DE401454C - Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe - Google Patents

Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe

Info

Publication number
DE401454C
DE401454C DEP39363D DEP0039363D DE401454C DE 401454 C DE401454 C DE 401454C DE P39363 D DEP39363 D DE P39363D DE P0039363 D DEP0039363 D DE P0039363D DE 401454 C DE401454 C DE 401454C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crankcase
valve
piston
air
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP39363D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date
Priority to DEP39363D priority Critical patent/DE401454C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE401454C publication Critical patent/DE401454C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B33/00Engines characterised by provision of pumps for charging or scavenging
    • F02B33/02Engines with reciprocating-piston pumps; Engines with crankcase pumps
    • F02B33/26Four-stroke engines characterised by having crankcase pumps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Supercharger (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)
  • Electrical Control Of Air Or Fuel Supplied To Internal-Combustion Engine (AREA)

Description

  • Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehäusepumpe. Die Erfindung betrifft eine Anordnung an Zwei- und Viertaktmotoren, durch welche die Leistungsfähigkeit der letzteren bedeutend erhöht wird.
  • Es sind bereits Zwei- und Viertaktmotoren bekannt geworden, bei denen ohne Verwendung einer besonderen Pumpe lediglich durch den Arbeitskolben zunächst beim Abwärtshub eine Torkompression iin Kurbelgehäuse und darauf beim Aufstieg des Arbeitskolbens die Endkompression im Arbeitszylinder stattfand, in welchen das Brennstoffluftgemisch nach Auspuff der von der vorhergehenden Explosion herrührenden Gase inzwischen übergetreten war. Derartige Motoren waren aber noch mit einem doppelten Fehler behaftet, denn erstens besaßen sie kein zwangläufig gesteuertes Auspuffventil und auch kein Übertritts- oder Rückschlagventil in der Verbindungsleitung zwischen Kurbelgehäuse und Arbeitszylinder. Durch den Fortfall des Auspuffventiles war die Möglichkeit geschaffen, daß nicht nur die verbrannten Gase, sondern auch ein wenn auch kleiner Teil des vorkomprimierten Brennstoffluftgemisches mit den ersteren entweicht, so daß also Verluste an Brennstoff eintreten. Durch den Fortfall des Übertrittsventiles imVerbindungskanalzwischen dem Kurbelgehäuse und dem Arbeitszylinder wird ein zu frühes Einströmen des vorkomprimierten Gemisches in den Arbeitszylinder herbeigeführt; beide Fehler addieren sich somit hier in gewisser Beziehung. Die Erfindung beseitigt nun diese Übelstände durch Anbringung eines zwangläufig von der Motor- oder Nockenwelle aus gesteuerten Auspuffventiles und eines Rückschlagventiles in der Verbindungsleitung zwischen Kurbelgehäuse und Arbeitszylinder, wodurch der Wirkungsgrad des Motors, bei gleichen Abmessungen wie früher, erhöht wird.
  • Die Steuerung der beiden Ventile wird gemäß der Wirkungsweise des Motors derart geregelt, daß die vollständige Ausspülung des Zylinders ohne Verlust an Gemisch erreicht wird.
  • In der Zeichnung ist diese Ventilanordnung an einem Zweitakt- und Viertaktmotor als Beispiel schematisch dargestellt und zeigt Abb. z die Anordnung in Verbindung mit einem Zweitaktmotor, Abb. 2 die gleiche Anordnung bei veränderten Verbindungskanälen, Abb. 3 die Anordnung bei einem Viertaktmotor.
  • Bei der Anordnung nach Abb. z besitzt der Arbeitszylinder A ein von der Motor- oder Nockenwelle zwangläufig gesteuertes Auspuffventil K sowie einen Verbindungskanal IV' zwischen dem Kurbelgehäuse F und dem Arbeitszylinder A ; der Verbindungskanal 1L1' erhält kurz vor dem Eintritt in den Arbeitszylinder A ein Rückscblagventil IM.
  • Es ist zunächst vorausgesetzt, daß das Kurbelgehäuse mit karburiertem Brennstoffluft gemisch beschickt wird und daß durch die Öffnung L reine Luft in den Zylinder A eintritt.
  • Die Arbeitsweise dieser Maschine ist folgende Der Kolben B befinde sich in seiner oberen Endstellung, so daß die Zündung des Explosivgemisches erfolgen kann. Unter der Wirkung der Explosionsgase bewegt sich der Kolben B nach abwärts. Gegen das Ende der Kolbenbewegung zu öffnet sich das oben am Arbeitszylinder A angeordnete Auslaßventil K, so daß die verbrannten Gase entweichen, worauf der Kolben, sobald er in die Nähe des unteren Totpunktes gekommen ist, den Kanal L freigibt, durch welchen ein niedriggespannter Spülluftstrahl eintritt, der durch ein beispielsweise von der Motorwelle angetriebenes kleines Gebläse oder durch eine andere geeignete Vorrichtung geliefert wird. Während der Zeit, die der Kolben beim Hin- und Hergang, d. h. beim Nieder- und Hochgang zum Durchlaufen der die senkrechte Höhe des Kanals L darstellenden Entfernung x-y braucht, dauert der Auspuff der verbrannten Gase durch das Ventil K an, wobei er noch durch die durch den Kanal L in den Zylinder einströmende Luft gefördert wird.
  • Sobald der Kolben anfängt wieder nach oben zu gehen, erreicht er den Kanal L, und das Ventil K schließt sich. In diesem Augenblick erfolgt die Öffnung des gesteuerten Ventiles M, das durch den Kanal 1V1' den über dem Kolben befindlichen Arbeitszylinder A mit dem unterhalb des Kolbens gelegenen abgedichteten Kurbelgehäuse F in Verbindung setzt.
  • Sobald der Kolben zu steigen beginnt, schließt er den Kanal L, und das Ventil K schließt sich ebenfalls. Sobald der Kanal L und das Ventil K geschlossen sind, öffnet sich das Ventil M des Kanals 1<T, wodurch die Verbindung des Zylinders A mit dem Innern des dicht abgeschlossenen Kurbelgehäuses F hergestellt wird.
  • Infolge dieser Verbindung kann eine gewisse Menge Brennstoffluftgemisch in den Zylinder A eintreten, welche während der vorhergehenden Aufwärtsbewegung des Kolbens durch den von dem Kolben oder einem andern Organ am Ende seiner Aufwärtsbewegung freigelegten Kanal 0 eingesaugt worden ist. Dieses so eingesaugte Gemisch wird während des Abwärtsganges des Kolbens auf einen bestimmten Druck vorkomprimiert, da der Kolben lang genug ist, um den Kanal 0 abzuschließen, sobald er sich wieder nach unten bewegt.
  • Der Übertritt von mit Brennstoff vermischter Luft vom Kurbelgehäuse F nach dem ZylinderA wird dadurch möglich, daß die in dem Zylinder A enthaltene Luft im Augenblick der Öffnung des Ventils M - welche erst erfolgt, nachdem der Kanal L geschlossen ist - eine Spannung besitzt, welche nahezu der atmosphärischen Spannung gleich ist, während das im Kurbelgehäuse befindliche Brennstoffluftgemisch eine Spannung von mehreren Atmosphären besitzt, denn die Expansion im Kurbelgehäuse bis zum Schluß d.es Kanales L ist viel zu gering, um irgendwelchen nennenswerten Einfluß auf die Vorkompression im Kurbelgehäuse F auszuüben.
  • Die Maschine kann auch so betrieben werden, daß lediglich reine Luft in das Kurbelgehäuse F gesaugt und diese vorverdichtet durch den Kanal M' in den Zylinder gedrückt und daß das karburierte Gemisch durch den Kanal L eingeführt wird, so daß die vorkomprimierte Luft ganz allein zum Ausspülen des Zylinders dient. Die Öffnung des Ventils M findet erst statt, nachdem das Auspuffventil K sich geöffnet hat; der Kanal L wird aber erst geöffnet, wenn die Ventile M und K sich wieder geschlossen haben. Die derart durch die vorkomprimierte Luft vorgenommene Ausspülung des Zylinders wird sehr vollkommen sein, und der Umstand, daß Brennstoffluftgemisch erst dann durch den Kanal L in den Zylinder eingeführt wird, wenn das Ventil K bereits geschlossen ist, verhindert jedes Mitreißen von Brennstoff in den Auspuff.
  • Abb. 3 zeigt einen Viertaktmotor gemäß der Erfindung. Dieser Motor ist mit ähnlichen Vorrichtungen versehen wie der Zweitaktmotor nach Abb. i ; außerdem erhält er aber noch ein Einlaßventil S. Die Ventile S, K, M werden auch hier gesteuert.
  • Vorausgesetzt nun, es ist Frischluft in das Kurbelgehäuse eingelassen und Brennstoffluftgemisch wird durch das Ventil S in den Zylinder A eingeführt, so ist die Wirkungsweise des Motors folgende Beim ersten Abstieg des Kolbens unmittelbar nach der Explosion wird die durch den Kanal 0 in das Kurbelgehäuse F eingesaugte Luft komprimiert, und das Auspuffventil K öffnet sich. Sobald der Kolben B in seinem unteren Totpunkte angekommen ist, öffnet sich das Ventil M, und die im Kurbelgehäuse F angesammelte Druckluft treibt die verbrannten Gase aus dem Zylinder A aus. Beim Aufstieg des Kolbens werden die Abgase durch das geöffnete Ventil K ausgestoßen.
  • Mährend des zweiten Abstieges des Kolbens wird Brennstoffluftgemisch durch das Ventil S angesaugt, während gleichzeitig die im Kurbelgehäuse F vorhandene Luft komprimiert wird. Ist der Kolben wieder am unteren Totpunkte angelangt, so schließt sich das Einströmventil S für das Brennstoffluftgemisch. Das Ventil Al - öffnet sich, und es beginnt zwischen Zylinder und Kurbelgehäuse ein Druckausgleich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRücHE: i. Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehäusepumpe und mit gesteuertem Auspuffventil, dadurch gekennzeichnet, daß im Verbindungskanal (M'-) zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Zylinder ein gesteuertes Ventil (M) angeordnet ist, das nach dem Schließen des Luftspülkanals (L) und des Auspuffventiles (K) sich öffnet und in den bereits durch die Spülleitung (L) mit Druckluft gefüllten Zylinder (A) eine bestimmte Menge von Brennstoffluftgemisch aus dem Kurbelgehäuse einströmen läßt. z. Viertaktexplosionsmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, um die im Kurbelgehäuse beim ersten Abstieg des Kolbens (B) verdichtete Spülluft einzulassen, das Ventil (M) sich öffnet, sobald der Kolben (B) seinen unteren Totpunkt erreicht hat und daß während des zweiten Niederganges des Kolbens bei geschlossenem Auspuffventil Gemisch angesaugt wird, dem am Ende des Kolbenhubes nach Öffnung des Ventiles (M) wiederum Druckluft aus dem Kurbelgehäuse zugeführt wird.
DEP39363D Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe Expired DE401454C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP39363D DE401454C (de) Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP39363D DE401454C (de) Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE401454C true DE401454C (de) 1924-09-04

Family

ID=7376451

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP39363D Expired DE401454C (de) Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE401454C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3900739C2 (de)
DE4410934A1 (de) Kurbelgehäuseverdichtungs-Zweitaktmotor
DE596147C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine mit Stufenkolben
DE401454C (de) Zwei- oder Viertaktmotor mit Kurbelgehaeusepumpe
DE2947280A1 (de) Verbrennungsmotor
DE515494C (de) Doppelt wirkender Zweitaktmotor
DE504514C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine
DE571135C (de) Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen mit Gemischeinspritzung
CH178645A (de) Mit Vorverdichtung arbeitende Explosionskraftmaschine.
DE491138C (de) Zweitakt-Brennkraftmaschine
DE259088C (de)
DE543393C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine mit Haupt- und Hilfskolben
DE472596C (de) Zweitaktmotor, insbesondere Dieselmotor, mit Schlitzspuelung, Ladung und Aufladung
DE647590C (de) Im Zweitakt arbeitende Brennkraftmaschine mit auf einem feststehenden Kolben hin und her gehendem, einseitig offenem Arbeitszylinder
DE472992C (de) Aus Aufladeverdichter, Brennkraftmaschine und Abgasturbine bestehende Verbundbrennkraftmaschine, bei welcher zeitweise Spuelluft durch die Verbrennungszylinder hindurch in die Abgasturbine gefoerdert wird
DE682092C (de) Zweitaktmotor mit aus je drei sternfoermig angeordneten Zylindern bestehenden Zylindergruppen
DE385516C (de) Im Zweitakt arbeitende Verbrennungskraftmaschine
DE292030C (de)
DE324610C (de) Verbundverbrennungsmotor
DE428503C (de) Zweitaktverbrennungskraftmaschine mit Stufenkolben
DE448767C (de) Zweitaktvergasermaschine
AT211102B (de) Schlitzgesteuerte Zweitakt-Brennkraftmaschine
DE366802C (de) Mehrzylindrige Explosionskraftmaschine mit Einspritzluftkompressoren
DE358644C (de) Verbund-Verbrennungskraftmaschine
DE417078C (de) Zweitaktverbrennungskraftmaschine mit Ladepumpe