DE388583C - Spundverschluss - Google Patents
SpundverschlussInfo
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Classifications
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Description
- Spundverschluß. Der fußweise Transport und Ausschank sterilisierter Flüssigkeiten, wie z. B. sterilisierter Obst- und Traubensäfte, bietet insbesondere. deshalb Schwierigkeiten, weil die sterilisierte Flüssigkeit nach dem Einfüllen in <las Faß sofort luftdicht abgeschlossen werden muß un,l nicht mehr direkt mit der Außenluft in Verbindung kommen darf, wenn sie nicht verderben soll.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Spundverschluß,welcher es ermöglicht, diesen Bedingungen nachzukommen.
- Auf .der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Abb. z einen Vertikalschnitt des ersten Beispiels, Abb. = einen Horizontalschnitt desselben nach der Linie A-A von Abb. i, Abb.3 einen Vertikalschnitt des zweiten Ausführungsbeispiels.
- Die dargestellten Verschlüsse besitzen eine mit Innen- und Außengewinde versehene Büchse i, z. B. aus Eisen, die mit dem Faß verschraubt wird und in die ein Einsatz, z. B. aus Messing, eingeschraubt .ist. Bei dem Beispiel der Abb. i und 2 sind in dem Einsatz 2 zwei rlurchgelienrle Bohrungen 3 bzw. 4. vorhanden. In glas äußere Ende der Bohrung 3 ist eine Stopfbüchse mit Packung 5, z. B. aus Gummiringen bestehend, und Brille 6 zum Einschrauben eingesetzt. Diese Stopfbüchse dient zum Aufsetzen eines an sich bekannten Ablaßspundes 7 mit Flüssigkeitsverschluß, der mit keimtötender Flüssigkeit, z. B. reinem Alkohol. gefüllt wird. Das innere Ende der Bohrung 3 mündet in einem düsenartigen Einsatz 8 aus, wo er durch einen Ventilkörper 9 abschließbar ist. io ist eine Einlage im Ventilkörper behufs Erreichung .eines guten Abschlusses. Der Ventilkörper 9 sitzt an einem Ende des zweiarmigen Hebels i i, welcher mittels des Zapfens 12 an einem Stutzen 13 des Einsatzes :2 drehbar gelagert ist. Am unieren Ende des Ventilhebels i i greift die Ventilspindel 1q. an, welche durch die Bohrung .1 des Einsatzes hindurchgeführt ist. Sie steht unter .-lem I?influß der Druckfeder 15, welche bestrebt ist, das Ventil geschlossen zu halten. Das obere Ende -der Ventilspindel ist mit Gewinde versehen und greift in eine Mutter 16 ein, die im übrigen lose drehbar im oberen Teil der Bohrung .1 angeorInet ist. Eine durch. eine durchbohrte Schraube r7 und Packung 8 .gebildete Stopfbüchse sorgt für gute Abdichtung der Spindel i.- nach außen. Durch Drehung der -Mutter 16 im entsprechenden Sinne kann _lie Ventilspindel gehoben und das Ventil 8, 9 geöffnet werden, indem sich dabei die Mutter 16 geg n ihre Unterlage stützt, welch letztere durch die Sehraube 17 oder ^evtl. einen Absatz der Bohrung 4. gebildet sein kann.
- Der Verschluß kann in folgender Weise zum Transport und für Ausschank sterilisierter Getränke verwendet werden.
- Die Verschlußbüchse i wird in das Faß eingeschraubt; nachher wird -das Faß, wie üblich, erhitzt und mit dem noch heißen sterilisierten Getränk gefüllt. Ist dies geschehen, so wird der Verschlußeinsatz 2 mit geschlossenem Ven= til 8, 9 eingeschraubt. In .diesem Zustande ist der Fußinhalt von, der Außenluft völlig abgeschlossen. Es kan nun der mit Alkohol gefüllte Aufsatz 7 eingesetzt und mittels der Stopfbüchse 5, 6 abgedichtet werden, ohne daß hierfür der Verschluß geöffnet zu werden braucht. Wird jetzt durch Drehen der Schraube i(-) flus `"entil geöffnet, so kann das Faß angezapft werden, ohne daß bei der Entnahme die nachströmende Luft für den Fußinhalt verderblich wird, da sie durch den Aufsatz 7 zuströmen muß und dadurch keimfrei wird.
- Für den Transport wird durch Lockern der Schraube 16 und dadurch erfolgende Entspannung der Feder 15 das Ventil 8, 9 geschlossen und hierauf der Aufsatz 7 entfernt. Ebenso können die Stopfbüchsbrille 6 und Packung 5 herausgenommen werden. Das Faß kann nun unbehindert transportiert, z. B. wie üblich auch gerollt werden, da wesentlich vorstehende Teile nicht vorhanden sind.
- Am Bestimmungsort kann dann der Aufsatz 7 oder ein ähnlicher, wie bereits beschrieben, wieder eingesetzt, hierauf das Ventil geöffnet uni das Faß angezapft werden, ohne daß rler Inhalt in #l.irekte Berührung mit der Außenluft -c inunt, so daß ein Verderben desselben bzw. eine Gärung nicht zu erwarten ist. Sollte ausnahmsweise eine solche eintreten, so kann eintretender innerer Überdruck sieh durch den Aufsatz 7 ausgleichen, ohne einen nachteiligen Einfluß auf das Faß auszuüben.
- Die Abdichtung gegen außen ist einerseits infolge der verhältnismäßig kleinen Abschlußfläche am Ventilsitz, anderseits infolge der Möglichkeit der Verwendung von Stopfbüchsen eine sehr gute, was für sterilisierte Flüs= sigkeiten, insbesondere auch während ihres warmen Zustandes, von ausschlaggebender Bedeutung ist.
- Bei dem in Abb. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die zum Einsetzen .des Aufsatzes 7 bestimmte Bohrung 31 nicht durchgehend, sondern steht innerhalb des Einsatzes 21 durch einen Kanal 2o mit der Bohrung 41 für die Ventilspindel s41 in Verbindung. Diese trägt direkt den Ventilkörper 2i, welcher das düsenförmige Einsatzstück 81 abschließt. Die @"- entilspindel steht unter dem Einfluß - der Druckfeder 22, die den Ventilkörper auf seinen Sitz zu pressen strebt.- Durch eine Schraube 23 kann die Ventilspindel niedergedrückt werden, so daß das Ventil offen .gehalten wird. Packung 24 dichtet die Ventilspindel nach außen ab.
- Die Gebrauchsweise ist dieselbe wie oben beschrieben.
- Obschon der Verschluß .insbesondere für den genannten Zweck, geeignet ist, kann er doch auch Verwendung finden für andere Zwecke, z. B. zum Einleiten eines Gases, insbesondere Kohlensäure in ein Getränk, wobei die Stopfbüchse 6 zum Anschluß der betreffenden Leitung dienen kann.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Spundverschluß, insbesondere für faßweisen Transport und Ausschank sterilisierter Getränke, mit einem Kanal für die Zufuhr eines gasförmigen Mediums zur Ergänzung des Innendrucks beim Entnehmen von Flüssigkeit, in welchem ein Aufsatz zu diesem Zwecke auswechselbar eingesetzt werden kann gekennzeichnet durch ein Ventil für den Abschluß dieses Kanals in Verbindung mit Mitteln, um von außen dessen Öffnen und -Schließ-en zu ermöglichen, derart, daß das Aufsetzen und* Abnehmen des Aufsatzes ohne vorheriges öffnen des Ventils erfolgen und das letztere bei aufgesetztem Aufsatz betätig «=erden kann.
- 2. Spundverschluß nach Anspruch r, gekennzeichnet ,durch zwei Bohrungen, von denen die eine zum luftdichten Einsetzen des Aufsatzes dient und zu ,diesem Zwecke mit einer Stopfbüchse versehen ist, während die andere eine Ventilspindel enthält, die unter dem Einfluß einer auf Schluß des Ventils hinwirkenden Feder steht, jedoch von außen derart verstellbar ist, daß sie das Ventil offen hält.
- 3. Spundverschluß nach Anspruch z, umfassend eine mit dem Faß verschraubbare Büchse, einen in diese einschraubbaren, zylindrischen Einsatz mit zwei in ächsialer Richtung verlaufenden Kanälen, eine in ,dem .einen Kanal angeordnete, entfernbare Stopfbüchse- zum Einsetzen eines Aufsatzes mit Abschluß durch eine keimtötende Flüssigkeit, eine an der Innenseite ,des genannten Einsatzes angeordnete, den Ventilsatz bildende Düse mit einem Kanal, der mit dem Kanal für das Einsetzen des genannten Aufsatzes in Verbindung isteht, einen Ventilkörper zum Abschluß der Düse, eine Ventilspindel, die in der zweiten Bohrung des Einsatzes geführt und mittels Stopfbüchse abgedichtet ist, eine Feder, welche auf die Ventilspindel derart einwirkt, däß sie das Ventil zu schließen trachtet, und ein im Ein-@satz versenktes Schrauborgan, mittels welchem die Ventilspindel verstellt und das Ventil geöffnet und in geöffnetem Zustande festgestellt werden kann.
- 4. Spundverschluß nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, @daß -die Ventildüse gleichachsig mit dem für den Aufsatz bestimmten Kanal auf der Innenseite des Einsatzes angeordnet und daß der zum Abschluß der Düse dienende Ventilkörper an einem Arm eines zweiarmigen, Hebels sitzt, der an ,der Innenseite des Einsatzes gelagert ist und an dessen anderem Arm die federbelastete Ventilspindel (i4) angreift, deren äußeres Ende mit :Gewinde in -eine im Einsatz versenkte Mutter (z6) eingrieift, ,die sich gegen eine Unterlage stützt und durch deren Drehen die Ventilspindel gehoben und das Ventil geöffnet und in dieser Stellung festgestellt werden kann.
- 5. Spundverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, @daß die Ventildüse ,gleichachsig mit der Ventilspindel auf der Innenseite .des Einsatzes angeordnet ist, und ihre Bohrung durch einen im Einsatz (21) angeordneten Querkanal (2o) mit dem für den Aufsatz bestimmten Kanal (3'-) in Verbindung steht und daß der Ventilkörper am inneren Ende der federbelasteten Ventilspindel (re) sitzt, deren äußeres Ende mittels einer versenkten Schraube (23) niedergedrückt und dadurch das Ventil geöffnet und offen gehalten werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK86005D DE388583C (de) | Spundverschluss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK86005D DE388583C (de) | Spundverschluss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE388583C true DE388583C (de) | 1924-01-15 |
Family
ID=7235529
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK86005D Expired DE388583C (de) | Spundverschluss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE388583C (de) |
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0
- DE DEK86005D patent/DE388583C/de not_active Expired
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