungsgrad zum Festhalten der
Stange am Schienenkörper erhalten.
Anstelle einer einzigen, längsseitig durchgehend verlaufenden
Haltefläche können auch mehrere Halteflächen an einem Schenkel
der Stange angeformt sein, die dann durch einen seitlich
offenen, schlitzförmigen Einschnitt im betreffenden Schenkelende
der Stange in Längsrichtung voneinander getrennt sind.
Claims (10)
1. Schiene, insbesondere für Rollkörperlängsführungen, mit
einem längsverlaufende Stützflächen aufweisenden
Schienenkörper und mindestens einer, in längsverlaufenden
Haltenuten des Schienenkörpers angeordneten Stange, welche
auf den Stützflächen abgestützte Anlageflächen und diesen
gegenüberliegende Laufflächen für die Rollkörper besitzt,
wobei die Haltenuten jeweils mindestens einen gegen eine
gegenüberstehende Haltefläche der Stange seitlich
angedrückten Wandabschnitt aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stange (3) einen V-förmigen Querschnitt mit zwei
zu einem Knickabschnitt (4, 17) nach außen gegenseitig
zusammengehenden Schenkeln (5) aufweist, wobei jeder
Schenkel (5) eine nach außen weisende Lauffläche (8), eine
nach innen weisende, auf der Stützfläche (11) des
Schienenkörpers (2) abgestützte Anlagefläche (7) und ein
in die Haltenut (6) des Schienenkörpers (2) eingreifendes,
die Haltefläche(n) (13) tragendes freies Ende (12)
besitzt.
2. Schiene nach Anspruch 1, bei welcher der Schienenkörper
aus einem plastisch verformbaren weichen Werkstoff
gefertigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der bzw. die Wandabschnitte (14, 22) der Haltenut (6)
des Schienenkörpers (2) durch jeweils eine Innenwand einer
am Schienenkörper (2) angeformten, gegen die
Haltefläche(n) (13) des betreffenden Schenkels (5) der
Stange (3) plastisch verformten Haltenase (15, 20)
gebildet ist (sind).
3. Schiene nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltefläche(n) (13) des Endes (12) mindestens
eines der beiden Schenkel (5) der Stange (3) und die
Lauffläche (8) dieses Schenkels (5), in einer gemeinsamen
Ebene liegend, ausgebildet sind.
4. Schiene nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlagefläche (7) und die dieser gegenüberliegende
Lauffläche (8) mindestens eines der beiden Schenkel (5)
der Stange (3) parallel zueinander verlaufen.
5. Schiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Knickabschnitt (4, 17) der Stange (3, 16) quer zur
Längsrichtung elastisch und/oder plastisch biegsam
ausgebildet ist.
6. Schiene nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Knickabschnitt (17) eine kleinere Wandstärke (19)
aufweist als die beiden Schenkel (5) der Stange (3).
7. Schiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt der Stange (3) relativ zu einer in
Längsrichtung verlaufenden Mittenebene (3A)
seitensymmetrisch ausgebildet ist.
8. Schiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stange (3) ausgehend von einem Stahlblech im
Kaltwalzverfahren hergestellt ist.
9. Verfahren zur Herstellung einer Schiene, insbesondere
für Rollkörperlängsführungen, nach Anspruch 1 bis 8, bei
dem eine im Querschnitt V-förmige, mit zwei zu einem
Knickabschnitt gegenseitig zusammengehenden Schenkeln
ausgebildete Stange mit jeweils einem Ende der beiden
Schenkel in eine längsverlaufende Haltenut eines
Schienenkörpers eingesetzt wird und dann Wandabschnitte
der Haltenuten gegen Halteflächen des Endes jedes
Schenkels der Stange seitlich angedrückt werden,
gekennzeichnet durch
- - Einschieben der Enden der Schenkel der Stange in Längsrichtung in die betreffende Haltenut bis die Stange ihre vorgeschriebene Längsstellung einnimmt, wobei die Anlageflächen der Schenkel im Querschnitt miteinander einen spitzen Winkel bilden, der ungefähr so groß wie der Winkel ist, der zwischen den beiden zugehörigen Stützflächen des Schienenkörpers gebildet wird, und die Wandabschnitte des Schienenkörpers die gegenüberstehende(n) Haltefläche(n) seitlich und von außen eng umgreifen,
- - Aufbringen einer die Stange von außen angreifenden Druckkraft mit einem Stempel oder dgl., so daß die Stange quer zur Längsrichtung verlagert und beide Schenkel der Stange zumindest an einem entlang der Stange verlaufenden, in der Nähe des Knickabschnitts liegenden Rand- bzw. Kantenabschnitt ihrer Anlagefläche auf der gegenüberstehenden Stützfläche des Schienenkörpers zur Anlage kommen,
- - elastisches oder plastisches Verformen des den bzw. die Wandabschnitte der beiden Haltenuten tragenden Werkstoffs des Schienenkörpers, so daß jeder Wandabschnitt gegen die gegenüberstehende(n) Haltefläche(n) der Stange bewegt und beide Schenkel der Stange mit ihrer gesamten Anlagefläche auf der dieser gegenüberstehenden Stützfläche des Schienenkörpers dicht angedrückt werden, und
- - Wegnehmen der Druckkraft des Stempels oder dgl. von der Stange.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stange bei ihrem Einschieben in die Haltenuten des
Schienenkörpers zwischen ihren beiden Anlageflächen einen
spitzen Winkel aufweist, der etwas größer als der zwischen
den beiden Stützflächen des Schienenkörpers gebildete
Winkel ist und daß beim elastischen oder plastischen
Verformen des Werkstoffs des Schienenkörpers die Stange
zumindest an ihrem Knickabschnitt quer zur Längsrichtung
etwas gebogen wird, so daß der Winkel der beiden
Anlageflächen verkleinert wird und beide Anlageflächen auf
der gegenüberstehenden Stützfläche zur vollständigen
Anlage kommen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914102147 DE4102147C2 (de) | 1991-01-25 | 1991-01-25 | Schiene, insbesondere für Rollkörperlängsführungen, und Verfahren zur Herstellung der Schiene |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914102147 DE4102147C2 (de) | 1991-01-25 | 1991-01-25 | Schiene, insbesondere für Rollkörperlängsführungen, und Verfahren zur Herstellung der Schiene |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4102147A1 DE4102147A1 (de) | 1992-07-30 |
| DE4102147C2 true DE4102147C2 (de) | 2001-08-02 |
Family
ID=6423671
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914102147 Expired - Lifetime DE4102147C2 (de) | 1991-01-25 | 1991-01-25 | Schiene, insbesondere für Rollkörperlängsführungen, und Verfahren zur Herstellung der Schiene |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4102147C2 (de) |
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