DE3903333C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Prüfverfahren gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiges Verfahren ist z. B. aus der DE-PS 6 17 300
entnehmbar. Steckzahnräder dienen
zur Steckverbindung von Bauelementen, z.B. einer mit einem
Steckzahnrad versehenen Achse und einer eine entsprechen
de Innenverzahnung aufweisenden Hohlnabe, in welche die
Zähne des Steckzahnrades eingesteckt werden. Damit sind
die gegenseitigen Verzahnungen auf Drehmitnahme verbunden.
Steckzahnräder erlauben aber nicht ein Abwälzen aneinander,
wie es bei Wälzzahnrädern möglich ist. Das gleiche gilt
für andere, ähnlich geformte Profile, wie beispielsweise
den sogenannten Dachschrägen von Zahnrädern oder dem Ge
winde einer Schraube oder dergleichen.
Zahnräder müssen auf verschiedene Fehler, bzw. Ungenauig
keiten, wie z. B. auf ihren korrekten Rundlauf, bzw. auf das
Vorhandensein von Rundlauffehlern geprüft werden. Dies ist
zwar bei Wälzzahnrädern in einfacher Weise dadurch möglich,
daß man mit dem jeweiligen Prüfling ein in der Form, ins
besondere im Rundlauf genau hergestelltes Prüf-Wälzzahnrad
umlaufen läßt und sich dabei ergebende Abweichungen des
Prüflings vom Rundlauf mißt. Da dies bei Steckzahnrädern
aus den vorgenannten Gründen nicht durchführbar ist,
hat man sich bisher bei Steckzahnrädern dadurch ge
holfen, daß eine Prüflehre in Form einer Meßkugel oder
Meßrolle in eine Zahnlücke des Prüflings gebracht, durch
Drehen des Prüflings nacheinander dessen Zahnlücken vermes
sen und dabei der jeweilige Abstand der Prüflehre von der
Drehachse des Prüflings festgestellt wurde. Dies ist äußerst
aufwendig und zeitraubend. Das gleiche gilt für eine ähnli
che Maßnahme, bei der als Prüflehre eine Anzahl von Rollen
vorgesehen ist, die an einer Kette in einem Abstand vonein
ander angeordnet sind, der der Teilung des Steckzahnrades
entspricht. Die Rollen legen sich dabei nacheinander in die
Zahnlücken. Der Aufwand zur Herstellung der Rollen und ihrer
Verbindung mittels der Kette und ferner für die Messung der
jeweiligen Abstände (siehe oben) ist ebenfalls sehr groß.
Aus der DE-PS 6 17 300 ist eine Vorrichtung zum Prüfen von Zahnrä
dern auf Rundlauf- und Teilungsfehler bekannt, bei der ein
Meßstiftkorb Meßstifte aufweist, die in ihm nur lose gehal
ten sind und einzeln in die Zahnlücken des zu
prüfenden Rades hineingesteckt werden müssen. Dies ent
spricht im wesentlichen dem vorstehend erläuterten Stand der
Technik. Aus der US-PS 28 15 581 ist eine Zweiflanken-Wälzprüfung
an Zahnrädern bekannt, von der sich die vorliegende Erfin
dung, wie eingangs erläutert, gerade distanziert und ab
grenzt. Mit einem Abwälzverfahren wäre die nachstehend im
einzelnen erläuterte Erfindung nicht erreichbar. Auf den
Gegenstand einer weiteren, vorbekannten Literaturstelle
(US-PS 27 80 007) ist nachstehend anhand der Erläuterung des
Anspruches 5 einzeln eingegangen. Aus der DE-OS 20 24 113 ist ein
Gerät zum Prüfen der Verzahnung von Zahnstangen bekannt, das
eine Abwälzprüfung betrifft. Hierzu kann auf die vorstehen
den Ausführungen zu Abwälzprüfungen, einschließlich der zum
Gegenstand der US-PS 28 15 581 verwiesen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Prüfverfahren
vorzusehen, das gegenüber dem
Stand der Technik wesentlich einfacher im Ablauf und insbe
sondere einfacher in seiner Handhabung ist.
Diese Aufgabe wird
durch die Merkmale
des Anspruches 1 gelöst. Somit kann man durch Drehung des
Prüfrades oder der umlaufenden Vorrichtung (im folgenden der
Kürze halber nur noch "Prüfrad" genannt) kontinuierlich und
sehr schnell Abweichungen im Abstand der Drehachse des
Prüfrades von der Drehachse des Prüflings, bzw. Meisters
feststellen und aufzeichnen. Das gleiche gilt für die
Feststellung des sogenannten "Maßes (oder Prüfmaßes) über
zwei Rollen". Unter dem Begriff Meister wird ein exakt die
Sollmaße aufweisendes Exemplar des betreffenden Steck
zahnrades verstanden, das - in der Regel von Werkzeugmachern
- durch sehr genaue Bearbeitung, z. B. Schleifen, herge
stellt.
Wird der Prüfling zusammen mit dem Prüfrad oder
dergleichen gedreht, so kann hiermit eine Istkurve
des Zustandes des Prüflings hergestellt werden. Wird
der Meister zusammen mit dem Prüfrad vermessen, so
ist eine Soll- oder Eichkurve unter Ausübung des Ver
fahrens herstellbar. Die jeweiligen Prüflinge werden in
ihren Abmessungen mehr oder weniger vom Sollwert, gege
benenfalls von den Maßen eines Meisters, abweichen. Durch
Ausübung des Verfahrens mit der Kombination von Prüfrad
und Prüfling können die vorgenannten Abweichungen, d. h.
Fehler festgestellt und mit den jeweiligen Sollwerten,
gegebenenfalls der Soll- oder Eichkurve eines Meisters
verglichen werden. Da hierzu nur ein Drehen des Prüflings
um einen vollen Kreisumfang (360°) notwendig ist (soweit
es sich um einen Prüfling mit Zähnen oder zahnähnlichen
Teilen auf einem Kreisumfang handelt) und dies kontinuier
lich erfolgen kann, wobei die Aufzeichnung des Ergebnisses
automatisch erfolgt, ist der hierzu notwendige Personalauf
wand sehr klein. Es können auch angelernte Hilfskräfte
eingesetzt werden, da sich deren Arbeit im wesentlichen
auf das Auswechseln der Prüflinge beschränkt. Das gleiche
gilt sinngemäß für einen Prüfling, dessen Zähne oder zahn
ähnlichen Teile auf einer Geraden hintereinander liegen,
wie einer Schraube.
Sofern mit der Erfindung nur die Abweichungen des Achsab
standes im Verlauf einer Umdrehung oder Verschiebung, d. h.
Fehler im Rundlauf oder der Geradheit festzustellen sind,
ist dafür ein Meister nicht erforderlich. Dagegen benötigt
man einen Meister für die Feststellung des bereits o. g.
"Maßes über zwei Rollen". Hiermit sollen Fehler, bzw. Un
genauigkeiten in der Dicke der Zähne, z. B. eines Steckzahn
rades festgestellt werden. Dazu ist es bisher bei Zahnrädern
üblich, in einander diametral oder im wesentlichen diame
tral gegenüberliegenden Zahnlücken je eine Rolle einzule
gen und den Achsabstand dieser Rollen zu messen. Je nach
der Dicke der Zähne ist die Lücke zwischen zwei Zähnen
kürzer oder länger, was ein mehr oder weniger tiefes
Eindringen der jeweiligen Rolle ergibt. Somit kann aus
dem "Maß über zwei Rollen" im Mittel die Dicke der Zähne
des jeweiligen Prüflings festgestellt werden. Im einzel
nen wird hierzu auf die Vorschrift DIN 3960 verwiesen.
Das bisher hierzu übliche Meßverfahren bestand darin,
ein oder zwei Kugeln oder Rollen einzulegen und deren
Abstand zu messen, die Kugeln oder Rollen herauszunehmen,
den Prüfling um eine Teilung weiterzudrehen und danach die
vorgenannten Verfahrensschritte zu wiederholen. Dies ist
sehr umständlich und zeitaufwendig und verlangt vor allen
Dingen sehr geschultes und damit teueres Personal.
Die Erfindung ist nicht auf das Messen der beiden vorge
nannten Fehlermöglichkeiten beschränkt. Man kann durch sie
auch andere Fehler feststellen, wie z. B. die erwähnte
Dachschräge an Zahnrädern und entsprechende Messungen an
Gewinden (siehe oben). In diesen Fällen steht die Achse
des Prüfrades im Winkel zur Achse des jeweiligen Prüf
lings, während beim Messen des zuvor erläuterten Rund
lauffehlers und "Maßes über zwei Rollen" an Steckzahnrädern
die Achse des Prüfrades zur Achse des Prüflings parallel
verläuft.
Die vorstehend erwähnte Verfahrensmaßnahme zur Messung des
Achsabstandes und des "Maßes über zwei Rollen" kann vorteil
hafterweise zusammen, d. h. in einem Arbeitsgang erfolgen,
wobei aus ein- und derselben Aufzeichnung beide Fehlermög
lichkeiten ablesbar und auswertbar sind. Im einzelnen wird
auf Anspruch 2 verwiesen.
Die Verfahrensmaßnahme gemäß Anspruch 3 ermöglicht die Mes
sung einer weiteren, häufig vorkommenden und in der Regel
mit zu erfassenden Fehlerquelle, nämlich Fehlern oder Unge
nauigkeiten in der Teilung der Zähne eines Zahnrades, oder
ähnlich geformten Profilen, wie den beispielsweise genannten
Dachschrägen, Gewindegängen einer Schraube oder dergleichen.
Die Verfahrensmaßnahme gemäß Anspruch 4 kombiniert vorteil
hafterweise die Aufzeichnungen gemäß Anspruch 2 mit denen
gemäß Anspruch 3 zu einer gemeinsamen Aufzeichnung. Dies
ist für die schnelle Feststellung vorhandener Fehler und
deren Auswertung eine wesentliche Erleichterung. Wie er
wähnt, können auch Messungen anderer Fehler in eine sol
che gemeinsame Aufzeichnung mit einbezogen werden.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde,
eine Prüfvorrichtung
anzugeben, die gegenüber dem Stand der Technik wesentlich
einfacher und kostengünstiger herstellbar ist und die
einfach handhabbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt
durch die Merkmale
des Anspruches 5. Die für die Prü
fung notwendigen Prüflehren sind zu einer gemeinsamen, dreh
baren Vorrichtung (Prüfrad) auf einem Kreis zusammengefaßt.
Die unterschiedliche Formgebung des Prüfquerschnittes ge
genüber den Zähnen des Prüflings ergibt die Möglichkeit,
Prüfrad und Prüfling in entgegengesetzten Drehrichtungen
zueinander zu drehen oder translatorisch zu bewegen, wobei
aber im Gegensatz zu Wälzzahnrädern die jeweiligen Anlage
flächen von Prüfquerschnitt und Zahn des Prüflings nicht
aufeinander abrollen, sondern aneinander gleiten. Die Form
gebung der Prüfköpfe ermöglicht ferner eine Änderung der
Achsabstände je nachdem, ob ein Prüfkopf in eine Zahnlücke,
oder ob zwei nebeneinander liegende Prüfköpfe in zwei neben
einander liegende Zahnlücken eingedrungen sind, sowie die
hieraus resultierenden Messungen und Aufzeichnungen. Die
vorgenannte Drehbarkeit des Prüfrades ermöglicht die ein
fache und schnelle Feststellung von Fehlern an Steckzahn
rädern, an Dachschrägen an Zahnrädern, an Gewindegängen
oder an dergleichen Profilen, die ein Abwälzen auf einem Gegen
stück mit gleichgeformten Zähnen verbieten. Diese Fehler wur
den bereits erwähnt. Sie werden nachstehend noch näher erläu
tert. Hiermit ist schnell und problemlos im Fall eines sich
drehenden Prüflings, wie einem Steckzahnrad, nach dessen
Drehung um eine volle Umdrehung von 360° und zugleich ent
sprechender Mitdrehung des Trägers (Prüfrad) der Prüfquer
schnitte feststellbar, ob und wenn ja inwieweit und in wel
chem Ausmaß ein Fehler vorliegt. Dies ist besonders bei der
Massenfertigung ein ganz entscheidender Vorteil. Dem Gegenstand der US-PS
27 80 007 sind zwar zur Prüfung von Zahnrichtungsfehlern und
des Schrägungswinkels auf einem Rad im Querschnitt etwa T-
förmige Zähne befestigt, die in die Zahnlücken eines zu prü
fenden Zahnrades eingreifen sollen,
die jedoch helikal (schraubenförmig) bezüglich dieses Rades verlaufen, wobei dieser
schraubenförmige Verlauf für die Mitnahme des Prüflings wesentlich ist. Eine
derartige Anordnung der Zähne des Prüfrades ist jedoch bei der Prüfung von
Steckzahnrädern nicht möglich. Die Zielrichtung, bzw.
Aufgabenrichtung des Gegenstandes der US-PS 27 80 007 ist also
von der der vorliegenden Erfindung verschieden. Auch sind die
wesentlichen Merkmale des Oberbegriffes und die wesentlichen
Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 5 der US-PS 27 80 007
nicht zu entnehmen.
Die Merkmale des Anspruches 7 sichern zwischen den einzelnen
Prüflehren der Prüfvorrichtung genügend Platz, damit die Zahn
köpfe des Prüflings nicht mit dem Boden der zwischen den Prüf
lehren befindlichen Zwischenräume kollidieren. Die Merkmale
des Anspruches 8 beinhalten eine einfache Maßnahme bei der Erfas
sung der Abweichungen im Abstand zwischen der Drehachse des
Prüflings und der Drehachse der Prüfvorrichtung, die ein Maß
für das Maß über zwei Rollen oder für etwaige Rundlauffehler sind.
Die Merkmale des Anspruches 9 beinhalten eine konstruktiv vor
teilhafte Zusammenfassung der Achslagerungen des Prüfrades
und des Prüflings, bzw. Meisters, einschließlich der Möglichkeit
einer entsprechenden Messung. Die Merkmale des Anspruches 10
befassen sich mit einer Ausgestaltung der Prüfvorrichtung zur
Feststellung von Fehlern, bzw. Ungenauigkeiten in der Teilung.
Die zuletzt genannten beiden Meßanordnungen können gemäß Anspruch
11 zu einem Gerät gekoppelt bzw. miteinander verbunden sein. Dies
ist sowohl hinsichtlich des Gestehungspreises als auch der Bedie
nung von Vorteil. Insbesondere ist hierdurch eine gemeinsame Auf
zeichnung beider Messungen möglich.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen 6, 12-14 beschrieben.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen
näher erläutert. In den im wesent
lichen schematischen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 bis 3 Prüfling, bzw. Meister und Prüfvorrichtung
in drei verschiedenen Winkelstellungen der
gegenseitigen Drehmitnahme,
Fig. 4 den Eingriff zwischen Prüfling, bzw. Meister
und Prüfvorrichtung gemäß Fig. 1 im demgegen
über vergrößerten Maßstab,
Fig. 5 den Eingriff zwischen Prüfling, bzw. Meister
und Prüfvorrichtung gemäß Fig. 3 im vergrößer
ten Maßstab,
Fig. 6 bis 8 weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten von Prüf
vorrichtungen nach der Erfindung,
Fig. 8a eine Teilansicht gemäß dem Pfeil A in Fig. 8,
Fig. 9 eine sich unter Verwendung der Prüfvorrichtung
nach der Erfindung ergebende Meßkurve der Drehung
eines Meisters über einen Umlauf von 360°,
Fig. 10 eine sich unter Verwendung der Prüfvorrichtung
nach der Erfindung ergebende Meßkurve der Drehung
eines Prüflings ohne Rundlauffehler über einen
Umlauf von 360°,
Fig. 11 eine sich unter Verwendung der Prüfvorrichtung
nach der Erfindung ergebende Meßkurve der Drehung
des Prüflings über einen Umlauf von 360° gemäß
Fig. 10, jedoch eines Prüflings mit Rundlauffehler,
Fig. 12 eine Meßkurve nach Fig. 11,
jedoch unter Einschluß auch
der Abweichungen in der Teilung.
Zur mehr prinzipiellen Darstellung der Erfindung zeigen
die Zeichnungen in den Fig. 1 bis 5 zunächst einen
Prüfling 1 mit einer Steckverzahnung 2. Steckverzahnungen
unterscheiden sich von Wälzverzahnungen dadurch, daß
sie sich nicht mit den Flanken ihrer Zähne aneinander
abwälzen können. Dies ist aus mehreren Gründen nicht
möglich, z.B. wenn deren Eingriffswinkel α zu groß
ist (im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt dieser
Winkel etwa 45°). Aus diesem oder auch aus anderen in
der Form der Zähne des Steckzahnrades liegenden Gründen
kann es sich nicht mit einem Steckzahnrad gleicher
Zahnform abwälzen.
Die Prüflehren der Prüfeinrichtung bestehen aus einem
bogenförmigen, im vorliegenden Ausführungsbeispiel kreis
bogenförmigen Prüfquerschnitt 5, der von dem Kreisbogen
6 und der strichpunktierten Linie 7 begrenzt ist. Der
Radius r dieses Prüfquerschnittes ist so gewählt, daß
beim tiefsten Eindringen des Prüfquerschnittes in die
Lücken 8 zwischen zwei Zähnen 2 sich die Anlagepunkte
9 bzw. 9′ des Umfanges 6 des Prüfquerschnittes an den Flanken
3 des Zahnes etwa im Mittenbereich zwischen Zahnkopf
10 und Zahnfuß 11 befinden.
Sämtliche Prüflehren sind auf einem Kreis angeordnet und
besitzen dabei in Kreisumfangsrichtung einen Abstand bzw.
eine Teilung, welche dem Abstand bzw. der Teilung der Zähne 2
des Prüflings, bzw. Meisters entsprechen. Die Prüfquer
schnitte 5 sind dabei, wie die Fig. 1 bis 3 zeigen, vom
Mittelpunkt bzw. der Mittelachse 12 der jeweiligen Prüf
einrichtung 13 her radial nach außen gerichtet. In der
bevorzugten und besonders einfachen Form gemäß diesem
Ausführungsbeispiel besteht die Prüfeinrichtung 13 aus
einem Prüfrad 14 mit nach außen radial vorragenden Vor
sprüngen 15, welche in den bereits erläuterten Prüfquer
schnitt 6 auslaufen. Das Prüfrad 14 und die Teile 15, 5
sind bevorzugt miteinander einstückig. Zwischen den Vor
sprüngen 15 mit Prüfquerschnitt 5 ist genügend Platz bzw.
"Luft" 19 vorhanden, daß die Köpfe der Zähne 2 nicht mit
den Flanken der Vorsprünge 15 und dem dazwischen befind
lichen Bodenteil 20 kollidieren können.
Der Prüfling bzw. Meister 1 und die Prüfeinrichtung 13 sind
um ihre Mittelachsen 12, 16 in den angegebenen Pfeilrich
tungen drehbar. Änderungen des Abstandes a zwischen diesen
Achsen zeigen etwaige Abweichungen im Rundlauf des Prüf
lings 1 an. Hierzu ist eine der Achsen 16 oder 12 in Pfeil
richtung 17 verschiebbar, wobei durch Federdruck 18 Prüfling,
bzw. Meister und Prüfeinrichtung gegeneinander gedrückt
werden. Aus Änderungen des Abstandes a läßt sich auch
auf das oben erwähnte Maß über zwei Rollen schließen. Dies
wird anhand der Fig. 7 bis 9 noch näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Ausgangsposition 0°, Fig. 2 eine Drehung
des Prüflings demgegenüber um 4,091° und Fig. 3 eine wei
tere Drehung des Prüflings um gegenüber Fig. 1 insgesamt
8,1818°. Die jeweiligen Achsabstände a sind in mm eingetra
gen. In der Darstellung der Fig. 1, 2 und 3 stellt Fig. 2
den Übergang von der Position der Teile 1, 14 in Fig. 1 in
die Position der Fig. 3 dar. Dabei greift in der Position
der Fig. 1 nur ein Prüfquerschnitt 5 in die Lücke 8 zwischen
zwei Zähnen des Prüflings ein (siehe auch vergrößerte Dar
stellung in Fig. 4). Hier ist der Achsabstand a am größten,
nämlich im gezeichneten Ausführungsbeispiel 54, 1511 mm.
Aufgrund der Form und der Größe des Prüfquerschnittes, ins
besondere Wahl des o. g. Radius r dringt in den Positionen
der Fig. 1 und 4 nur einer der Prüfköpfe in eine Zahnlücke
des Prüflings, bzw. Meisters ein, wodurch sich der vorgenannte
Achsabstand a ergibt. Werden Prüfrad und Prüfling bzw.
Meister um einen entsprechenden Winkel gegeneinander gedreht,
so gelangen sie in die Position der Fig. 3 und 5, in der zwei
Prüfquerschnitte 5 in die Zahnlücken 8 des Prüflings oder
Meisters eingreifen. Auch dies wird durch die Formgebung und
Größe der Prüflinge ermöglicht. Während in der Position gemäß
Fig. 1 und 4 die Anlagepunkte 9 des Umfanges 6 des Prüfquer
schnittes an den Flanken 3 der Zähne symmetrisch, d. h. im
gleichen Abstand vom Zahnkopf 2 gelegen sind, sind in der
Position gemäß Fig. 3 und 5 aufgrund der Winkellage der Prüf
querschnitte zu den Zähnen des Prüflings oder Meisters die An
lagepunkte 9′ gewissermaßen asymmetrisch gelegen, nämlich in
ungleichen Abständen von den Zahnköpfen 2. In beiden vorgenann
ten Stadien ist aber eine Anlage des Umfanges 6 der Prüfquer
schnitte 5 an den Zahnflanken 3 gegeben. Wie
Fig. 3 zeigt, ist im Falle der Position der Fig. 3 und 5 der
Achsabstand a gleich 53,8713 mm, d. h. kleiner als der Achsab
stand a in der Position der Teile gemäß den Fig. 1 und 4. Aus
diesen Unterschieden der Achsabstände ergeben sich die Kurven
gemäß den Fig. 9 bis 12, wobei die hochgelegenen Scheitelpunkte
dem großen Achsabstand a der Fig. 1 und 4, die tiefergelegenen
Scheitelpunkte dieser Kurven dem kleinen Achsabstand a der
Fig. 3 und 5 entsprechen.
Der Prüfquerschnitt 5 gleitet beim Übergang von den einzelnen
Phasen der Fig. 1 zu Fig. 2, Fig. 2 zu Fig. 3 usw. mit seinem
Umfang 6 an der jeweiligen Flanke 3 des betreffenden Zahnes
entlang. Es findet also kein im wesentlichen gleitfreies Ab
wälzen wie bei den sogenannten Wälzzahnrädern statt. Aufgrund
dieses Gleitens des Umfanges 6 an den Flanken 3 ergeben sich
auch in der Meßkurve die nachstehend erwähnten kleineren sinus
förmigen Wellen.
Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Verwendung eines Meisters
notwendig, wenn das "Maß über zwei Rollen", d. h. Abweichungen
oder Fehler in der Zahndicke festgestellt werden sollen. Dage
gen können Rundlauffehler und Fehler in der Teilung auch ohne
Verwendung eines Meisters, d. h. allein durch Messung am entspre
chenden Prüfling festgestellt werden.
Fig. 6 zeigt mehr im Detail eine Prüfvorrichtung nach der
Erfindung, mit der sowohl Rundlauffehler, als auch das "Maß
über zwei Rollen" gemessen und aufgezeichnet werden können,
wobei die Prüfvorrichtung zugleich eine Anordnung zur Fest
stellung von Fehlern oder Ungenauigkeiten in der Teilung
enthält. An einem Gestell der Prüfvorrichtung 21 ist eine
Achse 22 drehbar gelagert, an der sowohl das Prüfrad 23,
als auch ein Strichcode-Drehgeber 24 drehfest angebracht
sind. Der Antrieb der Achse 22 erfolgt durch einen Motor 25.
Die Drehrichtung der Teile 22 bis 24 ist durch den Pfeil C
angegeben. Ferner ist drehbar, z. B. über eine Spitzenlagerung
26, der jeweilige Prüfling oder Meister 1 am Gestell 21 ge
lagert. Die Drehachse 28 des Prüflings oder Meisters ver
läuft in diesem Ausführungsbeispiel parallel zur Achse 22.
Ihre Drehrichtung ist gemäß Pfeil C′ zur Drehrichtung C ent
gegengesetzt. Der Abstand a zwischen den Mittellängslinien 22′, 26′
der Achsen 22, 28 wird in der Weise gemessen, daß ein Schlit
ten 29, der über zwei Arme 29, 30 die Spitzenlagerung 26 trägt,
in Pfeilrichtung Y hin und her verschiebbar ist. Dabei ist
eine sich am Gestell abstützende Feder 31 vorgesehen, welche
den Prüfling bzw. Meister 1 gegen das Prüfrad 23 drückt.
Die Abweichungen a1 im Achsabstand a werden mit Hilfe eines
Linearmaßstabes 32 an der Prüfvorrichtung und eines entspre
chend der Verschiebung des Meisters oder Prüflings in Pfeil
richtung Y entlang des Linearmaßstabes sich verschiebenden
Strichcode-Empfängers 33 gemessen. Die vorgenannte Relativver
schiebbarkeit zwischen Prüfrad einerseits und Meister, bzw.
Prüfling andererseits kann auch so erreicht werden, daß Mei
ster bzw. Prüfling am Gestell der Prüfvorrichtung 21 fix ange
bracht sind, während das Prüfrad demgegenüber längsverschieb
bar gelagert ist. Linearmaßstab und zugehöriger Strichcode-
Empfänger müßten dann an einer Stelle angeordnet sein, an der
die Relativverschiebung des Prüf
rades zum Gestell der Prüf
vorrichtung meßbar ist.
Die nach der Erfindung gezeichneten Meßkurven sind in den Fig.
9 bis 12 dargestellt.
Die sich im Fall von Rundlauffehlern des Prüflings bei sei
ner Abwälzung um 360° ergebende Änderung des Abstandes a
ist in Fig. 11 dargestellt. Diese Kurve setzt sich aus einer
Reihe von kleineren, etwa sinusförmigen Wellen zusammen, wo
bei der Abstand bP zwischen aufeinanderfolgenden Scheiteln
dieser Welle sich daraus ergibt, daß beim Übergang von der
Position der Fig. 1, 4 zu der der Fig. 3, 5 und wieder zurück
in die Position der Fig. 1, 4 die Prüfquerschnitte 5 mehr
oder weniger tief in die Zahnlücken 8 eindringen. Dagegen
ist der Betrag a1 hier ein Maß für einen vorhandenen Rund
lauffehler, da er die größte Abweichung zwischen Scheiteln
einer Seite dieser Kurve beinhaltet.
Fig. 9 zeigt die entsprechende Kurve, die anhand eines soge
nannten Meisters aufgenommen wurde. Hieraus ergibt sich, daß
der Rundlauffehler "a1" gleich 0 ist. Dieser Wert 0 ist durch
die sogenannte Meister-Referenz 35 gekennzeichnet, die von
den maximalen Scheitelpunkten dieser "Meister"-Kurve gebil
det ist. Der Durchmesser des Meisters erscheint in diesen
Kurven nicht. Im Gegensatz zu der Amplitude bP des Prüflings
ist hier die Amplitude bM bezeichnet.
Das Maß für einen Rundlauffehler a1 des jeweiligen Prüflings
kann dann ausgewertet werden, z. B. elektronisch, um diesen
Fehler ausgleichende Bearbeitungen am Prüfling vorzunehmen.
Für die Feststellung eines Rundlauffehlers sind vor allem
Abweichungen des Achsenabstandes a in den Positionen wesent
lich, die in Fig. 1 und Fig. 4 dargestellt sind.
Fig. 10 zeigt zur weiteren Erläuterung eine Kurve analog den
Fig. 9 und 11, und zwar eines idealen Prüflings ohne Achs
abstandsdifferenz a1 in entsprechender Relation zu einer
"Meister"-Kurve gemäß Fig. 9, von der hier nur die Null-Linie
35 gezeichnet ist. Die Abstandsdifferenz d von den Maximal
werten dieser Prüflings-Kurve gemäß Fig. 10 zur Null-Linie 35
des Meisters entspricht der Achsabstandsdifferenz Prüfling
zum Meister, wobei in diesem Falle der Prüflingsdurchmesser
größer als der Meisterdurchmesser ist. Dies und die vorste
henden Ausführungen gelten, was der Vollständigkeit halber er
wähnt sein soll, stets für die Fälle, in denen ein Meister notwendig ist.
Die vorgenannte Meßmethode und die zugehörige Vorrichtung
(siehe hierzu im einzelnen auch die nachstehenden Ausfüh
rungen im Zusammenhang mit Fig. 6 bis 8) können, wie bereits
erwähnt, auch zur Messung anderer etwaiger Fehler oder Unge
nauigkeiten am Prüfling dienen. Dies sei am Beispiel des
ebenfalls bereits erwähnten "Maßes über zwei Rollen" er
läutert. Ausgehend vom Beispiel eines Prüflinges 1 mit 22
Zähnen, wie er in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, erge
ben sich bei einem Umlauf des Prüflings um 360° Kurven ge
mäß Fig. 11, wobei als Abszisse die Positionen der zugehö
rigen Zähne 1 bis 22 markiert sind. Diese Ziffern gelten
auch für eine entsprechende Meister-Kurve gemäß Fig. 10.
Auf der senkrecht verlaufenden Ordinate Y sind die bereits
erläuterten Abweichungen des Achsabstandes von der Meister-
Referenz 0 (siehe Bezugszeichen 35) und ferner die vorstehend im
einzelnen erläuterte Größe bP dargestellt. An einem Paar
einander diametral gegenüberliegender Zähne 1 und 12 ergibt
sich hieran gemessen die Durchmesserdifferenz des Prüflings
zum Meister aus den eingezeichneten Beträgen e + f. Dies
sind jeweils die Achsabstandsdifferenzen der jeweiligen
Zähne (hier Zahn 1 und Zahn 12) zum entsprechenden Maß des
Meisters. Das "Maß über zwei Rollen des Prüflings" setzt
sich also zusammen aus dem (nicht dargestellten) Durchmes
ser des Meisters über zwei Rollen, zuzüglich e + f. Entspre
chend werden die Abweichungen weiterer Zahnpaare (2 und 13,
3 und 14 usw.) des Prüflings festgestellt und ausgewertet.
Es ist ersichtlich, daß sich alle Maße "a1", "b", "e" und "f"
aus der Messung der Änderungen des Abstandes zwischen den
Achsen 12 und 16 ergeben und somit gemeinsam aufgezeichnet
und auch ausgewertet werden können, wie es bereits zum
Maß "a" erläutert wurde.
Sämtliche vorgenannten Messungen erfolgen über eine Umdre
hung des Prüflings oder Meisters von 360°. Dies ist die
jeweilige Abszisse der Fig. 9 bis 12, wobei die Änderungen
des Achsabstandes a und damit auch des o.g. Prüfmaßes über
zwei Rollen in der Y-Ordinate aufgezeichnet sind. Zur Fest
stellung des Prüfmaßes über zwei Rollen ist noch zu sagen:
Ist der Abstand zwischen zwei Zähnen sehr groß, dann hat
man gegenüber dem 0- oder Eichabstand des Meisters einen
kleineren Abstand a. Sind dagegen die Zähne dicker als
beim Meister, so wird der gemessene Abstand a größer sein,
als der Abstand zwischen Mittellängslinie des Meisters
und der Achse 22.
Sofern etwaige Abweichungen oder Fehler in der Zahnteilung
festgestellt werden sollen, dienen hierzu der Strichcode-
Drehgeber 24 und ein entsprechender Strichcode-Empfänger 34.
Dies entspricht der Abszisse C in Fig. 12. Weichen nun die
Teilungen zwischen den Zähnen des Prüflinges von diesem
Normmaß ab, so hat dies eine entsprechende Verschiebung
der aufgezeichneten "Wellen" der Kurve gemäß Fig. 12 in
Richtung der Abszisse C zur Folge. Teilungsfehler können
festgestellt und ausgewertet werden. Es ist hier ein maxi
maler Teilungsfehler g₁ zwischen den Zähnen 8 und 9 und ein
kleinster Teilungsfehler g2 zwischen den Zähnen 19 und 20
gekennzeichnet. Die Teilungsabweichung ist somit g1-g2.
Ferner sind noch die Maße bp und a1 eingezeichnet, wobei a1
die maximale Rundlaufabweichung zwischen Zahn 7 und Zahn 17
ist. Die zuvor erläuterten Maße e + f sind zur Erleichterung
der Übersicht hier nicht mit dargestellt, obgleich sie
aus dieser Kurve ebenso zu entnehmen sind wie aus der Kurve
gemäß Fig. 11. Man erhält also in dieser Ausführung der
Erfindung mit einer Aufzeichnung gemäß Fig. 12 alle Fehler
bzw. Ungenauigkeiten, die in diesem Fall gemessen werden
sollen, in einer Kurve zusammengefaßt. Insbesondere ist es
bei der Kombination von Messung und Aufzeichnung, wie
vorstehend erläutert, möglich, den jeweiligen Zähnen sowohl
etwaige Fehler im Rundlauf und im "Maß über zwei Rollen",
als auch in der Teilung zuzuordnen. Sämtliche Messungen
können nicht nur auf einem Monitor dargestellt und ausge
druckt werden, sondern sind zu entsprechenden Auswertung
einem Rechner zuführbar. Wie insbesondere Fig. 6 zeigt,
können sämtliche Messungen mit einem Gerät gemessen
werden, wobei die einzige Handhabung, nämlich Auswechseln
des Prüflings, problemlos und schnell durchführbar ist.
Die Fig. 7 bis 8 zeigen, zum Teil nur im Prinzip, Prüfvor
richtungen zur Messung von ähnlich geformten Profilen. Dies
sind im Fall der Fig. 7, 7a Zähne 2′ eines Gewindebolzens
1′ (Prüfling). Das Prüfrad 23 wird in der Richtung der
Längsmittelachse 26′ des Prüflinges verschoben (siehe auch
den Doppelpfeil 36). Die Bewegungen des Prüfrades 23 in
Richtung des Doppelpfeiles 37 bewirken eine Verschiebung
des zugehörigen Strichcode-Empfänger 33 zum Linearmaßstab 32.
Der Doppelpfeil 37 entspricht der Y-Achse der vorhergehen
den Ausführungen. Etwaige Fehler in der Dicke der Zähne und
die sogenannte Geradheit (entspricht dem Rundlauf bei Steck
zahnrädern) können hierdurch gemessen werden. Auf der Achse
22′ des Prüfrades können ein hier nicht dargestellter
Strichcode-Geber, sowie außerdem an der Vorrichtung ein
zugehöriger Empfänger für die Messung von Fehlern in der
Steigung des Gewindes (dies entspricht den Neigungsfehlern
bei Steckzahnrädern) vorgesehen sein.
Es gelten also hier im wesentlichen die vorherigen Ausführungen,
nur daß sich der Prüfling 1′ beim Prüf- oder Meßvorgang nicht
um seine Achse dreht, sondern relativ zum Prüfrad translato
risch in der Pfeilrichtung 36 verlagert wird.
Fig. 7a zeigt, daß zu einem Prüfling 1′ in Form eines Gewinde
bolzens oder dergleichen auch zwei Prüfräder 23 vorgesehen
sein können. Dies ist dann zweckmäßig wenn die Gefahr besteht,
daß die Mittellängsachse 26′ des Prüflings nicht ge
nau parallel zur Verschieberichtung des Prüflings bzw.
wie es die Zeichnungen zeigen zur Verschieberichtung 36
des Prüfrades verläuft.
Fig. 8 zeigt eine Anordnung zur Messung etwaiger Fehler in
sogenannten Dachschrägen 3′′ der Zähne 2′′ eines entsprechen
den Prüflingrades 1′′. Im übrigen gelten hier die Bezifferungen
gemäß Fig. 6. Fig. 8a zeigt, in Richtung des Pfeiles A, den
Prüfling 1′′ mit Zähnen 2′′ und den Dachschrägen 3′′ dieser
Zähne, die z. B. bei Getrieberädern erforderlich sind. Ferner
ist das Prüfrad 23 mit dargestellt.
Auch in der Ausführungsfom gemäß Fig. 8, 8a kann analog der
Ausführungsform gemäß Fig. 6 eine Anordnung zur Messung von
Teilungsfehlern vorgesehen sein, z. B. entsprechend dem
Strichcode-Drehgeber 24 mit zugehörigem Strichcode-Empfänger
34 gemäß Fig. 6. Dies ist aber aus Gründen der zeichneri
schen Vereinfachung in den Fig. 7 und 8 nicht dargestellt.
Claims (14)
1. Verfahren zur Prüfung etwaiger Fehler bzw. Ungenauigkei
ten an Steckzahnrädern mit einer Form der Zähne, die ein
Abwälzen auf einem Gegenzahnrad mit gleich geformten
Zähnen verbietet oder an Prüflingen mit Zähnen oder
zahnähnlichen Teilen, die ähnlich wie die Zähne von
Steckzahnrädern geformt sind, wobei eine Prüfeinrichtung
verwendet wird, die mehrere, in die Zahnlücken zwischen
zwei Zähnen des Prüflings einbringbare Prüflehren auf
weist, und wobei der zum Eingriff in die Zahnlücken des
Prüflings bestimmte Prüfquerschnitt der Prüflehren
bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig ist und wobei
der Radius des Prüfquerschnittes der Prüflehren in bezug
auf Ausbildung und Form der Zähne des Prüflings so
gewählt ist, daß jeweils die Prüflehre an den Flanken
der Zähne des Prüflings zwischen Zahnkopf und Zahnfuß
anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfeinrichtung
eine um eine Achse umlaufende Einrichtung, insbesondere
ein Prüfrad ist, daß alternierend nur eine der Prüfleh
ren (5), danach zwei der Prüflehren, dann wieder nur
eine der Prüflehren und so weiter in die Lücken (8)
zwischen den Zähnen (2) des Prüflings (1, 1′, 1′′) einge
führt werden, wobei anstelle des Prüflings auch ein
sogenannter Meister dem Verfahren unterzogen werden
kann, daß die Unterschiede der Eindringtiefe nur einer
der Prüflehren einerseits und zweier Prüflehren anderer
seits mit Hilfe des Feststellens der Änderung der Achs
abstände (a) von Prüfling und Prüfeinrichtung erfaßt und
aufgezeichnet werden und daß die vorgenannten Verfah
rensmaßnahmen kontinuierlich durch Umlaufen der Prüfein
richtung (13) erfolgen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
anhand einer Relativverschiebung zwischen der Prüfein
richtung (13) und dem Prüfling (1, 1′, 1′′) Fehler oder
Ungenauigkeiten des Abstandes (a) der Achse (22) der
Prüfeinrichtung von der Achse (28) des Prüflings und
/oder das sogenannte "Maß über zwei Rollen" gemessen und
aufgezeichnet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß Fehler oder Ungenauigkeiten in der Zahnteilung
oder Steigung des Prüflings gemessen und aufgezeichnet
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufzeichnungen der Fehler oder Ungenauigkeiten
von Achsabstand (a) und/oder "Maß über zwei Rollen" und
die Aufzeichnung der Fehler oder Ungenauigkeiten der
Zahnteilung zu einer gemeinsamen Aufzeichnung zusammen
gefaßt werden.
5. Prüfvorrichtung zur Prüfung etwaiger Fehler oder Unge
nauigkeiten an Steckzahnrädern mit einer Form der Zähne,
die ein Abwälzen auf einem Gegenzahnrad mit gleich
geformten Zähnen verbietet, oder an Prüflingen mit
Zähnen oder zahnähnlichen Teilen, die ähnlich wie die
Zähne von Steckzahnrädern geformt sind, wobei eine
Prüfeinrichtung vorgesehen ist, die mehrere, in die
Zahnlücken zwischen zwei Zähnen des Prüflings einbring
bare Prüflehren aufweist, und der zum Eingriff in die
Zahnlücken des Prüflings bestimmte Prüfquerschnitt der
Prüflehren bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig
ist und wobei der Radius des Prüfquerschnittes der
Prüflehren in bezug auf Ausbildung und Form der Zähne
des Prüflings so gewählt ist, daß jeweils die Prüflehre
an den Flanken der Zähne des Prüflings zwischen Zahnkopf
und Zahnfuß anliegt, zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüf
einrichtung (13) ein Prüfrad (14, 23) ist, bei dem die
Prüflehren (5) auf einen Kreis, in Radialrichtung nach
außen vorstehend, angeordnet sind und dabei in Umfangs
richtung eine der Teilung der Zähne (2) des Prüflings
(1, 1′, 1′′) entsprechende Teilung aufweisen, daß eine
Formgebung des Prüfquerschnitts der Prüflehren (5)
gewählt ist, die alternierend ein Eindringen nur einer
Prüflehre oder zweier Prüflehren in die Zahnlücken (8)
erlaubt, wobei beim Eindringen nur einer Prüflehre ein
größerer Achsabstand (a) zwischen Prüfrad (14, 23) und
Prüfling (1, 1′, 1′′) gegeben ist, als beim Eindringen
zweier Prüflehren, daß Prüfling einerseits und Prüfrad
andererseits in Richtung des Achsabstandes (a) relativ
zueinander verschieblich angeordnet sind, daß eine
Vorrichtung zur Messung und Aufzeichnung des Achsabstan
des (a) vorgesehen ist, und daß das Prüfrad (14, 23),
sowie der Prüfling in einander entgegengesetzten Rich
tungen relativ zuueinander bewegbar, insbesondere in
einander entgegengesetzten Drehrichtungen drehbar sind,
wobei während dieses Bewegens oder Drehens die Anlage
flächen oder -stellen der Prüflehren und der Zahnflanken
aneinander gleiten.
6. Prüfvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Prüfrad (14) zusammen mit den Prüflehren (5)
einstückig ausgebildet ist.
7. Prüfvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Prüflehren (5) von Vorsprüngen (15)
des Prüfrades (14) gebildet sind, wobei sich die Vor
sprünge (15) am Prüfrad radial nach außen erstre
cken, und daß sich zwischen den Vorsprüngen (15) Zwi
schenräume (19) befinden, die einen Eingriff der Zahn
köpfe (10) des Prüflings (1) ermöglichen.
8. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, ge
kennzeichnet durch eine Andruckvorrichtung (18), um
Prüfling (1, 1′, 1′′) und Prüfrad (14) federnd gegenein
ander zu drücken.
9. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß je eine Lagerung der Achsen
(22, 28) des Prüfrades (23) und des Prüflings (1, 1′,
1′′) vorgesehen ist, daß eine dieser Achslagerungen fest
und die andere Achslagerung verschieblich an einem
Gestell angebracht ist und daß eine Meßvorrichtung (32,
33) für das Maß der Verschiebung der anderen Achslage
rung vorgesehen ist.
10. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß an der Drehachse (22) des
Prüfrades (23) oder der Drehachse (28) des Prüflings (1,
1′, 1′′) eine in Drehrichtung umlaufende Teilung (24)
angebracht ist, deren Drehlage durch eine weitere Meß
vorrichtung (34) erfaßt wird.
11. Prüfvorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch
eine Kopplung der Meßvorrichtungen (32, 33, 24, 34) und
einer für die Meßvorrichtungen gemeinsamen Aufzeich
nungsvorrichtung.
12. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
gekennzeichnet durch eine Anordnung, derart, daß die
Längsmittelachsen (22′, 26′) vom Prüfrad (23) einerseits
und Prüfling (1) andererseits zueinander parallel ver
laufen.
13. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsmittelachsen (22′,
26′) vom Prüfrad (23) einerseits und Prüfling (1′, 1′′)
andererseits im Winkel zueinander verlaufen.
14. Prüfvorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch
einen Prüfling (1)′ in Form eines Gewindebolzens und
einem Prüfrad oder zwei Prüfrädern, das oder die in
Längsrichtung des Prüflings (1′) in dessen Zähne ein
greifend verschiebbar ist oder sind.
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