DE402007C - Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen

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DE402007C
DE402007C DEA35404D DEA0035404D DE402007C DE 402007 C DE402007 C DE 402007C DE A35404 D DEA35404 D DE A35404D DE A0035404 D DEA0035404 D DE A0035404D DE 402007 C DE402007 C DE 402007C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00

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  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Darstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen durch Bessemern von Chromlegierungen mit hohem Siliziumgehalt gemäß Hauptpatent 393999 und besteht darin, daß chromhaltige Schlacke von einem weiter fortgeschrittenen Stadium des Entsilizierens eines früheren Bessemerprozesses einem folgenden Bessemerprozeß in einem früheren Stadium oder schon am Anfang des Entsilizierens zugeführt wird, bis der Chromgehalt der Schlacke ein Minimum erreicht hat, worauf das Blasen unterbrochen und nach Abgießen der ganz oder nahezu chromfreien Vorschlacke zu Ende geführt wird.
  • Die entstandene chromhaltige Endschlacke wird vorteilhaft in dem Konverter zurückgehalten, so daß sie an dem Verblasen der nächsten Charge teilnimmt.
  • Beim Verblasen einer siliziumreichen Chromlegierung wird bekanntlich zunächst überwiegend Silizium oxydiert. Mit dem sinkenden Siliziumgehalt in der gebessemerten Legierung wird die Oxydation von Chrom gesteigert. Es hat sich nun herausgestellt, daß ntben dem Siliziumgehalt der Legierung für die Oxydation des Chroms der Chromgehalt der mit der gebessemerten Legierung in Berühnzng befindlichen Schlacke bestimmend ist. Es verhält sich nämlich so, daß (unter im übrigen gleichen Verhältnissen) einem gewissen augenblicklichen Siliziumgehalt in der gebessemerten Legierung ein gewisser augenblicklicher Chromgehalt in der Schlacke entspricht. Beispielsweise entsprechen, unter gewissen Umständen, 15 Prozent Si in der Legierung etwa 3 Prozent Cr in der Schlacke, und andererseits entspricht etwa i Prozent Si in der Legierung etwa 15 Prozent Cr in der Schlacke. Hierbei ist es gleichgültig, vorausgesetzt daß die Gleichgewichtslage zwischen einerseits Silizium in der Legierung und anderseits Chrom in der Schlacke sich hat einstellen können, ob das in der Schlacke vorhandene Chrom von der Oxydation des Chroms der gebessemerten Legierung stammt oder der Schlacke, beispielsweise in Form von Stoffen, welche Sauerstoffchromverbindungen enthalten, zugeführt worden ist. Wie sich die Gesetzmäßigkeit, die hier vorstehend erläutert ist, äußert, dürfte aus folgendem Beispiel hervorgehen: Angenommen, beim Bessemern einer Siliziumchromlegierung sei der Siliziumgehalt der Legierung in einem gewissen Augenblick auf 15 Prozent heruntergebracht worden. In der mit der Legierung in Berührung befindlichen Schlacke sind dann etwa 3 Prozent Cr vorhanden. Wird nun dem fortschreitenden Prozeß Chromerz zugeführt (das also den Chromgehalt der Schlacke auf über 3 Prozent erhöht), so hört nicht nur augenblicklich die Oxydation des Chroms der Legierung auf, sondern es wird vielmehr nunmehr Chrom mit Silizium aus der Schlacke ausreduziert, und dies geht so lange weiter, bis der Chromgehalt der Schlacke so weit gesunken ist, daß er dem augenblicklichen Siliziumgehalt entspricht. Wäre andererseits in dem angeführten Beispiel der Schlacke anstatt Chromerz beispielsweise chromfreies Kalksilikat von entsprechender Basizität zugeführt worden, so würde die Siliziumoxydation augenblicklich aufhören und statt dessen ausschließlich Chrom oxydiert werden, bis der Chromgehalt der Schlacke eine dem augenblicklichen Siliziumgehalt der Legierung entsprechende Höhe erreicht hätte.
  • Wie die vorstehend erläuterten Verhältnisse durch das neue Verfahren nutzbar gemacht werden können, dürfte am besten aus folgendem Anwendungsbeispiel hervorgehen : In einem Konverter wird 35 Prozent Si enthaltendes Siliziumchromeisen in bekannter Weise mit Luft gefrischt. Dem fortschreitenden Prozeß wird hierbei chromreiche Schlacke (mit beispielsweise 15 Prozent Cr) von einem vorhergehenden Bessemerprozeß zugeführt. Diese Schlacke schmilzt und verbindet sich im Konverter mit der durch die Oxydation gebildeten Schlacke. Solange der Gehalt der gebessemerten Legierung an Silizium noch hoch ist, wird hierdurch nicht nur jegliche Oxydation des Chroms der Legierung verhindert, sondern es wird auch Chrom aus der Schlacke herausreduziert und in die Siliziumchromlegierung überführt. Diese Reduktion von Chrom aus der Schlacke erfolgt, bis Gleichgewichtslage zwischen dem Siliziumgehalt der Legierung einerseits und dem Chromgehalt der Schlacke anderseits sich hat einstellen können. Würde darauf das Bessemern fortgesetzt werden, so würde wiederum Chrom anfangen, aus der Legierung oxydiert zu werden. Um dies zu vermeiden, wird daher das Bessemern so nahe wie möglich dem Augenblick, wo der Chromgehalt der Schlacke ein Minimum ist, unterbrochen, was an der Farbe der Schlacke ziemlich scharf erkannt werden kann. Die im Konverter befindliche Schlacke wird abgelassen, worauf das Bessemern der Legierung, gegebenenfalls unter Zuführung von Chromerz und Kalk, fortgesetzt wird, bis der Siliziumgehalt der gebessemerten Legierung auf den gewünschten Grad heruntergebracht ist. Der Prozeß wird dann abgeschlossen, Legierung und Schlacke abgegossen und die Schlacke zu einem folgenden Bessemerprozeß verwandt und zweckmäßig zu einem möglichst frühen Entsilizierungsstadium zugeführt.
  • Eine andere zweckmäßige Ausführungsform des neuen Verfahrens besteht darin, daß man, nachdem ein Bessemerprozeß zu Ende geführt ist, im Konverter die darin befindliche chromreiche Schlacke in möglichst großem Umfange zurückbehält (während die fertiggeblasene Legierung abgegossen wird), zu dieser Schlacke eine entsprechende Menge Siliziumchromlegierung beimischt und bessemert, bis der Chromgehalt der Schlacke auf ein Minimum heruntergegangen ist. Dann wird die Schlacke abgegossen, während die Legierung im Konverter zurückbleibt und weiter gefrischt wird, gegebenenfalls unter Zuführung von Chromerz und Kalk, bis die Entsilizierung der Legitrung beendigt ist; hieräuf wird die Legierung unter Zurückhaltung der Schlacke im Konverter abgegossen, eine neue Menge Siliziumchromlegierung in diesen eingegossen usf.
  • Durch zweckmäßige Regelung der Zusammensetzung der Siliziumchromlegierung, d.er Windmenge usw. kann man auf diese `'eise bewirken, daß sämtliche entfallende chromreiche Schlacke ausgenutzt werden kann und daß der Verlust an Chrom durch die Schlacke äußerst gering wird.
  • Die oben angeführten Verfahren sind natürlich nur Beispiele für die Ausführung der Erfindung, deren Kennzeichen darin besteht, daß r. Schlacke von einem späteren Entsilizierungsstadium eines vorhergehenden Bessemerprozesses einem folgenden Bessemerprozeß in einem früheren (am besten möglichst frühen) Entsilizierungsstadium zugeführt wird, worauf gebessemert wird, bis der Chromgehalt der Schlacke ein Minimum ist, und 2. in diesem Augenblick (oder jedenfalls so nahe demselben, wie es praktisch möglich ist) das Blasen unterbrochen und die im Konverter befindliche Schlacke abgegossen wird, bevor das Blasen, gegebenenfalls unter Zuführung von chromreichen Stoffen und Basen, fortgesetzt wird.
  • Nicht von Bedeutung ist dagegen, daß das Abgießen der Schlacke nur einmal erfolgt. Es hindert nichts daran, z. B. derart zu verfahren, daß, wenn das Bessemern eingeleitet ist, eine kleinere Menge Schlacke zugeführt wird, hierauf gebessemert wird, bis die Schlacke praktisch genommen chromfrei ist, sodann die Schlacke abgegossen, eine neue Schlackenmenge zugeführt und gebessemert wird, bis der Chromgehalt derselben ein Minimum ist, worauf wieder abgegossen wird usf. Ebensowenig ist es wesentlich, daß die zugeführte Schlacke gerade c@.e Endschlacke von einem vorhergehenden Prozeß ist.
  • Dagegen ist es klar, daß es keinen Vorteil gewähren würde, falls das Bessemern, nachdem Schlacke zugeführt ist, bis zu einem Entsilizierungsstadium fortgesetzt würde, das weiter fortgeschritten wäre als dasjenige, in welchem der Prozeß, von dem die Schlacke stammt, sich befand, als die Schlacke demselben entnommen wurde.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Darstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen durch Bessemern von Chromlegierungen mit hohem Siliziumgehalt nach Patent 393999 dadurch gekennzeichnet, daß chromhaltige Schlacke von einem weiter fortgeschrittenen Stadium des Entsilizierens eine früheren Bessemerprozesses einem folgenden Bessemerprozeß in einem früheren Stadium oder schon am Anfang des Entsilizieren;: zugeführt wird, daß sodann mit dem Bessemern so lange fortgefahren wird, bis der Chromgehalt der Schlacke ein Minimum erreicht hat, worauf das Blasen unterbrochen und nach Abgießen der ganz oder nahezu chromfreien Vorschlacke zu Ende geführt wird..
  2. 2. Verfahren nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die entstandene chromhaltige Endschlacke in dem Konverter zurückgehalten wird und daß sie an dem Verblasen der nächsten Charge teilnimmt.
DEA35404D 1918-11-15 1921-05-05 Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen Expired DE402007C (de)

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