DE394309C - Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B25/00Compositions containing a nitrated organic compound
    • C06B25/04Compositions containing a nitrated organic compound the nitrated compound being an aromatic

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen. Von sämtlichen Sprengstoffen besitzt, wie in Fachkreisen bekannt ist, das Nitroglyzerin die größte Sprengkraft. Seine Anwendung in der Technik ließ sich aber nicht durchführen wegen seiner unbequemen und gefährlichen Handhabung. Größere Sicherheit, aber auch geringere Wirksamkeit zeigen die Dynamite. Ihre praktische Handhabung ist jedoch im=mer noch mit mancherlei Gefahren verbunden. Noch weniger wirksam, dagegen nahezu ungefährlich in ihrer Anwendung sind die Ammonsalpeter- oder sogenannten Sicherheitssprengstoffe. Am günstigsten verhalten sich hinsichtlich der Sicherheit die aromatisehen Nitroverbindungen Pikrinsäure und Trinitrotoluol.
  • Das Ziel der modernen Sprengstofftechnik war deshalb, organische Nitrokörper zu finden, welche die ungefähre Sicherheit der erwähnten Sprengstoffe mit der Sprengkraft der stärksten Dy namite vereinigen. In diesem Sinne wurden als Sprengmittel vorgeschlagen das Tetranitranilin, das Tetranitroanisol und das Pentanitrodimethylmetaphenylendiamin. Das erstere ist zwar viel sprengkräftiger als die Pi.krinsäure, aber auch viel empfindlicher gegen Schlag und Stoß. Das Tetranitroanisol und das Pentanitrodimethylmetaphenylendiamin sind wieder schwächer als das Tetranitranilin.
  • Es wurde nun gefunden, daß alle bisher verwendeten aromatischen Nitrokörper hinsichtlich der Sprengkraft weit übertroffen werden von denjenigen aromatichen 'Verbindungen, welche fünf Nitrogruppen am Benzolkern enthalten, z. B. dem Pentanitrophenol C, H N, O", dem Pentanitropheny hnethylmitramin C, H3 N70", und dem Pentan:itranilin C6 H; lNTE 01o, welches durch 2,#Titrierung des r-, 3-, 5-Dinitroanilins dargestellt wird. Diese sind hinsichtlich ihrer Sprengkraft gleichwertig den stärksten Dynamiten, ohne indes deren Nachteile der unbequemen und unsicheren Handhabung zu besitzen. Sie zeichnen sich aus durch außergewöhnlich hohen Sauerstoff- und Stickstoffgehalt. Eine weitere, sehr viertvolle Eigenschaft, die nicht vorauszusehen- war, ist ihr hohes spezifisches Gewicht, welches größer ist als das fast aller bekannter Explosivstoffe.
  • Die sehr kräftige Explosivwirkung und das hohe spezifische Gewicht ermöglichen es, die Sprengkraft eines Hohlgeschosses bei gleichem Kaliber nahezu zu verdoppeln. Dieser Umstand ist geeignet, einen sehr erheblichen Fortschritt des gesamten Artilleriewesens zu veranlassen. Für die Bergwerksindustrie und sonstige Zwecke sind die erwähnten Eigenschaften ebenfalls von großem Werte, da sich im kleinen Raum größere Wirkungen hervorbringen lassen. Auf diese Weise bietet sich die Möglichkeit, an Arbeitskraft zu sparen.
  • Schließlich ist es noch von nicht zu unterschätzender Bedeutung, daß die erwähnten Sprengstoffe bei .der Detonation nur wenig .Kohlenoxv,d und Wasserstoff liefern. Die häufig vorkommende nachträgliche Explosion dieser bei der explosiven Zersetzung der meisten .organischen Sprengstoffe entstehenden Gase mit Luft ist im vorliegenden Falle fast ausgeschlossen. Der geringe Gehalt der Explosionsgase an Kohlenoxyd beweist ferner, daB das Sprengen mit den Pentanitroverbindungen weniger zu Gasvergiftung Veranlassung gibt als das Arbeiten mit den übrigen aromatischen Nitrokörpern und vielen anderen Sprengstoffen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen und Detonationsüberträgern, gekennzeichnet durch die Verwendung von Pentanitrophenolen und Pentanitranilinen für sich oder in Mischung mit anderen Sprengstoffen und Sprengstoffkomponenten.
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