DE405388C - Kombinierte OEl- und Dampflokomotive - Google Patents

Kombinierte OEl- und Dampflokomotive

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DE405388C
DE405388C DEB104297D DEB0104297D DE405388C DE 405388 C DE405388 C DE 405388C DE B104297 D DEB104297 D DE B104297D DE B0104297 D DEB0104297 D DE B0104297D DE 405388 C DE405388 C DE 405388C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C7/00Other locomotives or motor railcars characterised by the type of motive power plant used; Locomotives or motor railcars with two or more different kinds or types of motive power

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lubrication Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

Es ist bekannt, bei Lokomotiven, die mittels Ölmotoren betrieben werden, die Abgase des Ölmotors zur Heizung eines Dampfkessels zu verwerten, der auch für sich geheizt werden kann. Die von diesem gespeiste Dampfmaschine dient zur Deckung der Belastungsspitzen und kann zum Anlassen des Ölmotors verwendet werden. Man hat auch, um das Gewicht der Versteifungskonstruktion zwisehen den stehenden oder schräg angeordneten Zylindern der Ölmaschine und den Kurbellagern zu eliminieren, diese Zylinder, wie bei der Dampflokomotive, liegend angeordnet. Alle bis dahin bekannt gewordene Bauarten für Lokomotiven dieser Art weisen jedoch den Übelstand auf, daß nur verhältnismäßig kleine Leistungen auf der Lokomotive sich unterbringen lassen tind zudem ein ungleichmäßiges Drehmoment und schwer zugangliehe Arbeitszylinder und Ventile ergeben.
Vorliegender Erfindung ist die Aufgabe zugrunde gelegt, einen solchen Aufbau einer kombinierten Öl- und Dampflokomotive zu finden, daß ermöglicht wird, gleichzeitig eine große Leistung und ein gleichmäßiges Drehmoment sowie bequeme Zugänglichkeit der Arbeitszylinder und Ventile zu erreichen, und damit eine wirtschaftlich zu betreibende Groß-Öl-Dampflokomotive zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird zu diesem Zweck in gemeinsamen Rahmen eine Gruppe von mindestens vier ölzylindern nahezu horizontal und so angeordnet,daß je zwei einander gegenüberliegende Zylinder mit gleichliegenden Kunbeln auf miteinander gekuppelten Triebachsen arbeiten, zum Zweck, bei großer Leistung ein gleichmäßiges Drehmoment und bequeme Zugänglichkeit der Arbeitszylinder und Ventile zu erreichen.
In der Zeichnung ist eine Lokomotive der Type 2-C-2 als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstaiides dargestellt. Abb. 1 zeigt dieselbe im Längsschnitt und Abb. 2 einen Querschnitt durch die Zylinderachsen. Der Kessel g ist hier entgegen der normalen Ausführung von Lokomotiven ohne tiefliegende Feuerbüchse und Rost ausgeführt, um an Stelle dieser das Triebwerk der hinten liegenden Ölzylindergruppe unterbringen zu können. Der Dampfkessel g wird wie üblich vom Rahmen b getragen und vom Führerstand h aus bedient. Er besitzt eine Einrichtung? zur
Ölfeuerung, wird aber, wenn möglich, unmittelbar vom Auspuffrohr k her mit den Abgasen der Dieselmaschinen geheizt.
Der Feuerraum ist entsprechend den beide ι Heizungsarten geteilt, derart, daß ein Teil der Heizrohre I des Kessels nur von den Heizgasen der Ölfeuerung, die übrigen Heizrohre lediglich von den Abgasen der' Ölmaschine bestrichen werden. Die letzteren Heizrohre ίο münden in ein besonderes, unterhalb des Schornsteins in mündendes Blasrohr n, damit der nötige Zug für eine zusätzliche Ölfeuerung bei kombiniertem Betrieb gewährleistet bleibt und die Ölfeuerung durch den von den Abgasen herrührenden Gegendruck nicht gestört wird. Selbstverständlich kann auch der Abdampf in ein Blasrohr bzw. in das gleiche Blasrohr münden, damit auch bei reinem Dampfbetrieb immer der erforderliche Zug erreicht wird. Natürlich ist es auch möglich, den Zug mittels eines besonderen Ventilators zu erzeugen.
Die Abgase sind derart in den Feuerraum geführt, daß durch sie der Stein 0, auf den von der anderen Seite das Feuerungsöl gespritzt wird, hocherhitzt wird. Jm ölfeuerungsraum kann ein Rost vorgesehen werden, der eine zeitweise Heizung mit festem Brennstoff zuläßt.
Vor und hinter dem Kessel g ist je eitie Gruppe von Ölzylindern α angeordnet, welchen das Öl aus dem hochgelegenen Ölbehälter p ebenso wie auch der Kesselfeuerung selbsttätig ohne Pumpe zufließt und welche auf die miteinander gekuppelten Triebachsen c und / arbeiten. Hierdurch erst wird eine praktisch ausführbare Bemessung der Kurbellager und Kurbelwellen für eine Groß-Öl-Dampflokomotive ermöglicht. Die Anordnung bietet gleichzeitig den Vorteil, daß ein gleichmäßiges Drehmoment und bequeme Zugänglichkeit, insbesondere auch der Ventilköpfe der Ölzylinder, erreicht wird. Nach Abheben des hinteren Kastenteils /1 können die Ventilköpfe sowie die Kolben der Ölzylinder mit dem Kran bedient werden. Die ölzylindergruppen können innerhalb des gemeinsamen Rahmens an solchen Stellen angeordnet werden, an welchen eine Vergrößerung des Rahmenfolechabstandes .s- und damit eine Bemessung der Ölzvlinderbohrung für die geforderte große Leistung durch die Triebräder nicht behindert ist. Die Triebachsen werden zweckmäßig gleichzeitig als Kurbelwellen für die Ölmaschine benutzt, um das Gewicht der Lokomotive möglichst niedrig zu halten und ihren Wirkungsgrad zu erhöhen.
Da es sich bei Groß-Öl-Dampflokomotiven nur darum handeln kann, Zweitaktmotoren zu verwenden, so sind noch Spülluftpumpen auf der Lokomotive unterzubringen. Diese werden zweckmäßig mit den Dampfzylindern derart auf die beiden Ölzylindergruppen verteilt, daß alle Zylinder der Lokomotive in ihrer Gesamtheit sich ausbalancieren. Im gezeichneten Beispiel sind die beiden Luftzylinder (' der hinteren Ölzylindergruppe, die beiden Dampfzylinder d der vorderen Ölzylindergruppe zugeordnet.
Die Kurbeln der Dampfzylinder und die Kurbeln der Ölzylinder einer Gruppe sind unter sich um 90 ° versetzt. Zur Erzielung einer günstigen Drehmomentverteilung werden zweckmäßig auch die Kurbeln der Dampfzylinder gegen die der Ölzylinder versetzt.
Die annähernd horizontale Anordnung der Ölzylinder bewirkt, daß die bei Ölzylindern unvermeidlichen Stöße in nahezu horizontaler Richtung verlaufen, wodurch Biegungsbeanspruehungen des Rahmens vermieden werden. 8a
Eine günstige Anordnung für den !Massenausgleich der Gesamtheit der Zylinderkolben ergibt sich, wenn, wie im Beispiel gezeichnet, zu beiden Seiten jeder Ölzylindergruppe je ein Dampf- bzw. ein Spülpunnpenzylinder angeordnet ist.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Kombinierte Öl- und Dampflokomotive, dadurch gekennzeichnet, daß in gemeinsamen Rahmen eine Gruppe von mindestens vier Ölzylindern nahezu horizontal angeordnet ist, wovon je zwei einander gegenüberliegende Zylinder mit gleichliegenden Kurbeln auf miteinander gekuppelten Triebachsen arbeiten, zum Zweck, bei großer Leistung ein gleichmäßiges Drehmoment und bequeme Zugänglichkeit der Arbeitszylinder und Ventile zu erreichen.
2. Kombinierte Öl- und Dampflokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbeln der Dampfzylinder und die Kurbeln der Ölzylinder unter sich um 90° und gegeneinander so versetzt sind, daß die Gesamtheit aller Triebzylinder eine günstige Drehmomentverteilung ergibt.
3. Kombinierte Öl- und Dampfloko- no motive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten jeder Ölzylindergruppe je ein Dampf- oder Spülpumpenzylinder in annähernd gleicher horizontaler Ebene mit der Ölzylindergruppe angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB104297D 1922-04-04 1922-04-04 Kombinierte OEl- und Dampflokomotive Expired DE405388C (de)

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