DE40737C - Herstellung von Schuhen und Stiefeln mit hölzerner Zwischensohle - Google Patents
Herstellung von Schuhen und Stiefeln mit hölzerner ZwischensohleInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B13/00—Soles; Sole-and-heel integral units
- A43B13/28—Soles; Sole-and-heel integral units characterised by their attachment, also attachment of combined soles and heels
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
H. EFFLANDT in OTTENSEN. Herstellung von Schuhen und Stiefeln mit hölzerner Zwischensohle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. März 1887 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine eigenthümliche Construction einer Schuhsohle,
darin bestehend, dafs eine im Gelenk dünn gehaltene und daher biegsame Holzsohle in
einen Lederrand eingeschlossen und mit demselben zwischen der Brandsohle und der gewöhnlichen
Ledersohle eingefügt ist, zum Zwecke, eine wasserdichte und wärmende Fufsbekleidung
herzustellen.
Das Neue dieser Einrichtung besteht in der eigenthümlichen Art der Befestigung, welche
gestattet, die dem Verbrauche ausgesetzte Ledersohle beliebig oft erneuern zu können,
ohne die eingefügte hölzerne Zwischensohle entfernen zu müssen oder deren Verbindung
mit dem Obertheil des Stiefels zu beeinträchtigen, wodurch ein dauernder Abschlufs des
Obertheiles gegen Feuchtigkeit und Kälte erzielt wird.
Fig. ι zeigt die Ansicht eines mit einer solchen Sohle versehenen Stiefels, während
Fig. 2 bis 6 die successive Herstellungsart darstellen. Der Schaft s des Stiefels wird, wie
bei gewöhnlichem Schuhwerk, mit einer Lederkappe (in der Zeichnung fortgelassen) versehen
und über eine Brandsohle B gezwickt. Die Brandsohle besteht hierbei ■ zweckmäfsig nicht
aus Leder, wie sonst üblich, sondern aus einer schlecht wärmeleitenden, elastischen Masse,
z. B. Linoleum in Verbindung mit Waloleum.
Nachdem das Zwicken geschehen, wird längs der ganzen Brandsohle ringsum ein etwa 3 cm
breiter, lederner Rand a . angeheftet, Fig. 2, und dieser mitsammt dem Obertheil und der
Brandsohle durchgenäht, einschliefslich des Theiles der Kappe, welcher bei gewöhnlichen
Stiefeln genagelt wird. Um vollständige Wasserdichtigkeit zu erlangen, wird zweckmäfsig die
untere Fläche (also wo der Rand α angenäht ist) völlig mit einer dünnen Schicht von Harz
oder Leinöl überstrichen, welches heifsflüssig aufgetragen wird und danach erstarrt. Bevor
diese Masse erstarrt, wird eine im Gelenk ganz schmal und dünn gehaltene und daher leicht
federnde Holzsohle A, welche im übrigen genau der Form des Leistens angepafst ist, auf der
Brandsohle befestigt und der Rand α nunmehr über diese hinweg gezwickt, Fig. 3 und 4. In
letzterer Figur ist die Holzsohle in punktirter Linie angedeutet. Die Befestigung des Randes a
an der Holzsohle geschieht vorläufig mit ganz kleinen Stiften. Nunmehr wird eine dünne
Ledersohle b (Rahmensohle) nach Art der gewöhnlichen Rahmenarbeit von der Spitze bis
zum Ballen auf die Holzsohle geschraubt, und zwar so nahe der Kante, dafs eine feste Verbindung
zwischen Lederrand und Rahmensohle geschaffen wird, Fig. 5. Hierauf wird eine kräftige, über den ganzen Stiefel hin reichende
Ledersohle S derart befestigt, dafs dieselbe, so weit die Rahmensohle reicht, an diese angenäht,
im Gelenk aber, wo die schmale hölzerne Zwischensohle dieses gestattet, mit der Brandsohle, Holzsohle und dem Lederrand
zusammen mehrmals durchgenäht und am Hacken auf die Holzsohle festgeschraubt wird.
Die Naht kommt hierbei überall nach Art gewöhnlicher, sogenannter durchgenähter und
gedoppelter Arbeit in einem in der Ledersohle angebrachten Rifs verdeckt zu liegen. Hierauf
wird der erforderliche Absatz in gewöhnlicher
Weise aus Lederflecken aufgenagelt und der Stiefel ausgeputzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schuh- und Stiefelconstruction mit hölzerner Zwischensohle, darin bestehend, dafs eine im Gelenk dünn und schmal gearbeitete und daher biegsame Holzeinlage (A), welche im übrigen genau der Form des Fuises angepafst ist, in einen Lederrand (a) eingeschlossen und mit demselben zwischen der Ledersohle (S) und der Brandsohle (B) eingefügt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40737C true DE40737C (de) |
Family
ID=316272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40737D Expired - Lifetime DE40737C (de) | Herstellung von Schuhen und Stiefeln mit hölzerner Zwischensohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40737C (de) |
-
0
- DE DENDAT40737D patent/DE40737C/de not_active Expired - Lifetime
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