DE3917110C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff
des Anspruches 1 und eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 3.
Zum Umhüllen von Stückgut, insbesondere palettierten Stück
gutstapeln, die beispielsweise aus mit Zement, wie chemischen
Schüttgütern od. dgl. gefüllten Säcken bestehen und i.a.
mittels einer Palettiervorrichtung gebildet werden, sind
Verpackungsverfahren bekannt, bei denen das Stückgut
bzw. der Stückgutstapel mit sog. Schrumpffolie umhüllt wird,
die nach dem Umhüllen mit Wärme beaufschlagt wird und sich
danach unter Schrumpfung fest an das zu umhüllende Stückgut/
den zu umhüllenden Stückgutstapel anlegt.
Im Rahmen dieser bekannten Verfahren sind u.a. sog. Wickel
verfahren bekannt, bei denen Flachfolie um das zu umhüllende
Stückgut/den zu umhüllenden Stückgutstapel gewickelt wird,
und es sind weiterhin sog. Haubenverfahren bekannt, bei
denen wenigstens eine (ggf. auch zwei) Folienhaube(n)
über das zu umhüllende Stückgut gezogen und sodann an dieses
geschrumpft wird.
Wesentliche Nachteile der Schrumpffolien-Verpackungsverfahren
bestehen u.a. darin, daß das mit Schrumpffolie umhüllte
Stückgut zwecks Schrumpfung mit Wärme beaufschlagt werden
muß. Dieses führt nicht nur zu entsprechend hohen Ener
giekosten, sondern insbesondere bei einer Beaufschlagung
mit einer offenen Flamme auch dazu, daß sich diese Ver
fahren für entflammbare Güter, wie sie bspw. und insbesondere
in der chemischen Industrie in großem Umfange vorliegen,
aufgrund der damit verbundenen Gefahren nicht geeignet
sind.
Ein weiterer Nachteil sämtlicher Schrumpfverfahren besteht
darin, daß aufgrund der erforderlichen Foliendicken ein
verhältnismäßig hoher Materialeinsatz erforderlich ist,
der zu relativ hohen Verpackungskosten führt, da Folien
material insbesondere seit den bekannten Energiekrisen
als Erdölprodukt sehr teuer geworden ist.
Darüber hinaus wird das Schrumpfen häufig als wenig
umweltfreundlich empfunden, da hierbei Abgase in nicht
unbeachtlichem Umfange entstehen, und da die Bedienungs
personen einer erheblichen Lärmbelästigung ausgesetzt sind.
Es kommt hinzu, daß beim Schrumpfen ein Verkleben mit dem
Gut stattfinden kann, was dann häufig beim Auspacken zu
entsprechenden Beschädigungen der Stückgutteile führt und
insbesondere dann sehr nachteilig ist, wenn diese beispielsweise
aus mit Schüttgut gefüllten Säcken bestehen.
Um den genannten und weiteren Nachteilen zu entgehen, ist
man demgemäß auch bereits dazu übergegangen, statt der
Schrumpffolien sog. Stretchfolien zu benutzen, die keiner
Wärmebeaufschlagung bedürfen, um sich an das zu verpackende
Stückgut anzulegen. Vielmehr reicht es dabei aus, wenn
das Stretchfolienmaterial vor dem Umhüllen des Stückgutes
"gestretcht" (= gedehnt) wird, wobei man unter dem
(technischen) Begriff "Stretchen" ganz allgemein nicht
jede beliebig geringe Dehnung des Ausgangsmaterials
versteht, sondern eine beachtliche Dehnung von i.a.
wenigstens 10% und mehr, die im Umhüllungszustand dann
auch in der Lage ist, die für die erforderliche Stapel
festigkeit von Stückgutstapeln erforderliche Formbeständig
keit zu gewährleisten. Ein solches Stretchen führt nach
der Umhüllung dazu, daß sich das Folienmaterial wieder
zusammenzieht und dabei fest an das zu umhüllende bzw.
zu verpackende Stückgut anlegt.
Hierbei ist das sog. Wickelstretchen bekanntgeworden,
bei dem bahnförmige Stretchfolie - ähnlich wie beim
Wickelschrumpfen - um das zu umhüllende Stückgut gewickelt
wird. Trotz der gegenüber dem Schrumpfen hiermit erzielten
Vorteile ist aber auch das Wickelstretchen noch mit nicht
unerheblichen Nachteilen verbunden. Diese liegen bspw.
darin, daß die angestrebte gute Ladungssicherung noch
unbefriedigend ist, da beim Wickelstretchen entweder nur
horizontale oder nur vertikale Spannkräfte entstehen,
falls man das zu umhüllende Stückgut nicht in beiden
Richtungen umwickelt. Letzteres führt aber zu einem
unverhältnismäßig hohen Materialeinsatz mit entsprechenden
Kosten. Auch wird der - wenngleich gegenüber dem Schrumpfen
geringere - Folienverbrauch aus Kostengründen noch als
unbefriedigend empfunden, wobei dieser insbesondere dadurch
entsteht, daß beim Wickelstretchen jeweils nicht uner
hebliche Überlappungen zweier einander benachbarter Folien
bahnen erforderlich sind.
Es kommt hinzu, daß zum Schutz der Oberfläche einer an ihren
Seitenflächen mit Stretchfolie umwickelten Verpackungsein
heit eine Flachfolie als Deckblatt aufzugeben ist, und
daß hierfür ein gesonderter Deckblattaufgeber mit
einem entsprechenden Arbeitsschritt erforderlich ist.
Dabei kann es im Bereich eines derartigen Deckblattes
zu Wellungen und insbesondere bei mehrfachem Umschlagen
zu Beschädigungen kommen, da ein derartiges Deckblatt
nicht unter Spannung am Stückgut anliegt.
Insgesamt ist daher festzustellen, daß durch Wickel
stretchen verpacktes Stückgut häufig nicht hinreichend
witterungsbeständig verpackt ist, da an den Folienrändern
häufig Feuchtigkeit in die Verpackungseinheit eindringen
kann, und daß auch die Sicht auf das verpackte Stückgut
häufig unvollkommen ist, wenn es beim Umwickeln zu einer
häufig kaum vermeidbaren Knitterbildung kommt.
Man ist daher auch bereits dazu übergangen, zu ver
packendes Stückgut bzw. zu verpackende Stückgutstapel mit
einer Folienhaube aus Stretchfolie zu überziehen, wie dieses
grundsätzlich von Schrumpffolienverpackungen her bekannt
war. Dabei haben sich jedoch insbesondere im Bereich der
Schweißnaht erhebliche Probleme ergeben, die bisher
nicht befriedigend gelöst sind.
Eine Schweißnaht ist bei Stretchfolienhauben, die aus
Wirtschaftlichkeitsgründen jeweils aus einem Abschnitt
eines schlauchförmigen Folienmaterials gebildet werden,
ebenso unvermeidlich, wie dieses bei Schrumpffolien-
Haubenverfahren der Fall ist, wobei sich die nachstehend
noch im einzelnen dargelegten Schwierigkeiten bei Schrumpf
folienverpackungen unter Verwendung von Folienhauben wohl
aufgrund der Wärmebeaufschlagung und der hierbei statt
findenden Umstrukturierung der Moleküle nicht annähernd
so stark gezeigt haben, wie dieses bisher bei Strechtfolien-
Haubenverfahren der Fall ist.
Derartiges Schlauchfolienmaterial besitzt bekanntlich
einen zusammengefalteten, gleichsam flächigen Ausgangs
zustand, in dem das Schlauchfolienmaterial zwei zueinander
parallele erste Seitenflächen sowie zwei jeweils V-förmig
nach innen gefaltete zweite Seitenflächen aufweist.
Diese Faltung ist schon deshalb zweckmäßig, um derartiges
Schlauchfolienmaterial möglichst raumsparend (und damit
u.a. auch mit relativ geringer Breite) zu Rollen aufge
haspelt bevorraten zu können. I.ü. hat sich gezeigt, daß
sich derart im Vorratszustand gefaltetes Schlauchfolien
material besser öffnen läßt als dieses dann der Fall
ist, wenn das Schlauchfolienmaterial einem Haubenbildner
in ungefaltetem Zustand zugeführt wird, in dem die Schlauch
folienbreite mithin gleich dem halben Umfang der Schlauch
folie ist.
Bei einem von der Anmelderin (wie auch von Wettbewerbern)
bisher praktizierten Verfahren erfolgte das Abschweißen
eines Schlauchfolienabschnittes jeweils im noch nicht
gestretchten Ursprungszustand derart, daß der entsprechende
Endabschnitt des Schlauchfolienabschnittes praktisch in
der zugeführten Form (und damit auch der entsprechenden
Bevorratungsbreite der Schlauchfolie) abgeschweißt wurde,
wobei die Schweißnaht mithin eine Länge aufwies, die der
Breite der zueinander parallelen ersten Seitenflächen
der Schlauchfolie entsprach.
Da der Umfang der Schlauchfolie im nicht gestretchten Ur
sprungszustand bestimmungsgemäß nennenswert (z. T. ganz
erheblich) kleiner ist als die Länge der Stirnseitenränder
des Stückgutes/Stückgutstapels, wird die Schweiß
naht bei dieser Arbeitsweise beim Stretchen zwangsläufig
und notwendigerweise einer ganz erheblichen Dehnung unter
worfen, und zwar nicht nur beim (Quer-)Stretchen vor dem
Umhüllen des Stückgutes/Stückgutstapels, bei dem die
Schlauchfolie so weit aufgeweitet werden muß, daß sie
sich mühelos über das Stückgut/den Stückgutstapel
ziehen läßt, sondern auch noch danach im umhüllten
Zustand. Dieses liegt ersichtlich daran, daß eine
Stretchfolienhaube bestimmungsgemäß auch dann noch
unter (z. T. erheblicher) Dehnung steht, wenn sie fest
am Stückgut/Stückgutstapel anliegt, wobei Dehnungen
bis zu 30% und mehr vorgesehen sein können (siehe z. B.
DE-OS 37 07 877).
Bei dieser Verfahrensweise kommt es dann, wie bereits
angedeutet worden ist, im Bereich der Schweißnaht zu
Problemen, und zwar insbesondere an den Stellen, an
denen die bei einer derartigen Schlauchfolienhaube
zwangsläufig entstehenden Zwickel im umhüllten Zustand
an der betreffenden Stirnseite des Stückgutes/Stückgut
stapels aufeinanderliegen.
Bei dem aus der DE-OS 26 29 099
bekannten Verfahren hat man (vermutlich in dem Bestreben,
die vorstehend aufgezeigten Probleme zu vermeiden) einen
völlig anderen Weg gewählt, nämlich die Folie vor dem
Schweißen geöffnet und (quer-)gestretcht und sie erst
dann in der gewünschten Länge vom Schlauchfolienvorrat
abgetrennt und abgeschweißt, also praktisch im nicht mehr
gefalteten und bereits gedehnten Zustand, wobei sich
zwangsläufig eine Schweißnaht ergibt, deren Länge im
Dehnungszustand vor dem Überziehen (erheblich) größer
ist als die Länge der im umhüllten Zustand parallel zu
der Schweißnaht verlaufenden Stirnseitenrändern des zu
umhüllenden Stückgutes/Stückgutstapels.
Eine derartige Bildung der Schweißnaht kann nun aber
zur Folge haben, daß die in dem Folienmaterial vorhan
denen inneren Spannungen bei der beim Schweißvorgang
erfolgenden Plastifizierung des Folienmaterials (weit
gehend oder sogar im wesentlichen vollends) verloren
gehen, so daß sie auch nach Beendigung des Schweiß
prozesses im abgeschweißten Abschnitt praktisch nicht
mehr vorhanden sind, während sie aber im übrigen Folien
material verbleiben, so daß es insbesondere in den
Grenzbereichen zwischen Schweißnaht und benachbartem
Folienmaterial zu Ein- oder gar Abrissen kommen kann,
insbesondere beim mehrfachen Umschlag derart gebildeter
Verpackungseinheiten, was dann bei entsprechenden Ein
rissen zu einem Verlust der erforderlichen Stapelfestig
keit führen kann und stets zu einem Verlust der ge
wünschten Dichtigkeit führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
die bekannten Verfahren und Vorrichtungen
dahingehend zu verbessern, daß die bisher im Schweißnaht
bereich sowie in den benachbarten Bereichen auftretenden
Probleme vermieden oder zumindest auf ein unschädliches
Maß erheblich verringert werden.
Als Lösung des verfahrensmäßigen Teils dieser Aufgabe
sieht die Erfindung die im kennzeichnenden Teil des
Anspruches 1 aufgeführten Merkmale vor. Hierdurch
wird erreicht, daß im fertigen
Umhüllungszustand der Verpackungseinheit keine schädlichen
Spannungen mehr auftreten und es dennoch nicht zu Abrissen,
unerwünschten Wellungen u. dgl. kommt, weil die Schweißnaht
im ungestretchten (ungedehnten) Ausgangszustand vor
dem Stretchen des Folienmaterials mehr oder weniger genau
dieselbe Länge aufweist wie im Umhüllungszustand.
Hierdurch ergibt sich (insbesondere gegenüber einer
Ausgestaltung, bei welcher die Schweißnahtlänge deut
lich kleiner als die
entsprechende Stapellänge ist)
der erhebliche Vorteil, daß sich die auftretenden
Spannungen im wesentlichen senkrecht zur Schweißnaht
einstellen und nicht mehr unter beliebigen bzw. zu
fälligen Winkeln zur Schweißnaht, wobei letzteres ins
besondere in den V-förmigen Doppelungsbereichen der
Folie zu Überdehnungen führen kann, und zwar insbeson
dere derart, daß in der untenliegenden Folie größere
Spannungen auftreten als im oberen Folienabschnitt.
Dagegen ergibt es sich bei der erfindungsgemäßen Ausge
staltung, daß die inneren Folienspannungen im oben
liegenden Folienabschnitt jeweils größer sind als im
unteren (der dabei weitgehend spannungsfrei werden kann),
so daß sich die unteren Folienabschnitte im V-förmigen
Doppelungsbereich ohne weiteres unter der Spannung der
oberen Folienabschnitte an das Stückgut anlegen und die
unter Spannung stehenden oberen Folienabschnitte für
eine glatte Oberfläche sorgen.
Dabei bringt der praktisch ungestretchte Zustand des
abgeschweißten Bereiches auch nicht etwa irgendwelche
nachteiligen Nebenwirkungen mit sich, weil in diesem
Bereich für die angestrebte feste bzw. enge Umhüllung
des Stückgutes ja keine Stretchspannungen erforderlich
sind.
Auch wenn dieser Zustand genaugenommen nur dann erreicht
wird, wenn die Länge der Schweißnaht gleich der Länge der
im umhüllten Zustand zu ihr parallelen Stirnseitenränder
des zu umhüllenden Stückgutes gewählt wird, ist dieser
Effekt einer erheblichen Verbesserung gegenüber den bisher
bekannten gattungsgemäßen Verfahren ersichtlich auch schon
dann qualitativ und bereits in einem quantitativ höchst
bemerkenswerten und spürbaren Ausmaße zu erreichen, wenn
die Länge der Schweißnaht nur etwas kleiner gewählt wird
als die Länge der im umhüllten Zustand zu ihr parallelen
Stirnseitenränder des zu umhüllenden Stückgutes, also
beispielsweise 95% dieser Länge (siehe Anspruch 2).
Um das erfindungsgemäße Ziel zu erreichen, kann es bei
Verwendung des üblichen zusammengefalteten Folienschlauch
materials, welches zwei zueinander parallele erste Seiten
flächen sowie zwei jeweils V-förmig nach innen gefaltete
zweite Seitenflächen aufweist, vorteilhaft sein, das
schlauchförmige Folienmaterial vor dem Abschweißen an
seinem abzuschweißenden Endabschnitt ggf. so zu verformen,
daß die beiden zueinander parallelen ersten Seitenflächen
unter Verkleinerung der V-förmigen, nach innen gefalteten
zweiten Seitenflächen (oder ggf. unter Vergrößerung der
V-förmigen zweiten Seitenflächen) die gewünschte Länge
der Schweißnaht aufweisen. Dabei werden dann mithin die
Bevorratungsbreite des Schlauchfolienmaterials vor dem
Schweißvorgang und vor dem Stretchen i. a.
auf das gewünschte Maß der Schweißnaht vergrößert und
der betreffende Schlauchfolienabschnitt wird dann erst
nach dem Abschweißen mit entsprechender Schweißnahtlänge
gestretcht und dabei auf eine dem betreffenden Stückgut(stapel)
angepaßte Form gebracht, so daß sich die auf diese Weise
gebildete Stretchfolienhaube mühelos über das zu umhüllende
Stückgut ziehen läßt. Bei dem Stretchen auf Übergröße
wird dann zwar der Schweißnahtbereich i. a. etwas mitgedehnt,
doch geht dieser Dehnungszustand aufgrund der erfindungs
gemäßen Dimensionierung der Schweißnaht im Umhüllungszustand
praktisch wieder auf Null zurück, da die ungestretchte
Schweißnahtlänge erfindungsgemäß im wesentlichen gleich
der Länge der im umhüllten Zustand zur Schweißnaht
parallelen Stirnseitenränder ausgebildet wurde.
Um diese Anpassung des auf Vorrat gehaltenen Schlauch
folienmaterials auf die gewünschte Schweißbreite in besonders
zweckmäßiger Weise realisieren zu können, ist eine Vor
richtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorgesehen, die die Merkmale des Anspruchs 3 aufweist.
Die Finger werden mithin zunächst
in eine erste Position bzw. Arbeitsstellung verfahren,
in welcher die Länge der zueinander parallelen
ersten Seitenwände der Schlauchfolie die gewünschte Länge
der Schweißnaht aufweist, und erst
danach (nämlich nach dem Schweißen) in eine zweite
Position, in welcher die Schlauchfolie
in ihren Überziehzustand gestretcht wird.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf eine Zeichnung weiter erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf einen Schlauch
abschnitt, wie er üblicherweise zur
Bildung einer Folienhaube verwendet wird;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Folienabschnitt
gemäß Fig. 1 in leicht geöffneter
Stellung in Richtung des Pfeiles II in
Fig. 1 gesehen;
Fig. 3 eine Seitenansicht auf einen zu umhüllenden
Stückgutstapel mit darüber angeordneter,
zu einer Folienhaube zu verarbeitender,
von einem aufgerollten Folienvorrat zuge
führter Schlauchfolie;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Schlauchfolie
gemäß Fig. 2, nachdem (Spreiz-)Finger
in das Innere der leicht geöffneten
Schlauchfolie eingefahren sind;
Fig. 5 die Schlauchfolie gemäß Fig. 4, nachdem
ihre ersten Seitenflächen (unter Ver
kürzung der V-förmig eingefalteten
zweiten Seitenflächen) wenigstens am
Abschweiß-Endabschnitt auf eine Länge
gebracht worden sind, die der Länge
der zu bildenden Schweißnaht entspricht;
Fig. 6a eine Seitenansicht auf die Schlauchfolie
gemäß Fig. 5 in Richtung des Pfeiles VI
gesehen nach Anlegen von Schweißbacken;
Fig. 6b nach Bildung der Schweißnaht; und
Fig. 6c in (quer-)gestretchter Übergröße vor dem
Überziehen;
Fig. 7a eine Draufsicht auf den mit der Stretch
folienhaube umhüllten Stapel nach dem
Überziehen der Folienhaube; und
Fig. 7b im Vergleich dazu eine Ansicht gemäß
Fig. 7a des mit einer Folienhaube über
zogenen Stückgutstapels, dessen Folien
haube in konventioneller Weise mit einer
Schweißnaht versehen ist, welche vor dem
Stretchen in einer der Breite des zuge
führten Folienschlauches entsprechenden
Länge ausgeführt worden ist.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen den von einem rollenförmig aufge
haspelten Schlauchfolienvorrat kommenden freien Endab
schnitt der als Stretchfolie ausgebildeten Schlauchfolie 1,
die mit einer der Bevorratungsbreite entsprechenden Breite B
einem Stückgutstapel 2 gemäß dem Pfeil 3 in Fig. 3 von oben
her mittig zugeführt wird, und die im zusammengefalteten
Bevorratungs- und Zuführzustand zwei zueinander parallele
erste Seitenflächen 4.1 und 4.2 sowie zwei jeweils V-förmig
nach innen gefaltete zweite Seitenflächen 5.1 und 5.2
aufweist, welche jeweils aus zwei gleichlangen Schenkeln
6.1.1 und 6.1.2 bzw. 6.2.1 und 6.2.2 bestehen.
Dabei zeigt die Fig. 1 eine Seitenansicht der Schlauchfolie 1
in Richtung des Pfeiles I in Fig. 2 gesehen und Fig. 2
einen Schnitt durch die Schlauchfolie 1 gemäß Fig. 1 in
Richtung der Schnittlinie II-II gesehen, allerdings
bereits in einem leicht geöffneten Zustand, in dem ggf.
bereits (Spreiz-)Finger 7 (s. Fig. 4 und 5) od.dgl.
in das Innere der Schlauchfolie 1 eingefahren werden können.
Ein solches Öffnen der Schlauchfolie 1 aus dem Bevorratungs
zustand, in dem benachbarte erste und zweite Seitenflächen
4 bzw. 5 unter gegenseitiger Berührung aneinanderliegen,
kann beispielsweise durch Saugbalken 8 od. dgl. (siehe Fig. 2)
erfolgen, die am freien Endabschnitt der Schlauchfolie 1
von außen an die ersten Seitenflächen 4 angelegt werden
und sodann gemäß den Pfeilen 9 (siehe Fig. 2) um ein ent
sprechendes Maß auseinanderbeweglich sind.
Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht die relative Zuordnung
des freien Endabschnittes der Schlauchfolie 1 zu einem
mit einer gestretchten Folienhaube zu umhüllenden Stück
gutstapel 2, der zur Ermöglichung eines Unterstretchens
an seiner Unterseite 10 auf dem Untergrund 11 mittels
eines Stützmittels 12 abgestützt ist, dessen Fläche kleiner
als die Unterseite 10 des Stückgutstapels 2 ist.
Da erfindungsgemäß die Länge L der am oberen Ende des
Stretchfolienabschnittes zu bildenden Schweißnaht 13
(siehe z. B. Fig. 6b) im wesentlichen gleich der Länge l
der im umhüllten Zustand zu ihr parallelen Stirnseiten
ränder des Stückgutstapels 2 sein soll, die Bevorratungs-
und damit die Zuführbreite B der Schlauchfolie 1 aber
kleiner als die Länge l der betreffenden Stirnseitenränder
des Stückgutstapels 2 ist, und da die Schweißnaht 13
im ungestretchten Zustand des Schlauch
folienmaterials hergestellt werden soll, muß mithin die
Breite B der zugeführten Schlauchfolie 1, also die Breite
ihrer zueinander parallelen ersten Seitenflächen 4, zunächst
entsprechend vergrößert werden.
Dieses geschieht im vorliegenden Falle dadurch, daß die
Finger od. dgl. 7, die später zum völligen Öffnen der
Schlauchfolie 1 sowie zum Stretchen verwendet werden,
gemäß Fig. 4 in die leicht geöffnete Schlauchfolie einge
fahren werden, deren unterer Abschnitt i. ü. zur Ermög
lichung einer möglichst geringen Bauhöhe mittels geeigneter
Einrichtungen zickzackförmig gefaltet gerefft wird, und daß
die Finger 7 demgemäß zunächst in Richtung der Pfeile 14
parallel zu den ersten Seitenflächen 4 unter deren Ver
größerung und entsprechender Verkleinerung der zweiten
Seitenflächen 5 so weit nach außen verfahren werden, bis
die Länge B′ der ersten Seitenflächen 4 zumindest im
designierten Abschweißbereich gleich der vorgegebenen
bzw. vorgesehenen Länge L der zu bildenden Schweißnaht
ist, nämlich der Länge l der im umhüllten Zustand zur
Schweißnaht 13 parallelen Stirnseitenränder des Stückgut
stapels 2.
Dabei ist es ersichtlich nicht erforderlich, daß sich die
Finger 7 bis in den Abschweißbereich erstrecken. Vielmehr
kann dieser dabei frei bleiben, so daß gemäß Fig. 6a
Schweißbacken 15 angelegt werden können, um die Schweiß
naht 13 zu bilden (siehe Fig. 6a und 6b).
Danach können sodann die Finger 7 gemäß den Pfeilen 16
(siehe Fig. 5) unter völliger Öffnung der Schlauchfolie 1
diagonal ausgefahren werden und ggf. auch selbst den
(Quer-)Stretchvorgang durchführen, bei dem die nunmehr
gebildete Folienhaube 1′ in Relation zu dem Stückgutstapel 2
auf ein Übermaß gebracht wird, welches es gestattet, daß
sie anschließend von oben her über den Stückgutstapel 2
gezogen wird, wobei ihr unterer Randabschnitt die Unterseite
10 des Stückgutstapels 2 unterfaßt und die Folienhaube
1′ mithin unter bleibender Dehnung fest am Stückgutstapel 2
anliegt.
Fig. 7a zeigt eine Draufsicht auf den mit der Folienhaube 1′
umhüllten Stückgutstapel 2. Es ist erkennbar, daß die
Länge der Schweißnaht 13 praktisch gleich der Länge l der
zu ihr parallelen Stirnseitenränder 17.1 und 17.2 des
Stückgutstapels 2 ist, und daß die Schweißnaht 13 damit
wiederum die Länge L aufweist, die sie auch bereits vor dem
Stretchen hatte. Selbstverständlich war sie gemäß Fig. 6c
während des (Quer-)Stretchens einer gewissen Dehnung in
Querrichtung unterworfen (siehe L′), doch geht diese Stretchdehnung
durch die erfindungsgemäße Ausbildung ersichtlich im
wesentlichen auf Null zurück, so daß die bisher im Bereich
der Schweißnaht 13 auftretenden Probleme damit nicht nur
auf ein unterschiedliches Maß reduziert, sondern praktisch
völlig eliminiert sind.
Um dieses noch zu verdeutlichen, zeigt Fig. 7b eine
Ansicht gemäß Fig. 7a auf einen mit einer Folienhaube 1′
umhüllten Stückgutstapel, bei dem die Schweißnaht 13′
in konventioneller Weise vor dem Stretchen in einer Länge B′′
ausgeführt worden ist, die der Breite der zugeführten
Schlauchfolie 1 entspricht. Dieses hat - wie ausgeführt -
zur Folge, daß die Schweißnaht 13′ (deren Länge also
erheblich kleiner ist als die Länge l der im umhüllten
Zustand zu ihr parallelen Stirnseitenränder 17.1 und 17.2
(des Stückgutstapels 2) nicht nur beim Stretchen auf
Übergröße (zum Überziehen des Stückgutstapels 2) erheblich
(stärker) gedehnt wird, sondern daß die Schweißnaht 13′
vor allem auch im umhüllten Zustand bei fester Anlage
der Folienhaube 1′ am Stückgutstapel 2 in einem erheblichen
Dehnungszustand verbleibt, mit der Folge, daß es insbesondere
in den Zwickelbereichen 18 zu beachtlichen Spannungsspitzen
kommt, die wiederum insbesondere bei einem Mehrfachumschlag
zu Einrissen und damit zu einer Aufhebung eines Schutzes
gegen Witterungseinflüsse und ggf. sogar zum Fortfall der
erforderlichen Formbeständigkeit der Verpackungseinheit
führen können.
Wie bereits weiter oben dargelegt worden ist, ist das
erfindungsgemäße Ziel ersichtlich auch in qualitativer
Hinsicht bereits dann gegenüber dem Stand der Technik
zu erreichen, wenn die Länge der Schweißnaht 13 im unge
stretchten Zustand nicht genau der Länge l der zu ihr
parallelen Stirnseitenränder 17 des Stückgutstapels ist,
sondern bspw. bei einer vorgesehenen Dehnung von 12,5%
5% kleiner ist als die Länge L, da ersichtlich auch dann
die bei konventioneller Arbeitsweise entstehenden Spannungs
zustände bereits erheblich reduziert werden, und zwar
i. d. R. auf ein unschädliches Maß.
Claims (3)
1. Verfahren zum Umhüllen von Stückgut/Stückgutstapeln mit
einer Haube aus Stretchfolie, bei dem aus einem von einem
Vorrat zugeführten, dehnbaren Seitenfaltenschlauch, der im
Bevorratungs- und Zuführzustand zwei einander parallele,
eng benachbarte erste Seitenflächen bestimmter Breite sowie
zwei dazwischen liegende, V-förmig nach innen gefaltete zweite
Seitenflächen aufweist und einen geringeren Umfang als das
zu umhüllende Stückgut besitzt, vor dem Dehnen dadurch eine
Haube gebildet wird, daß der Seitenfaltenschlauch mit Abstand
zu seinem freien Ende mit einer Querschweißnaht abgeschweißt
und hinter dem die Haube bildenden Abschnitt von dem Vorrat
abgetrennt wird, wobei die Haube zum Überziehen über das
Stückgut/den Stückgutstapel vollständig geöffnet und im
wesentlichen über ihre gesamte Länge auf das zum Überziehen
erforderliche Maß gedehnt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Bilden der Querschweißnaht (13) wenigstens der
obere Endabschnitt des (danach) die Haube (1′) bildenden
Abschnittes des Seitenfaltenschlauches (1) durch Verkürzen
oder Verlängern der Schenkel (6) der zweiten Seitenflächen
(5) auf eine Breite (B′) gebracht wird, die im wesentlichen
gleich der Länge (l) der im umhüllten Zustand zur Querschweißnaht
(13) parallelen Stirnseitenränder (17) des Stückgutes/
Stückgutstapels (2) ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge (L) der Querschweißnaht (13) wenigstens ca. 95%
der Länge (l) der zu ihr parallelen Stirnseitenränder (17)
des Stückgutes/Stückgutstapels (2) ist.
3. Vorrichtung zum Umhüllen von Stückgut/Stückgutstapeln
mit einer Haube aus Stretchfolie, mit einer Schweißeinrichtung,
mittels welcher aus einem Seitenfaltenschlauch, der einen
geringeren Umfang als das zu umhüllende Stückgut/der Stück
gutstapel aufweist, vor dem Dehnen dadurch eine Haube zu
bilden ist, daß der Seitenfaltenschlauch mit Abstand zu seinem
freien Ende mit einer Querschweißnaht abzuschweißen ist;
mit einer Trennvorrichtung, mittels welcher der Seitenfalten
schlauch hinter dem die Haube bildenden Abschnitt abzutrennen
ist; und mit vier Spreizfingern od. dgl., die in das Innere
des die Haube bildenden Seitenfaltenschlauchabschnittes ein
zufahren sowie zum Aufspannen auseinanderzufahren sind, zur
Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spreizfinger (7) od. dgl. in einem
ersten Arbeitsschritt unter gleichzeitigem teilweisen Verbrauch
der Seitenfalten (6.1.1, 6.1.2; 6.2.1, 6.2.2) ohne
Dehnung des Folienmaterials in eine erste Betriebsstellung
zu fahren sind, bis die gegenüber der ursprünglichen (Zuführ-)
Bahnbreite (B) vergrößerte Bahnbreite (B′) des Seitenfalten
schlauches (1) gleich oder geringfügig kleiner als die Länge
(l) der im umhüllten Zustand zur Querschweißnaht (13) parallelen
Stirnseitenränder (17) des Stückgutes/Stückgutstapels (2)
ist, und daß die Spreizfinger (7) od. dgl. nach dem Bilden
der Querschweißnaht (13) über eine Zwischenstellung, in welcher die
Haube (1′) vollständig geöffnet ist, in einem zweiten Arbeitsschritt
so weit in eine zweite Betriebsstellung auseinanderzufahren
sind, bis die Haube (1′)
schließlich auf ein zum Überziehen erforderliches, vorgegebenes
Maß gedehnt ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE3917110A DE3917110A1 (de) | 1989-05-26 | 1989-05-26 | Verfahren und vorrichtung zum umhuellen von stueckgut mit einer stretchfolienhaube und hiermit zu bildende verpackungseinheit |
| EP90109925A EP0399540B2 (de) | 1989-05-26 | 1990-05-25 | Verfahren und Vorrichtung zum Umhüllen von Stückgut mit einer Stretchfolienhaube und hiermit zu bildende Verpackungseinheit |
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| DE59003755T DE59003755C5 (de) | 1989-05-26 | 1990-05-25 | Verfahren und Vorrichtung zum Umhüllen von Stückgut mit einer Stretchfolienhaube und hiermit zu bildende Verpackungseinheit. |
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