DE4100331A1 - Vorrichtung zum aufbewahren von warmen getraenken - Google Patents
Vorrichtung zum aufbewahren von warmen getraenkenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Aufbewahren von warmen Getränken der im Oberbegriff von
Anspruch 1 erläuterten Art
Warme Getränke wurden bisher in Vorratsbehältern mit
steifen Wänden aufbewahrt. Um Wärmeverluste zu vermeiden,
sind die Wände der Vorratsbehälter wärmeisoliert bzw. es
wird der Vorratsbehälter beheizt. Die bekannten
Vorratsbehälter erfordern jedoch eine Entlüftung um einen
gleichmäßigen, im wesentlichen spritzerfreien Auslauf des
Getränks aus dem Vorratsbehälter zu ermöglichen. Die
Oberfläche des Getränks im Vorratsbehälter steht somit mit
Luftsauerstoff in Berührung, der zu Oxydationsprozessen im
Getränk führt, was sich insbesondere beim Aufbewahren von
Kaffee nachteilig auf dessen Geschmack auswirkt. Zwar
wurde bereits versucht, die mit dem Luftsauerstoff in
Verbindung stehende Oberfläche des Getränks durch eine auf
dessen Flüssigkeitsspiegel aufgelegte, schwirmende Scheibe
zu verringern; ganz verhindert werden konnte dadurch
jedoch der Kontakt mit dem Luftsauerstoff nicht. Außerdem
ist eine derartige Scheibe, insbesondere auf ihrer nach
oben weisenden Fläche, in einem geschlossenen
Vorratsbehälter schwer zu reinigen. Darüberhinaus sind die
bekannten Vorratsbehälter nur über einen Teil ihrer
Wandung zu beheizen. Dies führt jedoch zu einer
ungleichmäßigen Erwärmung der Wandung des Vorratsbehälters
und dadurch zu thermisch bedingten Strömungen in dessen
Innerem. Es wurde festgestellt, daß sich diese Strömungen,
insbesondere bei Kaffee, nachteilig auf dessen Geschmack
auswirken. Ein weiteres Problem von abwechselnd befüll
und entleerbaren Vorratsbehältern, bei denen das Getränk
über einen Hahn durch Schwerkraftwirkung ausfließt, liegt
in der unterschiedlichen Ausflußgeschwindigkeit, die durch
die unterschiedliche Flüssigkeitshöhe im Vorratsbehälter
bedingt ist. Da bei gefülltem Behälter die
Ausflußgeschwindigkeit des Getränks größer ist als bei
nahezu leerem Behälter, ist eine automatische,
zeitabhängige Steuerung der Abgabemenge sehr aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der genannten Art derart auszugestalten, daß auf
konstruktiv einfache Weise Qualitätseinbußen des
bevorrateten Getränks so weit wie möglich vermieden
werden.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist eine Be- und
Entlüftung des Vorratsbehälters nicht mehr notwendig.
Durch den dem Füllstand folgenden, beweglichen Teil der
Wandung wird das Volumen des Vorratsbehälters selbsttätig
der genauen Menge des zu bevorratenden Getränks angepaßt,
so daß, wenn die Aus- und die Einlauföffnung geschlossen
sind, das Innere des Vorratsbehälters nicht mit der
Atmosphäre in Verbindung steht.
Eine auf konstruktiv besonders einfache Weise beweglich
ausgestaltete Wandung enthält gemäß Anspruch 2 ein nicht
formhaltiges Flächenmaterial, beispielsweise eine Folie
oder dergleichen. Dabei sollte das Flächenmaterial beim
Befüllen nicht elastisch gedehnt werden, so daß es
lediglich mit seinem äußerst geringen Eigengewicht auf die
Flüssigkeitssäule im Inneren des Vorratsbehälters drückt.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Vorratsbehälters
mit einer beweglichen Wandung kann darüberhinaus in
einfacher Weise dazu verwendet werden, die
Ausflußgeschwindigkeit des Getränks aus dem
Vorratsbehälter so zu steuern, daß unabhängig vom
Füllstand im Vorratsbehälter immer die gleiche Menge
Getränk bei gleicher Öffnungszeit der Ausgabeöffnung
abfließt. Alternative konstruktive Möglichkeiten dafür
sind in den Ansprüchen 3 bis 9 angegeben.
Der erfindungsgemäße Vorratsbehälter kam bevorzugt in
einem Wasserbad gemäß Anspruch 10 beheizt werden. Da eine
Be- und Entlüftung des Vorratsbehälters nicht notwendig
ist, kann dieser gemäß Anspruch 11 vollständig unterhalb
des Wasserspiegels des Wasserbades angeordnet werden. Dies
hat den entscheidenden Vorteil, daß dadurch die gesamte
Wandung des Vorratsbehälters auf einer gleichmäßigen
Temperatur gehalten werden kann, so daß thermisch bedingte
Austauschströmungen im Inneren des Getränkes vermieden
werden.
Wenn darüberhinaus gemäß Anspruch 12 der oberhalb des
Vorratsbehälters angeordnete Wasserspiegel während aller
Befüll- und Entleerungsvorgänge des Vorratsbehälters auf
konstantem Niveau gehalten wird, wirkt auf das Getränk zu
jeder Zeit der gleiche hydrostatische Druck, unabhängig
davon, wieviel Getränk sich noch im Vorratsbehälter
befindet.
Die Ansprüche 13 bis 15 beschreiben besonders bevorzugte
konstruktive Ausgestaltungen der Einrichtung zum
Konstanthalten des Wasserspiegels des Wasserbades.
Durch den zweiten Wasserbehälter gemäß Anspruch 16 wird
ein geschlossener Wasserkreislauf zum Konstanthalten des
Niveaus im Wasserbad geschaffen. Auf diese Weise kann für
das Wasserbad enthärtetes Wasser verwendet werden, so daß
Probleme mit Kalkablagerungen von vornherein nicht
auftreten können. Wird die Heizung gemäß Anspruch 17 im
zweiten Wasserbehälter angeordnet, so wird auf
konstruktiv einfache Weise sichergestellt, daß im
Wasserbad auch bei einem Zu- und Abfluß von Wasser zur
Konstanthaltung seines Wasserspiegels eine konstante
Temperatur herrscht, durch die thermisch bedingten
Strömungen im Getränk wirksam verhindert werden.
Die Ansprüche 18 bis 21 beschreiben zwei konstruktiv
besonders bevorzugte Alternativen zur Ausgestaltung und
Anordnung des beweglichen Teils der Wandung.
Zweckmäßigerweise wird gemäß Anspruch 22 der im zweiten
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Vorratsbehälters vorgesehene Leitkörper als Gewicht zur
Belastung des Getränks im Vorratsbehälter verwendet. Das
Gewicht des Leitkörpers sollte zu diesem Zweck so groß
sein, daß demgegenüber der von der Flüssigkeitssäule
ausgeübte hydrostatische Druck auf die Ausgabeöffnung
vernachlässigbar klein ist.
Durch die Anordnung von Reinigungsöffnungen gemäß
Anspruch 23 wird sichergestellt, daß die gesamte, mit dem
Getränk in Berührung kommende Wandfläche des
Vorratsbehälters auch von der Reinigungsflüssigkeit
benetzt wird.
Anspruch 24 beschreibt ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Vorratsbehälters.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine schematisch
dargestellte, erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Aufbewahren von warmen Getränken mit einem ersten
Ausführungsbeispiel eines Vorratsbehälters, und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine schematische
Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispieles eines
erfindungsgemäßen Vorratsbehälters.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Aufbewahren von
warmen Getränken, insbesondere von Kaffee, ersichtlich,
die einen äußeren Behälter 2 aufweist, der nach oben hin
mit einem Deckel 3 abgedeckt ist. Im Inneren des äußeren
Behälters 2 ist eine Trennwand 4 angeordnet, die den
äußeren Behälter 2 in einen ersten Wasserbehälter 5 und
einen zweiten Wasserbehälter 6 unterteilt. Im Inneren des
ersten Wasserbehälters 5 und von einem Wasserbad 7
umgeben, ist ein Vorratsbehälter 8 für das aufzubewahrende
Getränk angeordnet. Der Vorratsbehälter 8 hat eine Wandung
in Form einer Hohlkugel, die aus einem schalenförmig
halbkugelig ausgebildeten und sich mit Füßen 9a am Boden
des ersten Wasserbehälters 5 abstützenden Unterteil 9 und
einem ebenfalls halbkugelig ausgebildeten Oberteil 10
besteht, wobei Unter- und Oberteil in der Nähe ihrer
waagerecht verlaufenden Trennebene über einen Dichtrand 11
miteinander verbunden sind. Das Unterteil 9 besteht aus
einem formhaltigen Material, wie beispielsweise einer
Schale aus Glas, Porzellan oder nicht rostendem Stahl. Das
Oberteil 10 besteht aus einem nicht formhaltigen
Flächenmaterial, beispielsweise einer Kunststoffolie oder
dergleichen. Bevorzugt wird eine Verbundfolie eingesetzt,
um die Anforderungen hinsichtlich Festigkeit, thermischer
Stabilität und Geschmacksneutralität zu erfüllen. Das
Flächenmaterial sollte so ausgewählt und mit einer solchen
Dicke eingesetzt werden, daß es sich unter einem normalen
Einfülldruck nicht oder nur geringfügig dehnt. Es sollte
jedoch so dünn sein, daß es dem steigenden und fallenden
Flüssigkeitsspiegel im Inneren des Vorratsbehälters 8
problemlos folgen kann, ohne daß Luft angesaugt wird.
Im Bereich des Dichtrandes 11 ist die Folie des Oberteiles
10 mit Hilfe eines in eine Vertiefung im Unterteil 9
eingreifenden Federringes 12 an der Außenseite des
Unterteiles 9 knapp unterhalb dessen abgerundeten oberen
Randes abgedichtet befestigt.
An der tiefsten Stelle des Vorratsbehälters 8 befindet
sich eine Ein- und Auslaßöffnung 13, die mit einem nach
unten weisenden, das Wasserbad 7 und den Boden des ersten
Wasserbehälters 5 durchsetzenden Verbindungsrohr 14 mit
der Außenseite des äußeren Behälters 2 verbunden ist. Mit
dem Verbindungsrohr 14 ist einerseits, über ein Ventil 15,
eine Auslaßleitung 16 verbunden, unter den ein zu
befüllendes Gefäß, dargestellt ist eine Tasse 17, gestellt
werden kann. Andererseits ist mit dem Verbindungsrohr 14,
wiederum über ein Ventil 18, eine Einlaßleitung 19
verbunden. Die Auslaßleitung 16 und die Einlaßleitung 19
können jedoch auch über gesonderte Öffnungen in den
Vorratsbehälter 8 einmünden. Die Ventile 15 bzw. 18 können
zum selbsttätigen Befüllen und Entleeren des
Vorratsbehälters 8 automatisch geöffnet und geschlossen
werden.
In der Nähe des Dichtrandes 11 mündet in die abgerundete
obere Kante des Unterteiles 9 eine Leitung 20 für
Reinigungsflüssigkeit in das Innere des Vorratsbehälters
8, die ebenfalls durch ein Ventil 21 geöffnet und
geschlossen werden kann.
Der Vorratsbehälter 8 ist vollständig unterhalb des
Wasserspiegels 22 des Wasserbades 7 angeordnet. Um
sicherzustellen, daß bei jedem Füllstand im
Vorratsbehälter 8 der gleiche Druck an der Auslaßöffnung
13 anliegt und ein kontinuierliches Abfließen des
Getränks sicherstellt, wird der Wasserspiegel 22 des
Wasserbades 7 auf einer konstanten Höhe gehalten. Zu
diesem Zweck befindet sich in der Zwischenwand 4 ein die
Höhe des Wasserspiegels 22 im ersten Wasserbehälter 5
bestimmender Überlauf 23 in den zweiten Wasserbehälter.
Die beiden Wasserbehälter 5, 6 sind weiterhin über eine
sich durch den Boden erstreckende Umwälzleitung 24
miteinander verbunden. Die Umwälzleitung 24 verläuft im
Inneren des zweiten Wasserbehälters 6 zunächst als
Falleitung mit einer im unteren Drittel des
Wasserbehälters 6 liegenden Einlaßöffnung. In der
Umwälzleitung 24 ist eine Umwälzpumpe 25 und ein den
Rückfluß von Wasser aus dem ersten Wasserbehälter in den
zweiten Wasserbehälter sperrendes Rückschlagventil 26
vorgesehen. Im ersten Wasserbehälter 5 mündet die
Umwälzleitung 24 in eine mit einer Vielzahl von verteilt
angeordneten Auslaßöffnungen versehenen Auslaßleiste 27.
Die Auslaßleiste 27 befindet sich unterhalb des
Vorratsbehälters 8 und bewirkt ein gleichmäßiges, ruhiges
Aufsteigen des von der Umwälzpumpe 25 eingeförderten
Wassers.
Im zweiten Wasserbehälter 6 ist weiterhin eine Heizung 28
angeordnet, die durch einen im zweiten Wasserbehälter 6
angeordneten Thermostaten 29 derart gesteuert wird, daß
das Wasser auf einer konstanten Temperatur von etwa 82°C
gehalten wird. Der Thermostat 29 kann jedoch auch im
Wasserbad 7 angeordnet sein. Den Deckel 3 über dem zweiten
Wasserbehälter 6 durchsetzt eine Entlüftungsöffnung 30,
während in den unteren Bereich des Wasserbehälters 6 in
der Nähe der Heizung 28 und unterhalb der Mündungsöffnung
der Umwälzleitung 24 eine durch ein Ventil 31 zu öffnende
und zu schließende Zuflußleitung 32 für Frischwasser
einmündet, durch die eventuell verdunstendes Wasser
ersetzt werden kann. Um feststellen zu können, ob Wasser
ersetzt werden muß, ist ein Wasserstandsglas 33
vorgesehen. Das Ventil 31 kann jedoch auch über eine
selbsttätig arbeitende Niveaukontrolle betätigt werden.
Die aus dem Überlauf 23, der Umwälzleitung 24 und der
Umwälzpumpe 25 bestehende Einrichtung erlaubt ein
Aufrechterhalten des Wasserspiegels 22 im ersten
Wasserbehälter 5 auf einem konstanten, durch den Überlauf
23 bestimmten Niveau. Die Umwälzpumpe 25 läuft dauernd,
so daß ein steter Wasser- und somit Temperaturausgleich
zwischen den beiden Wasserbehältern stattfindet. Das
Fördervolumen pro Zeiteinheit der Umwälzpumpe 25 sollte
gleich oder geringfügig größer sein als das Fördervolumen
pro Zeiteinheit durch die Auslaßleitung 16. Unter
Umständen kann es jedoch auch ausreichend sein, die Pumpe
25 nur dann in Betrieb zu setzen, wenn das Auslaßventil
15 zum Befüllen einer Tasse 17 geöffnet wird.
In Fig. 1 ist der Vorratsbehälter 8 in befülltem Zustand
dargestellt (durchgezogene Linien). Wird Getränk aus der
Auslaßleitung 16 durch Öffnen des Ventils 15 entnommen, so
folgt das bewegliche Oberteil 10 aus dem flexiblen
Flächenmaterial, wie in Fig. 1 strichpunktiert
angedeutet, dem absinkenden Niveau des Getränks innerhalb
des Vorratsbehälters 8, so daß das Getränk aus der
Auslaufleitung 16 ohne gleichzeitiges Nachsaugen von Luft
spritzerfrei ausgegeben werden kann. Durch das Abzapfen
des Getränks würde jedoch auch der Wasserspiegel 22 des
Wasserbades 7 sinken, wenn nicht durch die Umwälzpumpe 25
eine mindestens der abgezapften Getränkemenge
entsprechende Wassermenge nachgeliefert würde. Durch den
konstanten Wasserspiegel 22 wird auf das ausfließende
Getränk ein konstanter hydrostatischer Druck ausgeübt,
unabhängig vom Füllstand des Vorratsbehälters 8. Auf diese
Weise bleibt die Ausflußgeschwindigkeit des Getränkes
konstant, so daß bei jeder vorgegebenen Öffnungszeitspanne
des Ventils 15 immer die gleiche Menge des Getränkes
ausfließt.
Ist der Vorratsbehälter 8 geleert, legt sich das nicht
formhaltige Flächenmaterial 10 in die
strich-strich-punktiert gezeichnete Position an die
Innenseite des Unterteiles 9 an. Wird eine Reinigung
gewünscht, so wird das Ventil 21 der Leitung 20 für die
Reinigungsflüssigkeit geöffnet und Reinigungsflüssigkeit
in den Spalt zwischen dem Oberteil 10 und dem Unterteil 9
eingeleitet. Die Reinigungsflüssigkeit verteilt sich im
Spalt, was durch die Anordnung einer Mehrzahl um den
Umfangsrand des Unterteils 9 verteilt angeordneter
Leitungen 20 erleichtert werden kann, und sammelt sich an
der tiefsten Stelle des Unterteiles 9. Von dort wird die
Reinigungsflüssigkeit über die Öffnung 13 und die
Auslaufleitung 16 abgezogen.
Beim anschließenden Befüllen des Vorratsbehälters 8 sind
die Ventile 15 und 21 geschlossen und das Ventil 18
geöffnet, so daß das Getränk über die Leitung 19 in den
Vorratsbehälter 8 eingeleitet werden kann. Mit zunehmendem
Füllstand im Vorratsbehälter 8 hebt sich das Oberteil 10
und verdrängt Wasser aus dem Wasserbad 7, das über den
Überlauf 23 ablaufen kam Das Ventil 18 wird geschlossen,
wenn der Vorratsbehälter 8 gefüllt ist. Danach steht die
Vorrichtung 1 zur neuerlichen Ausgabe von Getränken zur
Verfügung.
Der Vorratsbehälter 8 kann anstelle des Wasserbades in
einem gas- bzw. luftgefüllten Behälter untergebracht
werden, der analog des Wasserbehälters 5 ausgestaltet
ist, bei dem jedoch der Überlauf entfernt wurde, und der
Deckel druckdicht befestigt ist. Anstelle der Pumpe müßte
eine im Stand der Technik hinlänglich bekannte
Einrichtung zum Aufrechterbalten des gewünschten
Gasdruckes im Inneren des Behälters vorgesehen werden,
wobei der Gasdruck so eingestellt werden sollte, daß auf
dem Querschnitt der Auslaßöffnung, unabhängig vom
Füllstand des Getränks im Vorratsbehälter im wesentlichen
der gleiche Druck anliegt. Auch das Gas bzw. die Luft
kann beheizt werden, so daß der Vorratsbehälter allseitig
mit einem wärmeübertragenden Medium umgeben ist.
Anstelle des in Fig. 1 gezeichneten hohlkugelförmigen
Vorratsbelhälters 8 kann der aus Fig. 2 ersichtliche
Vorratsbehälter 34 verwendet werden, der wiederum ein
schalenförmiges Unterteil 35 aus formhaltigem Material
aufweist, das über Füße 35a auf dem Boden des ersten
Wasserbehälters 5 aufsteht. An der tiefsten Stelle des
schalenförmigen Unterteiles 35 ist wiederum die
Auslauföffnung 13 vorgesehen, die analog dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 über die
Verlängerungsleitung 14 und das Ventil 15 in die
Auslaufleitung 16 mündet, und in die über das Ventil 18
die Zufuhrleitung 19 führt.
In der Nähe des oberen Umfangsrandes des Unterteiles 35
ist in bereits beschriebener Weise ein Oberteil 36
abdichtend befestigt. Das Oberteil 36 besteht aus einer
Rollmembran 37 aus einem flexiblen Flächenmaterial,
insbesondere einer Kunststoffolie, und einem Leitkörper
38. Der Leitkörper 38 enthält einen Umfangsring 39 und
einen Kern 40. Die äußere Umfangsfläche 39a des
Umfangsringes 39 und die nach unten weisende Oberfläche
40a des Kernes 40 entsprechen der Kontur der Innenfläche
35a des Unterteiles 35, so daß, wie die
strich-strich-punktierte Darstellung in Fig. 2 zeigt,
der Umfangsring 39 und der Kern 40 unter Zwischenlage der
Rollmembran 37 in das Innere des Unterteiles 35
versenkbar sind und dieses Innere im wesentlichen
spaltlos ausfüllen. Um dies zu erleichtern und ein
glattes Abrollen der Rollmembran 37 zu gewährleisten, ist
die Rollmembran an der Außenseite, in der Nähe des Randes
des Unterteiles 35 und an der Innenseite, in der Nähe des
unteren Randes des Umfangsringes 39 befestigt, wobei die
der Rollmembran 37 zugewandten Begrenzungsflächen sowohl
des Umfangsringes 39 als auch des Unterteiles 35
abgerundet sind.
Wird Kaffee gezapft, so senkt sich der Leitkörper 38
unter Einrollen der Rollmembran 37 über die
strich-punktiert gezeichnete Stellung in die
strich-strich-punktierte Stellung ab. Durch den
Leitkörper wird einerseits eine exakte Zentrierung der
Rollmembran erreicht, andererseits kann das Oberteil
dadurch dem absinkenden Getränkenivau im Vorratsbehälter
34 besser folgen.
Der Vorratsbehälter nach Fig. 2 kann darüberhinaus auch
außerhalb eines Wasserbades oder eines gasgefüllten
Raumes verwendet werden. Für diesen Verwendungszweck kann
der Vorratsbehälter 34 eine der üblichen Heizungen,
insbesondere die gezeichnete elektrische Heizung 41
enthalten, die in die Wandung des Unterteiles 35
eingebettet ist. Der Leitkörper 38 ist als Gewicht
ausgebildet, und belastet das im Vorratsbehälter 34
bevorratete Getränk. Das Gewicht des Leitkörpers 38 ist
so hoch, daß der Anteil der von der Flüssigkeitssäule des
Getränks auf die Auslauföffnung ausgeübten Druck
demgegenüber vernachlässigbar klein ist, so daß wiederum
davon ausgegangen werden kann, daß auf die Auslaßöffnung
unabhängig vom Füllstand im wesentlichen der gleiche
Druck ausgeübt wird.
Anstelle des Gewichtes kann jedoch auch eine konstante
Kraft eines Federsystems auf den bewegbaren Teil der
Wandung ausgeübt werden. Dabei wirkt die Feder bevorzugt
über ein Hebelsystem ein, um die Kraft unabhängig vom
Verspannungszustand der Feder konstant halten zu können.
In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten
Ausführungsbeispiels kann der erfindungsgemäße
Vorratsbehälter auch unbeheizt verwendet werden bzw. durch
eine andere Heizung als die beschriebene Wasserbadheizung
auf der gewünschten Temperatur gehalten werden. Es ist
weiterhin möglich, die Heizung direkt im Wasserbad
anzuordnen. Dabei kann der Wasserspiegel im Wasserbad
nicht durch Umwälzung sondern durch von außen
herangeführtes Frischwasser aufrechterhalten werden. Die
Form des Vorratsbehälters und seine konstruktive
Ausgestaltung können entsprechend den Erfordernissen
abgewandelt werden; beispielsweise kann im wesentlichen
die gesamte Wandung des Vorratsbehälters aus dem nicht
formhaltigen Flächenmaterial bestehen. In diesem Falle
würde der Behälter die Form einer Blase oder eines Ballons
haben, an dessen unterem Ende der Auslauf angeordnet ist.
Es ist weiterhin möglich, einen formhaltigen Bereich der
Wandung beispielsweise als flache Scheibe auszubilden, an
dessen Umfang ein kuppelförmiges Oberteil aus dem nicht
formhaltigen Flächenmaterial befestigt ist bzw. Ober
und/oder Unterteil als Kugelkalotte auszubilden. Das
Wasserbad muß nicht unbedingt die gesamte Oberfläche des
Vorratsbehälters umspülen, vielmehr könnte beispielsweise
der formhaltige Bereich eines Vorratsbehälters in einer
Vertiefung in einem Isoliermaterialblock angeordnet sein
während nur ein Teil oder die gesamte bewegbare Wandung
dem Druck des Wasserbades ausgesetzt ist. Schließlich
können im gleichen Wasserbad auch mehrere Vorratsbehälter
untergebracht werden.
Claims (24)
1. Vorrichtung zum Aufbewahren von warmen Getränken in
veränderlichen Mengen, insbesondere Kaffee, mit einem von
einer Wandung umgegebenen und mit einer absperrbaren
Einfüll- und Ausgabeöffnung versehenen, vorzugsweise
beheizbaren Vorratsbehälter für das Getränk, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (8, 34) in
befülltem Zustand gegen Eindringen von Luft abgedichtet
ist, und daß die Wandung (9, 10, 35, 36) des
Vorratsbehälters (8) wenigstens teilweise derart
beweglich ausgebildet ist, daß sie beim Entleeren dem
Füllstand unter Beibehaltung des Luftabschlusses folgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der bewegbare Teil (10, 36) der Wandung ein nicht
formhaltiges Flächenmaterial, insbesondere eine Folie,
enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das aus dem Vorratsbehälter (8, 34)
ausfließende Getränk über den bewegbaren Teil (16, 36)
der Wandung von einem unabhängig vom Füllstand
konstanten Druck beaufschlagbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck durch ein Gewicht aufzubringen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck durch ein insbesondere über ein
Hebelsystem auf den bewegbaren Teil (10, 36) der Wandung
wirkendes Federsystem aufzubringen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck durch ein Druckmedium aufzubringen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckmedium beheizbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckmedium Wasser ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckmedium ein Gas,
insbesondere Luft, ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (8, 34) in einem
ein beheizbares Wasserbad (7) enthaltenden Wasserbehälter
(5) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (8, 34) vollständig unterhalb
des Wasserspiegels (22) des Wasserbades (7) angeordnet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wasserspiegel (22) des Wasserbads (7) durch eine
selbsttätig arbeitende Einrichtung (23 bis 25) bei
verändertem Volumen des Vorratsbehälters (8, 34) auf
einem im wesentlichen konstanten Niveau gehalten ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (23 bis 25) einen zumindest bei einer
Entnahme von Getränk zu öffnenden Wasserzulauf (24)
enthält.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wasserzulauf (24) eine Pumpe (25) enthält.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung einen
Wasserüberlauf (23) zum Abführen überschüssigen Wassers
aus dem Wasserbad (7) enthält.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung einen zweiten
Wasserbehälter (6) aufweist, der mit dem Wasserbad (7)
über eine als Wasserzulauf ausgebildete mit einer
Umwälzpumpe (25) versehene Umwälzleitung (24) und den
Wasserüberlauf (23) verbunden ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Heizung (28) für das Wasserbad (7) im zweiten
Wasserbehälter (6) angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des
Vorratsbehälters (8, 34) ein Unterteil (9, 35) aus einem
formhaltigen Material und ein über einen Dichtrand
abgedichtet mit dem Unterteil (9, 35) verbundenes, das
nicht formhaltige Flächenmaterial enthaltendes Oberteil
(10, 36) umfaßt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß das Unterteil (9, 35) als gewölbte Schale ausgebildet
ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch
gekennzeichnet, daß das Unterteil (9) im wesentlichen als
formstabile Halbkugel und das Oberteil (10) im gefüllten
Zustand ebenfalls im wesentlichen als Halbkugel aus dem
nicht formhaltigen Flächenmaterial ausgebildet ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch
gekennzeichnet, daß das Oberteil (36) eine im
wesentlichen zylindrische Rollmembran (37) aus dem nicht
formhaltigen Flächenmaterial und einen in seiner
Außenkontur (39a, 40a) der Innenkontur (35a) des
Unterteils (35) angepaßten Leitkörper (38) aufweist,
wobei die Rollmembran (37) zwischen dem Unterteil (35)
und dem Leitkörper (38) angeordnet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leitkörper (38) als Gewicht
ausgebildet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des Dichtrandes
(11) wenigstens eine absperrbare Leitung (20) zum
Einleiten von Reinigungsflüssigkeit in den
Vorratsbehälter (8, 34) einmündet.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Wandung des
Vorratsbehälters (8, 34) aus dem nicht formhaltigen
Flächenmaterial besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100331 DE4100331C2 (de) | 1991-01-08 | 1991-01-08 | Vorrichtung zum Aufbewahren von warmen Getränken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100331 DE4100331C2 (de) | 1991-01-08 | 1991-01-08 | Vorrichtung zum Aufbewahren von warmen Getränken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4100331A1 true DE4100331A1 (de) | 1992-08-06 |
| DE4100331C2 DE4100331C2 (de) | 1993-11-18 |
Family
ID=6422674
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914100331 Expired - Fee Related DE4100331C2 (de) | 1991-01-08 | 1991-01-08 | Vorrichtung zum Aufbewahren von warmen Getränken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4100331C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5392958A (en) * | 1990-11-09 | 1995-02-28 | Jacobs Suchard Ag | Liquid receiving and dispensing apparatus including flexible inner container positioned within insulating container |
| DE4330005A1 (de) * | 1993-09-04 | 1995-03-09 | Jacobs Suchard Ag | Vorrichtung zur Aufnahme und Abgabe von Flüssigkeiten |
| CN107028499A (zh) * | 2016-02-04 | 2017-08-11 | 漳州灿坤实业有限公司 | 冲泡机以及饮品冲泡方法 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2344298A1 (de) * | 1973-09-03 | 1975-03-13 | Wilhelm Dr Ing Lepper | Kaffeemaschine |
| US4363262A (en) * | 1980-10-17 | 1982-12-14 | Pinckley Marion E | Apparatus for storage and dispensing coffee |
-
1991
- 1991-01-08 DE DE19914100331 patent/DE4100331C2/de not_active Expired - Fee Related
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| CN107028499A (zh) * | 2016-02-04 | 2017-08-11 | 漳州灿坤实业有限公司 | 冲泡机以及饮品冲泡方法 |
| CN107028499B (zh) * | 2016-02-04 | 2020-06-05 | 漳州灿坤实业有限公司 | 冲泡机以及饮品冲泡方法 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4100331C2 (de) | 1993-11-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BUCHMANN, RICHARD, DR.-ING., 7347 BAD UEBERKINGEN, |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licenses declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |