DE408237C - Verfahren zur Herstellung von Buersten und Pinseln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Buersten und Pinseln

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DE408237C
DE408237C DER59404D DER0059404D DE408237C DE 408237 C DE408237 C DE 408237C DE R59404 D DER59404 D DE R59404D DE R0059404 D DER0059404 D DE R0059404D DE 408237 C DE408237 C DE 408237C
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DE
Germany
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tufts
brushes
rubber
brush
strips
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Expired
Application number
DER59404D
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English (en)
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RUBBER BRUSHES Ltd BUERSTENFAB
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RUBBER BRUSHES Ltd BUERSTENFAB
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46BBRUSHES
    • A46B3/00Brushes characterised by the way in which the bristles are fixed or joined in or on the brush body or carrier
    • A46B3/16Brushes characterised by the way in which the bristles are fixed or joined in or on the brush body or carrier by wires or other anchoring means, specially for U-shaped bristle tufts

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  • Brushes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bürsten und Pinseln. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bürsten und Pinseln, bei denen die Büschel nach dem sogenannten Einziehverfahren mittels eines Drahthakens eingezogen werden. Nährend nun nach diesem bekannten Einziehverfahren Büschel aus Haaren, Borsten, Pflanzenfasern u. dgl. eingezogen werden, benutzt das Verfahren nach der Erfindung Büschel aus Gummifäden oder -streifen oder Gummiersatzteilen, die im ausgedehnten Zustand in Bohrungen eines Sockels einer Bürste oder eines Pinsels eingezogen und dann losgelassen werden. Durch die beim Loslassen der Gummiteile wieder auftretende Vergrößerung des Querschnittes derselben klemmen die Büschel durch Reibung in den Bohrungen fest, außerdem werden sie aber auch noch durch das Einziehorgan selbst in ihren Lagen festgehalten. Die aus Gummifäden oder -streifen gebildeten Büschel können aber auch mit Borsten, Haaren oder Pflanzenfasern vermischt werden.
  • Um außer der bürstenden und reinigenden 'Wirkung der Gummibüschel oder der gemischten Büschel gleichzeitig eine die Flüssigkeit zurückhaltende Wirkung zu erzielen, sind nach der Erfindung die Gummifäden mittels Sandpapier über einen Teil ihrer Länge oder über die ganze Länge aufgerauht.
  • In der Zeichnung sind in den Abb. z und i eine nach dem Verfahren hergestellte Bürste im Längsschnitt und in der Draufsicht bei abgehobener Deckplatte dargestellt.
  • Die Abb.3 bis 5 zeigen verschiedene Arbeitsstufen des Einziehens des Zugorgans und der Büschelorgane in den die Büschel aufnehmenden Bürsten- oder Pinselsockel.
  • Die Abb.6 und 7 zeigen im Längsschnitt und in der Unteransicht einen nach dem Verfahren hergestellten Rasierpinsel.
  • Die bürstende oder reinigende Arbeitsfläche wird durch Längen oder Streifen A aus Gummi oder Gummiersatz gebildet. In manchen Fällen können diese mit Büscheln zusammen verwendet werden, die teils aus Gummi und teils aus Borsten, Haaren oder Pflanzenfasern bestehen. Die Länge der Gummifäden ist so bemessen, daß, wenn diese zu einem Büschel umgebogen und mit den umgebogenen Teilen in eine Platte B eingefügt werden, die Enden oder Spitzen C eine Fläche bilden, die gleichzeitig reinigend und bürstend wirkt.
  • Der Bürsten- oder Pinselsockel B ist mit einer Anzahl von durchgehenden Bohrungen D versehen, deren Querschnitt an der Stirn- oder Bürstenseite geringer sein kann als an der gegenüberliegenden Seite. An dem Sockel B ist eine Deckplatte oder ein Handgriff H, je nach dem Verwendungszweck des Gerätes, befestigt.
  • Die Herstellung geschieht in folgender Weise: Nachdem der Sockel B mit der erforderlichen Anzahl von Löchern D versehen ist, wird mittels eines Hakens F o. dgl. ein Zugorgan E (aus Baumwolle, Leinen oder Seide) durch jede Bohrung D gezogen, so daß das Zugorgan vor jeder Bohrung eine Schlaufe G bildet, wie dies aus Abb. q. ersichtlich ist. Durch diese Schlaufe G wid entweder von Hand oder mittels ein-er mechanischen Vorrichtung die erforderliche Anzahl von Längen oder Streifen A aus Gummi hindurchgesteckt und derart umgebogen, daß die Schlaufen die Mitte der Gummifäden oder -streifen umfassen (Abb. q.). Dann. werden die freien Enden dieser Gummistücke A mit den Fingern der einen Hand festgehalten und das Zugorgan F durch die jeweilige Bohrung D des Sockels B mit der anderen Hand hindurchgezogen. Dabei «-erden die Gummistücke derart gestreckt, daß sich der Durchmesser des Büschels verringert, so daß dessen umge; bogener Teil ganz leicht in die Bohrung hineingezogen werden kann. Werden nun die Gummiteile A losgelassen, so verdicken sich diese sofort wieder auf ihren früheren Querschnitt, und die innerhalb der Bohrung befindlichen Teile füllen den Raum der Bohrung vollständig aus. Die Büschel halten nun in ihren Lagen vollkommen fest, und sie sind durch das die Büschel miteinander verbindende Zugorgan D noch besonders gesichert. Die Arbeitsweise wird wiederholt, bis jede Bohrung gefüllt ist. Dann. wird eine Deckplatte oder ein Handgriff H mit dem Sockel B befestigt, der die Bohrungen und das Zugorgan abdeckt und das gewünschte Gerät vollendet.
  • Die so hergestellten, mit Gummispitzen versehenen Bürsten «-eisen .eine Reibungsfläche auf, mit der man irgendwelche Oberflächen reinigen und gleichzeitig bürsten kann. Sie können bei Bürstenmaschinen in der Samt-, Kleiderstoff- und Baumwollstoffindustrie verwendet werden; sie eignen sich auch bei Anwendung von Wasser und Seife als Bade-und Massagebürsten sowie zum Waschen von Kleidern u. dgl.
  • Das Verfahren eignet sich ferner zur Herstellung von Walzenbürsten, wie sie bei Teppichkehrmaschinen und Textilmaschinen gebraucht werden, wobei dann andere als Gummi- oder Gummiersatzbüschel um den Bürstenrand herum angeordnet oder diese anderen mit Gummibüscheln gemischt werden.
  • Der in den Abb. 6 und 7 dargestellte Rasierpinsel ist anstatt aus Haaren aus Gummifäden hergestellt, die in dem Sockel B als voneinander getrennte Bündel A, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i und 2, sitzen. In den gewöhnlichen, aus Haaren hergestellten Rasierpinseln sind die Haare dicht in dem Sockel aneinandergepreßt. Eine solche Anordnung ist aber nicht für einen Pinsel mit Gummibüscheln geeignet. Durch das Zusammenfassen der Gummifäden oder Gummistreifen in Büscheln wird erreicht, daß das Gefüge des Pinsels offener ist; so daß die -Luft leichten Zutritt zu den innenliegenden Eintrittsstellen der Büschel in den Sockel hat, wodurch die Schaumbildung erleichtert wird. Der auf diese Weise mit den Büscheln versehene Sockel kann an dem Handgriff H in beliebiger Weise befestigt werden; eine zweckmäßige Anordnung ist die aus Abb.6 ersichtliche Verschraubung.
  • Die Gummifäden oder -streifen können an ihren Außenflächen glatt oder ganz oder über einen Teil ihrer Länge aufgerauht sein. Dieses Aufrauhen kann in irgendeiner gewünschten Weise ausgeführt werden. Ein geeignetes Verfahren besteht darin, die Enden der Büschel mit grobem Sandpapier o. dgl. zu behandeln.
  • Durch das Aufrauhen der Büschel wird bezweckt, daß die Feuchtigkeit wirksamer zurückgehalten wird, als wenn die Oberfläche der Gummiteile in ihrer ursprünglichen glatten Form belassen wird. Die Flüssigkeitsteilchen haften an den aufgerauhten Büschel enden und fließen nicht nach dem Sockel hin. ab, so daß die Bürste befriedigender, als es sonst der Fall wäre, arbeitet, wenn sie zu Reinigungszwecken gebraucht wird; besonders bei Verwendung von Seife wird eine vorzügliche Schaumbildung erreicht.
  • Die Sockel, Deckplatten oder Handgriffe der Bürsten und Pinsel können in Elfenbein, Zelluloid, Holz, Metall oder irgendeinem anderen geeigneten Stoff je nach der Art, der Eigenschaft und dem Verwendungszweck hergestellt werden. Bei der Herstellung von Zahnbürsten kann die Deckplatte H weggelassen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Bürsten und Pinseln unter Anwendung des sogenannten Einziehverfahrens der Büschel, dadurch gekennzeichnet, daß die Büschel aus Gummifäden oder -streifen oder aus solchen mit Borsten, Haaren oder Pflanzenfasern vermischt gebildet sind, wobei die Gummiteile dieser Büschel im ausgedehnten Zustande in die Bohrungen des Sockels eingezogen werden, so daß sich beim Loslassen der gespannten Gummiteile die Büschel in den Bohrungen festklemmen und diese durch Reibung und zusätzlich durch das Einziehorgan in ihren Lagen festgehalten werden. Bürsten und Pinsel, die nach dem Verfahren gemäß Anspruch i hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummifäden oder -streifen an ihren Oberflächen ganz oder zum Teil aufgerauht sind, um neben der bürstenden und reinigenden Wirkung gleichzeitig eine die Flüssigkeit zurückhaltende Wirkung zu erzielen.
DER59404D Verfahren zur Herstellung von Buersten und Pinseln Expired DE408237C (de)

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DE102018114692A1 (de) * 2018-06-19 2019-12-19 Arndt-Wilhelm Stollberg Malerpinsel mit nicht endseitig befestigten Borstenbündeln
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DE102018114692C5 (de) 2018-06-19 2023-06-29 Arndt-Wilhelm Stollberg Malerpinsel mit nicht endseitig befestigten Borstenbündeln
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