DE3904625C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/02—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
- F42B12/04—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type
- F42B12/06—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type with hard or heavy core; Kinetic energy penetrators
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B10/00—Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
- F42B10/02—Stabilising arrangements
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Description
Die Erfindung betrifft ein unterkalibriges Geschoß gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Um mit einem solchen unterkalibrigen Geschoß eine gewünschte
Durchschlagwirkung zu erzielen, ist ein möglichst großes
Verhältnis von Länge zu Durchmesser des unterkalibrigen
Geschosses wünschenswert. Das bedeutet, daß die Länge des
Geschosses möglichst groß sein soll. Andererseits
beeinträchtigt eine große Länge des unterkalibrigen
Geschosses die innenballistische Konfiguration, aus
verständlichen Gründen ist es nämlich unter Berücksichtigung
des Waffenrohres, aus dem ein solches unterkalibriges
Geschoß abgefeuert wird, nicht möglich die Länge des
Geschosses beliebig groß zu wählen. Hier stehen sich demnach
zwei Bedingungen eines unterkalibrigen Geschosses diametral
gegenüber.
Ein unterkalibriges Geschoß der eingangs genannten Art ist
aus der DE 32 07 854 A1 bekannt. Dort weist das Mantelelement
Teleskopelemente auf, die in axialer Richtung des Geschosses
relativ gegeneinander verschiebbar sind. In der
Ausgangsstellung sind die Teleskopelemente
ineinandergeschoben, so daß die Gesamtlänge des Geschosses
mit der eines aus einem Stück bestehenden Wuchtgeschosses
vergleichbar ist. In der Funktionsstellung, d. h. nach dem
Abschuß des Geschosses erreicht das Geschoß aufgrund der
relativen Gleitbewegung seiner Teleskopelemente eine
wesentlich größere Länge, wodurch die Durchschlagleistung
des Geschosses im Vergleich zu bekannten, eine konstante
axiale Längserstreckung aufweisenden Geschosses erheblich
verbessert ist. Bei diesem bekannten Geschoß ist die zur
Durchschlagleistung proportionale Masse jedoch allein durch
die Masse der gegeneinander gleitbeweglich ausgebildeten
Teleskopelemente festgelegt, so daß sie noch Wünsche
offenlassen kann.
Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
unterkalibriges Geschoß der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem die Durchschlagleistung erheblich weiter
verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst.
Im Lagerzustand ist das Mantelelement des unterkalibrigen
Geschosses relativ kurz, entsprechend sind die in einer Reihe
mittels der flexiblen Verbindungselemente miteinander
verbundenen Penetratorelemente eng benachbart hintereinander
angeordnet und vom Mantelelement sowie vom Kopfteil und vom
Heckteil umgeben. In diesem Lagerzustand ist das
Mantelelement durch die Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung
auf eine vergleichsweise kleine Gesamtlänge
zusammengeschoben. Entsprechend sind hierbei die
Penetratorelemente zusammengeschoben. Durch Betätigung der am
Geschoß vorgesehenen Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung, was
kurz vor Erreichen des zu zerstörenden Zieles erfolgt, wird
das Mantelelement des unterkalibrigen Geschosses
teleskopartig auf seine relativ große Gesamtlänge
verlängert. Gleichzeitig bewegen sich die Penetratorelemente
voneinander weg, wobei sie mittels der zwischen benachbarten
Penetratorelementen vorgesehenen Verbindungselemente
miteinander mechanisch fest verbunden bleiben. Das
erfindungsgemäße unterkalibrige Geschoß weist demnach nicht
nur den Vorteil auf, daß es eine günstige innenballistische
Konfiguration geringer Längenabmessung, sowie vor dem
Auftreffen auf dem zu zerstörenden Ziel ein für eine gute
Durchschlagwirkung wichtiges großes Verhältnis zwischen
Längenabmessung und Durchmesser aufweist, sondern
gleichzeitig ist durch die miteinander mittels der
Verbindungselemente fest verbundenen Penetratorelemente ein
sog. segmentierter Penetrator gegeben, der im Vergleich zu
einem homogenen Penetrator eine wesentlich höhere
Durchschlagleistung aufweist.
Eine Ausbildung des unterkalibrigen Geschosses, bei welcher
das Mantelelement ein mit dem Kopfteil verbundenes erstes
Hülsenelement und ein mit dem Heckteil verbundenes zweites
Hülsenelement aufweist, die in bezug zueinander teleskopartig
linear verschiebbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Hülsenelemente gegen Verdrehungen um die Längsachse des
Geschosses gesichert sind. Das erste und das zweite
Hülsenelement sind hierbei mindestens annähernd gleich lang
ausgebildet, um eine optimale Verlängerung des
unterkalibrigen Geschosses kurz vor Erreichen seines Zieles
zu ermöglichen. Ein solches unterkalibriges Geschoß kann
demnach im Verhältnis zu seiner Länge in der Ruheposition
näherungsweise auf die doppelte axiale Länge verlängert
werden, wobei durch die Verdrehsicherung der Hülsenelemente
gegeneinander eine sichere Verlängerung des unterkalibrigen
Geschosses realisierbar ist.
Um das Verhältnis der Länge des im Lagerzustand befindlichen
unterkalibrigen Geschosses zu seiner Länge kurz vor Erreichen
des zu zerstörenden Zieles weiter zu vergrößern, kann
zwischen dem mit dem Kopfteil verbundenen ersten
Hülsenelement und dem mit dem Heckteil verbundenen zweiten
Hülsenelement mindestens ein zusätzliches Hülsenelement
vorgesehen sein, das/die in bezug zum ersten und zum zweiten
Hülsenelement und in bezug zueinander linear verschiebbar
sind, wobei bei einer solchen Ausbildung des unterkalibrigen
Geschosses zur sicheren Verlagerung nicht nur des ersten und
des zweiten, sondern gleichzeitig auch des mindestens einen
zusätzlichen Hülsenelementes ebenfalls gegen Verdrehungen um
die Längsachse des Geschosses gesichert ist. Bei einer
solchen Ausbildung des Geschosses ist das/jedes zusätzliche
Hülsenelement jeweils mit einem zugehörigen mittleren
Penetratorelement verbunden. Durch eine solche Ausbildung
ergibt sich der Vorteil, daß die lineare teleskopartige
Verschiebbarkeit des/jedes zusätzlichen Hülsenelementes durch
das jeweilige zugehörige mittlere Penetratorelement
festgelegt ist, nachdem alle Penetratorelemente miteinander
mittels der Verbindungselemente miteinander kettenförmig in
einer Reihe mechanisch fest verbunden sind.
Die Hülsenelemente sind vorzugsweise zur Führung der
Penetratorelemente während ihrer linearen Bewegung entlang
der Längsachse des Geschosses vorgesehen. Zu diesem Zweck
können die Hülsenelemente mit Längsschlitzen bzw. mit in die
Längsschlitze hineinragenden Längsrippen ausgebildet sein,
die zur linearen Führung der Penetratorelemente vorgesehen
sind. Gleichzeitig wird durch die Längsschlitze und die in
die Längsschlitze hineinragenden Längsrippen die
Verdrehsicherung der Hülsenelemente in bezug zueinander
gewährleistet..
Die Längsschlitze bzw. die Längsrippen sind entlang des
Umfangs des Geschosses vorzugsweise gleichmäßig verteilt
vorgesehen. Dadurch ergeben sich während der teleskopartigen
Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses überall dieselben
Kräfteverhältnisse, so daß eine problemlose teleskopartige
Verlängerung des unterkalibrigen Geschosses gewährleistet
wird.
Zur Betätigung der Ver- bzw. Entriegelungseinrichtung ist am
Geschoß vorzugsweise eine Aktivierungseinrichtung
vorgesehen. Bei dieser Aktivierungseinrichtung kann es sich
bspw. um einen Zeitzünder, um einen Sensor o. dgl. handeln.
Als Zeitzünder kann gegebenenfalls ein tempierbarer
Zeitzünder zur Anwendung gelangen. Eine solche
Aktivierungseinrichtung wird vorzugsweise im Heckteil des
unterkalibrigen Geschosses angeordnet. Im Gegensatz hierzu
wird eine als Sensor ausgebildete Aktivierungseinrichtung
vorzugsweise im Kopfteil des unterkalibrigen Geschosses
angeordnet. Die Aktivierungseinrichtung muß zu einer
Betätigung der Entriegelungseinrichtung bei einer
aerodynamischen Verzögerung von -100 g ca. 50 m vor dem zu
zerstörenden Ziel führen. Unmittelbar nach der Betätigung der
Entriegelungseinrichtung kann die teleskopartige Verlängerung
des unterkalibrigen Geschosses entweder durch die
Trägheitskräfte der Massen des Geschosses oder mittels einer
Antriebseinrichtung erfolgen. Im zuletzt genannten Fall ist
die Antriebseinrichtung vorzugsweise mittels der zur
Betätigung der Entriegelungseinrichtung vorgesehenen
Aktivierungseinrichtung aktivierbar. Bei der
Antriebseinrichtung der zuletzt genannten Art kann es sich
bspw. um pyrotechnische Motoren handeln, mit deren Hilfe die
Penetratorelemente voneinander linear wegbewegt werden, bis
sie voneinander den durch die Verbindungselemente gegebenen
Abstand haben.
Das erfindungsgemäße unterkalibrige Geschoß ist
vorzugsweise mit einem Treibspiegel versehen, mit dem in an
sich bekannter Weise das Kaliber des Waffenrohres festgelegt
ist, aus dem das erfindungsgemäße unterkalibrige Geschoß
abgefeuert wird. Je nach der Ausbildung und der Anordnung der
Hülsenelemente des unterkalibrigen Geschosses kann der
Treibspiegel als sogen. Pushing- oder Pulling-Sabot
ausgebildet sein.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen unterkalibrigen
Geschosses sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und
werden nachfolgend beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine halbseitig längsgeschnittene Seitenansicht einer
ersten Ausführungsform des in seiner Gesamtlänge
abgeschnitten gezeichneten unterkalibrigen
Geschosses, das flügelstabilisiert ist,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II
in Fig. 1,
Fig. 3 einen halbseitigen Längsschnitt durch das Geschoß
gemäß Fig. 1, im teleskopartig verlängerten Zustand,
während in den Fig. 1 das Geschoß im zusammengeschobenen
Ruhezustand gezeichnet ist,
Fig. 4 eine abschnittsweise längsgeschnittene schematische
Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des
unterkalibrigen Geschosses im teleskopartig
verlängerten Zustand, und
Fig. 5 einen Querschnitt durch das unterkalibrige Geschoß
gem. Fig. 4 im zusammengeschobenen Lagerzustand.
Fig. 1 zeigt ein unterkalibriges Geschoß 10 mit einem
Kopfteil 12 und einem Heckteil 14, wobei am Heckteil zur
Ausbildung eines flügelstabilisierten Geschosses Flügel 16
vorgesehen sind. Das Kopfteil 12 weist eine Spitze 18 und ein
erstes Hülsenelement 20 auf, das sich von der Spitze 18 zum
Heckteil 14 hin erstreckt.
Wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, ist das erste
Hülsenelement 20 mit Längsschlitzen 22 und mit Längsrippen 24
ausgebildet, die entlang des Umfangs des Geschosses 10
gleichmäßig verteilt angeordnet sind.
Vom an die Flügel 16 angrenzenden Endabschnitt 26 des
Heckteils 14 steht ein zweites Hülsenelement 28 in Richtung
zur Spitze 18 des Kopfteiles 12 des Geschosses 10 nach vorne,
das - wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist - mit
Längsschlitzen 30 ausgebildet ist. Das zweite Hülsenelement
28 weist einen Außendurchmesser auf, der an den Durchmesser
der Längsschlitze 22 des ersten Hülsenelementes 20 angepaßt
ist. Die Längsschlitze 30 im zweiten Hülsenelement 28 weisen
in Umfangsrichtung des Geschosses 10 eine Erstreckung auf,
die der Erstreckung der Längsrippen 24 des ersten
Hülsenelementes 20 in Umfangsrichtung des Geschosses 10
entspricht. Dadurch sind die beiden Hülsenelemente 20 und 28
gegen Verdrehung gesichert, während gleichzeitig eine lineare
Führung zwischen den Hülsenelementen 20 und 28 in
Längsrichtung des Geschosses 10, die durch die
Längsmittellinie 32 angedeutet ist, gewährleistet wird.
Durch das zweite Hülsenelement 28 und durch die Längsrippen
24 wird im unterkalibrigen Geschoß 10 ein zentraler Hohlraum
34 festgelegt, der - wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich
ist - zylinderförmig ausgebildet ist. Selbstverständlich wäre
auch eine andere Gestalt des zentralen Hohlraumes 34 möglich.
Im zentralen Hohlraum 34 des unterkalibrigen Geschosses 10
sind eine Anzahl Penetratorelemente 36 angeordnet, deren
Grundfläche 38 an die Querschnittsform des zentralen
Hohlraumes 34 angepaßt ist. Die Penetratorelemente 36 sind
im zentralen Hohlraum 34 entlang der Längsmittellinie 32
linear verschiebbar, wobei das zweite Hülsenelement 28 und
die Längsrippen 24 des ersten Hülsenelementes 20 zur linearen
Führung der Penetratorelemente 36 dienen. Die
Penetratorelemente 36 sind miteinander mittels flexibler
Verbindungselemente 40 mechanisch fest verbunden. Bei diesen
Verbindungselementen 40 kann es sich um spiralförmig
vorgebogene Stahldrähte hoher mechanischer Festigkeit
handeln, die an den zugehörigen Penetratorelementen 36
festgeschweißt sein können. Die Schweißverbindungen
zwischen den Verbindungselementen 40 und den zugehörigen
Penetratorelementen 36 sind durch Schweißpunkte 42
schematisch angedeutet. Dadurch ergibt sich eine
kettenförmige Verbindung der Penetratorelemente 36. Außerdem
ist das erste, in Fig. 1 links gezeichnete Penetratorelement
36 mit dem Kopfteil 12 des Geschosses 12 mechanisch fest
verbunden, was durch einen Schweißpunkt 44 schematisch
angedeutet ist. Das letzte, in Fig. 1 rechts gezeichnete
Penetratorelement 36 ist mit dem Heckteil 14 mechanisch fest
verbunden. Das ist durch die beiden Schweißpunkte 45
angedeutet.
Um die Penetratorelemente 36 im in Fig. 1 gezeichneten
zusammengeschobenen Lagerzustand des unterkalibrigen
Geschosses 10 eng nebeneinander im zentralen Hohlraum 34 des
Geschosses 10 anordnen zu können und um hierbei gleichzeitig
auch die zwischen den Penetratorelementen 36 befindlichen
flexiblen Verbindungselemente 40 platzsparend unterbringen zu
können, sind die einzelnen Penetratorelemente 36 mit
Aussparungen 46 ausgebildet. In Fig. 1 sind
Penetratorelemente 36 dargestellt, die nur auf einer ihrer
Grundflächen mit einer Aussparung 46 ausgebildet sind.
Selbstverständlich wäre es auch möglich, die
Peneratorelemente 36 auf ihren beiden voneinander
abgewandten Grundflächen mit derartigen Aussparungen 46
auszubilden.
Mit der Bezugsziffer 48 sind in Fig. 1 einige der
Antriebseinrichtungen bezeichnet, die zwischen gegeneinander
linear beweglichen Penetratorelementen 36 vorgesehen sind.
Mit der Bezugsziffer 50 ist in Fig. 1 eine Ver- bzw.
Entriegelungseinrichtung bezeichnet, mit deren Hilfe das
Kopf- und Heckteil 12, 14 im zusammengeschobenen Lagerzustand
des Geschosses 10 miteinander fest verbunden sind. Die Ver-
bzw. Entriegelungseinrichtung 50 ist zu ihrer Betätigung,
d. h. zur Entriegelung mit einer Aktivierungseinrichtung 52
wirkverbunden, was durch die Pfeile 54 bzw. 56 angedeutet
ist. Bei der mittels des Pfeiles 54 mit der
Entriegelungseinrichtung 50 wirkverbundenen
Aktivierungseinrichtung 52 handelt es sich vorzugsweise um
einen zielerkennenden Sensor 58, bei der mittels des Pfeiles
56 angedeuteten, mit der Entriegelungseinrichtung 50
wirkverbundenen Aktivierungseinrichtung 52 im Heckteil 14 des
unterkalibrigen Geschosses handelt es sich vorzugsweise um
einen Zeitzünder 60, bei dem es sich gegebenenfalls um einen
temperierbaren Zeitzünder handeln kann.
Bei einem solchen unterkalibrigen Geschoß 10 erfolgt
größenordnungsmäßig 50 m vor dem zu zerstörenden Ziel eine
aerodynamische Verzögerung, die dem Absolutwert nach ca. dem
Hundertfachen der Gravitation entspricht, wodurch der
teleskopartige Verlängerungsvorgang des unterkalibrigen
Geschosses 10 initiiert wird. Diese Initiierung kann - wie
bereits erwähnt worden ist - durch den Sensor 58 und/oder
durch den Zeitzünder 60 erfolgen. Hierbei wird die
Verriegelung der Verriegelungseinrichtung 50 gelöst, d. h.
entriegelt, so daß das Kopfteil 12 relativ zum Heckteil 14
des unterkalibrigen Geschosses 10 entlang der
Längsmittellinie 32 eine teleskopartige lineare Bewegung
ausführen kann, durch welche die Gesamtlänge des
unterkalibrigen Geschosses 10 - wie aus Fig. 3 ersichtlich
ist - näherungsweise verdoppelt wird. Dabei kann die
teleskopartige Verlängerung des Geschosses 10 entweder durch
die Massenträgheitskräfte allein oder unterstützt durch die
Antriebseinrichtungen 48 (sh. Fig. 1) erfolgen.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Penetratorelemente 36
durch die zwischen ihnen vorgesehenen flexiblen
Verbindungselemente 40, die in diesem teleskopartig
verlängerten Zustand des Geschosses 10 straff gespannt sind,
miteinander in einer Reihe kettenartig verbunden sind. Aus
dieser Figur ist auch ersichtlich, daß die
Penetratorelemente 36 durch die Längsrippen 24 des ersten
Hülsenelementes 20 bzw. durch das zweite Hülsenelement 28
geführt sind. In Fig. 3 sind außerdem der in der Spitze 18
des Geschosses 10 vorgesehene Sensor 58, der im Heckteil 14
angeordnete Zeitzünder 60, die Ver- bzw.
Entriegelungseinrichtung 50 sowie die Flügel 16 des
flügelstabilisierten unterkalibrigen Geschosses 10
dargestellt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Ausbildung des
unterkalibrigen flügelstabilisierten Geschosses 10, das zur
Erzielung einer im Vergleich zu der bei dem Geschoß gem.
Fig. 1 bis 3 realisierbaren teleskopartig verlängerten
Gesamtlänge des Geschosses 10 eine größere Verlängerung
dadurch ermöglicht, daß nicht nur ein erstes mit dem
Kopfteil 12 verbundenes Hülsenelement 20 und ein zweites mit
dem Heckteil 14 verbundenes zweites Hülsenelement 28
vorgesehen ist, sondern noch ein zusätzliches Hülsenelement
62, das zwischen dem ersten und dem zweiten Hülsenelement 20
und 28 zur teleskopartigen Verlängerung des unterkalibrigen
Geschosses 10 vorgesehen ist. In Fig. 4 sind nur drei im
zentralen Hohlraum 34 des unterkalibrigen Geschosses 10
angeordnete Penetratorelemente 36 schematisch angedeutet, die
durch zwei flexible Verbindungselemente 40 miteinander in
einer Reihe kettenartig fest verbunden sind. Das erste in
Fig. 4 links gezeichnete Penetratorelement 36 ist auch bei
dieser Ausbildung des unterkalibrigen Geschosses 10 mit dem
eine Spitze 18 aufweisenden Kopfteil 12 des Geschosses 10
mechanisch fest verbunden, was durch den Schweißpunkt 44
angedeutet ist. Das letzte, in Fig. 4 rechts gezeichnete
Penetratorelement 36 ist mit dem Heckteil 14 des Geschosses
10 mechanisch fest verbunden, was durch den Schweißpunkt 45
angedeutet worden ist. Durch eine solche Ausbildung führt
jedes der Hülsenelemente 20, 62, 28 eine durch die flexiblen
Verbindungselemente 40 festgelegte teleskopartige
Axialbewegung in Richtung der Längsmittellinie 32 aus, wenn
die in dieser Figur nicht dargestellte Ver-
bzw. Entriegelungseinrichtung 50 (sh. Fig. 1) aktiviert wird.
In Fig. 4 ist der zentrale Hohlraum 34 des Geschosses 10
schematisch derart angedeutet, daß die lineare Führung der
Penetratorelemente 36 bedingt erkennbar ist. Die lineare
Führung der Penetratorelemente 36 wird jedoch aus Fig. 5
deutlich ersichtlich, die einen Querschnitt durch das
unterkalibrige Geschoß 10 gemäß Fig. 4 im
zusammengeschobenen Lagerzustand zeigt. Aus Fig. 5 ist zu
ersehen, daß das erste Hülsenelement 20 Längsschlitze 22
aufweist, in die die Längsrippen 66 des zusätzlichen
Hülsenelementes 62 hineinragen. Das zusätzliche Hülsenelement
62 ist außerdem mit Längsschlitzen 68 ausgebildet, in denen
das erste Hülsenelement 20 in Richtung der Längsmittellinie
32 verschiebbar aber gegen Verdrehung gesichert vorgesehen
ist. Die Längsrippen 66 des zusätzlichen Hülsenelementes 62
sind mit Längsschlitzen 70 ausgebildet, in welche die
Längsrippen 24 des zweiten Hülsenelementes 28 des Heckteils
14 radial hineinragen. Durch das erste Hülsenelement 20,
durch die Längsrippen 66 des zusätzlichen Hülsenelementes 62
und durch die Längsrippen 24 des zweiten Hülsenelementes 28
wird der zentrale Hohlraum 34 des Geschosses 10 derartig
begrenzt, daß sich eine gute lineare Führung der
Penetratorelemente 36 entlang der Längsmittellinie 32 ergibt,
wenn die teleskopartige Verlängerung des Geschosses 10
ausgelöst wird.
Claims (11)
1. Unterkalibriges Geschoß mit einem Kopf- und einem
Heckteil (12, 14), die durch ein Mantelelement
miteinander verbunden sind, wobei das Mantelelement zur
Vergrößerung der Längenabmessung des Geschosses (10)
durch Betätigung einer am Geschoß (10) vorgesehenen
Entriegelungseinrichtung (50) teleskopartig verlängerbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Kopfteil (12) und dem Heckteil (14)
Penetratorelemente (36) angeordnet sind, die vom
Mantelelement umgeben sind, wobei die Penetratorelemente
(36) mittels flexibler Verbindungselemente (40)
miteinander in einer Reihe verbunden sind und das erste
Penetratorelement (36) mit dem Kopfteil (12) und das
letzte Penetratorelement (36) mit dem Heckteil (14)
verbunden ist.
2. Geschoß nach Anspruch 1, daß das Mantelelement ein mit
dem Kopfteil (12) verbundenes erstes Hülsenelement (20)
und ein mit dem Heckteil (14) verbundenes zweites
Hülsenelement (28) aufweist, die in bezug zueinander
linear verschiebbar,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülsenelemente (20, 28) gegen Verdrehungen um
die Längsachse (32) des Geschosses (10) gesichert sind.
3. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, wobei zwischen dem mit
dem Kopfteil (12) verbundenen ersten Hülsenelement (20)
und dem mit dem Heckteil (14) verbundenen zweiten
Hülsenelement (28) mindestens ein zusätzliches
Hülsenelement (62) vorgesehen ist, das/die relativ zum
ersten und zum zweiten Hülsenelement (20, 28) und in
Bezug zueinander linear verschiebbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens das eine zusätzliche Hülsenelement (62)
gegen Verdrehungen um die Längsachse (32) des Geschosses
(10) gesichert ist.
4. Geschoß nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das/jedes zusätzliche Hülsenelement (62) jeweils
mit einem zugehörigen mittleren Penetratorelement (36)
verbunden ist.
5. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülsenelemente (20, 28, 62) zur Führung der
Penetratorelemente (36) während ihrer linearen Bewegung
entlang der Längsachse (32) des Geschosses (10)
vorgesehen sind.
6. Geschoß nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülsenelemente (20, 28, 62) mit Längsschlitzen
(22, 30, 68, 70) bzw. mit in die Längsschlitze
hineinragenden Längsrippen (24, 66) ausgebildet sind,
die zur linearen Führung der Penetratorelemente (36)
vorgesehen sind.
7. Geschoß nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsschlitze (22, 30, 68, 70) bzw. die
Längsrippen (24, 66) entlang des Umfangs des Geschosses
(10) gleichmäßig verteilt vorgesehen sind.
8. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Betätigung der Entriegelungseinrichtung (50) am
Geschoß (10) eine Aktivierungseinrichtung (52)
vorgesehen ist.
9. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Geschoß (10) zu seiner Verlängerung eine
Antriebseinrichtung (48) aufweist.
10. Geschoß nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung (48) mittels der
Aktivierungseinrichtung (52) aktivierbar ist.
11. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß es mit einem Treibspiegel versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893904625 DE3904625A1 (de) | 1989-02-16 | 1989-02-16 | Unterkalibriges geschoss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893904625 DE3904625A1 (de) | 1989-02-16 | 1989-02-16 | Unterkalibriges geschoss |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3904625A1 DE3904625A1 (de) | 1990-08-30 |
| DE3904625C2 true DE3904625C2 (de) | 1991-02-07 |
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Family Applications (1)
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| DE19893904625 Granted DE3904625A1 (de) | 1989-02-16 | 1989-02-16 | Unterkalibriges geschoss |
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| DE (1) | DE3904625A1 (de) |
Families Citing this family (7)
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1989
- 1989-02-16 DE DE19893904625 patent/DE3904625A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3904625A1 (de) | 1990-08-30 |
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