DE397126C - Siegelmarke - Google Patents

Siegelmarke

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DE397126C
DE397126C DEF53998D DEF0053998D DE397126C DE 397126 C DE397126 C DE 397126C DE F53998 D DEF53998 D DE F53998D DE F0053998 D DEF0053998 D DE F0053998D DE 397126 C DE397126 C DE 397126C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/10Materials in mouldable or extrudable form for sealing or packing joints or covers
    • C09K3/1031Sealing waxes, e.g. sealing letters, bottles, or the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Package Closures (AREA)

Description

  • Siegelmarke. Zum Sichern des Verschlusses von Briefen, Paketen, Flaschen und sonstigen Behältern, für urkundliche Nachweise usw. hat man bisher entweder Siegel verwendet, die aus Siegellack o. dgl. durch Verflüssigung mittels Erhitzung hergestellt und durch Anwendung eines Petschaftes geprägt wurden, oder Siegelmarken aus mit Klebstoff versehenem Papier benutzt, die ohne Anwendung von Wärme, aber unter Anfeuchtung des Klebstoffes auf die zu sichernde Grundlage mit oder ohne gleichzeitige Prägung aufgedrückt wurden. Siegel aus Siegellack haben, abgesehen von der Umständlichkeit ihrer Herstellung und ihrer geringen Haltbarkeit, den großen Nachteil, daß sie sich, z. B. durch ein angewärmtes, scharfes Messer, in betrügerischer Absicht leicht -entfernen und unter Anwendung erneuter Erwärmung ohne sichtbare Verletzung wieder anbringen lassen. Die aufklebbaren Siegelmarken kö3rte n dagegen nur durch Anwendung einer in zu sichernden Gegenstand genügend tief dringenden Prägung gesichert werden, was nur bei nnschichtigen Unterlagen aus Papier o. dgl. praktisch durchführbar ist.
  • Die Erfindung betrifft eine Siegelmarke; die vermöge ihrer Zusammensetzung und der Art'"' ihrer Anwendung in allen Fällen an den zu sichernden Sachen leicht anbringbar .ist und die denkbar größte Sicherung gegen unbefugte und unauffällige Entfernung bietet. Dieser Erfolg wird dadurch erreicht, daß die Siegelmarke einen eiweißhaltigen Grundstoff enthält, der unter Anwendung eines zweckmäßig elektrisch erhitzten Prägestempels auf den zu siegelnden Gegenstand gepreßt wird, wobei das zunächst sich verflüssigende und dann gerinnende Eiweiß das fertige Siegel mit seiner Unterlage dauernd haltbar verbindet. Eine solche Siegelmarke erfordert bei ihrer Anwendung keine Anfeuchtung und macht eine Entfernung ohne sofort erkennbare Beschädigung des fertigen Siegels unmöglich, weil das gerinnende Eiweiß seine einmal durch die Hitzewirkung des Prägestempels erhaltene Form dauernd beibehält und infolgedessen der Zusammenhang der Siegelmarke mit ihrer Unterlage nur durch Gewalt getrennt werden kann.
  • Als Grundstoff für die vorliegende Siegelmarke wird z. B. Mehl oder ein mineralischer Stoff, z. B. Kreide, verwendet, der einen genügenden Zusatz von eiweißhaltigem Stoff erhält, um die beschriebene Wirkung zu erzielen. Beispielsweise nimmt man Weizenmehl, das unter Ergänzung seines Eiweißgehalts zu einem dicken Brei angerührt und zu dünner Schicht ausgewalzt wird. Diese dünne Mehlschicht wird in geeigneter Weise, z. B. unter Anwendung heißer Platten, getrocknet -,und hiernach in Bogen geeigneter Größe zerschnitten, die in der Größe der Siegelmarken entsprechende Felder unterteilt werden, z. B. mittels Dürehlochung.
  • Es ist zweckmäßig, dem Grundstoff der Siegelmarke solche'StQffe, z. B. Holzstoff, beizufügen, die bei ihi-eiF,rhitzung durch den Prägestempel ihre Farb-, ändern und dadurch eine deutliche Brandzeichnung des Siegels hervorrufen.
  • Um ein lciclitcs, unauffälliges Aufschneiden des aus der Siegelmarke hergestellten Segels und späteres Wiederzusammenfügen der Siegeltei'.e zu verhüten, wird in an sich bekan:Aer weise in die Siegelmarke zweckmäßig eine Einlage aus widerstandsfähigem Stoff, z. B. in Gestalt eines feinmaschigen Metallsiebes, eines Metallstreifens o. dgl., eingebettet.
  • Es ist ferner vorteilhaft, den Rand des zur Anbringung der vorliegenden Siegelmarke d;enenden Prägestempels so zu gestalten, daß das fertige Siegel an seinem äußeren Rande strahlenförmige Rippen oder Zacken erhält, die ein Abheben des Siegels ohne sofort Verletzung unmöglich machen.
  • Da der Begriff der pflanzlichen und tierischen Eiweißstoffe nicht eindeutig festgelegt ist, wird ausdrücklich hervorgehoben, daß als Eiweißstoffe im Sinne vorliegender Erfindung alle solche organischen Stoffe gelten Bellen, die beim Erhitzen sich vorübergehend mehr oder weniger verflüssigen und danach gerinnen. Die vorliegenden Siegelmarken können natürlich auch für Plomben zum Sichern von Verschnürungen u. dgl. Verwendung finden, wobei die Siegelmarke mit einer der zu sichernden Verschnürung o. dgl. entsprechend gestalteten Unterlagü, Kapsel o. dgl. beine Prägen zu einem einheitlichen Ganzen verbunden wird.

Claims (2)

  1. PATI:NT-ANSPRLTCIIE: i. Siegelmarke, gekennzeichnet durch eine Scheibe aus eiweißhaltigem Grundstoff, die unter Anwendung eines erhitzten Prägestempels auf den zu siegelnden Gegenstand gepreßt wird, wcbei das zunächst sich verflüssigende und dann gerinnende Eiweiß das fertige Siegel mit seiner Unterlage dauernd haltbar verbindet.
  2. 2. Siegelmarke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundstoff der Marke solche Stoffe, z. B. Holzstoff, enthält, die bei ihrer Erhitzung durch den Prägestempel die Farbe ändern und dadurch eine deutliche Brandzeichnung des Siegels hervorrufen.
DEF53998D 1923-05-14 1923-05-14 Siegelmarke Expired DE397126C (de)

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DK34918D DK34918C (da) 1923-05-14 1924-05-02 Segloblat.
AT101309D AT101309B (de) 1923-05-14 1924-05-07 Siegelmarke und Verfahren zu ihrer Herstellung.
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