DE40095C - Fabrikation von künstlichen Schaumweinen, moussirenden Obstweinen, moussirendem Cognak und dergl - Google Patents

Fabrikation von künstlichen Schaumweinen, moussirenden Obstweinen, moussirendem Cognak und dergl

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DE40095C
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DENDAT40095D
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F. MUSITZKY in Budapest V. Bez. Waitzner Boulevard Nr. 21
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12GWINE; PREPARATION THEREOF; ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION OF ALCOHOLIC BEVERAGES NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES C12C OR C12H
    • C12G1/00Preparation of wine or sparkling wine
    • C12G1/06Preparation of sparkling wine; Impregnation of wine with carbon dioxide

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
u. dergl.
Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung von Schaumweinen und jeglicher Art moussirender Obstweine, moussirendem Cogiiak u. dergl. Der zu diesem Zweck erforderliche Apparat besteht im wesentlichen aus einem kupfernen, innen versilberten zweitheiligen Kessel C, welcher in einem Holzbottich mit Eis umpackt ist. Der Kessel C dient zur Aufnahme eines zur Champagnerbereitung gehörig verarbeiteten Weines, welcher durch einen mit verschraubbarer Kappe m versehenen Füllstutzen eingeführt wird, bis der Kessel auf etwa δ/β seines Inhalts gefüllt ist. D.ie in dem Kessel C enthaltene Luft strömt durch einen am Rohrstutzen η des Kessels befestigten und an seinem Ausgangsende mit Hahn ρ versehenen Gummischlauch aus, wenn bei Schlufs des Hahnes ρ aus dem Kessel A ■ Kohlensäuregas in den Kessel C eingeführt worden war und nach Schlufs des Hahnes a und Oeffnung des Hahnes ρ die Kohlensäure mit der Luft abblasen konnte.
Vom Boden des Kessels C führt ein mit Rückschlagventil y, Reserveventil χ und Abschlufshahn α versehenes Rohr in ein Reservoir A, und von letzterem führt ein mit Hahn versehenes Rohr 10 in das Hauptreservoir 8 für Kohlensäure, welches wiederum durch ein mit Ventil versehenes Rohr 9 ' mit einem Reservoir B in Verbindung steht. Von letzterem führt ein mit Ventil 11 versehenes Rohr in den oberen Theil c des Kessels C; durch oben angeführte Rohre wird eine directe Verbindung des Kessels C mit den Reservoiren A und B einerseits' und dem Kohlensäurebehälter 8 andererseits hergestellt. Dem Hauptreservoir 8 wird Kohlensäuregas aus dem Apparat, in welchem es durch Erhitzen von Natriumbicarbonat erzeugt wird, zugeführt und in demselben unter hohem Druck aufgespeichert. Die Champagnerbereitung vollzieht sich in folgender Weise:
Man läfst aus dem Hauptreservoir 8 Kohlensäuregas nach dem Reservoir A strömen, und zwar so lange, bis das Manometer einen Druck von ca. 4 Atmosphären in dem Kessel A anzeigt. Hierauf schliefst man den Hahn 10, öffnet den Hahn α und läfst das Gas durch das Rohr mit Reserveventil χ und Rückschlagventil y in den Kessel C strömen. Der Wein nimmt, veranlafst durch den . im Kessel A herrschenden Druck und die Kühlung, das Kohlensäuregas ziemlich schnell auf, was man an dem Manometer des Kessels beobachten kann;* hat eine entsprechende Druckabnahme in diesem Kessel stattgefunden, so wird nach Schlufs des Hahnes α und Oeffnung von 10 in dem Kessel wieder der frühere Druck, z. B. 4 Atmosphären, erzeugt und mit der Sättigung des Weines im Kessel C durch Kohlensäuregas so lange fortgefahren, bis der Wein circa 6 Atmosphären Kohlensäuregas aufgenommen, d. h. den Druck im Kessel A nach einander um zusammen ca. 6 Atmosphären reducirt hat. Ist dies geschehen, so ist der Wein zum Abfüllen fertig. Man hat es in der Hand,
durch Einführung von Kohlensä'uregas unter höherem Druck, z. B. 8 Atmosphären, die Herstellung des Champagners zu beschleunigen.
Soll der Wein auf Flaschen gefüllt werden, so wird der Hahn ii des von dem Kessel C nach dem Reservoir B führenden Rohres geöffnet und von dort bei geschlossenen^ Hahn a unter drei oder mehr Atmosphären Druck je nach Erfordern Kohlensäuregas in den Kessel C eingeleitet.
Vom Boden des Kessels C führt ein mit Gummischlauch und zwei Hähnen \ und t versehenes Rohr nach der Abfüllvorrichtung D. Der Wein wird unter dem Druck des aus dem . Reservoir B während ,des Abfüllens ständig eingeleiteten Gases auf Flaschen gefüllt und dadurch ein Verlust an Mousseux vermieden.
Das zur Herstellung des Champagners erforderliche Kohlensäuregas wird in mit Natriumbicarbonat gefüllten, in einem Ofen angeordneten Retorten ι durch Erhitzung bis auf ca. ioo° erzeugt. Diese Retorten sind in einem besonderen Behälter ο angeordnet, damit sie nicht direct der Einwirkung der Flammen ausgesetzt sind. Nach kurzer Zeit entweicht das aus dem Natriumbicarbonat gewonnene Gas durch die Rohre 2, welche sich zu einem gemeinschaftlichen Rohr 4 vereinigen, das in den Behälter 5 führt. Auf ihrem Wege werden die Rohre durch ein Kühlgefäfs 3 geleitet, welches den aus den Retorten mit aufgestiegenen Wasserdampf condensirt und dadurch das Gas reinigt und abkühlt. In dem Behälter 5 sammelt sich das mit der Kohlensäure eingeführte Wasser, während die Kohlensäure in das Hauptreservoir 8 abgeleitet und dort unter Druck angesammelt wird.
Sämmtliche Reservoire, Rohre und Ventile bestehen aus Kupfer und sind, mit Ausnahme des Champagnerkessels C, der versilbert ist, innen verzinnt.
Gegenüber den bekannten Verfahren der Schaumweinbereitung bietet das im Vorstehenden behandelte die Vorzüge, dafs die Aufnahme der Kohlensäure ohne Compressipnspumpen und Mischvorrichtungen durch den besonderen Mousseuxbereiter stattfindet, so dafs die Mousseuxbildung unter continuirlich abnehmendem, eigenem Druck erfolgt.
Auch in der Erzeugung der Kohlensäure unter Ausschlufs von Schwefelsäure oder einer anderen Säure liegt ein wesentlicher Unterschied den bekannten Verfahren gegenüber, sowie ferner darin, dafs die Erzeugung der Kohlensäure von der Mousseuxbildung völlig getrennt ist " und die durch den Wein aufzunehmende Kohlensäure in einem besonderen, von dem Hauptkessel -mit regulirbaren Mengen zu speisenden Kessel angesammelt wird, welcher nicht zugleich Gas zum Abfüllen des Schaumweines liefert.

Claims (1)

  1. Patent-An sprüch:
    Bei der Fabrikation von künstlichen Schaumweinen, moussirenden Obstweinen, moussirendem Cognak u. dergl. die Anwendung eines oder mehrerer eventuell mit Rückschlagventilen (xy) versehener, mit einem Hauptreservoir (8) communicirender Reservoire (A B) für comprimirtes Kohlen'säuregas, zu dem Zwecke, dem Weiri eine abgemessene und daher leicht controlirbare Menge Kohlensäure ohne die üblichen Pumpen und Rührwerke mittelst des eigenen Druckes zuzuführen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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