DE391863C - Schaltung fuer Funkentelegraphie mit Lichtbogen - Google Patents

Schaltung fuer Funkentelegraphie mit Lichtbogen

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DE391863C
DE391863C DEL51113D DEL0051113D DE391863C DE 391863 C DE391863 C DE 391863C DE L51113 D DEL51113 D DE L51113D DE L0051113 D DEL0051113 D DE L0051113D DE 391863 C DE391863 C DE 391863C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/02Amplitude-modulated carrier systems, e.g. using on-off keying; Single sideband or vestigial sideband modulation
    • H04L27/04Modulator circuits; Transmitter circuits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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  • Relay Circuits (AREA)

Description

(L51113
Der Betrieb von funkentelegräphischen Stationen mit Lichtbogenwellen erfolgt bisher in der Weise, daß das mehr oder weniger große Ändern der Sendewelle durch Änderung der Selbstinduktion der iVntenne erfolgt. Hierbei ergibt sich der Nachteil der Kompensationswelle. Ferner ist der Gesamtwirkungsgrad des Lichtbogens schlecht, weil dieser nahezu ebensoviel Energie während des Zeichengebens verbraucht als in dem Zeitraum zwischen zwei Zeichen. Die Erfindung bezweckt nun, den Nutzeffekt der Anlage wesentlich zu verbessern, und zwar geschieht dies dadurch, daß bei einer Schaltung, bei der ein Hilfskreis ständig an den Klemmen des Lichtbogens liegt und bei der der Taster direkt in die Antenne eingeschaltet ist, ein Zeitrelais, das durch den Taster gesteuert wird, auf die Konstanten (Selbstinduktion und Kapazität, Länge des Lichtbogens bzw. Speisespannung) des Hilfsstromkreises einwirkt. Dies kann z. B. in der Art erfolgen, daß das Zeitrelais einen Teil der Selbstinduktion oder einen Teil der Kapazität zuschaltet bzw. die Speisespannung oder die Länge des Lichtbogens beeinflußt, wenn der Taster genügend lange Zeit unterbrochen wird, also nicht im gewohnten Tasterhythmus arbeitet. Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar zeigt
Abb. ι eine Schaltung, bei der das Zeitrelais auf die Selbstinduktion einwirkt, während in Abb. 2 die Einwirkung des Zeitrelais auf die Kapazität dargestellt ist.
Bei der Schaltung nach Abb. ι ist der Lichtbogen von der nicht dargestellten Gleichstromdynamo mit den dem +- bezw. —Zeichen entsprechenden Polen verbunden. Auf den Lichtbogen wirken die Blasespulen S1 ίο und S-, welche ihren Gleichstrom entweder aus der Dynamomaschine oder aus einer beliebigen unabhängigen Stromquelle beziehen. Der —Pol ist an die Erde gelegt, während der +-Pol über einen magnetisch gesteuerten Unterbrecher η mit der Antenne A verbunden ist. Parallel zum Lichtbogen liegt ein Stromkreis, der aus dem Kondensator C und den Selbstinduktionen L1 und L- besteht. Der eine Pol der Selbstinduktion L1 ist mit dem Kontakt a, der andere mit dem Drehpunkt ο eines zweiarmigen Hebels verbunden, dessen einer Arm Kontakt mit dem Kontakt α herstellen kann, während der andere Ann unter dem Einfluß einer Feder r steht, die den Kontakt (T zu öffnen versucht. An diesen Arm des Hebels greift mittels eines Lenkers der Anker des Elektromagneten q an, der wiederum durch eine Kolbenstange mit dem Kolben der Dämpfvorrichtung p verbunden ist. Letztere besteht aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Zylinder, in der der Kolben gleitet, der mit einer Durchbohrung versehen ist, so daß die bekannte Dämpfung eintritt, die ihren Ursprung in dem Durchtrittswiderstand der Flüssigkeit durch die Öffnung im Kolben während dessen Bewegung hat. Ein weiterer ' Stromkreis besteht aus den Drähten s-s , und erhält aus einer Gleichstromquelle Strom. In diesem Kreise liegt der Morsetaster m in Hintereinanderschaltung mit der Wicklung des Magneten q, zu welcher parallel die Wicklung des Unterbrechers η geschaltet ist.
Wird nun der Morsetaster m niedergedrückt, so betätigt der Strom der Gleichstromquelle.?-.? die Elektromagneten η und q, so ', daß, wenn die Anziehung genügend lange dauert, der Kontakt α sich schließt. Hierdurch wird die Selbstinduktion L1 kurzgeschlossen. Wird nun von diesem Augenblick al) der Taster in dem normalen Rhythmus des 'fastens bewegt, so gestattet die Dämpfungsvorrichtung nicht, daß der Hebel in den stromlosen Augenblicken freigegeben wird, so daß der Kontakt α geschlossen bleibt. Während dieses Arbeitens, d. h. also während des 'Pasteiis, ist lediglich die Selbstinduktion L-ini Hilfskreis eingeschaltet.
Der Kontakt σ kann sich erst dann öffnen, wenn der Taster genügend lange unterbrochen bleibt. In diesem Falle sind dann die Selbst-Induktionen L1 und Lr im Hilfsstromkreis eingeschaltet.
Abb. 2 zeigt eine analoge Schaltung. Jedoch ist hier nur eine Selbstinduktion L vorgesehen, während der Kondensator dadurch unterteilt ist, daß außer dem Kondensator C1 noch ein zweiter Kondensator C" vorhanden ist, der durch den Hebel 0 und den Kontakt a parallel geschaltet werden kanu. Jedoch ist hier die Anordnung so getroffen, daß, solange der Taster m- offen ist, der Kontakt a geschlossen bleibt. Er öffnet sich nur dann, wenn der Taster genügend lange abwärts gedrückt ist. Von diesem Augenblicke ab bleibt der Kontakt a, wenn man im normalen Tastrhythmus arbeitet, noch offen. In diesem Falle ist dann nur die Kapazität C1 im Hilfskreis eingeschaltet. Der Kontakt α wird erst dann geschlossen, wenn der Taster genügend lange frei gegeben ist, worauf dann die Kapazität des Hilfsstromkreises = C1 + C2 wird.
Die Dämpfung nach der Zeichnung ist nur als Beispiel eines Zeitrelais angegeben, natürlich können auch andere Bauarten, die den selben Zweck erfüllen, benutzt werden.
Auf diese Weise kann man die Werte von C oder L oder auch beide gleichzeitig bzw. der Speisespannung oder der Länge des Lichtbogens in der WTeise ändern, daß der Lichtbogen beliebig lange brennen bleibt. Während des Normalbetriebes kommen die durch die Zeitrelais gesteuerten Selbstinduktionen oder Kapazitäten nicht zur Tätigkeit, so daß man einen sehr wirtschaftlichen Betrieb erhält. Die zur Unterhaltung des Lichtbogens in der Zeit zwischen zwei Zeichen erforderliche Energie wird auf ein sehr geringes Maß heruntergesetzt. Es wird also der Nutzeffekt des Lichtbogens, d. h. das Verhältnis der an die Antenne abgegebenen Energie zu der mittleren, von der Dynamomaschine während des Tastens dem Lichtbogen zugeführten Energie, sehr wesentlich verbessert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltung für Funkentelegraphie mit Lichtbogen, bei der ein Hilfsstromkreis dauernd an den Klemmen des Lichtbogens liegt und ein Taster direkt in die Antenne eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch den Taster gesteuertes Zeitrelais auf die Konstanten (Selbstinduktion und Kapazität) des Hilfsstromkreises einwirkt, um den Nutzeffekt zu erhöhen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEL51113D 1920-08-11 1920-08-11 Schaltung fuer Funkentelegraphie mit Lichtbogen Expired DE391863C (de)

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