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Projektionsvorrichtung, insbesondere für Reklamezwecke. Die Erfindung
betrifft eine Projektionsvorrichtung, insbesondere für Reklamezwecke, bei der ein
Träger für undurchsichtige Objekte sich selbsttätig und absatzweise vor einem Objektiv
und einer Lichtquelle bewegt. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß ein Schirm
während der Schaltung des trommelartigen Objektträgers zwischen letzteren und das
Objektiv geschoben wird, und daß der Schirm selbst ein Bild trägt, welches in der
Zwischenzeit zwischen den Projektionen der verschiedenen Objekte projiziert wird.
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Die neue Vorrichtung hat den Vorteil, daß man beispielsweise in einem
Schaufenster eine Reihe von Gegenständen beliebiger Art nacheinander auf eine Fläche
projizieren kann, ohne daß irgendwelche Aufsicht hierbei nötig ist, und ohne daß
eine Unterbrechung in der Bildfolge eintritt. Die Bilder können beispielsweise die
ganze Nacht hindurch abwechselnd auf der Projektionsfläche erscheinen.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht.
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Abb. i ist ein senkrechter Schnitt nach Linie A-A in Abb. 2. Abb.2
ist ein Grundriß, wobei ein Teil weggebrochen ist, und Abb. 3 zeigt schematisch
eine Einzelheit. Die dargestellte Ausführungsform besitzt ein kastenförmiges Metallgehäuse
a, in welchem eine Trommel b angeordnet ist, die sich um eine senkrechte Achse c
drehen kann und acht gleiche Flächen c besitzt. Auf jeder dieser Flächen ist ein
Objekthalter d angeordnet, von denen nur ein einziger dargestellt ist. Die Trommel
b besteht aus einer Nabe f, aus Armen g, zwei Kränzen lt., i und aus
Stäben j, welche die Kränze h, i miteinander verbinden. An jeder Fläche e
ist eine Platte h vorgesehen, an die Schrauben L angenietet sind,
welche frei durch Öffnungen eines Halters in hindurchgehen. Letzterer ist mit zwei
wagerechten Führungen von U-förmigem Querschnitt versehen, in die man eine Platte
o einschiebt, welche das oder die zu projizierenden Objekte aufnimmt. Der Halter
in, die Führungen st und die Platte o bilden den Objekthalter d. Der Halter
m wird ständig radial durch Schraubenfedern nach außen gedrückt, die auf den Schrauben
l angeordnet sind; der Halter kann aber durch ekordelte Muttern q in seiz#
ner
Lage gehalten «-erden. Durch Drehen der ,Muttern kann man die von der Platte o getragenen
Objekte gegenüber dem Objektiv genau einstellen.
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Da die Trommel h acht Flächen e besitzt, die nacheinander vor das
Objektiv der Projektionsvorrichtung geführt «erden sollen, so muß sie sich periodisch
um 4.5° um die Achse c drehen. Diese Bewegung wird durch einen Elektromotor r hervorgerufen,
der mit Gleich- oder Wechselstrom bespeist wird und mit einem zur Kühlung dienenden
Ventilator s versehen ist, und die Motorwelle t ist durch eine Federkupplung at
mit einer wagerechten Welle v verbunden, die sich in Lagern w, x dreht und mit einer
Schnecke versehen ist. Letztere greift in ein Schraubenrad M ein, welches auf einer
wagerechten Welle i befestigt ist; letztere trägt auch eine Schnecke 2, die mit
einem Schraubenrad 3 in Eingriff steht, das auf die senkrechte Welle .a aufgekeilt
ist. Die Welle d. trägt einen Daumen 5, der auf eine Rolle 6 eines auf der Achse
c lose sitzenden Hebels 7 einwirkt. An dem einen Ende des Hebels greift eine Zugfeder
S an, während an dem anderen Ende eine Klinke 9 sich befindet, die zum Eingriff
mit Stiften io kommen kann, die auf dem Kranz i an dein einen Ende der Fläche e
angeordnet sind. Wenn der Daumen 5 sich ständig in dem Sinne des Pfeiles i i dreht
und hierbei den Hebel 7 entgegengesetzt zur Uhrzeigerrichtung verschiebt, so bewirkt
die Klinke 9, die sich mit einem der Stifte io im Eingriff befand, eine Drehung
der Trommel. um .45°, worauf sie unter der Wirkung des Daumens 5 und der Feder den
Stift losläßt und sich hinter den nächstfolgenden Stift io bewegt, so daß sie nun
bereit ist, diesen Stift zu bewegen. Damit die Trommel c genau in den gewünschten
Stellungen festgehalten wird, ist eine Klinke 12 bei 13 angelenkt; diese besitzt
einen Einschnitt 14, in welchem nacheinander Stifte io eingreifen.
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Das zur Beleuchtung der Objekte, deren Bild projiziert werden soll,
bestimmte Licht wird von einer Glühlampe 15 geliefert, die von dem Gehäuse a getragen
wird. Das Licht tritt (furch einen Kondensator 16 hindurch, gelangt zu den nicht
dargestellten, bei 17 befindlichen Objekten und wird von diesen zu dem Objektiv
2o zurückgestrahlt, welches in einer zylindrischen Fassung i S angeordnet ist. Letztere
kann in einer zylindrischen Führung i9 des Gehäuses verschoben werden.
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Eine als Schirm dienende Platte 21 kann zwischen die Trommel b und
das Objektiv ?o in dem Augenblick geschoben werden, wo die Trommel sich dreht, damit
man nicht den Übergang von einem Objekt in das andere sieht. Der Schirm wird mittels
eines Gelenkes an den einen Ende eines Galgens 22 getragen, dessen anderes Ende
bei 23 am Boden des Gehäuses a angelenkt ist. Der senkrechte Arm des Galgens 22
ist durch ein Gelenk 27 und einen Lenker 25 mit <lern einen Ende eines bei
28 drehbaren Hebels 26 verbunden; der Hebel steht unter dem Einfluß einer
Feder 38, und auf (las andere Ende derselben wirkt der Daumen 5 mittels einer
Rolle 29 ein. Im Laufe jeder Umdrehung der Welle .a bewirkt der Daumen 5, daß die
Platte 21 zwischen die Trommel b und (las Objektiv 2o tritt; alsdann läßt der Daumen
die Platte frei, so daß sie sich unter der Wirkung der Feder 38 aus dem Bereich
der Lichtstrahlen entfernen kann, die von den Objekten nach dem Objektiv 2o gehen.
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Die Platte 21 trägt ein Bild, beispielsweise eine Reklame, die während
der Zeitdauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drehungen der Trommel b projiziert
wird. Da die Platte sich vor der Trommel mit Bezug auf (las Objektiv befindet, so
ist sie nicht richtig eingestellt, wenn dies die Objekte der Trommel sind und umgekehrt.
Um die Platte ebenso richtig einzustellen wie die Objekte, erteilt man dem Objektiv
eine Bewegung in der Führung i9 derart, daß sein Abstand von den Objekten und von
der Platte der gleiche ist. Zu diesem Zweck ist die Fassung 18 mit zwei Mitnehmerschrauben
30 versehen, die in wagerechte Schlitze 31 der Führung i9 und in senkrechte
Schlitze von zwei Hebeln 32 eintreten, die an ihrem Oberende bei 33 an dem Gehäuse
angelenkt sind. Ihr Unterende ist mit einer Platte 34 verbunden, die von einem V-förmigen
Halter 35 getragen wird, der- um eine senkrechte Achse 36 drehbar ist. In der Platte
3¢ ist ein gerader Schlitz 37 vorgesehen, in welchem sich ein Bolzen 39 des Hebels
26 verschieben kann. Wenn der Hebel sich im Sinne des Uhrzeigers bewegt, so zwingt
er die Platte 34, sich von links nach rechts um die Achse 36 zu drehen und die Hebel
32 in dem gleichen Sinne mitzunehmen. Die Fassung iS und das Objektiv 2o nähern
sich der Trommel b. Wenn der Hebel 26;ssich in entgegengesetzter Richtung bewegt,
so verschiebt er die Platte 34 von rechts nach links und entfernt das Objektiv von
der Trommel b.
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Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist folgende: Etwa während
% jeder Umdrehung der Welle .a wird die Rolle 29 durch die Feder 38
im Eingriff
mit dem kreisförmigen Teil 51 des Daumens 5 gehalten, und der Bolzen 39 bleibt am
hinteren Ende (Abb. 2) des Schlitzes 37. Hieraus folgt, daß die Teile 3q,, 35, 32
und das Objektiv 2o sich in ihrer äußersten Stellung rechts befinden; das Objektiv
ist
für das bei 17 auf einem der Objektträger der Trommel b befindliche Objekt eingestellt.
Die Rolle 6 wird mit dem gleichen kreisförmigen Teil 51 des Daumens 5 durch die
Feder 8 im Eingriff erhalten, und die Klinke 9 des Hebels befindet sich hinter einem
der Stifte io der Trommel b in Bereitschaft, diesen Stift zu bewegen. Diese Trommel
b wird in einer der Projektionsstellungen durch die Klinke 12 festgehalten.
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Während dieser Drehung des Daumens 5 findet die Projektion des betreffenden
Objektes statt.
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Infolge der Drehung des Daumens 5 1111 Sinne des Pfeiles i i tritt
ein Augenblick ein, wo die Zunge 52 auf die Rolle 29 auftrifft und den Hebel 26
zwingt, sich entgegengesetzt zur Richtung des Uhrzeigers zu drehen. Diese Drehung
ruft zwei Dinge hervor: Der Schirm 21 schiebt sich von hinten nach vorn (Abb. 2),
um zwischen das Objekt des in Betracht kommenden Objektträgers und das Objektiv
2o zu gelangen; der Bolzen 39 bewegt sich in dem Schlitz 37 von hinten nach vorn
und zwingt das Objektiv 20, sich von rechts nach links zu verschieben, so daß es
auf die Platte 21 eingestellt ist. Der Hebel 26 und die mit ihm verbundenen Teile
nehtnen alsdann die in Abb. 2 dargestellte Lage ein.
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Wenn der Schirm 21 zwischen die Trommel b und das Objektiv 2o gelangt,
kommt auch die Zunge 52 des Daumens 5 zum Eingriff mit der Rolle 6 und zwingt den
Hebel, sich im Sinne des Pfeiles d.o zu drehen. Die Klinke 9 nimmt die Trommel b
bei dieser Bewegung mit und dreht sie um d.5°. Am Ende dieser Drehung nimmt der
Hebel 7 die in Abb. 2 dargestellte Lage ein.
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Wenn die Trommel b in ihrer neuen Stellung angekommen ist, in der
sie durch die Klinke i2 gesperrt wird, gestattet die Zunge 52 der Feder 38, den
Hebel 26 in seine Anfangsstellung zurückzuführen. Der Schirm 21 legt das Objekt
des zweiten Objekthalters d frei, und das Objektiv 2o verschiebt sich von links
nach rechts, so daß es auf das Objekt eingestellt ist. Die Feder 8 führt ebenso
den Hebel ? in seine Anfangsstellung zurück, damit er bereit ist, von neuem auf
die Trommel einzuwirken. Es findet nunmehr die episkopische Projektion des Objektes
des zweiten Objektträgers statt; alsdann beginnen die oben beschriebenen Vorgänge
von neuem usf.
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Der Elektromotor r kann durch einen anderen Motor, z. B. ein Uhrwerk,
ersetzt werden. Der Ventilator s kann fortgelassen werden. Die Anzahl der Flächen
der Trommel b braucht nicht gerade acht zu sein. Die Verschiebung des Objektivs
kann in irgendeiner anderen Weise hervorgerufen werden. jeder Objektträger kann
natürlich mehrere Objekte an Stelle eines einzigen aufnehmen. Die bewegliche Vorrichtung,
die dazu dient, die Objekte aufzunehmen, braucht nicht eine Trommel mit senkrechter
Achse zu sein; man kann vielmehr auch beispielsweise eine Platte mit senkrechter
Achse verwenden. Die Projektion findet alsdann mittels eines Objektivs statt, dessen
optische Achse senkrecht steht, wobei ein unter 45' angeordneter Spiegel die von
den Objekten herkommenden Lichtstrahlen in wagerechte Richtung überführt.