-
Inaschine zur Herstellung von biegsamen Rohren, Schraubenfedern u.
dgl. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom a. Juni igi i die Priorität
auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom i i. Januar igza beansprucht. Die Erfindung
betrifft eine Maschine zur Herstellung von biegsamen Röhren, Schraubenfedern u.
idgl., bei der der schraubenförmig auf einen sich drehenden Dorn aufzuwickelnde
Werkstoff zwischen einer Anzahl von einstellbaren losen Rollen hindurchgeführt wird.
-
Das Neue an einer Maschine von vorstehend geschilderter Anordnung
besteht darin, daß die Aufwickelbewegung des Werkstoffes mittels mehrerer auf einer
in Drehung versetzten Scheibe angeordneter Rillenscheiben erfolgt, die nahe der
Aufwicklungsstelle und frei drehbar angeordnet sind, so daß eine Fortbewegung des
entstandenen Werkstückes längs des sich drehenden Dornes ohne Schwierigkeit erfolgen
kann.
-
Die kreisende Bewegung der genannten Rollen erfolgt mit einer Winkelgeschwindigkeit,
die gleich oder nur wenig kleiner als,die Winkelgeschwindigkeit des Dornes ist,
und der Druck der Rollen .auf die Außenfläche des Werkstückes ist nach Bedarf regelbar.
-
Es sind Maschinen zur Herstellung von Rohren durch schraubenförmiges
Winden eines profilierten Metallstreifens bekannt, bei denen einem mehrteiligen
Dorn eine Drehbewegung, gleichzeitig aber dein einen Dorn eine Verschiebung in Längsrichtung
erteilt wird, um das gebildete biegsame Rohr nach Maßgabe seiner weiteren Entstehung
zwischen Falzrollen hindurchzuführen.
-
Gegenüber diesen bekannten Maschinen zur Herstellung von Rohren bietet
eine Maschine gemäß der Erfindung den Vorteil, daß der Dorn feststeht und die Mitnahme
oder Weiterbewegung des fertigen Rohres durch einen mittels Rollen auf die iAußenfläche
des gebildeten Rohres ausgeübten Druck erfolgt, ohne dabei eine Veränderung der
Gestalt dieses Rohres befürchten zu müssen. Im Gegensatz hierzu wird bei der bekannten
Maschine das freie Ende des hergestellten Rohres mittels einer Klemmvorrichtung
erfaßt, deren Backen durch Verstellen der beiden Dornhälften gegenseitig gegen die
Innenfläche des Rohre angepreßt werden.
-
Die das Weiterziehen des gebildeten Rohres auf dem feststehenden Dorn
bewirkenden Rollen sind bei der Maschine gemäß der Erfindung in ein ihnen gemeinsames,
um die Längs_ achse des Rohres sich drehendes Gestell eingesetzt und werden gegenüber
dein Werkstück derart eingestellt, daß sie einen leichten Druck von außen auf das
noch auf :dem Dorn befindliche Rohr ausüben können, um sie während der Drehbewegung
des Gestelles mitzunehmen; infolge ihrer freien Drehbarkeit lassen die Rollen indessen
.das Rohr sich frei weiterbewegen, wobei eine jede durch die Wickelrollen frisch
gebildete ,Band- oder Streifenwindung das schon gebildete Rohr vor sich herschiebt.
-
Der Gegentand der Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel aus den
Abbildungen ersichtlich.
-
Abb. i zeigt eine Gesamtansicht der '.%l aschine zur Herstellung biegsamer
Rohre. Abb. 2 in größerem Maßstabe und in Ansicht eine Einzelheit der Maschine,
Abb.3 einen Ouerschnitt nach X'-k in Abb.2 und, nach links .gesehen, um die Vorrichtung
zur Mitnahme des Rohres im -Kreise durch das Anhaftungsvermögen ersichtlich zu machen.
Abb. d. zeigt einen wagerechten Schnitt nach 1"-I' in Abb. 3. Abb. 5 zeigt im Querschnitt
nach X-X in Abb. 2, nach rechts gesehen, die mit Wickelscheiben besetzte Hohldocke
da, wo das Metallband zur Bildung :des Rohres herangeführt wird. Abb. 6 zeigt einen
Schnitt nach 7_-Z in Abb.2, nach rechts gesehen. Abb. 7 zeigt eine Einzelheit in
Aufsicht auf das Rädervorgelege der Maschine. Die Abb. 8 und 9 zeigen in zwei rechtwinklig
zueinander liegenden Schnitten die Vorrichtung zur Weiterbewegung des Rohres bei
seiner Drehung.
-
In der aus einer Drehbank gebildeten Maschine sind eine feststehende
Docke a. und eine verschiebbare Docke b angeordnet. Durch die feststehende Docke
a ragt ein Dorn c frei hindurch, auf welchem sich das profilierte Band aufwickelt
und der in seiner Längsrichtung festliegt. Die verschiebbare Docke b dient als Lager
für die sich drehende Scheibe b', die zweidrehbar gelagerte Rollen d, e trägt.
Die Rollen d, e, von denen zwei oder mehr angeordnet sein können, legen sich gegen
die Außenfläche der biegsamen Röhre an und sind mit letzterer :durch leichten Druck
in Berührung. Die Rollend, e sitzen lose auf ihren Achsen oder Zapfen dl,
e1. Diese Zapfen liegen in den in einer zur Achse AA senkrechten Ebene verschiebbaren
Gabeln dz, i., deren Stellung sich regeln läßt, um ein gegenseitiges Annähern oder
Entfernen -der Rollen zur Erzielung des gewünschten Druckes auf das
biegsame
Rohr f im Bedarfsfalle zu ermöglichen. Zweckmäßig ist eine Anordnung, wonach die
Rollen b--strebt sind, hinter der Winkelgeschwindigkeit des Dornes zurück-, zubleiben,
so daß das Werkstück von dein Dorn gelockert wird, um eine leichte Fortbewegung
zu ermöglichen.
-
Die verschiebbaren Gabeln Ir, i finden ihre Lagerung auf der
Scheibe b', die bei einer Drehbewegung um die Achse AA der Drehbaiik mitgenommen
wird. Genannte Achse ist auch -die Längsachse für den Dorn c und die biegsame Röhre
f.
-
Aus Vorstehendem ergibt sich unter gleichzeitigem Hinweis auf Abb.
8 und 9, daß einesteils ,die Zapfen d', e1 der Rollen d, e im Kreise uni die Achse
AA der Drehbank mitgenommen werden in Richtung der Pfeile k (Abb. 9), anderseits
eine Mitnahme des biegsamen Rohres f erfolgt; diie lose auf ihre .Zapfen
d', e1 aufgesteckten Rollen d, e können sich im Sinne der Pfeile in
frei uni sich selbst drehen und wirken demzufolge in keiner Weise der Vorwärtsbewegung
oder Verschiebung der biegsamen Röhre f in Richtung des Pfeiles u entgegen, da jede
durch die Rollen frisch gebildete Bandwicklung das Ende des schon gebildeten Rohres
vor sich her schiebt, so (iaß dasselbe unter Drehung um sich selbst sich in Richtung
des Pfeiles n weiter bewegt.
-
Die Drehbewegung der Scheibe b1 als Träger für die Zapfend',
e1 der Rollend, e wird von den Zahnräder o, p abgeleitet, die ihren Antrieb
von einer Welle q erhalten. Letztere wird durch ein in Abb. 7 ersichtliches Rädervorgelege
von der unten beschriebenen Anordnung in Umlauf versetzt, Wie aus Abb. i ersichtlich,
kann die Locke b sowie die Vorrichtung zur Drehbewegung der Rollen d, c von der
feststehenden Docke a entfernt oller an dieselbe lierarnbewegt werden, indem dieselbe
an der Welle q entlanggleitet.
-
Die 'Maschine enthält eine Anzahl von bekannten Anordnungen, wie solche
schon in Maschinen zur Herstellung von biegsamen Rohren zur Verwendung kommen. Dazu
gelii3ren d:ie Rollen p1, beispielsweise drei, die in Abb. ä ersichtlich sind; diese
Rollen besitzen ein geeignetes Profil und sind, hinsichtlich ihrer Stellung urn
den Dorn c herum auf einem an der Docke a befestigten Support q'
einstellbar
angeordnet. Zwischen der einen Rolle und dein Dorn c wir(l bei Beginn des Arbeitsvorganges
das Ende des in eine biegsame Röhre uinzuformenrlen Bandes oder Streifens .eingeschoben
und festgehalten.
-
Die Mitnahnievorrichtung der Welle für
| den Dorn c, um welchen sich das biegsame |
| Rohr wickelt, kann in jeder geeigneten Weise |
| ausgebildet sein, beispielsweise in der in |
| Abb. 7 im Grundriß ersichtlichen Weise. Nach |
| dieser Abbildung ist der Dornhalter mittels |
| Keiles in dein Rade s' befestigt, das unter |
| Vermittlung .der Zahnräder s2, s? und sl und |
| der Riemenscheibe t mitgenommen wird. Die |
| Drehung der Welle q wird von dem Zahn- |
| rade u.' abgeleitet, in (las ein auf die Tuffe |
| am Rade s' aufgekeiltes Zahnrad u= eingreift. |
| Die beschriebenen Vorrichtungen können |
| auch in geeigneter Weise abgeändert werden. |
| Der Arbeitsvorgang der Maschine ist fol- |
| gender: |
| Um (las Rohr von den Rollen d, e erfassen |
| zu lassen, müssen zunächst einige Bandwick- |
| lungen als Rohranfang gebildet «-erden; |
| Länge des letzteren ist ein wenig größer als |
| der Abstancl ,der Rillenscheiben d, e von den |
| Rollen p1, p1. Zu diesem Zwecke wird das |
| Ende des Bandes f zwischen die Scheiben p1 |
| und den Dorn c gesteckt und einstweilen mit |
| (lern sich drehenden Dorn verbunden, urn das |
| Aufwickeln des Bandes .auf letzterem hervor- |
| zurufen, wobei das Band immer zwischen den |
| Rollen p1 hindurchläuft. Diese Verbindung |
| kann beispielsweise dadurch hergestellt wer- |
| den, daß :das Ende des Bandes nach seinem |
| Durchgang zwischen den Rollen p1 hakenför- |
| inig umgebogen und der gebildete Halden in |
| einen Längsspalt des Dornes eingesetzt wird. |