DE3904625C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft ein unterkalibriges Geschoß gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Um mit einem solchen unterkalibrigen Geschoß eine gewünschte Durchschlagwirkung zu erzielen, ist ein möglichst großes Verhältnis von Länge zu Durchmesser des unterkalibrigen Geschosses wünschenswert. Das bedeutet, daß die Länge des Geschosses möglichst groß sein soll. Andererseits beeinträchtigt eine große Länge des unterkalibrigen Geschosses die innenballistische Konfiguration, aus verständlichen Gründen ist es nämlich unter Berücksichtigung des Waffenrohres, aus dem ein solches unterkalibriges Geschoß abgefeuert wird, nicht möglich die Länge des Geschosses beliebig groß zu wählen. Hier stehen sich demnach zwei Bedingungen eines unterkalibrigen Geschosses diametral gegenüber.
Ein unterkalibriges Geschoß der eingangs genannten Art ist aus der DE 32 07 854 A1 bekannt. Dort weist das Mantelelement Teleskopelemente auf, die in axialer Richtung des Geschosses relativ gegeneinander verschiebbar sind. In der Ausgangsstellung sind die Teleskopelemente ineinandergeschoben, so daß die Gesamtlänge des Geschosses mit der eines aus einem Stück bestehenden Wuchtgeschosses vergleichbar ist. In der Funktionsstellung, d. h. nach dem Abschuß des Geschosses erreicht das Geschoß aufgrund der relativen Gleitbewegung seiner Teleskopelemente eine wesentlich größere Länge, wodurch die Durchschlagleistung des Geschosses im Vergleich zu bekannten, eine konstante axiale Längserstreckung aufweisenden Geschosses erheblich verbessert ist. Bei diesem bekannten Geschoß ist die zur Durchschlagleistung proportionale Masse jedoch allein durch die Masse der gegeneinander gleitbeweglich ausgebildeten Teleskopelemente festgelegt, so daß sie noch Wünsche offenlassen kann.
Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein unterkalibriges Geschoß der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Durchschlagleistung erheblich weiter verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst.
Im Lagerzustand ist das Mantelelement des unterkalibrigen Geschosses relativ kurz, entsprechend sind die in einer Reihe mittels der flexiblen Verbindungselemente miteinander verbundenen Penetratorelemente eng benachbart hintereinander angeordnet und vom Mantelelement sowie vom Kopfteil und vom Heckteil umgeben. In diesem Lagerzustand ist das Mantelelement durch die Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung auf eine vergleichsweise kleine Gesamtlänge zusammengeschoben. Entsprechend sind hierbei die Penetratorelemente zusammengeschoben. Durch Betätigung der am Geschoß vorgesehenen Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung, was kurz vor Erreichen des zu zerstörenden Zieles erfolgt, wird das Mantelelement des unterkalibrigen Geschosses teleskopartig auf seine relativ große Gesamtlänge verlängert. Gleichzeitig bewegen sich die Penetratorelemente voneinander weg, wobei sie mittels der zwischen benachbarten Penetratorelementen vorgesehenen Verbindungselemente miteinander mechanisch fest verbunden bleiben. Das erfindungsgemäße unterkalibrige Geschoß weist demnach nicht nur den Vorteil auf, daß es eine günstige innenballistische Konfiguration geringer Längenabmessung, sowie vor dem Auftreffen auf dem zu zerstörenden Ziel ein für eine gute Durchschlagwirkung wichtiges großes Verhältnis zwischen Längenabmessung und Durchmesser aufweist, sondern gleichzeitig ist durch die miteinander mittels der Verbindungselemente fest verbundenen Penetratorelemente ein sog. segmentierter Penetrator gegeben, der im Vergleich zu einem homogenen Penetrator eine wesentlich höhere Durchschlagleistung aufweist.
Eine Ausbildung des unterkalibrigen Geschosses, bei welcher das Mantelelement ein mit dem Kopfteil verbundenes erstes Hülsenelement und ein mit dem Heckteil verbundenes zweites Hülsenelement aufweist, die in bezug zueinander teleskopartig linear verschiebbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenelemente gegen Verdrehungen um die Längsachse des Geschosses gesichert sind. Das erste und das zweite Hülsenelement sind hierbei mindestens annähernd gleich lang ausgebildet, um eine optimale Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses kurz vor Erreichen seines Zieles zu ermöglichen. Ein solches unterkalibriges Geschoß kann demnach im Verhältnis zu seiner Länge in der Ruheposition näherungsweise auf die doppelte axiale Länge verlängert werden, wobei durch die Verdrehsicherung der Hülsenelemente gegeneinander eine sichere Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses realisierbar ist.
Um das Verhältnis der Länge des im Lagerzustand befindlichen unterkalibrigen Geschosses zu seiner Länge kurz vor Erreichen des zu zerstörenden Zieles weiter zu vergrößern, kann zwischen dem mit dem Kopfteil verbundenen ersten Hülsenelement und dem mit dem Heckteil verbundenen zweiten Hülsenelement mindestens ein zusätzliches Hülsenelement vorgesehen sein, das/die in bezug zum ersten und zum zweiten Hülsenelement und in bezug zueinander linear verschiebbar sind, wobei bei einer solchen Ausbildung des unterkalibrigen Geschosses zur sicheren Verlagerung nicht nur des ersten und des zweiten, sondern gleichzeitig auch des mindestens einen zusätzlichen Hülsenelementes ebenfalls gegen Verdrehungen um die Längsachse des Geschosses gesichert ist. Bei einer solchen Ausbildung des Geschosses ist das/jedes zusätzliche Hülsenelement jeweils mit einem zugehörigen mittleren Penetratorelement verbunden. Durch eine solche Ausbildung ergibt sich der Vorteil, daß die lineare teleskopartige Verschiebbarkeit des/jedes zusätzlichen Hülsenelementes durch das jeweilige zugehörige mittlere Penetratorelement festgelegt ist, nachdem alle Penetratorelemente miteinander mittels der Verbindungselemente miteinander kettenförmig in einer Reihe mechanisch fest verbunden sind.
Die Hülsenelemente sind vorzugsweise zur Führung der Penetratorelemente während ihrer linearen Bewegung entlang der Längsachse des Geschosses vorgesehen. Zu diesem Zweck können die Hülsenelemente mit Längsschlitzen bzw. mit in die Längsschlitze hineinragenden Längsrippen ausgebildet sein, die zur linearen Führung der Penetratorelemente vorgesehen sind. Gleichzeitig wird durch die Längsschlitze und die in die Längsschlitze hineinragenden Längsrippen die Verdrehsicherung der Hülsenelemente in bezug zueinander gewährleistet..
Die Längsschlitze bzw. die Längsrippen sind entlang des Umfangs des Geschosses vorzugsweise gleichmäßig verteilt vorgesehen. Dadurch ergeben sich während der teleskopartigen Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses überall dieselben Kräfteverhältnisse, so daß eine problemlose teleskopartige Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses gewährleistet wird.
Zur Betätigung der Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung ist am Geschoß vorzugsweise eine Aktivierungseinrichtung vorgesehen. Bei dieser Aktivierungseinrichtung kann es sich bspw. um einen Zeitzünder, um einen Sensor o. dgl. handeln. Als Zeitzünder kann gegebenenfalls ein tempierbarer Zeitzünder zur Anwendung gelangen. Eine solche Aktivierungseinrichtung wird vorzugsweise im Heckteil des unterkalibrigen Geschosses angeordnet. Im Gegensatz hierzu wird eine als Sensor ausgebildete Aktivierungseinrichtung vorzugsweise im Kopfteil des unterkalibrigen Geschosses angeordnet. Die Aktivierungseinrichtung muß zu einer Betätigung der Entriegelungseinrichtung bei einer aerodynamischen Verzögerung von -100 g ca. 50 m vor dem zu zerstörenden Ziel führen. Unmittelbar nach der Betätigung der Entriegelungseinrichtung kann die teleskopartige Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses entweder durch die Trägheitskräfte der Massen des Geschosses oder mittels einer Antriebseinrichtung erfolgen. Im zuletzt genannten Fall ist die Antriebseinrichtung vorzugsweise mittels der zur Betätigung der Entriegelungseinrichtung vorgesehenen Aktivierungseinrichtung aktivierbar. Bei der Antriebseinrichtung der zuletzt genannten Art kann es sich bspw. um pyrotechnische Motoren handeln, mit deren Hilfe die Penetratorelemente voneinander linear wegbewegt werden, bis sie voneinander den durch die Verbindungselemente gegebenen Abstand haben.
Das erfindungsgemäße unterkalibrige Geschoß ist vorzugsweise mit einem Treibspiegel versehen, mit dem in an sich bekannter Weise das Kaliber des Waffenrohres festgelegt ist, aus dem das erfindungsgemäße unterkalibrige Geschoß abgefeuert wird. Je nach der Ausbildung und der Anordnung der Hülsenelemente des unterkalibrigen Geschosses kann der Treibspiegel als sogen. Pushing- oder Pulling-Sabot ausgebildet sein.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen unterkalibrigen Geschosses sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine halbseitig längsgeschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform des in seiner Gesamtlänge abgeschnitten gezeichneten unterkalibrigen Geschosses, das flügelstabilisiert ist,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen halbseitigen Längsschnitt durch das Geschoß gemäß Fig. 1, im teleskopartig verlängerten Zustand, während in den Fig. 1 das Geschoß im zusammengeschobenen Ruhezustand gezeichnet ist,
Fig. 4 eine abschnittsweise längsgeschnittene schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des unterkalibrigen Geschosses im teleskopartig verlängerten Zustand, und
Fig. 5 einen Querschnitt durch das unterkalibrige Geschoß gem. Fig. 4 im zusammengeschobenen Lagerzustand.
Fig. 1 zeigt ein unterkalibriges Geschoß 10 mit einem Kopfteil 12 und einem Heckteil 14, wobei am Heckteil zur Ausbildung eines flügelstabilisierten Geschosses Flügel 16 vorgesehen sind. Das Kopfteil 12 weist eine Spitze 18 und ein erstes Hülsenelement 20 auf, das sich von der Spitze 18 zum Heckteil 14 hin erstreckt.
Wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, ist das erste Hülsenelement 20 mit Längsschlitzen 22 und mit Längsrippen 24 ausgebildet, die entlang des Umfangs des Geschosses 10 gleichmäßig verteilt angeordnet sind.
Vom an die Flügel 16 angrenzenden Endabschnitt 26 des Heckteils 14 steht ein zweites Hülsenelement 28 in Richtung zur Spitze 18 des Kopfteiles 12 des Geschosses 10 nach vorne, das - wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist - mit Längsschlitzen 30 ausgebildet ist. Das zweite Hülsenelement 28 weist einen Außendurchmesser auf, der an den Durchmesser der Längsschlitze 22 des ersten Hülsenelementes 20 angepaßt ist. Die Längsschlitze 30 im zweiten Hülsenelement 28 weisen in Umfangsrichtung des Geschosses 10 eine Erstreckung auf, die der Erstreckung der Längsrippen 24 des ersten Hülsenelementes 20 in Umfangsrichtung des Geschosses 10 entspricht. Dadurch sind die beiden Hülsenelemente 20 und 28 gegen Verdrehung gesichert, während gleichzeitig eine lineare Führung zwischen den Hülsenelementen 20 und 28 in Längsrichtung des Geschosses 10, die durch die Längsmittellinie 32 angedeutet ist, gewährleistet wird.
Durch das zweite Hülsenelement 28 und durch die Längsrippen 24 wird im unterkalibrigen Geschoß 10 ein zentraler Hohlraum 34 festgelegt, der - wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist - zylinderförmig ausgebildet ist. Selbstverständlich wäre auch eine andere Gestalt des zentralen Hohlraumes 34 möglich.
Im zentralen Hohlraum 34 des unterkalibrigen Geschosses 10 sind eine Anzahl Penetratorelemente 36 angeordnet, deren Grundfläche 38 an die Querschnittsform des zentralen Hohlraumes 34 angepaßt ist. Die Penetratorelemente 36 sind im zentralen Hohlraum 34 entlang der Längsmittellinie 32 linear verschiebbar, wobei das zweite Hülsenelement 28 und die Längsrippen 24 des ersten Hülsenelementes 20 zur linearen Führung der Penetratorelemente 36 dienen. Die Penetratorelemente 36 sind miteinander mittels flexibler Verbindungselemente 40 mechanisch fest verbunden. Bei diesen Verbindungselementen 40 kann es sich um spiralförmig vorgebogene Stahldrähte hoher mechanischer Festigkeit handeln, die an den zugehörigen Penetratorelementen 36 festgeschweißt sein können. Die Schweißverbindungen zwischen den Verbindungselementen 40 und den zugehörigen Penetratorelementen 36 sind durch Schweißpunkte 42 schematisch angedeutet. Dadurch ergibt sich eine kettenförmige Verbindung der Penetratorelemente 36. Außerdem ist das erste, in Fig. 1 links gezeichnete Penetratorelement 36 mit dem Kopfteil 12 des Geschosses 12 mechanisch fest verbunden, was durch einen Schweißpunkt 44 schematisch angedeutet ist. Das letzte, in Fig. 1 rechts gezeichnete Penetratorelement 36 ist mit dem Heckteil 14 mechanisch fest verbunden. Das ist durch die beiden Schweißpunkte 45 angedeutet.
Um die Penetratorelemente 36 im in Fig. 1 gezeichneten zusammengeschobenen Lagerzustand des unterkalibrigen Geschosses 10 eng nebeneinander im zentralen Hohlraum 34 des Geschosses 10 anordnen zu können und um hierbei gleichzeitig auch die zwischen den Penetratorelementen 36 befindlichen flexiblen Verbindungselemente 40 platzsparend unterbringen zu können, sind die einzelnen Penetratorelemente 36 mit Aussparungen 46 ausgebildet. In Fig. 1 sind Penetratorelemente 36 dargestellt, die nur auf einer ihrer Grundflächen mit einer Aussparung 46 ausgebildet sind. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Peneratorelemente 36 auf ihren beiden voneinander abgewandten Grundflächen mit derartigen Aussparungen 46 auszubilden.
Mit der Bezugsziffer 48 sind in Fig. 1 einige der Antriebseinrichtungen bezeichnet, die zwischen gegeneinander linear beweglichen Penetratorelementen 36 vorgesehen sind. Mit der Bezugsziffer 50 ist in Fig. 1 eine Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung bezeichnet, mit deren Hilfe das Kopf- und Heckteil 12, 14 im zusammengeschobenen Lagerzustand des Geschosses 10 miteinander fest verbunden sind. Die Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung 50 ist zu ihrer Betätigung, d. h. zur Entriegelung mit einer Aktivierungseinrichtung 52 wirkverbunden, was durch die Pfeile 54 bzw. 56 angedeutet ist. Bei der mittels des Pfeiles 54 mit der Entriegelungseinrichtung 50 wirkverbundenen Aktivierungseinrichtung 52 handelt es sich vorzugsweise um einen zielerkennenden Sensor 58, bei der mittels des Pfeiles 56 angedeuteten, mit der Entriegelungseinrichtung 50 wirkverbundenen Aktivierungseinrichtung 52 im Heckteil 14 des unterkalibrigen Geschosses handelt es sich vorzugsweise um einen Zeitzünder 60, bei dem es sich gegebenenfalls um einen temperierbaren Zeitzünder handeln kann.
Bei einem solchen unterkalibrigen Geschoß 10 erfolgt größenordnungsmäßig 50 m vor dem zu zerstörenden Ziel eine aerodynamische Verzögerung, die dem Absolutwert nach ca. dem Hundertfachen der Gravitation entspricht, wodurch der teleskopartige Verlängerungsvorgang des unterkalibrigen Geschosses 10 initiiert wird. Diese Initiierung kann - wie bereits erwähnt worden ist - durch den Sensor 58 und/oder durch den Zeitzünder 60 erfolgen. Hierbei wird die Verriegelung der Verriegelungseinrichtung 50 gelöst, d. h. entriegelt, so daß das Kopfteil 12 relativ zum Heckteil 14 des unterkalibrigen Geschosses 10 entlang der Längsmittellinie 32 eine teleskopartige lineare Bewegung ausführen kann, durch welche die Gesamtlänge des unterkalibrigen Geschosses 10 - wie aus Fig. 3 ersichtlich ist - näherungsweise verdoppelt wird. Dabei kann die teleskopartige Verlängerung des Geschosses 10 entweder durch die Massenträgheitskräfte allein oder unterstützt durch die Antriebseinrichtungen 48 (sh. Fig. 1) erfolgen.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Penetratorelemente 36 durch die zwischen ihnen vorgesehenen flexiblen Verbindungselemente 40, die in diesem teleskopartig verlängerten Zustand des Geschosses 10 straff gespannt sind, miteinander in einer Reihe kettenartig verbunden sind. Aus dieser Figur ist auch ersichtlich, daß die Penetratorelemente 36 durch die Längsrippen 24 des ersten Hülsenelementes 20 bzw. durch das zweite Hülsenelement 28 geführt sind. In Fig. 3 sind außerdem der in der Spitze 18 des Geschosses 10 vorgesehene Sensor 58, der im Heckteil 14 angeordnete Zeitzünder 60, die Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung 50 sowie die Flügel 16 des flügelstabilisierten unterkalibrigen Geschosses 10 dargestellt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Ausbildung des unterkalibrigen flügelstabilisierten Geschosses 10, das zur Erzielung einer im Vergleich zu der bei dem Geschoß gem. Fig. 1 bis 3 realisierbaren teleskopartig verlängerten Gesamtlänge des Geschosses 10 eine größere Verlängerung dadurch ermöglicht, daß nicht nur ein erstes mit dem Kopfteil 12 verbundenes Hülsenelement 20 und ein zweites mit dem Heckteil 14 verbundenes zweites Hülsenelement 28 vorgesehen ist, sondern noch ein zusätzliches Hülsenelement 62, das zwischen dem ersten und dem zweiten Hülsenelement 20 und 28 zur teleskopartigen Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses 10 vorgesehen ist. In Fig. 4 sind nur drei im zentralen Hohlraum 34 des unterkalibrigen Geschosses 10 angeordnete Penetratorelemente 36 schematisch angedeutet, die durch zwei flexible Verbindungselemente 40 miteinander in einer Reihe kettenartig fest verbunden sind. Das erste in Fig. 4 links gezeichnete Penetratorelement 36 ist auch bei dieser Ausbildung des unterkalibrigen Geschosses 10 mit dem eine Spitze 18 aufweisenden Kopfteil 12 des Geschosses 10 mechanisch fest verbunden, was durch den Schweißpunkt 44 angedeutet ist. Das letzte, in Fig. 4 rechts gezeichnete Penetratorelement 36 ist mit dem Heckteil 14 des Geschosses 10 mechanisch fest verbunden, was durch den Schweißpunkt 45 angedeutet worden ist. Durch eine solche Ausbildung führt jedes der Hülsenelemente 20, 62, 28 eine durch die flexiblen Verbindungselemente 40 festgelegte teleskopartige Axialbewegung in Richtung der Längsmittellinie 32 aus, wenn die in dieser Figur nicht dargestellte Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung 50 (sh. Fig. 1) aktiviert wird.
In Fig. 4 ist der zentrale Hohlraum 34 des Geschosses 10 schematisch derart angedeutet, daß die lineare Führung der Penetratorelemente 36 bedingt erkennbar ist. Die lineare Führung der Penetratorelemente 36 wird jedoch aus Fig. 5 deutlich ersichtlich, die einen Querschnitt durch das unterkalibrige Geschoß 10 gemäß Fig. 4 im zusammengeschobenen Lagerzustand zeigt. Aus Fig. 5 ist zu ersehen, daß das erste Hülsenelement 20 Längsschlitze 22 aufweist, in die die Längsrippen 66 des zusätzlichen Hülsenelementes 62 hineinragen. Das zusätzliche Hülsenelement 62 ist außerdem mit Längsschlitzen 68 ausgebildet, in denen das erste Hülsenelement 20 in Richtung der Längsmittellinie 32 verschiebbar aber gegen Verdrehung gesichert vorgesehen ist. Die Längsrippen 66 des zusätzlichen Hülsenelementes 62 sind mit Längsschlitzen 70 ausgebildet, in welche die Längsrippen 24 des zweiten Hülsenelementes 28 des Heckteils 14 radial hineinragen. Durch das erste Hülsenelement 20, durch die Längsrippen 66 des zusätzlichen Hülsenelementes 62 und durch die Längsrippen 24 des zweiten Hülsenelementes 28 wird der zentrale Hohlraum 34 des Geschosses 10 derartig begrenzt, daß sich eine gute lineare Führung der Penetratorelemente 36 entlang der Längsmittellinie 32 ergibt, wenn die teleskopartige Verlängerung des Geschosses 10 ausgelöst wird.

Claims (11)

1. Unterkalibriges Geschoß mit einem Kopf- und einem Heckteil (12, 14), die durch ein Mantelelement miteinander verbunden sind, wobei das Mantelelement zur Vergrößerung der Längenabmessung des Geschosses (10) durch Betätigung einer am Geschoß (10) vorgesehenen Entriegelungseinrichtung (50) teleskopartig verlängerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kopfteil (12) und dem Heckteil (14) Penetratorelemente (36) angeordnet sind, die vom Mantelelement umgeben sind, wobei die Penetratorelemente (36) mittels flexibler Verbindungselemente (40) miteinander in einer Reihe verbunden sind und das erste Penetratorelement (36) mit dem Kopfteil (12) und das letzte Penetratorelement (36) mit dem Heckteil (14) verbunden ist.
2. Geschoß nach Anspruch 1, daß das Mantelelement ein mit dem Kopfteil (12) verbundenes erstes Hülsenelement (20) und ein mit dem Heckteil (14) verbundenes zweites Hülsenelement (28) aufweist, die in bezug zueinander linear verschiebbar, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenelemente (20, 28) gegen Verdrehungen um die Längsachse (32) des Geschosses (10) gesichert sind.
3. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, wobei zwischen dem mit dem Kopfteil (12) verbundenen ersten Hülsenelement (20) und dem mit dem Heckteil (14) verbundenen zweiten Hülsenelement (28) mindestens ein zusätzliches Hülsenelement (62) vorgesehen ist, das/die relativ zum ersten und zum zweiten Hülsenelement (20, 28) und in Bezug zueinander linear verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das eine zusätzliche Hülsenelement (62) gegen Verdrehungen um die Längsachse (32) des Geschosses (10) gesichert ist.
4. Geschoß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das/jedes zusätzliche Hülsenelement (62) jeweils mit einem zugehörigen mittleren Penetratorelement (36) verbunden ist.
5. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenelemente (20, 28, 62) zur Führung der Penetratorelemente (36) während ihrer linearen Bewegung entlang der Längsachse (32) des Geschosses (10) vorgesehen sind.
6. Geschoß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenelemente (20, 28, 62) mit Längsschlitzen (22, 30, 68, 70) bzw. mit in die Längsschlitze hineinragenden Längsrippen (24, 66) ausgebildet sind, die zur linearen Führung der Penetratorelemente (36) vorgesehen sind.
7. Geschoß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsschlitze (22, 30, 68, 70) bzw. die Längsrippen (24, 66) entlang des Umfangs des Geschosses (10) gleichmäßig verteilt vorgesehen sind.
8. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Entriegelungseinrichtung (50) am Geschoß (10) eine Aktivierungseinrichtung (52) vorgesehen ist.
9. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß (10) zu seiner Verlängerung eine Antriebseinrichtung (48) aufweist.
10. Geschoß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (48) mittels der Aktivierungseinrichtung (52) aktivierbar ist.
11. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einem Treibspiegel versehen ist.
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