DE409372C - Siedekuehlung bei atmosphaerischem oder hoeherem Druck - Google Patents

Siedekuehlung bei atmosphaerischem oder hoeherem Druck

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DE409372C
DE409372C DEW63343D DEW0063343D DE409372C DE 409372 C DE409372 C DE 409372C DE W63343 D DEW63343 D DE W63343D DE W0063343 D DEW0063343 D DE W0063343D DE 409372 C DE409372 C DE 409372C
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DEW63343D
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WAERMEKRAFT GmbH
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01PCOOLING OF MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; COOLING OF INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
    • F01P3/00Liquid cooling
    • F01P3/22Liquid cooling characterised by evaporation and condensation of coolant in closed cycles; characterised by the coolant reaching higher temperatures than normal atmospheric boiling-point

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

  • Siedekühlung bei atmosphärischem oder höherem Druck. Durch Erhöhung der Temperatur des Kiihlmittels kann man, wie bekannt ist, die Wirtschaftlichkeit des 3Totorbetriebes erhöhen !find die Verwendung schwer siedender Brennstoffe wesentlich erleichtern, besonders wenn man mit der Temperatur bis an die Siedegrenze des Kühlmittels geht und so dafür sorgt, daß die Zylinder an allen Stellen gleichmäßig warm sind.
  • Es sind nun mancherlei Einrichtungen entwickelt worden, um den Siedezustand herbeizuführen und aufrechtzuerhalten. Sehr bald hat man dabei die Forderung gestellt, daß dies selbsttätig geschehen müsse, um den Fahrer nicht noch mehr zu belasten. Der nächstliegende Weg, den Kreislauf des Kühlmittels an irgendeiner Stelle durch einen Thermostaten, der auf die Wärmeausdehnung anspricht, zu drosseln, führte dazu, daß sich die Zylinder an einzelnen Stellen überhitzten und hier Dampf und Druck auftrat, lange bevor die mittlere Temperatur des Kühlgutes die Siedegrenze erreicht hatte.
  • Um deshalb den Kreislauf der Flüssigkeit durch die Zylindermäntel aufrechtzuerhalten, zweigte man von der üblichen Rohrleitung, welche Zylinder und Kühler oben miteinander verbindet, ein Fallrohr ab, das unmittelbar nach dem Saugstutzen der Pumpe führte, und glaubte nun, ohne Drosselorgan auszukommen. Jetzt führte der Kreislauf, solange noch kein Dampf entwickelt wurde, unter Umgehung des Kühlers lediglich durch dieses Fallrohr. Bei Dampfentwicklung sollte sich dann an der Abzweigstelle der Dampf vom Wasser trennen und in den Kühler strömen, um dort wieder, wie in einem Kondensator, niedergeschlagen zu werden. Dies geschah jedoch nur unvollkommen; der Dampfdruck stieg zu weit, und der Kühler erschien zu klein.
  • Uni die Gründe hierfür aufzudecken, muß man die Geschwindigkeiten und Widerstände im Kühlkreislauf sowohl für Wasser wie auch für Wasser und Dampf einmal näher untersuchen. Ein Lastwagenmotor von .Io P. S. verlangt eine Wärmeabfuhr von etwa r o W. E. in der Sekunde. Um ihn zu kühlen, muß die Pumpe also in der Sekunde z. B. o,5 1 Wasser durch den Kühler schaffen, und dieses Wasser muß sich dabei im Kühler um etwa 2o° abkühlen. In einem Zuleitungsrohr von 3o mm lichtem Querschnitt ergibt sich hiernach eine Geschwindigkeit von etwa 0,7m in der Sekunde und, wenn das Rohr r m lang ist, ein Widerstand gleich dem Druck einer Wassersäule von etwa 3 cm.
  • Um die gleiche Wärmemenge lediglich durch die Verdampfungswärme von Dampf von z. B. 1,3 Atm. abs. Spannung abzuführen, sind in der Sekunde 271 Dampf erforderlich (- etwa 2o g), die mit einer Geschwindigkeit von 38 m in der Sekunde fließen müssen. Da neben diesen 27 1-- in der Sekunde Dampf nur etwa o,51 in der Sekunde Wasser durch die Leitung gehen, so wird die Geschwindigkeit nur ganz unwesentlich davon beeinflußt, wenn etwa infolge der Widerstandserhöhung die Pumpe statt o,51 in der Sekunde nur noch 0,31 in der Sekunde Wasser fördern sollte. Selbst aber, wenn man einschränkend annimmt, daß auch bei Siedekühlung die Hälfte der abzuführenden Wärme durch mit in den Kühler hineingerissenes Wasser übertragen wird, so sind doch noch t3,51 Dampf in der Sekunde nötig, und die Geschwindigkeit erhöht sich gegenüber der Kaltkühlung immer noch von 0,7 auf etwa 2o m in der Sekunde. Zugleich mit dieser erhöhten Geschwindigkeit steigt auch der Widerstand in der Leitung ganz erheblich. Ein großer Teil der Wassertröpfchen bleibt auf der Wand hängen und bildet eine starke Benetzung, die sich unter starker Wellen- und Wirbelbildung mit erheblich geringerer Geschwindigkeit auf der Wand vorwärts schiebt als das im Kern des Rohres strömende Dampfwassergemisch.
  • Die Hauptreibungsverluste entstehen nun offenbar dadurch, daß fortgesetzt Tröpfchen finit hoher Geschwindigkeit in diese Wasserhaut hineinfliegen, wobei sie ihre lebendige Energie fast ganz einbüßen und andere vom Dampf aus der Wasserhaut herausgerissen werden. Je häufiger die Rohrleitung Wasser und Dampf durcheinanderwirbelt, d. h. je enger sie ist und je mehr Umlenkungen sie aufweist, desto stärker wird daher der Widerstand wachsen. Vornehmlich in den engen und womöglich vielfach im Zickzack gefalteten Lamellen des Kühlers wird deshalb bei Siedekühlung ein unverhältnismäßig höherer Widerstand entstehen als bei Kaltkühlung. Dieser Widerstand kamt nur dann überwunden werden, wenn die volle Saug- und Druckwirkung der Umlaufpumpe auf den Kühler kommt, die gewöhnlich zusammen nur zwei bis drei Meter beträgt.
  • Aus diesem Grunde mußte das oben erwähnte Fallrohr geschlossen werden, wenn der Kühler als Kondensator arbeiten sollte. Man mußte also das selbsttätige Drosselorgan jetzt in das Fallröhr einbauen und behielt damit eine stete Quelle von Betriebstörungen, da Rost, Kesselstein und galvanische Ströme diesdm Organ stark zusetzen.
  • Hier setzt min die vorliegende Erfindung ein. Sie zeigt einen anderen Weg, auf dem es doch möglich ist, jedes Drossel- oder Schaltorgan im engeren Sinne zu vermeiden. Das Drosselorgan wird ersetzt durch die selbsttätige Drosselung, die durch Widerstandserhöhung eintritt, wenn die Geschwindigkeit mit der zu bewältigenden Dampfmenge stark ansteigt. Der Kühler wird, wie bei Siedekühlung üblich, nur zu etwa 1i, aufgefüllt. Dann fließt das Kühlgut, solange es den Siedezustand noch nicht erreicht hat, durch die engere Leitung i in den in Richtung des Kreislaufes hinter den Kühlelementen, auf der Zeichnung unten gelegenen Raum des Kühlers oder Kondensators. In der Steigleitung 2, die in den Raum vor den Kühlelementen führt, steht das Kühlgut dann nur wenige Zentimeter höher als im Kühler, da der Widerstand des Rohres i sehr gering ist, wenn nur Wasser hindurchfließt. Wählt man z. B. für die Zuleitung i ein Rohr von 2o mm lichtem Durchmesser und zweigt von diesem, wie es die Zeichnung zeigt, etwa o,5 m vor dem Kühler oder Kondensator ein Steigrohr 2 von 30 mm lichter Weite nach dem oberen Raum des Kühlers ab, so stellt sich bei Kaltkühlung und der Pumpenförderung von 0,5 1 in der Sekunde in der 2o mm lichten Leitung eine Geschwindigkeit von i,6 m in der Sekunde ein mit einer Widerstandshöhe von etwa io ein. Diese läßt das Wasser im Steigrohr 2 also um io cm höher stehen als in dem etwa zu einem Drittel gefüllten Kühler und kann von der Pumpe spielend bewältigt «-erden. Sobald jedoch auch nur io 1 Dampf in der Sekunde abgeführt werden müssen, müßte die Geschwindigkeit hier auf 34 111 in der Sekunde und der Widerstand rechnungsmäßig auf annähernd 1,:I m Wassersäule steigen. Es spielt also jetzt die Höhe des Steigrohrs 2 gar keine Rolle mehr, und das Wasser- und Dampfgemisch strömt zum allergrößten Teil von oben in den Kühler, der dadurch gewissermaßen erst eingeschaltet wird. Auf diese einfache und für den Betrieb denkbar sichere Weise macht die vorliegende Erfindung jedes während des Betriebes arbeitende Regulierorgan im Kreislauf des Kühlgutes entbehrlich und erleichtert dadurch die Anwendung der Siedekühlung ungemein.
  • Dieselbe Wirkung, «-elche durch den geringen Durchmesser des unteren Zuführungsrohres erzielt wird, kann natürlich auch durch ein weiteres Rohr mit einem Drosselhahn oder mit einer Drosselklappe erreicht werden. Diese Ausführung hat den Vorzug, daß man durch entsprechendes Einstellen des eingebauten Widerstandes je nach der Witterung oder nach dem Wasserstand im Kühler den Grad cler Dampfentwicklung verschieden wählen kann, bei welchem der Kühler selbsttätig von oben mit Kühlgut beschickt wird;. auch bietet ein solcher Hahn die Möglichkeit, wenn man ihn schließt, den Motor ohne weiteres mit Kaltkühlung zu betreiben für den Fall, daß ein zum Klopfen neigender Brennstoff die Siedekühlung nicht verträgt. Um das Kühlgut oben gleichmäßig auf die Kühlelemente zu verteilen, kann man in bekannter Weise das Steigrohr oben in zwei oder mehr Äste gabeln, wie es die Zeichnung zeigt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCIIE: i. Siedekühlung bei atmosphärischem oder höherem Druck mit Rückkühlung im Kreislauf für Verbrennungsmotoren aller Art, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kühlgutleitung vom Motor kommend gabelt in eine Kurzschlußleitung, die nach dem unteren Kühlerraum führt, und in ein Steigrohr, das nach dem über den I-,iihlelementen gelegenen Raum des Kühlers abgezweigt ist, um den Dampf teilweise von unten zum anderen Teil von oben in die Küllllamellen des Kühlers zu leiten.
  2. 2. Siedekühlung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand des Steigrohres im Verhältnis zum Widerstand der Kurzschlußleitung so gewählt ist, daß die durch Dampfentwicklung bewirkte Geschwindigkeits- und Widerstandserhöhung in der Kurzschlußleitung ausreicht, um nicht nur Dampf, sondern auch einen Teil der Flüssigkeit in der Steigleitung hochzutreiben.
  3. 3. Siedekühlung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzschlußleitung ein Drosselorgan besitzt, welches es gestattet, das Verhältnis der Widerstände der beiden Leitungen zu verändern.
DEW63343D Siedekuehlung bei atmosphaerischem oder hoeherem Druck Expired DE409372C (de)

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