DE404700C - Verfahren zum Betriebe von Eisenhochoefen - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Eisenhochoefen

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DE404700C
DE404700C DEH95183D DEH0095183D DE404700C DE 404700 C DE404700 C DE 404700C DE H95183 D DEH95183 D DE H95183D DE H0095183 D DEH0095183 D DE H0095183D DE 404700 C DE404700 C DE 404700C
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blast furnaces
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/001Injecting additional fuel or reducing agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betriebe von Eisenhochöfen. Ein großer Nachteil des heutigen Hochofenbetriebes ist seine geringe Regelbarkeit. Um Störungen durch plötzliche Abkühlung des Ofens zu vermeiden, arbeitet man auf vielen Werken mit einer Heißwindreserve, d. h. man betreibt den Ofen häufig mit einen Zusatz von Kaltwind. Diesen stellt man bei Störungen ab und bläst dann nur mit Heißwind. Da bei diesem Verfahren die Winderhitzung nicht voll ausgenutzt wird, stellt es eine Koksverschwendung dar. Man hat auch mehrfach versucht, Störungen .durch Einblasen von Brennstoff durch die Windformen zu beseitigen. Dieses Verfahren führt .aber nicht zum Ziel, weil der kalt eingeblasene Brennstoff eine niedrigere Verbrennungstemperatur ergibt als der oben aufgegichtete Koks, der hocherhitzt vor den Formen ankommt. Man hat endlich versucht, die Temperatur im Ofen durch Zusatz von Sauerstoff zu erhöhen. Das Verfahren ist vorübergehend wirksam, gleichzeitig sinkt aber die Temperatur im Hochofenschacht, weil die im Stickstoff des Heißwindes enthaltene Wärineinenge fortfällt, und es treten nach einiger Zeit erneut Störungen im Hochofengang und Unregehnäßigkeiten in der Beschaffenheit des Eisens ein.
  • Gemäß vorliegender Erfindung werden nun gleichzeitig Sauerstoff und Brennstoff in den Hochofen eingeblasen, und zwar etwa in dein Verhältnis, wie sie zur CO-Bildung erforderlich sind. Auf diese Weise erhält der Hochofen eine Zusatzbeheizung, durch welche die Temperatur vor den Formen erhöht wird, ohne daß die Vorgänge im Schacht gestört «-erden.
  • Daß das Verfahren schon bei geringeren Zusätzen von Sauerstoff und Brennstoff wirksam ist, ergibt die Berechnung der Verbrennungstemperaturen. Kohlenstoff, der vor den Formen auf i 5oo° erhitzt ankommt, ergibt bei der Verbrennung mit Heißwind von 8oo' eine Verbrennungstemperatur von 216o°. Dagegen liefert kalter Kohlenstoff mit kaltem Sauerstoff eine Temperatur von 3325°. Eine Mischung aus ioo Teilen Heißwind und io Teilen Sauerstoff (angereicherte Luft mit 28 Prozent O) ergibt eine Verbrennungstemperatur von 230c, also 18o° mehr als der aufgegichtete Koks.
  • Die Wirkung des Verfahrens kann dadurch erhöht werden, daß man den Sauerstoff bereits vor dem Winderhitzer zusetzt. Sauerstoff von 8oo° ergibt finit kaltem Kohlenstoff eine Verbrennungstemperatur von 3 59o°. Die Mischung aus ioo Teilen Heißwind und io Teilen erhitztem Sauerstoff ergibt dann eine Verbrennungstemperatur von 2380, also 22o- mehr als aufgegichteter Koks und Heißwind allein. Endlich ist es natürlich möglich, auch noch den einzublasenden Brennstoff in bekannter Weise vorzuwärmen. Der Sauerstoffzusatz führt zur Erhöhung der CO-Konzentration, wodurch die Reduktionsarbeit im Schacht beschleunigt wird. Das beschriebene Verfahren eignet sich nicht nur zur Behebung von Hochofenstörungen, sorIdern . auch zum... Erlyl,Asen von Eisensorten, bei denen es auf hohe Gestelltemperaturen ankommt, beispielsweise von hochsiliziertem Eisen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCIi: Verfahren zum Betriebe von Eisenhochöfen, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig Sauerstoff und Brennstoff in das Gestell eingeblasen werden.
DEH95183D 1923-11-06 1923-11-06 Verfahren zum Betriebe von Eisenhochoefen Expired DE404700C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1213446B (de) * 1961-10-25 1966-03-31 Rheinstahl Huettenwerke Ag Verfahren zum Betrieb von Hochoefen fuer die Roheisenerzeugung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1213446B (de) * 1961-10-25 1966-03-31 Rheinstahl Huettenwerke Ag Verfahren zum Betrieb von Hochoefen fuer die Roheisenerzeugung

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