DE398327C - Vorrichtung zum Anfeuchten von Baendern, insbesondere der Wischbaender von Kupferdruckpressen - Google Patents
Vorrichtung zum Anfeuchten von Baendern, insbesondere der Wischbaender von KupferdruckpressenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F9/00—Rotary intaglio printing presses
- B41F9/06—Details
- B41F9/08—Wiping mechanisms
- B41F9/14—Continuous flexible surfaces, e.g. endless bands
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Anfeuchten von Bändern,
insbesondere der Wischbänder von Kupferdruckpressen, mittels einer an dem Bande anliegenden
Walze, die allgemein überall dort anwendbar ist, wo kleine Flüssigkeitsmengen auf ein langsam bewegtes Stoffband gleichmäßig
während eines langen Zeitabschnittes verteilt zu übertragen sind.
Erfindungsgemäß siind im oder am Walzenmantel Schöpfrohre vorgesehen, von welchen
Öffnungen in das Innere der Walze und versetzt zu diesen (z. B. um i8o°) Öffnungen
nach außen führen, so daß diese Rohre bei jeder Drehung der Walze diejenige Flüssigkeitsmenge
nach außen schöpfen, welche dem Kanalvolumen entspricht, das jeweils· unter
dem im Innern der Walze sich einstellenden Wasserspiegel liegt.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Abb. 1
zeigt den Einbau des Feuchtwerkes in eine Kupferdruckschnellpresse. Die Abb. 2, 3
und 4 zeigen in Querschnitten eine Ausführungsform der Feuchtwalze in drei verschie- '
denen Bewegungsphasen. Die Abb. 5 zeigt in Gesamtansicht, teilweise im Schnitt, eine
zweite Ausführungsform der Feuchtwalze. Abb. 6 zeigt teils in Ansicht, teils im Achsialschnitt
einen Teil der Walze in vergrößertem Maßstabe, Abb. 7 einen Schnitt senkrecht zur
Walzenachse.
Bei Anwendung auf Kupferdruekschnellpressen
kann die Feuchtwalze unmittelbar in das Wischglied in der aus Abb. 1 ersichtlichen
Weise eingebaut werden.
Mit ι ist die in die Hohlachse 2 der Feuchtwalze
3 einmündende Zuleitung bezeichnet, die von einer Kolbenpumpe kommt, deren Antrieb von einer langsam laufenden Welle der
Presse, z. B. unter Vermittlung einer geschlitzten, mit dieser Welle umlaufenden Kurbelscheibe
erfolgt. Der Einbau der Feuchtwalze 3 in den Rahmen des Wischgliedes erfolgt an Stelle einer Spanniwalze für das zu
befeuchtende Wischband oder oberhalb einer solchen in der aus Abb. 1 ersichtlichen Weise,
so daß die Feuchtwalze durch die Bewegung des Organdinstreifens 4 mitgenommen wird.
Die Flüssigkeitsmenge, welche in einem bestimmten Zeitabschnitt an das Band übertragen1
werden soll, muß regelbar sein und die Flüssigkeitsabgabe an das bewegte Band von
selbst mit dem Stillstand der Maschine unterbrochen werden. Ersteres wird dadurch erreicht,
daß der Kurbelzapfen, welcher die kleine nicht dargestellte Förderpumpe betreibt,
sich im Schlitz der Kurbelscheibe ver-
schieben und in der gewählten Lage feststellen
läßt, so daß der Hub der Pumpe und damit die geförderte Flüssigkeitsmenge \'eränderbar
ist. Letzteres ergibt sich durch den Stillstand der Pumpe oder der Feuchtwalze, in
deren Inneres die Pumpe die Flüssigkeit fördert.
Bei der Feuchtwalze gemäß den Abb. 2 bis 4 sind an der Innenmantelfläche derselben
ίο durch Röhrchen 5 gebildete Kanäle vorgesehen,
welche mit je einer öft'nungo in das
Innere der Walze und mit je einer am Walzenumfang dazu versetzt (z.B. um i8o°) angeordneten
öffnung 7 nach außen münden. Die inneren und äußeren öffnungen der
nebeneinander angeordneten Kanäle sind gegeneinander so versetzt, daß die am inneren
bzw. äußeren Mantel der WTalze sich ergebende Verteilung der öffnungen entweder
gleichmäßig ist oder sich dem Zwecke des Feuchtwerkes entsprechend ändert. Die in
die Hohlachse 2 der Walze gepumpte Flüssigkeit gelangt durch Bohrungen 8 derselben
in den von der Walze umschlossenen Riragraum, dringt dann durch die öffnungen £>
(Abb. 2) in die Rohre 5 ein und füllt die- ] selben in der Stellung gemäß Abb. 3 bis zur
Höhe des jeweiligen Wasserstandes im Innern der Walze. Dabei tauchen bei einer Umdrehung
der Walze alle inneren Kanalmündungen in die in der Walze befindliche Flüssigkeit
unter und füllen sich auch alle Rohre entsprechend dem Wasserstande im Innern der Walze. Bei der Weiterdrehung der Walze
wird, wie aus Abb. 4 ersichtlich, diese Flüs- j sigkeitsmenge durch die äußeren Rohrmün- I
düngen 7 auf dem die Walze treibenden Streifen entleert. Die Summe der Inhalte aller Rohre
in jener Länge gerechnet, welche unter dem ! Wasserspiegel im Innern der Walze liegt, er- !
gibt die Flüssigkeitsmenge, weiche die Walze i bei jeder Umdrehung von innen nach außen ;
schöpft und an den Streifen abgibt, an welchem sie anliegt. Bei einer Vergrößerung des
Hubes der Förderpumpe steigt bei sonst gleichen Umdrehungsverhältnissen der Wasserspiegel
im Innern der Walze so lange, bis die eingebrachte Flüssigkeitsmenge pro Umdrehung
der Feuchtwalze gleich ist der Summe der Volumina aller Rohre gerechnet aus Querschnitt und der Unter wasser länge der j
Rohre. Nach Eintritt dieses Gleichgewichts- ',
zustandes bleibt der Wasserstand wieder konstant. Bei einer Verminderung des Hubes
der Förderpumpe sinkt naturgemäß zuerst der Wasserstand und bleibt dann wieder konstant.
Hierbei ist die Flüssigkeitsmenge, welche nach außen abgegeben wird, bei annähernd
wagerecht eingebauter Walze in ihrer ganzen Länge gleichmäßig verteilt.
Die Schöpfrohre 5 können sich statt dem Innenmantel, wie in den Abb. 2 bis 4 ange-
; deutet, auch dem Außenmantel der Feuchtwalze anschmiegen und mit der Walze verlötet
oder sonst auf geeignete Weise verbunden sein. Auch kann man die Walze selbst aus ineinandergeschraubten, entsprechend
innen und außen angebohrten, versetzt zusammengelöteten Rohrschrauben (z. B. drei- oder
viergängigen) herstellen.
Eine weitere, besonders zweckmäßige Ausführungsform der Feuchtwalze zeigen die
Abb. 5 bis 7. In den dickwandigen Mantel 3 der Walze wird außen ein mehrgängiges, entsprechend
profiliertes (beim gezeichneten Beispiel viergängiges) Gewinde 9 eingeschnitten,
λOm Grunde der Gewindegänge münden über die Länge der Walze entsprechend verteilte
Bohrungen 10 nach innen, während die Gewindegänge 9 außen durch aufgelötete Kupf
erstreif en 11 abgedeckt werden, welche dann ihrerseits wieder mit nach außen führenden
Bohrungen 12 versehen werden. Bei 13 erfolgt der Anschluß der von der Pumpe kommenden
Zuleitung 1 an die Hohlachse 2, die am anderen Ende durch einen Gewindepfropfen
14 abgeschlossen, ist.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:I. Vorrichtung zum Anfeuchten von gc Bändern, insbesondere der Wischbänder von Kupferdruckpressen, dadurch gekennzeichnet, daß im oder am Mantel einer mit der Feuchtflüssigkeit gefüllten Walze Schöpfrohre vorgesehen sind, deren eine öffnung in das Innere der Walze und deren andere öffnung am Umfang versetzt nach außen führt, so daß diese Rohre bei jeder Drehung der Walze diejenige Flüssigkeitsmenge nach außen schöpfen, welche dem Kanalvolumen entspricht, das jeweils unter dem im Innern der Walze sich einstellenden Wasserspiegel liegt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schöpfrohre so über den Walzenmantel verteilt sind, daß eine bestimmbare, jedoch ungleichmäßige Feuchtung des anliegenden Wischbandes erfolgt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsstand im Innern der Walze zum Zwecke einer stärkeren oder schwächeren Feuchtung durch Einstellung der in das Innere der Walze geförderten Flüssigkeitsmenge regelbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT398327X | 1923-04-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE398327C true DE398327C (de) | 1924-07-09 |
Family
ID=3673496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH93917D Expired DE398327C (de) | 1923-04-11 | 1923-06-16 | Vorrichtung zum Anfeuchten von Baendern, insbesondere der Wischbaender von Kupferdruckpressen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE398327C (de) |
-
1923
- 1923-06-16 DE DEH93917D patent/DE398327C/de not_active Expired
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