DE394366C - Verfahren zum Aufschliessen von Holzzellulose - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von Holzzellulose

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DE394366C
DE394366C DEG48253D DEG0048253D DE394366C DE 394366 C DE394366 C DE 394366C DE G48253 D DEG48253 D DE G48253D DE G0048253 D DEG0048253 D DE G0048253D DE 394366 C DE394366 C DE 394366C
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hydrogen chloride
vessel
decomposition
acid
wood cellulose
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DEG48253D
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ERIK HAEGGLUND DR
Evonik Operations GmbH
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ERIK HAEGGLUND DR
TH Goldschmidt AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/02Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of cellulosic materials

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Description

  • Verfahren zum Aufschließen von Holzzellulose. UmHolzzellulose, insbesondere fürdenZweck der Verzuckerung derselben, aufzuschließen, kann man sie mit Wasser oder verdünnter Salzsäure anfeuchten und in diese Masse Chlorwasserstoffgas einleiten. Vorliegende Erfindung bezweckt eine möglichst wirtschaftliche Ausnutzung des Chlorwasserstoffgases bei diesem Verfahren und erreicht diesen Zweck dadurch, daß das Chlorwasserstoffgas nach Beendigung des Reaktionsprozesses durch Einleiten von Luft in das Aufschließungsgefäß ausgetrieben und in ein weiteres Aufschließungsgefäß, in dem sich ebenfalls mit Wasser oder verdünnter Salzsäure angefeuchtete Holzmassebefindet, übergeführtwird. Wenn dann diesem zweiten Aufschließungsgefäß ebenfalls gasförmige Salzsäure zugeleitet wird, dann läßt sich die in ihm enthaltene Holomasse unter Mitverwendung der aus dem ersten Zersetzungsbehälter entnommenen Säure aufschließen, und der Überschuß an Chlorwasserstoffgas in diesem zweiten Zersetzungsbehälter läßt sich ebenso in einem dritten Zersetzungsbehälter weiterverwenden usf.
  • Bei der Ausiührung der Erfindung kann man so verfahren, daß man die zu behandelnde Holzmasse mit Wasser oder Salzsäure anfeuchtet, und dann in die Masse so viel Chlorwasserstoff einleitet, daß eine Sättigung stattfindet. Nach Beendigung der Aufschließung wird der flüchtige Chlorwasserstoff durch Einleiten von Luft aus dem Aufschließüngsgefäß herausgetrieben und in einem zweiten Behälter aufgefangen, der ebenfalls mit feuchter Holzmasse angefüllt ist. Der ChlorwasserstoE-,aehalt,der Salzsäure des ersten Behälters kann so bis auf etwa :2o Prozent herabgemindert werden.
  • Die erforderliche Säurekonzentration in dem zweiten Aufschließungsgefäß,' in welches der überschüssige Chlorwasserstoff aus dem ersten Gefäß herübergeleitet wurde, wird durch Zuleiten von frischem Chlorwasserstoff aus einem 7 Muffelofen, einer Vergasungsanlage o. dgl. hergestellt. In dem zweiten Behälter erfolgt auf diese Weise die Aufschließung der Holzmasse unter den gleichen Umständen wie im ersten Behälter durch eine etwa 45prozentige Chlorwasserstofflösung. Die 1Conzentration der Salzsäure kann durch Einleiten von Luft nur bis auf etwa 2o Prozent herabgemindert werden.
  • An das zweite Aufschließungsgefäß kann ein drittes angeschlossen wer-den usf., wobei die überschüssige Säure eines voraufgehenden Aufschließungsgefäßes jedesmal in das folgende Gefäß durch einen Luftstrom herüberbefördert wird.
  • Auf die beschriebene Weise wird ein ansehnlicher Teil des für die Holzverzuckerung gebrauchten Chlorwasserstoffes zum Aufschließen neuer zu behandelnder Holzmassen nutzbar gemacht, indem er zur Absorption durch frische oder unvollständig verzuckerte feuchte Sägespäne gebracht wird.
  • Wichtig ist dabei, daß dies durch Austreiben vermittels Luft erfolgt, da hierbei die Säure in ihrer konzentriertesten Form als Gas zur Wirkung gelangt. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Verfahren von einem vorbekannten Verfahren, nach welchem die Verdrängung #ler Salzsäure aus einem Aufschließungsgefäß und die Überführung in ein zweites durch Dampf erfolgt. Allerdings ist the Säureaustreibung durch Luft an sich ebenfalls nicht neu, doch wurde die Luftaustreibung bisher nicht dem Zweck einer soforfigen Wiederbenutzung der Säure im Fabrikationsprozeß durch Einleitung in ein weiteres Aufschließungsgefäß und Anreicherung in dem letzteren dienstbar gemacht, obwohl an sich die Verwenduno- von Überschußsäure aus Aufschließungsbehältern für dieZellu;lose und deren Anreicherung züi diesem Zweck ebenfalls bekannt waren. Der technische Erfolg des Verfahrens gemäß der Erfindung hängt aber davon ab, daß die Verfahrensstufen der Austreibung von überschußsäure vermittels Luft und der Überleitung der ausgetriebenen Säure in ein neties Aufschließgefäß unter Konzentrierung in dem letzteren in Verhindung miteinander zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zum Aufschließen von Holzzellulose durch Einleiten von Chlorwasserstoffgas in die mit Wasser oder verdünnter Salzsäure angefeuchtete Holzmasse, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung der Aufschließung der Chlorwasserstoff aus dem "i#ufschließungsgefäß durch Einleiten von Luft, soweit möglich, ausgetrieben und in ein weiteres Aufschließungsgefäß übergeführt wird, wo das Gas unter Anreicherung durch neu zugeführten Chlorwasserstoff zur Behandlung neuer Materialmengen ausgenutzt wird.
DEG48253D 1919-05-09 1919-05-09 Verfahren zum Aufschliessen von Holzzellulose Expired DE394366C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1063090B (de) * 1956-03-22 1959-08-06 Jacques Lessiau Vorrichtung zur Hydrolyse von cellulosehaltigen Substanzen

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