DE39227C - Mehlsichtemaschine - Google Patents

Mehlsichtemaschine

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Publication number
DE39227C
DE39227C DENDAT39227D DE39227DA DE39227C DE 39227 C DE39227 C DE 39227C DE NDAT39227 D DENDAT39227 D DE NDAT39227D DE 39227D A DE39227D A DE 39227DA DE 39227 C DE39227 C DE 39227C
Authority
DE
Germany
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sieve
flour
air
ceiling
frame
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT39227D
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English (en)
Original Assignee
E. WEISS und L. FRAENKEL in Berlin SO., Cuvrystr. 64
Publication of DE39227C publication Critical patent/DE39227C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B1/00Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
    • B07B1/28Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens
    • B07B1/30Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens jigging or moving to-and-fro within their own plane in or approximately in or transverse to the direction of conveyance

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 50: Mühlen und Zerkleinerungsmaschinen.
EMIL WEISS und LOUIS FRAENKEL in BERLIN. Mehlsichtemaschine,
Patentirt im Deutschen, Reiche vom i. April 1886 ab.
Die nachfolgend beschriebene und in der Zeichnung in Fig. 1 bis 3 dargestellte Mehlsichtemaschine unterscheidet sich von den bekannten Sichtemaschinen dadurch, dafs bei derselben weder das bei den Schleudersichtemaschinen wirksame fortwahrende Anpressen des Mahlgutes an die Siebwände stattfindet, noch die bei Schüttelsieben pressende Schwerkraft beständig. zur Wirkung gelangt. Es werden allerdings Schüttelsiebe verwendet, die schädliche Bewegung und Reibung des Mahlgutes, welche bei dem gewöhnlichen Schüttelsiebe unvermeidlich sein würde, wird aber dadurch vermieden, dafs während des Schütteins ein Abheben des Mahlgutes und darauf folgendes Anpressen desselben an die Siebwände eintritt, indem entsprechend den Schüttelbewegungen abwechselnd ein vermehrter oder verminderter Luftdruck erzeugt wird, der das Mahlgut auf das Sieb aufdrückt oder von demselben abhebt. Das Mittel, welches zur Erreichung dieses Zweckes angewendet wird, ist der mit einer nachgiebigen Decke versehene, nur an einer Seitenwand offene Siebrahmen, welcher bei seiner schüttelnden Bewegung in dem geschlossenen Rumpf eine Luftbewegung hervorruft, die in wellenförmigen Bewegungen der Decke zum Ausdruck gelangt, so dafs der Luftdruck gleichmäfsig für die ganze Siebfläche nutzbar gemacht wird und gleichmäfsig auf dieselbe einwirkt. Dadurch wird ein griffiges Mehl, frei von Mehlstaub und anderen leichten Bestandtheilen, gewonnen.
Schon beim Einlauf des Mahlgutes in den oberen Siebraum werden die leichten Schmutz- und Mehltheilchen durch die dort herrschenden Luftbewegungen vom Siebboden fern gehalten und dem Auslauf zugeführt. Dadurch, dafs auf dem oberen Siebe Kleie und leichte Mehltheilchen abgehoben und dem Ausgange zugeführt werden, fällt das Mahlgut schon. rein auf das untere Sieb, um alsdann nur noch gesondert zu werden.
Die Wirkung des einerseits offenen Schüttelsiebrahmens ist folgende: Bewegt sich in der gezeichneten Stellung der Fig. 1 der aus nachgiebiger Decke d und den beiden Siebflächen ss* bestehende Siebrahmen nach rechts, so wird die im Gehäuse oder Rumpf η befindliche Luft rechts verdrängt und verdichtet, während an der offenen Stelle ο des Schütterrahmens t und zwischen Decke d und Sieb s eine Luftverdünnung eintritt, so dafs die Decke nach innen in den Raum tn gedrückt wird. Das Mahlgut wird dabei fest auf das Sieb s gedrückt. Bei der entgegengesetzten Bewegung tritt eine Luftverdünnung im Raum η des Rumpfes ein, die nachgiebige Decke d bewegt sich nach oben und das Mahlgut, welches infolge Schrägstellung des Siebes s sich stetig auf demselben fortbewegt, wird vom Siebe abgehoben, gelockert und fällt an anderer Stelle wieder auf dasselbe herab. Die nachgiebige Decke d verhindert dabei, dafs diese Druckvermehrung und -Verminderung sich als waagrecht gerichteter und im Raum m wirkender Luftstrom äufsert, indem sie den ganzen Raum m in kleine Theile zerlegt, in deren einem eine Druckverminderung, in deren nächstliegendem Theile eine Druckerhöhung herrscht, entsprechend den von der Decke d gebildeten Wellenbergen und Thälern.
Die Wirkung dieser Verbindung von Schüttelsieben ssl mit der Decke d und dem einerseits offenen Siebrahmen t ist nicht nur die, dafs sie die Lockerung des Mahlgutes stetig herbeiführt und ein Verstopfen der Siebe verhindert, sondern sie erzielt auch vor allem eine ganz eigenthümliche Abführung und Abtrennung der ganzen Stärketheilchen vom Mehl. Die Stärketheilchen sammeln sich auf der nachgiebigen Decke d, wohin sie theils durch den immerhin herrschenden Luftstrom (durch o), theils durch Pressung durch die Decke d gelangen. Diese feinsten Theilchen werden völlig abgesondert und dadurch das Mehl verbessert.
Man kann die Wirkung dieses Luftstromes noch dadurch erhöhen, gleichmäfsiger machen und besser vertheilen, dafs man den Rumpf selbst mit einer nachgiebigen Decke ρ oder Seitenwänden w versieht. Dadurch werden etwaige Ungleichheiten in der Wirkung der Decke völlig ausgeglichen.
Die Anordnung der Maschine ist folgende:
i ist der durch Rippen ν getheilte Einlauftrichter für das Mahlgut·, der es gleichmäfsig auf das Sieb s vertheilt. Am Einlauftrichter ist das Schüttelsieb luftdicht durch die Decke d angeschlossen, t ist der Schüttelsiebrahmen, s s1 die mit verschiedenen Siebnummern ausgerüsteten Siebe; der Rahmen t besitzt die Oeffnungen ο ο und ruht auf den Federn /. Die Sammeltrichter h h1 h" sind für die verschiedenen Erzeugnisse: Griffiges Mehl, reiner Dunst, reiner, feiner Gries. Die Kleie tritt bei h3 aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Mehlsichtemaschine, bei welcher die Abscheidung der feinsten Mehl- und Kleietheilchen dadurch bewirkt wird, dafs der Rahmen der angewendeten Plansiebe auch nach oben mittelst einer Decke von Beuteltuch abgeschlossen ist und innerhalb des geschlossenen Gehäuses eine Rüttelbewegung in der Längsrichtung der Siebe empfängt, daher abwechselnd Verdichtung und Verdünnung der Luft im Siebraum eintritt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT39227D Mehlsichtemaschine Expired - Lifetime DE39227C (de)

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