DE1055035C2 - Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in Diesellokomotiven - Google Patents
Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in DiesellokomotivenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C6/00—Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
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- F02C6/08—Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output providing compressed gas the gas being bled from the gas-turbine compressor
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
■AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
■AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
PATENTSCHRIFT:
kl. 20 c 22
INTERNAT. KL. B 61 d
4. NOVEMBER 1955
16.APRIL 1959 15.OKTOBER 1959
stimmt Oberein mit auslegeschrift
1 055 085 (K 2.7366 II / 20' c)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in Diesellokomotiven mit
hydraulischer und/oder mechanischer Kraftübertragung. Bei diesen bekannten Diesellokomotiven sind
im allgemeinen zum Erzeugen der Heizenergie Heizdampfanlagen vorgesehen, die vollautomatisch arbeiten
und die Heizenergie in Form von Niederdruckdampf an die Wagen des angehängten Zuges abgeben.
Dabei ergibt sich, daß Züge, die auch auf elektrisch
betriebenen Strecken verkehren, entweder bei elektrischem Betrieb an einen Heizwagen angeschlossen oder
mit zusätzlichen elektrischen Heizeinrichtungen versehen werden müssen. Beides bedingt, abgesehen von
den hohen Totgewichten von Heizwagen oder einer doppelten Heizanlage, in den Wagen einen großen
Aufwand an Anlagen und damit auch erhebliche Anschaffungs- und Unterhaltungskosten. Das gleiche gilt
aber auch für die Heizdampfanlagen auf den Diesellokomotiven, da diese ebenfalls laufend überwacht und
gewartet werden müssen. Außerdem stellen Heizdampfanlagen auf Diesellokomotiven, insbesondere in.
den Sommermonaten, ein erhebliches totes Gewicht*" dar.
Es ist bekannt, in einer Lokomotive mit Gasturbinenantrieb zum Heizen der Wagen einen mit der Antriebsturbine
gekuppelten Heizgenerator vorzusehen, in welchem die Mehrleistung der Gasturbine in kalten
Jahrszeiten in Heizstrom verwandelt wird. Für Diesellokomotiven wird jedoch nach wie vor zum Heizen
der Wagen ein Heizwagen benutzt, der gegenüber der heute üblichen Anordnung eines Heizkessels auf der
Diesellokomotive keine grundlegenden Vorteile bietet.
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in
Diesellokomotiven mit hydraulischer und/oder mechanischer Kraftübertragung zu schaffen, die ein Totgewicht
weitgehend vermeidet und nur eine Heizanlage in den Wagen erfordert.
Zur LC sung dieser Aufgabe wird ,vorgeschlagen,
die an sich bekannte Anordnung eines eigenen Heiz-Stromgenerators vorzusehen, der durch eine Gasturbinenanlage betrieben wird, deren Gasturbine jedoch
e:ntrittseitig mit den Auspuff leitungen und deren
Verdichter druckseitig mit den Ansaugleitungen der. Dieselmotoren verbunden ist.
Durch diese Maßnahmen wird eine vorteilhafte Lösung der Erfindungsaufgabe gewährleistet. Denn die
Gasturbinenanlage mit Heizgenerator ist in ihrem Aufbau verhältnismäßig klein und leicht. Eine Dampfheizanlage
in den Wagen kann entfallen. Ein Betrieb mit billigem He.zöl ist ohne weiteres möglich. Die
Gasturbinenanlage kann mit annähernd gleichbleibender Leistung betrieben verden, so daß auch ein günstiger
Wirkungsgrad gewährleistet ist. Da der Ver-Anlage zum Erzeugen von Heizenergie
in Diesellokomotiven
Patentiert für:
Krauss-Maffei Aktiengesellschaft,. München -Allach
Dipl.-Ing. Eduard Gautzsch, München-Laim, ist als Erfinder genannt worden
dichter außerdem mit einer oder mehreren Anzapfungen
versehen ist, die zur Entnahme der Ladeluft des Dieselmotors vorgesehen sind und da an der Gasturbine
eine oder mehrere zwischenstufige Zuführungen angeordnet sind, die zum Zuführen der Abgase
des Dieselmotors dienen, kann jeweils die Abgasladegruppe des oder der Dieselmotoren entfallen und
außerdem ohne Schwierigkeiten eine Hochaufladung der Dieselmotoren erzielt werden. Zudem kann durch
weitgehende Ausnutzung der Abgase ein Teil der Heizenergie aus den Dieselmotorabgasen gewonnen
werden.
Schließlich ist ein weiterer Schritt zur Ausnutzung der Gasturbinenanlage noch darin zu sehen, daß parallel
zu 'dem oder den Dieselmotoren ein oder mehrere Elektromotoren zuschaltbar vorgesehen sind, deren
Gesamtleistung der des Heizstromgenerators entspricht und mit diesem im Bedarfsfall verbunden sind.
Damit ist es möglich, die gesamte Heizenergie im Bedarfsfall, sei es nur kurzzeitig wie im Winter oder
auch über längere Zeit im Sommer, als Antriebsleistung zu verwenden, so daß nicht nur eine angenehme
einfache Heizung, sondern auch eine Deckung von Spitzenlasten im Zugförderdienst gegeben ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwei Dieselmotoren 1 im-Hauptrahmen 2 einer Drehgestelldiesellokomotive
der Achsanordnung BB gelagert. Jeder Dieselmotor 1 ist über eine Gelenkwelle 3, eine elastische
Kupplung od. dgl. mit einem ebenfalls im Hauptrahmen 2 gelagerten als hydraulisches, mechanisch-hydraulisches oder mechanisches Gescliwindigkeitswechselgetriebe
ausgebildeten Hauptgetriebe 4 gekuppelt. Jedes Hauptgetriebe 4 ist mit seiner Abtriebswelle
symmetrisch zur Quermittelebene Y des Drehgestells 5 angeordnet und über je eine Gelenk-·
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welle 6 mit dem benachbarten Achsgetriebe 7 der beiden Radsätze 8 und 9 des zugehörigen Drehgestells 5
verbunden.
Zwischen den beiden Dieselmotoren 1, ebenfalls im Hauptrahmen 2 gelagert, ist eine Gasturbinenanlage
vorgesehen, deren Abtrie'bsseite über eine lösbare, d. h. ausrückbare Kupplung 10, z. B. eine hydraulische
Kupplung-, mit der Antriebswelle eines Zahnradgetriebes 11 gekuppelt ist, dessen Abtriebswelle
mit der Ankerwelle eines Heizstromgenerators 12 verbunden ist. Der Heizstromgenerator kann als Gleichoder
Wechselstromgenerator ausgebildet sein und weist eine Leistung auf, die dem Heizenergiebedarf
der Heizanlagen der angehängten Wagen entspricht, im Beispielsfalle einer 2000-PS-Lokomotive etwa
400 KW.
Die Gasturbinenanlage besteht im wesentlichen aus einem mehrstufigen Axial- und/oder Radialverdichter
13, der mit der ebenfalls mehrstufigen Gasturbine 14 auf einer gemeinsamen Welle angeordnet ist, sowie
einer Brennkammer 16 und einem Wärmetauscher 17.
Der Verdichter 13 saugt die Verbrennungsluft über ein Luftfilter 15 aus dem Freien an und verdichtet
diese auf den Brennkammerdruck. Zwischen der Brennkammer 16 und der Ausgangseite des Verdichters
13 liegt der Wärmetauscher 17, der über eine Abgasleitung 18 mit der Endstufe der Gasturbine 14 verbunden
ist und daher von den Abgasen der Gasturbine durchströmt wird, bevor diese über einen Auspuff
19 ins Freie gelangen. Der Brennkammer 16 wird der Brennstoff, vorzugsweise Heizöl, aus einem
Brennstoffbehälter 20 zugeführt.
Die Ansaugstutzen und Auspuffstutzen der beiden Dieselmotore 1 sind jeweils über eine gemeinsame Ansaugleitung
21 und Auspuffleitung 22 verbunden.
Die Ansaugleitung 21 wird von einer Anzapfstelle des Verdichters 13, deren Druck dem Ansaugedruck
der Dieselmotoren 1 entspricht, über eine Verbindungsleitung 23 die Verbrennungsluft für die Dieselmotoren
1 zugeführt. Der Verdichter 13 ist dabei so ausgebildet, daß sein Fördervolumen bis zur Anzapfstelle
dem Bedarf der Dieselmotoren 1 und der Gasturbine 14 entspricht, während zwischen der Anzapfstelle
und dem Ausströmstutzen das Fördervolumen •nur noch d_m Bedarf der Gasturbine 14 entsprechen
muß.
In ähnlicher Weise, wie der Verdichter 13 mit einer oder mehreren Anzapfstellen versehen ist, ist die Gasturbine
14 mit einer oder mehreren zwischenstufigen Zuführungsleitungen ausgerüstet, denen die Abgase
der gemeinsamen Auspuffleitung 22 über eine Abgasleitung 24 zugeführt werden. Die Gasturbine 14 ist
dazu zwischen der oder den Zuführungsleitungen und der Endstufe für das Volumen der Gase der Gasturbine
14 und der Dieselmotoren 1 auszulegen. Die Eingangsstufen bis zur Zuführungsleitung für die Abgase
der Dieselmotoren 1 müssen lediglich das die Brennkammer 16 verlassende Gasvolumen verarbeiten.
Durch diese Maßnahmen ist es möglich, die Gasturbinenanlage
bei Nichtbedarf von Heizleistung als Abgasturbolader für die Dieselmotoren 1 zu betreiben.
Bei Heizenergiebedarf kann die Gasturbinenanlage bei stillstehenden Dieselmotoren 1 für sich allein betrieben
werden, wdbei zum Anlassen der Gasturbine 14 der als Motor geschaltete und aus einer Batterie
gespeiste Heizstromgenerator 12 vorgesehen werden kann. Bei Zuschaltung der Dieselmotoren 1 erhöht
sich dann die Leistung der Gasturbine 14 an der Kupplung 10 um den Energieinhalt der Dieselabgase
abzüglich des Energiebedarfes zum Verdichten der Ladeluft für die beiden Dieselmotoren 1. In den meisten
Fällen wird dabei ein erheblicher Überschuß an Leistung an der Kupplung 10 auftreten, so daß eine
Drosselung der Brennstoffzufuhr zur Brennkammer 16 stattfinden kann. Durch diese Doppelausnutzung
ίο der Gasturbinenanlage tritt eine erhebliche Verbesserung
des Wirkungsgrades und eine Verminderung des Totgewichtes ein.
Um indessen eine noch weitgehende Ausnutzung der Gasturbinenanlage zu gewährleisten, ist an jede
Antriebswelle der beiden Hauptgetriebe 4 leistungsmäßig parallel zum jeweiligen Dieselmotor 1 ein Elektromotor
25 über eine Gelenkwelle 26, eine lösbare Kupplung od. dgl. angekuppelt. Jeder Elektromotor
25 ist so ausgelegt, daß er etwa die halbe Leistung des Heizstromgenerators 12 aufnehmen und an das
Hauptgetriebe 4 abgeben kann. In der Leitung 27 des Heizstromgenerators sind Schalter 28 und 29 vorgesehen,
so daß je nach Bedarf der Heizanschluß 30 für die angehängten Wagen und bzw. oder die beiden
Elektromotoren 25 angeschaltet werden können. Damit ist die Möglichkeit gegeben, Spitzenlasten der
Lokomotive durch die Gasturbinenanlage zu decken und die Lokomotive selbst bei Ausfall beider Dieselmotoren
1 noch bewegen zu können. Die Elektromotoren 25 sind vorteilhaft gleichzeitig die Lichtanlaßmaschinen.
Selbstverständlich kann bei einem entsprechenden Hauptgetriebe 4 auch nur ein Elektromotor 25 mit der
Leistung des Heizstromgenerators 12 vorgesehen sein..
Claims (4)
1. Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in Diesellokomotiven mit hydraulischer und/oder
mechanischer Kraftübertragung, gekennzeichnet durch die an sich bekannte Anordnung eines
eigenen Heizstromgenerators (12), der durch eine Gasturbinenanlage betrieben wird, deren Gasturbine
(14) jedoch eintrittseitig mit den Auspuffleitungen (22) und deren Verdichter (13) druckseitig
mit den Ansaugleitungen (21) der Dieselmotoren (1) verbunden ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasturbine (14) und/oder der
Verdichter (13) mehrere zwischenstufige Zuführungen bzw. Anzapfungen zur jeweiligen Verbindung
mit den Dieselmotoren (1) aufweist.
3. Anlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen d r Gasturbine
(14) und dem Heizstromgenerator (12) eine an sich bekannte ausrückbare Kupplung (10)
vorgesehen ist.
4. Anlage räch den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem oder den
Dieselmotoren (1) ein oder mehrere Elektromotoren (25) zuschaltbar vorgesehen sind, deren
Gesamtleistung der des Heizstromgenerators 12) entspricht und mit diesem im Bedarfsfalle verbunden
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 725 660.
Deutsche Patentschrift Nr. 725 660.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955K0027266 DE1055035C2 (de) | 1955-11-04 | 1955-11-04 | Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in Diesellokomotiven |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955K0027266 DE1055035C2 (de) | 1955-11-04 | 1955-11-04 | Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in Diesellokomotiven |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1055035B DE1055035B (de) | 1959-04-16 |
| DE1055035C2 true DE1055035C2 (de) | 1959-10-15 |
Family
ID=7217836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1955K0027266 Expired DE1055035C2 (de) | 1955-11-04 | 1955-11-04 | Anlage zum Erzeugen von Heizenergie in Diesellokomotiven |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1055035C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1422117A1 (de) * | 2002-11-21 | 2004-05-26 | Magnetek S.p.A. | Notenergieversorgungsaggregat für Züge und Zug mit einem solchen Aggregat |
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE725660C (de) * | 1940-10-15 | 1942-09-26 | Bbc Brown Boveri & Cie | Raumheizung mit einer insbesondere zum Antrieb von Schienenfahrzeugen dienenden Verbrennungsturbinenanlage |
-
1955
- 1955-11-04 DE DE1955K0027266 patent/DE1055035C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1055035B (de) | 1959-04-16 |
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