DE398146C - Herstellung von Modellen - Google Patents

Herstellung von Modellen

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DE398146C
DE398146C DER58388D DER0058388D DE398146C DE 398146 C DE398146 C DE 398146C DE R58388 D DER58388 D DE R58388D DE R0058388 D DER0058388 D DE R0058388D DE 398146 C DE398146 C DE 398146C
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models
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model
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liquid
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DER58388D
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Zementbaugesellschaft M B H
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Zementbaugesellschaft M B H
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/04Modelling plastic materials, e.g. clay
    • B44C3/042Modelling plastic materials, e.g. clay producing a copy from an original structure

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Herstellung von b'lodellen. Zur Herstellung von Modellen sind mancherlei Materialien bekannt. In der Hauptsache ist es Plastilin, das meistens durch Kneten bearbeitet wird, sowie Ton, Gips und ähnliche Massen, die mit dem Spachtel und ähnlichen Werkzeugen geformt werden. In jedem Falle handelt es sich aber um plastisches Material, bei welchem die Formungsmöglichkeit gerade in der Ausnutzung der Eigenschaften des plastischen Materials liegt.
  • Demgegenüber will die Erfindung plastische Modelle aus nichtplastischem Material erzeugen, wodurch für gewisse Zwecke mancherlei Vorteile erreicht werden. Ist das Material gleichmäßig gekörnt und trocken, so muß, wenn es mit irgendeinem stabförmigen Hilfswerkzeug aus einem Häufchen . auf einer Unterlage ausgebreitet wird, infolge der Rollfähigkeit jedes einzelnen Körnchens regelmäßig an den bewegten Stellen ein. gleichbleibender Böschungswinkel gebildet werden, der die Formgebung außerordentlich erleichtert. Dieser Umstand hauptsächlich bewirkt es, daß mit Hilfe solchen Materials, selbst vom Kinde beim Anschauungsunterricht, mit Leichtigkeit die verschiedenartigsten plastischen Figuren geschaffen werden können. Indessen kommt der gleiche Umstand auch im gewerblichen Leben, z. B. zur überaus leichten Herstellung von Mödellen für Stukkaturen, Kacheln und zahlreichen anderen Gegenständen, in Betracht. Besteht der gleichmäßig gekörnte und trokkene Stoff ganz oder teilweise aus einem Material, das unter dem Einfluß von Wasser oder durch Benetzung mit Flüssigkeiten anderer Art erhärtet, so kann man nach dem Erhärten mit Leichtigkeit von dem Modell durch Abguß oder Galvanoplastik Hohlformen schaffen, die wegen des überall vorhandenen Böschungswinkels leicht abhebbar sind und zur Massenherstellung von allen möglichen Gegenständen dienen können. Zweckmäßig ist es, in solchen Fällen das Modell auf einer aus porösem Material bestehenden Unterlage zu erzeugen und, nachdem das Modell fertiggestellt ist, die Unterlage teilweise oder ganz mit Wasser zu benetzen, so daß infolge der Kapillarität das Wasser weitergesaugt wird, schließlich auch das aus dem eigenartigen Material geformte Modell berührt und sich auch hier infolge der Kapillarität verteilt und nach dem Austrocknen dann schnell und einfach einen festen Körper bildet, der auch von der Unterlage gelöst werden kann, wenn das für die Unterlage zur Anwendung kommende Material ablösbar ist, z. B. aus porösem Papier oder Pappe besteht. Die zur Erhärtung notwendige Flüssigkeit kann indessen auch auf andere Weise, z. B. in Gestalt eines Nebels, auf das Modell zur Einwirkung gebracht werden. Es liegt auf der Hand, daß, je feinkörniger das Material ist, der Böschungswinkel, der sich bei der Herstellung des Modells bildet, desto steiler sein muß und däß - er schließlich aufhört, wenn das Material staubförmigen bzw. pulverförmigen Zustand hat. Auch in diesem Falle kann die Formgebung in der gleichen Weise vor sich gehen; jedoch ist zu beachten, daß, da hier der Böschungswinkel wegfällt, die Formgebung größere Geschicklichkeit erfordert, dafür aber in künstlerischer Hinsicht sehr viel größeren Anforderungen entspricht. In diesem Falle ist insbesondere die Herstellung von reliefartigen Modellen, von Köpfen, Tiergestalten, Landschaften usw. ohne weiteres gegeben.
  • Die Durchführung des Verfahrens geschieht in folgender Weise. Die Herstellung des Modells erfolgt mit irgendwelchem gleichmäßig gekörnten und trockenen Stoff, der gegebenenfalls gefärbt sein kann. Es kommen hierbei zweckmäßig Materialien zur Anwendung, die entweder selbst unter dem Einfluß von Wasser oder anderen Flüssigkeiten erhärten oder denen Stoffe zugemischt sind, welche solche Eigenschaften besitzen. Zweckmäßig kann man Sand, gemischt mit Zement oder ähnlichen hygroskopischen Bindemitteln, verwenden, jedoch ist auch die Benutzung von pulverisiertem Gummiarabikum und ähnlichen Klebstoffen geeignet. Ein solches Material wird in Form eines Häufchens, das gegebenenfalls in der Grundform sich dem herzustellenden Modell anpaßt, auf eine Unterlage aufgeschüttet. Sehr zweckentsprechend ist es, eine poröse Unterlage zu benutzen und auf dieser die Herstellung des Modells zu bewirken. Das geschieht in der Weise, daß ein stabförmiges Hilfswerkzeug in das auf der Unterlage befindliche Material hineingestochen und dieses nunmehr durch Ziehen gerader oder gekrümmter Striche auf der Unterlage ausgebreitet wird. An jeder Stelle, wo ein solcher Strich gezogen wird, entsteht eine rinnenartige Vertiefung, die jedoch nicht so breit ist wie das eigentliche Hilfswerkzeug, denn infolge der Rollfähigkeit der einzelnen Körnchen kann das Material, gleich nachdem das Hilfswerkzeug einen bestimmten Punkt passiert hat, wieder abrollen, wo es vorher verdrängt war, und zwar unter Bildung eines Böschungswinkels, der bei gleichmäßig gekörntem Material überall gleich ist. Auf diese Weise ist es überaus leicht, durch einfache, gerade oder gekrümmte Linien irgendwelche plastischen Figuren herzustellen. Die Erzeugung eines solchen Modells geht auch ungemein schnell vor sich, so daß mit Hilfe dieses Materials nicht nur der Anschauungsunterricht in Schulen erleichtert, sondern auch die Herstellung von Modellen für gewerbliche Zwecke aller Art in umfangreichem Maße ermöglicht wird. Sowohl im Anschauungsunterricht als auch für gewerbliche Zwecke hat das Verfahren einen besonderen Vorzug dadurch, daß ein gut gelungenes Modell sehr leicht in der beschriebenen Weise durch Erhärtung beständig gemacht werden kann, während ein nicht geglücktes einfach wieder zusammengeschüttet wird, so daß das Material erneut benutzbar ist.
  • Die Erhärtung des Modells geschieht durch Ausnutzung der Porosität der Unterlage, dadurch, daß die Unterlage selbst mit der jeweils in Frage kommenden Flüssigkeit benetzt wird. Wo es sich um Zement oder ähnliche hygrpskopische Stoffe handelt, wird man zweckmäßig Wasser benutzen und hiermit die fragliche Unterlage tränken. Infolge der Kapillarität feuchtet das Wasser nicht nur die Unterlage, sondern in ganz kurzer Zeit auch alle Teile des Modells an, ohne daß letzteres im geringsten seine Form verliert. Bei festen Unterlagen würde allerdings das Modell auf der Unterlage festhaften. Ist aber die Unterlage selbst lösbar, wenn sie z. B. aus porösem Papier oder Pappe besteht, so kann sie auch leicht durch erneutes Tränken abgelöst werden, und somit das Modell allein zur Geltung kommen und Verwendung finden.
  • Eine ähnliche Wirkung kann natürlich erreicht werden, wenn die zur Erhärtung notwendige Flüssigkeit in Form eines Nebels, also in feinster Zerteilung, auf das Modell zur Einwirkung gebracht wird. ist in diesem Falle die Unterlage nicht porös, so kann das Modell allein erhärten und ist dann naturgemäß von der Unterlage ablösbar.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Modellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Modelle aus nichtplastischem Material, insbesondere aus gleichmäßig gekörnten, trockenen Stoffen, unter Ausnutzung des infolge der Rollfähigkeit der einzelnen Körnchen immer gleichbleibenden Böschungswinkels hergestellt werden.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß staub- oder pulverförmige Materialien zur Herstellung der Modelle Verwendung finden.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Modelle ganz oder teilweise solche Materialien benutzt werden, die bei einem späteren Zusatz von Wasser oder anderen Flüssigkeiten und nach Austrocknen eine feste Masse bilden, um die hergestellten Modelle dauernd zu erhalten und ziz erhärten. q..
  4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Modelle auf einer porösen Unterlage angefertigt werden, von wo die zur Erhärtung dienende Flüssigkeit nach Benetzung der Unterlage durch Saugwirkung in das Modell selbst eindringt und so die zur Erhärtung notwendige Flüssigkeit zugeführt wird.
  5. 5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit in Form- eines feinen Nebels auf das hergestellte Modell zwecks Erhärtung desselben zur Einwirkung gebracht wird.
DER58388D 1923-05-02 1923-05-02 Herstellung von Modellen Expired DE398146C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008049408A1 (de) 2008-09-29 2010-04-08 Karola Dierichs Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008049408A1 (de) 2008-09-29 2010-04-08 Karola Dierichs Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers
DE102008049408B4 (de) * 2008-09-29 2011-04-14 Karola Dierichs Verfahren zum Herstellen eines Formkörpers

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