DE403317C - Verfahren zum Aufschuetten von Halden durch Kabelkrane - Google Patents

Verfahren zum Aufschuetten von Halden durch Kabelkrane

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DE403317C
DE403317C DEB112362D DEB0112362D DE403317C DE 403317 C DE403317 C DE 403317C DE B112362 D DEB112362 D DE B112362D DE B0112362 D DEB0112362 D DE B0112362D DE 403317 C DE403317 C DE 403317C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C47/00Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
    • E21C47/02Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for coal, brown coal, or the like

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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Control And Safety Of Cranes (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)
  • Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)

Description

In Braunkohlentagebauen werden die über der Kohle lagernden Erdmassen abgebaggert und durch Kippzüge nach einer anderen Stelle befördert, wo sie auf die Halde, geschüttet werden. Diese Abraumhalden oder Kippen werden in beträchtlicher Höhe ausgeführt, um an Grundfläche zu sparen und somit wenig Kulturland für die Halde in Anspruch zu nehmen. Solche Halden sind aber eine große Gefahr für die Kippzüge, die den Abraum auf die Halde befördern, da erfahrungsgemäß sehr leichtl eine Verschiebung der lose aufgeschütteten Erdmassen und damit ein Abstürzen des Kippzuges einschließlich der Gleise eintreten kann.
Um dieser Gefahr zu entgehen, baut man sog. Absetzvorrichtungen. Diese sollen die gekippten Erdmassen mit Hilfe von Eimeroder Kratzerketten oder auch von Gurtbändern derart nach außen befördern, daß die
ao Böschungskante der Kipphalde nach vorwärts verschoben und dadurch das Anfuhr- oder Kippgleis gesichert wird. Diesen bekannten Absef^yorrichtungen ist jedoch der Hauptnachteil gemeinsam, daß die Austrag- oder Absetzweite zu gering ist, um bei größeren Sturzhöhen die Kippe ständig sicher zu halten. Schon bei kleineren Kipphöhen von 20 bis 25 m betragen die Ausbrüche, die an den Kippkanten auftreten, so viel, daß das Gleis der Absetzvorrichtung und damit diese selbst gefährdet ist. Um so mehr ist dies bei wirklich großen Kipphöhen von 40 bis 60 m der Fall. Um eine ständig sichere Kippe zu erhalten, müßte die Absetzweite ein Mehrfaches der bis jetzt erreichten betragen« Eine wesentliche Vergrößerung dieser ist aber nicht möglich, da entsprechend der notwendigen! Kettenverlängerung das Gegengewicht in der Absetzvorrichtung vergrößert werden müßte, wodurch aber wieder das Gesamtgewicht für die Belastung des lose aufgeschütteten Bodens zu groß würde.
Durch die Erfindung, die die Schaffung eines Verfahrens zum Aufschütten von Halden durch Kabelkrane bezweckt, soll dieser Nachteil beseitigt werden. Die zur Ausführung des Verfahrens verwendete Vorrichtung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel in Abb. 1 im Aufriß und in Abb. 2 im Grundriß dargestellt.
An Uer Laufkatze b eines an sich bekannten Kabelkranes α ist ein Kratzer c fahrbar und heb- und senkbar aufgehängt. Die Kipp* wagen d des Kippizuges entleeren ihren Inhalt auf der Kippe. Zum Verschieben des Kratzers über die Anschüttfläche dient das Kratzerseil e.
Die Betriebsweise des Verfahrens ist folgende :
Nach Entleeren der Kippwagen d wiid der
Kratzer c in das Abraumgut dicht neben dem Kippgleis abgesenkt und durch das Zugseil e nach vorn gezogen. Sobald der Führer an dem Meßinstrument abliest, daß der Kraftbedarf nur noch dem Leerlauf entspricht,, der verschobene Abraum also gänzlich auf Halde geschafft ist, leitet er die Rückfahrtbewegung ein und hebt gleichzeitig den Kratzer um ein bestimmtes Maß. Infolge des ίο Seildurchhanges des Kabelkranes α wird die Halde nach der Linie x-y angeschüttet. Ist der Punkt y erreicht — also ein weiterer Ausbau der Halde mit Rücksicht auf das abzubauende Kohlenflöz nicht möglich —, so wird die Fläche x-y-z angefüllt. Dies geschieht dadurch, daß der Kratzer während der Vorwärtsbewegung angehoben wird, und zwar entsprechend dem Durchhang des Kabelkranseiles α, so daß nach erfolgter Aufschüttung eine Wagerechte x-z entsteht. Die Verlegung der Kippwagengleise ist nicht, wie bei den bekannten Verfahren, an das Fortschreiten der Haldenanschüttung gebunden; sie kann vielmehr beliebig an den für den Betrieb passenden Zeitpunkten erfolgen und macht sich auch erst in größeren Zeitabschnitten erforderlich. Bei dieser Verlegung; kann man die Gleise in entsprechender Entfernung von der Kante ζ oder χ halten. Ein Rutschen der Kippe ist auf diese Weise überhaupt nicht zu befürchten.
Der Kranturm auf der Kippe ist verhältnismäßig leicht ausgeführt, da er lediglich zur Umführung der Hub- und Zugseile und zur Befestigung des Tragkabels dient. Die Tragkabel werden sehr wenig beansprucht, da sie nur das Eigengewicht der Laufkatze und des Kratzers aufzunehmen haben.
Die Halde kann bei richtiger Wahl der Kabelkranspannweite dem Abbau des Kohlenflözes entsprechend in der Pfeilrichtung vergrößert werden. Die Kabelkrananlage ist verfahrbar eingerichtet, so daß auf diese Weise die Abraumhalde auf jede gewünschte Breite angeschüttet werden kann". Da es, wie eingangs schon erwähnt, wünschenswert ist, das Abraumgut so hoch wie möglich anzuschütten, um an Grundfläche zu sparen, kann die Halde nach erfolgter Aufschüttung bis in die Wagerechte ji-z durch Erhöhung der Kabelkrantürme entsprechend höher angeschüttet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Aufschütten von Halden durch Kabelkrane, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Haldenplatz zugeführte Abraumgut durch einen an der Kabelkrankatze aufgehängten Kratzer (c) über den Haldenplatz verteilt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einebnen der Halde der Kratzer (c) beim Arbeiten außer der Fahrbewegung auch noch eine Hubbewegung vollführt.
Abb.
Abb.
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