DE39213C - Walzenwalke - Google Patents

Walzenwalke

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Publication number
DE39213C
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DE
Germany
Prior art keywords
roller
fulling
machine
milled
rollers
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT39213D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. F. C. BARETTE FILS und A. A. BARETTE in Romilly sur Andelle, Dep. Eure, Frankreich
Publication of DE39213C publication Critical patent/DE39213C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C17/00Fulling
    • D06C17/02Fulling by rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

PATENTAMT.
Beim Walken auf den bis jetzt gebräuchlichen Walzenwalken kommen häufig Falten in . die gewalkten Stoffe. Das Mittel, um diesem Oebelstande abzuhelfen und den Fehler zu verbessern, welches bis jetzt diesem Zwecke am besten entsprochen hat, besteht darin, dafs man das betreffende Stück Zeug auftrennt und es in umgekehrter Richtung durch die Walke laufen läfst.
Dieses Verfahren hat indessen den Nachtheil, dafs durch dieselbe die zur fertigen Herstellung des Zeuges erforderliche Handarbeit bedeutend vermehrt wird, dafs mehr Zeit dazu erforderlich ist, dafs ferner die Dauerhaftigkeit des Zeuges beeinträchtigt und der Walkprocefs noch durch die beim Herausnehmen aus der Maschine stattfindende Abkühlung des Zeuges verzögert wird.
Der gröfsere Zeitaufwand und die vermehrte Arbeit, welche mit dem angeführten Verfahren verbunden sind, haben zur Folge, dafs man das zu walkende Stück in umgekehrter Richtung nicht so oft zwischen den Walzen passiren läfst, als es zum gründlichen Walken erforderlich wäre.
Bei der neuen Walke sind die eben genannten Fehler vermieden, und dieselbe ist infolge eines besonderen Mechanismus, durch welchen sich die Richtung der Drehung der Walzen umkehren läfst, anstatt des zu walkenden Stoffes von den Uebelständen, welche mit letzterer Arbeit beim Walken verbunden sind, frei.
Vermittelst der neuen Walke geht das Walken leicht und ohne Zeitverlust von statten.
Man kann folglich mit dieser Maschine das Walken nach entgegengesetzten Richtungen so oft wiederholen, als es die Natur des zu walkenden Stoffes erfordert, ohne dafs man gezwungen wäre, das Stück aufzutrennen und wieder zusammenzunähen, noch dasselbe aus der Maschine herausnehmen zu müssen.
Sogar die Länge des durch die Walzen laufenden Stückes . wird durch einen von der Maschine selbstthätig bewegten Zählapparat gemessen.
Die Vortheile des Walkverfahrens mit der neuen Walke sind:
1. Es werden keine Falten eingewalkt.
2. Ersparnifs an Handarbeit.
3. Zeitersparnifs, verbunden mit längerer Dauer der Walzen und Walzklötze infolge des Ganges der Maschine nach zwei entgegengesetzten Richtungen.
4. Bedeutend vermehrte Leistungsfähigkeit, da ein grofser Theil der Handarbeit, welche beim Walken mit Hülfe der alten, nur nach einer Richtung sich drehenden Walke erforderlich ist, ganz wegfällt.
Alle genannten Vortheile gewährt das neue Verfahren natürlich auch für solche Stoffe, welche beim Walken der Faltenbildung nicht so leicht unterworfen sind.
Die neue Walke ist in Fig. 1 und 2 im Querschnitt und in der Endansicht abgebildet; Fig. 3 zeigt das Walkbrett im Grundrifs.
A ist die untere Walze mit Kupferflantschen auf beiden Seiten; sie sitzt auf der Welle B, welche das Stirnrad C und an jedem Ende zwei Riemscheiben trägt, von welchen die eine fest und die andere lose ist.
Vermittelst gerader und gekreuzter Riemen kann die Welle B nach Belieben in der einen oder anderen Richtung getrieben werden.
A1 ist die obere, auf der Welle B1 sitzende Walze ohne Flantschen.
Auf dieser Welle sitzt das in das Rad C eingreifende Rad C1.
Die Welle i?1 läuft in zwei Lagern, auf welche das Gewicht P vermittelst Hebel und Stangen einwirkt.
S S1 sind die Walkklötze und, vor denselben liegend, RR1 die Leitwalzen, auf welchen das zu walkende oder gewalkte Stück Zeug ruht.
An einem Ende der Walzenachse ist eine endlose Schraube befestigt, welche in ein Schraubenrad eingreift, das mit einem Zählwerk verbunden ist, vermittelst dessen die Anzahl der Umdrehungen der Walze und somit auch die Länge des zu walkenden Stoffes erkannt wird.
MM1 sind die beweglichen oberen Walkklötze, von welchen je nach der Richtung der Drehung der Walze der eine herabgedrückt wird, während der andere gehoben ist.
Der Druck auf die Klötze wird durch ein Gewicht ausgeübt, welches entweder auf den einen oder auf den anderen der beiden Hebel L L\ aufgesteckt wird.
Die Wangen JJ1 sind ebenso wie bei gewöhnlichen Walken beschaffen und angeordnet.
Der Walktisch der gewöhnlichen Walke ist im vorliegenden Falle durch einen in der Mitte geschlitzten und in Führungen verschiebbaren Walktisch JVJV1 ersetzt.
Derselbe ist in Fig. 3 dargestellt. Beide sind durch eiserne Stangen mit einander verbunden, so dafs die Verschiebung derselben gleichzeitig erfolgt.
Unterhalb der Walkwalzen ist eine flache Rinne aus Brettern angebracht, welche dazu dient, um nach Bedürfnifs das von dem zwischen den Walzen passirenden Zeug abtropfende Wasser aufzufangen. Die eben beschriebenen Theile sind in einem Holztrog mit einem eisernen Gestell angeordnet.
Derselbe ist an jedem Ende mit einer Thür versehen; der untere Rand jeder Thüröffnung besteht in einer Holzwalze zum Tragen oder Führen des gewalkten Stoffes beim Herausnehmen aus dem Trog.
Ist ein Stück Zeug von rechts nach links, Fig. i, durch die Maschine hindurchgegangen und man will dieselbe in umgekehrter Richtung sich drehen lassen, so verfährt man auf folgende Weise:
Man bringt die Maschine zum Stillstand, indem man den Riemen der rechten Seite auf die lose Rolle schiebt.
Hierauf drückt man den Tisch JV herab, bis die vordere Seite der Walze R vollständig frei ist. Gleichzeitig stellt sich durch die Bewegung des Tisches JV der damit verbundene Tisch N1 in die richtige Lage.
Man drückt nun den Walkklotz M herab, indem man auf den Hebel L das vom Hebel L1 weggenommene Gegengewicht aufsteckt.
Der Klotz M1 hebt sich mit der Herabbewegung des Klotzes M.
Nun braucht man nur noch den gekreuzten Riemen der linken Seite auf die feste Rolle zu schieben, damit die Maschine nach der entgegengesetzten Richtung läuft.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dafs die Walzen vorwärts und rückwärts kufen können.
Die zu diesem Zwecke in Anwendung gebrachten Theile können so wie in der Beschreibung oder auf andere den gleichen Endzweck erreichende Weise construirt und angeordnet sein.
Diese Erfindung lä'fst sich nicht allein für Maschinen zum Walken von Tuch und anderen Stoffen, sondern auch bei Maschinen zum Reinigen und Entfetten oder bei allen solchen, wo eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Walzen nothwendig ist, anwenden.
Auch läfst sich die Bedienung der Walkmaschine von Hand durch selbsttätig von der Maschine getriebene Mechanismen ersetzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Walzenwalke, bei welcher man beim Walken den Stoff von der einen oder von der anderen Seite durch die Walzen kufen lassen kann, charakterisirt durch:
    a) die Verbindung der Walzenachsen BB1 mit einem Mechanismus zur Umkehrung der Bewegung;
    b) die Verbindung der beiden oberen, um die Achse .B1 drehbaren Walkklötze MAi1 unter sich und mit Gewichtshebeln L, und
    c) die Verbindung der beiden verschiebbaren geschlitzten Walktische JVJV1 (Fig. 3). mit einander in der Weise, dafs, wenn der eine Walktisch JV nach aufsen gezogen wird, der andere sich einwärts schiebt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT39213D Walzenwalke Expired - Lifetime DE39213C (de)

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