DE4018461C2 - Verschlußauslösemechanismus - Google Patents
VerschlußauslösemechanismusInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verschlußauslösemechanismus
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein
Mechanismus dieser Art ist aus der DE-OS 24 15 318 bekannt.
Im allgemeinen ist bei Kameras mit einer Autofokusfunk
tion (im folgenden mit AF-Funktion abgekürzt) der Bewe
gungsweg eines Auslösers zweistufig ausgelegt, wobei
eine Autofokuseinheit nach dem Niederdrücken auf die
erste Stufe betätigt wird und, nachdem der Betrieb der
Autofokuseinheit abgeschlossen ist (also automatisch
fokussiert ist), das Betätigen der zweiten Stufe möglich
ist, um den Verschluß auszulösen.
Bei dieser Anordnung kann ein Fehler aufgrund einer
durch Auslösen des Verschlusses während des Betriebs der
Autofokuseinheit hervorgerufenen Unschärfe von vornher
ein verhindert werden.
Dies ist auch anwendbar, wenn eine Aufnahme unter Ver
wendung eines Selbstauslösers ausgeführt wird, und der
Selbstauslöser kann üblicherweise betätigt werden, nach
dem der Betrieb einer Autofokuseinheit abgeschlossen
worden ist.
Bei Kameras mit einem mechanischen Verschluß sind die
Mechanismen des Verschlusses und des Selbstauslösers
jedoch sehr kompliziert und groß ausgeführt, um zu er
lauben, daß der Selbstauslöser betätigt wird, nachdem
der Betrieb einer Autofokuseinheit abgeschlossen ist,
wie zuvor beschrieben, was verhindert, daß Kameras ins
gesamt verkleinert und deren Preis reduziert werden
kann.
Wenn der Selbstauslöser verwendet wird, kann ein Photo
graph den Auslöser nicht dauernd betätigt halten
(in einem Zustand, in dem das Niederdrücken auf die
erste Stufe bewirkt ist). Daher ist eine Anordnung not
wendig, die diesen Zustand halten kann, so daß ein
Verschluß erst ausgelöst wird, nachdem das Fokussieren
abgeschlossen ist.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen verbes
serten Verschlußauslösemechanismus anzugeben, bei dem ein Aus
löseknopf während eines Autofokusbetriebs in der ersten
Stufe gehalten werden kann, bevor der Verschluß betätigt
wird.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale
des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Bei dem eingangs genannten bekannten Verschlußauslösemechanismus
wird im Normalbetrieb ohne Selbstauslöser ein Auslöseelement
von der Ausgangsstellung in seine Auslösestellung
durchgedrückt. Dabei betätigt ein an dem Auslöseelement
schwenkbar gelagerter Auslösehebel mit einer Nase einen Verschlußbetätigungshebel.
Soll mit Selbstauslöser fotografiert werden, so wird wiederum
das Auslöseelement von seiner Ausgangsstellung bis zu seiner
Auslösestellung durchgedrückt, wobei dieses Mal jedoch der
Auslösehebel so verschwenkt wird, daß er den Verschlußbetätigungshebel
nicht betätigen kann. Das Auslöseelement wird in
seiner Auslösestellung von einem Sperrhebel arretiert, der
mit einer Sperrklinke dabei einen Zapfen an dem Auslösehebel
umgreift. Das Auslöseelement kann also nur zwei Endstellungen
einnehmen. Eine Zwischenstellung für das Auslöseelement ist
nicht vorgesehen.
Beim Übergang in seine Auslösestellung im Selbstauslöserbetrieb
nimmt das Auslöseelement mit einer weiteren Nase eine
Selbstauslöserplatte über einen Teil ihres möglichen Stellweges
mit. Den restlichen Teil des Stellweges bis zu dem Punkt,
zu dem die Selbstauslöserplatte mit einem Mitnehmer den Verschlußbetätigungshebel
verschwenkt, wird die Selbstauslöserplatte
über ein Hemmwerk des Selbstauslösemechanismus verstellt.
Die Arretierung des Auslöseelements in der Auslösestellung
dient nur dazu, die Selbstauslöserplatte in der halb
niedergedrückte Stellung zu halten, aus der heraus sie von
dem Antriebsmechanismus des Selbstauslösers nach unten verstellt
werden kann, bis der Verschlußbetätigungshebel betätigt
wird.
Für das Auslöseelement ist also keine Zwischenstellung
vorgesehen. Die Zwischenstellung des Auslöseelements bei der
erfindungsgemäßen Lösung dient nun dazu, eine Autofokusfunktion
auch nach dem Betätigen des Auslöseknopfes im
Selbstauslöserbetrieb zu ermöglichen. Die Autofokusfunktion
ist aber nur in einer Zwischenstellung des Auslösehebels
möglich. Es würde auch nicht genügen, den Auslösehebel bei
dem bekannten Verschlußauslösemechanismus mit einem Schalter
zur Betätigung der Autofokusfunktion zu kombinieren, da kein
Haltemechanismus vorgesehen ist, der das Auslöseelement in
der zur Autofokussierung erforderlichen Zwischenstellung halten
könnte. Gerade dies wird aber durch die Erfindung möglich.
Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrie
ben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Explosionsansicht eines
Verschlußauslösemechanismus einer Kamera,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine obere Mutterplatte
in dem Zustand der üblichen Verwendung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die obere Mutterplatte,
wenn ein Selbstauslöser gesetzt ist; und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Mutterplatte, wenn
der Betrieb des Selbstauslösers beginnt.
Fig. 1 ist eine perspektivische Explosionsteilansicht
eines Verschlußauslösemechanismus einer Kamera,
und eines Teils der Selbstauslösereinrichtung.
Dieser Mechanismus hat als Auslöseelement einen Aus
lösestab 10 und ein Verzögerungselement 11,
wobei beide auf- und abwärts (ent
lang einer durch einen Pfeil AB in der Zeichnung angege
benen Richtung, wobei die Richtung "A" die Aufwärtsrich
tung ist und die Richtung "B" die Abwärtsrichtung ist)
gleitbar auf der Oberseite an einem Ende einer Verschlußbasisplatte 1 ange
ordnet sind, und hat eine Selbstauslöseeinrichtung 20,
die unter der Basisplatte 1 an der Stelle ange
ordnet ist, wo der Auslösestab 10 und das Verzögerungs
element 11 liegen.
Der Auslösestab 10 ist an der Verschlußbasisplatte 1
derart angebracht, daß zwei in einem oberen bzw. einem
unteren Abschnitt des Stabs ausgebildete Schlitze glei
tend an Führungsstiften 12, 12 angreifen, die an ent
sprechenden oberen und unteren Stellen der Verschlußba
sisplatte 1 angeordnet sind. Dadurch kann der Auslöse
stab 10 gleitend aufwärts und abwärts um einen vorbe
stimmten Hub bewegt werden, indem er von den Führungs
stiften 12, 12 geführt wird.
Das Verzögerungselement 11 ist überlappend auf der Vor
derseite des Auslösestabs 10 angeordnet, wobei in diesem
ausgebildete Schlitze - ähnlich wie der Auslösestab 10 -
an den Führungsstiften 12, 12 angreifen. Das Verzöge
rungselement 11 kann also auch gleitend um einen vorbe
stimmten Hub in der Richtung bewegt werden, entlang der
die Führungsstifte 12, 12 angeordnet sind (Aufwärts- und
Abwärtsrichtung), und zwar unabhängig von dem Auslöse
stab 10.
Ein Federaufhängungsvorsprung 10A steht in der Nachbar
schaft des unteren Endes des Auslösestabs 10 seitlich ab
und Federn 13 und 14 sind zwischen dem Federaufhängungs
abschnitt 10A und einem Aufhängungshaken 1A, der von der
oberen Seite der Verschlußbasisplatte 1 absteht, bzw.
einem Aufhängungsteil 11A gespannt, der von der oberen
Seite des Verzögerungselements 11 seitlich absteht. Der
Auslösestab 10 wird durch die Spannkraft der Feder 13
gegenüber der Verschlußbasisplatte 1 nach oben gedrückt
und das Verzögerungselement 11 wird durch die Spannkraft
der Feder 14 gegenüber dem Auslösestab 10 nach unten
gedrückt.
Es ist anzumerken, daß - in einem unbetätigten Zustand -
die untere Kantenfläche eines Stoppers 11B, der als
Biegung von einer vorbestimmten Seitenkante des Verzöge
rungselementes 11 in Richtung auf die Rückseite ausge
bildet ist, gegen die obere Seitenkantenfläche des Fe
deraufhängungsvorsprunges 10A des Auslösestabs 10 an
stoßend gehalten ist, um dadurch die positionsmäßige
Beziehung zwischen dem Stab und dem Element zu
bestimmen. Gewöhnlich werden sie in diesem Zustand in
Kombination gleitend bewegt, und das Verzögerungselement
kann nur durch diese Maßnahme davor bewahrt werden, daß
es durch die Kraft der Feder 14 nach unten bewegt wird.
Weiterhin wird - wie es später im Detail beschrieben
wird - der Auslösestab 10 durch einen nicht gezeigten
Verschlußschalter niedergedrückt, was eine gemeinsame
Bewegung eines Niederdrückungsteils 11D des Verzöge
rungselements 11 mit dem Auslösestab 10 verursacht, um
ein Verschlußbetätigungselement 4 niederzudrücken, wo
durch ein Verschluß ausgelöst wird.
Ein Betätigungsvorsprung 10B zum Betätigen der Selbst
auslöseeinrichtung 20 steht an einer vorbestimmten
Stelle von der Rückseite des Auslösestabs 10 vor, und das
äußerste Ende des Betätigungsvorsprunges reicht über
eine Aussparung der Seitenkante der Verschlußbasisplatte
1 in das Innere der Selbstauslöseeinrichtung 20, die an
der Rückseite angeordnet ist.
Ein Bein 11C mit einer vorbestimmten Breite, das um eine
vorgegebene Länge in Richtung auf die Rückseite gebogen
ist, ist an einer Seitenkante etwa in der
Mitte des Verzögerungselements 11 ausgebildet, und das
äußerste Ende des Beins 11C reicht - ähnlich wie der
Betätigungsvorsprung des Auslösestabs 10 - über die
Aussparung der Seitenkante der Verschlußbasisplatte 1
in das Innere der Selbstauslöseeinrichtung 20, die an
der Rückseite angeordnet ist.
Die untere Seitenkante des Verzögerungselements 11 ist
um eine vorbestimmte Breite in Richtung auf die Rück
seite gebogen, um ein Niederdrückungsteil 11D zum Nie
derdrücken des Verschlußbetätigungselements 4 zu bilden.
Die Selbsauslöseeinrichtung 20 hat eine obere Mutter
platte 2 und eine untere Mutterplatte 3, die überlappend
an der Unterseite des Abschnitts der Verschlußbasisplatte
1 angeordnet sind, an dem der Auslösestab 10 und das
Verzögerungselement 11 angebracht sind. Eine erste Halteeinrichtung
21, eine zweite Halteeinrichtung
22, ein Selbstauslöser-Betätigungselement 23 und
eine Freigabeeinrichtung 24 sind auf der Oberseite
der oberen Mutterplatte 2, d.h. auf der Seite angeord
net, die der Unterseite der Verschlußbasisplatte 1 gegen
überliegt, und ein Getriebe- und Hemmechanismus 30 mit
Zeitgeberfunktion ist zwischen der oberen Mutterplatte 2
und der unteren Mutterplatte 3 angeordnet.
Die obere Mutterplatte 2 ist an der Unterseite der Ver
schlußbasisplatte 1 über runde Vorsprünge 2A mit einer
vorbestimmten Höhe angebracht, die in drei vorbestimmten
Positionen auf der Oberseite der Platte 2 angeordnet
sind. Zwischen der Unterseite der Verschlußbasisplatte 1
und der Oberseite der oberen Mutterplatte 2 ist ein
vorbestimmter Raum ausgebildet. Es ist anzumerken, daß
die äußere Endfläche des Betätigungsvorsprungs des
Auslösestabs 10 um einen vorbestimmten Abstand höher
liegt als die Vorderseite der oberen Mutterplatte 2, was
später beschrieben wird, und daß das äußere Ende des
Beins 11C des Verzögerungselements 11 sich in eine
Position erstreckt, wo es der Mutterplatte 2 überlagert
ist. In dem Abstand der oberen Mutterplatte 2, wo das
Bein 11C angreift, ist jedoch ein Schlitz 2B entlang
einer Richtung ausgebildet, entlang der das Verzöge
rungselement 11 auf- und abwärts bewegt wird, wodurch
das äußere Ende des Beins 11C in den Schlitz 2B einge
führt ist, damit es die obere Mutterplatte 2 nicht
beeinflußt.
An der unteren Mutterplatte 3 stehen Vorsprünge 3A, 3A
mit einer vorbestimmten Höhe diagonal angeordnet vor,
über die die untere Mutterplatte 3 an der oberen Mutter
platte 2 angebracht ist, und durch die ein Raum ausge
bildet wird, in dem der Getriebe- und der Hemmechanismus
30 aufgenommen ist.
Fig. 2 stellt eine Draufsicht auf die obere Mutterplatte
2 dar. Die erste Halteeinrichtung 21 ist derart
an der oberen Mutterplatte 2 angebracht, daß sie um eine
Welle 25 gedreht werden kann, und die zweite Halteeinrichtung
22 ist überlappend auf der oberen
Seite der ersten Halteeinrichtung 21 derart
angebracht, daß sie unabhängig um die selbe Welle 25
gedreht werden kann. Die Freigabeeinrichtung 24
ist drehbar an einer Position angebracht, die den äußer
sten Anlageabschnitten 21A und 22A der ersten
Halteeinrichtung 21 bzw. der zweiten Halteeinrichtung
22 entspricht. Das Selbstauslöser-Betäti
gungselement 23 ist um eine Welle 27 drehbar in einer
solchen Position gelagert, daß eine äußere Verriege
lungsklaue 23A desselben in den Drehbereich der
Freigabeeinrichtung 24 reicht.
Die erste Halteeinrichtung 21 hat ein Ende, an
dem der Anlageabschnitt 21A, der gegen die Freigabeeinrichtung
24 stößt, ausgebildet ist, und ein wei
teres Ende, wo der gebogene Abschnitt 21B ausgebildet
ist, der mit dem Betätigungsvorsprung der ersten
Halteeinrichtung 21 (des Auslösestabs 10) zusammen
wirkt, wenn diese um
einen vorbestimmten Winkel gedreht wird. Ein Ende einer
Torsionsfeder 28, die um die Welle 27 gelegt ist, durch
die das Selbstauslöserbetätigungselement 23 gelagert
wird, ist in Anlage gegen einen Stift 21C gehalten, der
in der Nachbarschaft des Anlageabschnitts 21A angeordnet
ist, wodurch die erste Halteeinrichtung 21 mit
tels der Torsionsfeder 28 im Uhrzeigersinn gedreht wird.
Die zweite Halteeinrichtung 22 hat ein Ende, an
dem ein Anlageabschnitt 22A ähnlich zu dem der
ersten Halteeinrichtung 21 definiert ist, welcher
Abschnitt gegen die Freigabeeinrichtung 24
anstößt, und ein weiteres Ende, an dem ein Angelhaken
förmiger Stopperteil 22B ausgebildet ist, der sich dem
Bewegungsbereich des Beins 11C des Verzögerungselements
11 überlagert, um die Bewegung des Verzögerungselements
11 zu begrenzen, wenn die zweite Halteeinrichtung
22 um einen vorbestimmten Winkel gedreht wird, was
durch eine Drehung im Uhrzeigersinn mittels einer um die
Welle 25 gelegten Torsionsfeder 26 geschieht.
Es ist anzumerken, daß die freie Drehung der ersten
Halteeinrichtung 21 und der zweiten Halteeinrichtung
22, die jeweils durch die Kräfte der Torsions
federn 26 bzw. 28 verursacht wird, derart begrenzt ist,
daß die Elemente mit ihren Anlageabschnitten 21A bzw.
22A gegen den Vorsprung 2A anstoßen.
Die Freigabeeinrichtung 24 ist auf der oberen
Mutterplatte 2 an einer Rotationswelle 29 drehbar gela
gert, wobei ein Einziehelement 24A gegen die
Anlageabschnitte 21A und 22A der ersten Halteeinrichtung
21 bzw. der zweiten Halteeinrichtung
22 anstößt, und ein Eingriffabschnitt 24B, der an
der äußeren Verriegelungsklaue 23A des Selbstauslöser-
Betätigungselements 23 angreift, in im wesentlichen
symmetrischen Positionen bezüglich der Drehwelle 29 aus
gebildet sind, und wobei ein Eingriffschlitz 24C in der
Nachbarschaft des Einziehelements 24A ausgebil
det ist. Ein Antriebsstift 31A, der in einer vorbestimm
ten Position in der Nähe des Umfangs auf der zur oberen
Mutterplatte 2 zeigenden Seite an dem ersten Zahnrad 31
des Getriebe- und Hemmechanismus 30 angebracht ist,
greift an dem Eingriffschlitz 24C an, wobei er durch die
obere Mutterplatte 2 verläuft. Über den Antriebsstift
31A werden die Freigabeeinrichtung 24 und das
erste Zahnrad 31 synchron zueinander gedreht. Das Loch
der oberen Mutterplatte 2, durch die der Antriebsstift
31 verläuft, ist als bogenförmiger Schlitz 2D mit vorbe
stimmtem Winkel derart ausgebildet, daß es eine Drehung
des ersten Zahnrads 31 und der Freigabeeinrichtung
24 nicht behindert. Weiterhin erstreckt sich
die Rotationswelle 29 zu der Vorderseite und läuft durch
die Verschlußbasisplatte 1. Somit veranlaßt eine Drehung
der Rotationswelle 29 eine Drehung der Freigabeeinrichtung
24 und des ersten Zahnrads 31, womit ein
Zeitgeber eingestellt wird.
Das Selbstauslöser-Betätigungselement 23 hat eine im
wesentlichen invertierte L-Form, ist drehbar um die
Welle 27 in der Nachbarschaft seines gebogenen Ab
schnitts gelagert und hat einen Endabschnitt mit der
Verriegelungsklaue 23A, die am äußersten Ende desselben
ausgebildet ist und an dem Eingriffabschnitt 24B der
Freigabeeinrichtung 24 angreift, um eine Drehung
derselben zu verhindern. Am anderen Ende des Selbstaus
löser-Betätigungselements 23 ist ein abgebogener Betätigungsab
schnitt 23B vorgesehen, gegen den der
Betätigungsvorsprung 10B des Auslösestabs 10 anstößt.
Das Ende der um die Welle 27 gelegten Torsionsfeder 28,
das dem an dem Stift 21C der ersten Halteeinrichtung
21 anliegendem Ende gegenüberliegt, ist mit dem
Selbstauslöser-Betätigungselement 23 in der Nachbar
schaft dessen gebogenen Abschnitts verriegelt, so daß
dieses durch die Kraft der Torsionsfeder 28 im Uhrzei
gersinn gedreht wird. Diese Drehung ist durch ein nicht
gezeigtes Begrenzungselement begrenzt, so daß die Ver
riegelungsklaue 23A in einer vorbestimmten Position
angeordnet ist, wo sie in den Rotationsbereich des
Eingriffsabschnitts 24B angreift.
Wie zuvor beschrieben, bildet der Getriebe- und Hemm
mechanismus 30 einen Zeitgeber der Selbstauslöserein
richtung, wobei ein Getriebe 33 mit mehreren
Zahnrädern in das erste Zahnrad 31 greift, ein Ende
einer Feder 32 an einer vorbestimmten Position in der
Nachbarschaft des Außenumfanges des ersten Zahnrads 31
festgelegt ist und das andere Ende an einem Haken 2C
aufgehängt ist, der an der Seitenkante der oberen Mut
terplatte 2 ausgebildet ist, wodurch das erste Zahnrad 31
durch die Zugkraft der Feder 32 im Uhrzeigersinn gedreht
wird. Wenn das erste Zahnrad 31 gegen die Zugkraft der
Feder 32 um einen vorbestimmten Winkel gegen den Uhrzei
gersinn gedreht wird durch den Betrieb der Welle 29 und
diese Drehkraft dann entfernt wird, wird das erste Zahn
rad 31 durch die Zugkraft der Feder 32 gedreht und somit
wird das Getriebe 33 gedreht. Eine vorbestimmte Reibung
wirkt gegen die Drehung, so daß eine vorbestimmte
Zeitspanne notwendig ist, damit das erste Zahnrad 31 in
seinen Ursprungszustand zurückkehrt.
Bei Normalaufnahme, wie in Fig. 2 ge
zeigt, d.h. ohne Selbstaus
löser, liegt die Drehposition des
ersten Zahnrads 31 durch die Zugkraft der Feder 32 in
einer Ausgangsposition, und die Freigabeeinrichtung
24, deren Eingriffschlitz 24C an dem auf dem ersten
Zahnrad 31 angeordnetem Drehstift 31A angreift, ist
ebenfalls in einer Ausgangsposition, in der es durch die
Wirkung des ersten Zahnrads 31 gehalten wird.
Der Verriegelungsabschnitt 24A der Freigabeeinrichtung
24 ist in Anlage an den Anlageabschnitten 21A
und 22A der ersten Halteeinrichtung 21 bzw. der
zweiten Halteeinrichtung 22 gehalten, um diese
in Positionen zu halten, in die sie um einen vorbestimm
ten Winkel gegen die Kräfte der Torsionsfedern 26 bzw.
28 gegen den Uhrzeigersinn gedreht sind.
In diesem Zustand liegt der gebogene Abschnitt 21B der
ersten Halteeinrichrung 21 außerhalb des Bewe
gungsbereichs des Betätigungsvorsprungs 10B des Auslöse
stabs 10 und der Stopperabschnitt 22B der zweiten
Halteeinrichtung 22 ist ebenfalls außerhalb des Bewe
gungsbereiches des Beins 11C des Verzögerungselements
11. Daher wird eine Bewegung des Betätigungsvorsprungs
10B und des Beins 11C des Verzögerungselements 11 nicht
reguliert und eine Bewegung des Auslösestabs 10 nach
unten, d.h. die Betätigung des Verschluß-Betätigungsele
ments 4, d.h. die Verschlußauslöseoperation, kann er
zielt werden durch Niederdrücken eines nicht gezeigten
Verschlußschalters. Es ist anzumerken, daß am Beginn der
durch das Niederdrücken des Verschlußschalters hervorge
rufenen Bewegung des Auslösestabs 10 nach unten eine
Autofokuseinheit durch einen nicht gezeigten Mechanismus
betätigt wird.
Im folgenden wird der Betrieb, wenn der Selbstauslöser
betätigt wird, unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4
beschrieben.
Fig. 3 zeigt einen Zustand, bei dem der Selbstauslöser
gesetzt ist. Wenn die Freigabeeinrichtung 24 aus
dem gewöhnlichen, in Fig. 2 gezeigten Aufnahmezustand
durch ein nicht gezeigtes Betätigungselement um einen
vorbestimmten Winkel gegen den Uhrzeigersinn gedreht
wird, wird das erste Zahnrad 31 gegen die Zugkraft der
Feder 32 gedreht, der Eingriffabschnitt 24B der Freigabeeinrichtung
24 greift an der Verriegelungs
klaue 23A am äußersten Ende des Selbstauslöser-Betäti
gungselementes 23 an, d.h. der Eingriffabschnitt 24B
verursacht, daß das Selbstauslöser-Betätigungselement 23
zunächst gegen den Uhrzeigersinn gegen die Kraft der
Torsionsfeder 28 gedreht wird, worauf dieses zurück
springt und an der Klaue eingreift.
Weiterhin werden der Stopperabschnitt 21A der ersten
Halteeinrichtung 21 und der Stopperabschnitt 22A
der zweiten Halteeinrichtung 22 aus der Anlage
durch den Verriegelungsabschnitt 24A freigegeben und
durch die Kräfte der Torsionsfeder 26 bzw. 28 gedreht.
Die zweite Halteeinrichtung 22 wird so lange
gedreht, bis sie in Kontakt mit dem Vorsprung 2A ist und
der Stopperabschnitt 22B in den Bewegungsbereich des
Beins 11C des Verzögerungselements 11 ragt, um die
Bewegung des Verzögerungselements 11 einzuschränken. Die
Drehung der ersten Halteeinrichtung 21 wird
durch den gebogenen Abschnitt 21B verhindert, der in
Anlage gegen die Seite des Betätigungsvorsprungs 10B des
Auslösestabs 10 gehalten wird. Wenn der Verschlußschal
ter bei dem Zustand nach Fig. 3 niedergedrückt wird,
werden der Auslösestab 10 und das Verzögerungselement 11
zunächst gemeinsam abgesenkt. Dieser Zustand des Betäti
gungsvorsprungs 10B und des Beins 11C ist in Fig. 3
durch gestrichelte Linien dargestellt.
Da der Stopperabschnitt 22B der zweiten
Halteeinrichtung 22 in den Bewegungsbereich des Beins
11C des Verzögerungselements 11 reicht, kommt dann das Bein
11C in Anlage an den Stopperabschnitt 22B, wodurch ein
weiteres Absenken des Verzögerungselements 11 verhindert
wird.
Der Auslösestab 10 drückt andererseits das Selbstaus
löser-Betätigungselement 23 über seinen Betätigungsvor
sprung 10B nach unten, der in Anlage an dem Betätigungs
abschnitt 23B des Selbstauslöser-Betätigungselements 23
ist, und dieser Betätigungsabschnitt wird kontinuierlich
abgesenkt, so daß das Element 23 gegen die Kraft der
Torsionsfeder 28 um die Welle 27 gegen den Uhrzeigersinn
gedreht wird.
Wenn das Selbstauslöser-Betätigungselement 23 durch den
Betätigungsvorsprung 10B des Auslösestabs 10 gegen den
Uhrzeigersinn gedreht wird, löst sich die Verriegelungs
klaue 23A von dem Eingriffabschnitt der Freigabeeinrichtung
24 derart, daß diese durch die Zugkraft
der Feder 32 im Uhrzeigersinn zu drehen beginnt. Somit
beginnt der Betrieb des Zeitgebers.
Zur gleichen Zeit bewegt sich der Betätigungsvorsprung
10B des Auslösestabs 10 über den gebogenen Abschnitt 21B
der ersten Halteeinrichtung 21 hinaus zu der
Welle 25 hin, um eine Drehung der ersten Halteeinrichtung
21 in Uhrzeigersinnrichtung zu gestatten.
Demzufolge wird die erste Halteeinrichtung 21
durch die Kraft der Torsionsfeder 28 in eine Position
gedreht, wo sie in Anlage gegen den Vorsprung 2A gehalten
wird, so daß der gebogene Abschnitt 21B in den Bewe
gungsbereich des Betätigungsvorsprungs 10B oberhalb
desselben eintritt, wie es in Fig. 4 dargestellt ist.
Wenn in diesem Zustand der Verschlußschalter, also der
Auslöser, durch den Photograph freigegeben wird, möchte
sich der Auslösestab 10 durch die Wirkung der zwischen
der Verschlußbasisplatte 1 und dem Auslösestab 10 ge
spannten Feder 13 nach oben bewegen, d.h. zurückkehren;
diese Bewegung wird jedoch dadurch verhindert, daß der
Betätigungsvorsprung 10B in Anlage an dem gebogenen
Abschnitt 21B der ersten Halteeinrichtung 21
gehalten wird, der Auslösestab 10 also in dem niederge
drückten Zustand gehalten wird. Demzufolge wird der
Betrieb der Autofokuseinheit aufrechtgehalten, also
kontinuierlich in dem Zustand gehalten, bei dem der
Auslöser niedergedrückt wurde.
Wenn das erste Zahnrad 31 des Getriebe- und Hemmechanis
mus 30, also die Freigabeeinrichtung 24 nach
einer vorbestimmten Zeitspanne in die Nähe seiner Aus
gangsposition zurückkehrt, gerät der Verriegelungsab
schnitt 24A der Freigabeeinrichtung 24 in Anlage
gegen die Anlageabschnitte 21A und 22A der ersten
Halteeinrichtung 21 bzw. der zweiten Halteeinrichtung
22. Eine weitere Drehung des ersten Zahn
rads 31 verursacht eine Drehung der ersten Halteeinrichtung
21 und der zweiten Halteeinrichtung
22 gegen den Uhrzeigersinn und gegen die Kräfte
der Torsionsfedern 26 bzw. 28.
Im Ergebnis entfernt sich zunächst der Stopperabschnitt
22B der zweiten Halteeinrichtung 22 aus dem
Bewegungsbereich des Beins 11C des Verzögerungselements
11, wodurch in diesem Moment das Verzögerungselement 11
durch die Kraft der Feder 14, die zwischen dem Verzöge
rungselement 11 und dem Auslösestab 10 gespannt ist,
abgesenkt wird und dessen Abschnitt 11D das Verschlußbe
tätigungselement 4 niederdrückt, wodurch der Verschluß
ausgelöst wird.
Das bedeutet, daß die Autofokuseinheit in Betrieb ist,
wenn der Verschluß durch den Selbstauslöser ausgelöst
wird, ohne daß der Auslöseknopf selbst noch betätigt
ist.
Somit kann erfindungsgemäß und wie oben beispielhaft
beschrieben ein Verschlußauslösemechanismus, der in Kame
ras mit einem mechanischen Verschluß und einer AF-
Funktion verwendet wird, einfach und mit geringen Abmes
sungen aufgebaut werden, wodurch auch die Kameras hin
sichtlich ihrer Abmessungen verkleinert und deren Her
stellungskosten verringert werden können.
Claims (7)
1. Verschlußauslösemechanismus für eine Kamera mit
Autofokuseinrichtung und Selbstauslöser, umfassend
ein zwischen einer Ausgangsstellung und einer Auslösestellung
verstellbares Auslöseelement (10) und
ein relativ zu diesem bewegliches Verzögerungselement
(11), das in einer Verschlußbetätigungsstellung
den Kameraverschluß betätigt, wobei das
Auslöseelement (10) für eine vorbestimmte Zeit,
bevor das Verzögerungselement (11) in die
Verschlußbetätigungsstellung bewegt wird, in eine
Zwischenstellung verstellbar ist, gekennzeichnet
durch eine erste Halteeinrichtung (21) zum Festhalten
des Auslöseelements (10) in einer Zwischenstellung,
wenn die Selbstauslöseeinrichtung
(20) betätigt ist, eine zweite Halteeinrichtung
(22) zum Festhalten des Verzögerungselementes (11)
für die vorbestimmte Zeitspanne in einer Zwischenstellung,
wenn sich das Auslöseelement (10) in
seiner Zwischenstellung befindet, wobei das Verzögerungselement
(11) in seiner Zwischenstellung in
seine Verschlußbetätigungsstellung vorgespannt
ist, eine Zeitgebereinrichtung (30) zum Messen der
vorgegebenen Zeitspanne und eine Freigabeeinrichtung
(24) zum Freigeben der zweiten Halteeinrichtung
(22) nach Ablauf der vorgegebenen Zeitspanne,
so daß das Verzögerungselement (11) in seine
Verschlußbetätigungsstellung bewegt wird, und zur
anschließenden Freigabe der ersten Halteeinrichtung
(21), so daß das Auslöseelement (10) in seine
Ausgangsstellung zurückkehrt.
2. Verschlußauslösemechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Halteeinrichtung (22) ein
Stopelement (22B) hat, das während der vorbestimmten
Zeitspanne in der Zwischenstellung liegt, um eine Bewegung
des Verzögerungselements (11) gegen eine vorbestimmte
Vorspannkraft gegenüber dem Auslöseelement (10)
anzuhalten, und daß die Freigabeeinrichtung (24) ein Einziehelement
(24A) hat zum Zurückziehen des Stopelements
(22B) nach der vorbestimmten Zeitspanne aus der Zwischenstellung.
3. Verschlußauslösemechanismus nach Anspruch 2, gekennzeichnet
durch ein Vorspannelement (13) zum Vorspannen des
Auslöseelements (10) in Richtung auf die Ausgangsstellung,
und einen vorbestimmten Abschnitt (21B) der ersten
Halteeinrichtung (21), der während der vorbestimmten
Zeitspanne in der Zwischenstellung liegt, um eine Bewegung
des Auslöseelements (10) gegen die Vorspannkraft des
Vorspannelements (13) zu verhindern, wobei der vorbestimmte
Abschnitt (21B) der ersten Halteeinrichtung (21)
durch das Einziehelement (24A) aus der Zwischenstellung
zurückgezogen wird.
4. Verschlußauslösemechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stopelement (22B) und der vorbestimmte
Abschnitt (21B) jeweils Schwenkelemente haben,
die um ein Wellenelement (25) zwischen einer Betriebsposition,
in der das Stopelement und der vorbestimmten Abschnitt
(22B, 21B) in der Zwischenstellung liegen, und
einer außerbetrieblichen Position schwenkbar sind, in der
sie zurückgezogen sind.
5. Verschlußauslösemechanismus nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeitgebereinrichtung (30) ein Getriebe
(33) mit mehreren Zahnrädern hat, von denen zumindest
eines (31) während der vorbestimmten Zeitspanne mit
einer vorbestimmten Winkelgeschwindigkeit um ein weiteres
Wellenelement (29) gedreht wird, und daß das Einziehelement
(24A) ein Plattenelement hat, welches mit dem einen
(31) der Zahnräder gedreht wird, und einen Kontaktabschnitt
(24A) hat, der mit vorbestimmten Abschnitten
(22A, 21A) der zweiten (22) und der ersten Halteeinrichtung
(21) um das vorbestimmte Wellenelement (25) mit einer
vorbestimmten Drehkraft nach der vorbestimmten Zeitspanne
in Berührung zu bringen ist, wodurch die vorbestimmten
Abschnitte (22A, 21A) jeweils voneinander und
von den Zwischenstellungen durch schwenkende Betätigung
der Halteeinrichtungen (21, 22) nach der vorbestimmten
Zeitspanne zurückgezogen werden.
6. Verschlußauslösemechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabeeinrichtung
(24) in Übereinstimmung mit dem Zeitgebermechanismus
(30) zum gleichzeitigen Freigeben der Halteeinrichtungen
(21, 22) bewegt wird.
7. Verschlußauslösemechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Halteeinrichtung
(21) und die zweite Halteeinrichtung (22) jeweils
schwenkende Plattenelemente haben, deren vorbestimmte
Abschnitte (21B, 22B) in Bewegungsverläufe des
Auslöseelements (10) und des Verzögerungselements (11)
zum Anhalten der Bewegungen der Elemente gebracht werden,
wenn die Zeitgebereinrichtung (30) durch eine Verriegelungseinrichtung
(23, 24) verriegelt wird, wobei andere
vorbestimmte Abschnitte (21A, 22A) der schwenkenden Plattenelemente
(21, 22) durch eine Drehkraft des mit dem einen
Zahnrad (31) gedrehten Plattenelemente nach der vorbestimmten
Zeitspanne von diesem berührt werden, wodurch
das jeweilige schwenkende Plattenelement nach der vorbestimmten
Zeitspanne geschwenkt und das Auslöseelement
(10) und das Verzögerungselement (11) freigegeben werden.
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