DE388043C - Kartoffelpflanzlochmaschine - Google Patents
KartoffelpflanzlochmaschineInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C5/00—Making or covering furrows or holes for sowing, planting or manuring
- A01C5/04—Machines for making or covering holes for sowing or planting
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Environmental Sciences (AREA)
- Transplanting Machines (AREA)
Description
DEUTSCHIS REICH
AUSGEGEBEN AM 8. JANUAR 1924
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 b GRUPPE 9
(K199S7
Fried. Krupp Akt-Ges. in Essen, Ruhr*).
Kartoffelpflanzlochmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. November 1921 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Kartoffel-
pflanzlochmaschinen. Bei diesen Maschinen ist
es wichtig, daß die Pflanzlöcher so ausgehoben Werden, daß sie auch quer zur Bewegungsrichtung
der Maschine mindestens angenähert
auf parallelen Geraden liegen. Bei einer bekannten Kartoffelpflanzlochmaschine soll dies
dadurch erreicht werden, daß die Pflanzlochsterne im Bedarfsfalle durch eine Hebelvorrichtung
entsprechend verstellt werden. Hierzu
*) Von dem Patentsucher sind als Erfinder angegeben worden:
Heinrich Just und Friedrich Hahn in Essen.
bedarf es aber bei der erwähnten Maschine einer Unterbrechung des Betriebes. Die Erfindung
bezweckt, Kartoffelpflanzlochmaschinen so auszubilden, daß eine Regelung der Lage der
Pflanzlöcher während des Betriebes der Maschine erfolgen kann.
Auf der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
und zwar zeigt i ίο Abb. ι eine zum Teil im Schnitt gehaltene
Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispieles, einzelne Teile sind weggebrochen,
Abb. 2 die zu Abb. ι gehörige Oberansicht, einzelne Teile sind der Übersichtlichkeit wegen
fortgelassen, andere Teile sind weggebrochen, Abb. 3 einen Teil der in den Abb. 1 und 2
dargestellten Maschine im Schnitt bei Verwendung einer anderen Arbeitsvorrichtung,
Abb. 4 die zu Abb. 3 gehörige Oberansicht, einzelne Teile sind weggelassen, einzelne Teile
sind abgebrochen,
Abb. 5 eine schematische Darstellung der für Werden. Es sind vier einzelne Pflanzlochsterne F vorgesehen, die je auf einer in einem bügeiförmigen Träger G drehbaren Welle F1 gelagert sind. Die Träger G liegen über der Querstange D1 des Hubrahmens D D1 und sind mit ihren freien Enden auf der Achse C befestigt (s. besonders Abb. 2). An jedem Träger G befindet sich eine kastenförmige Führung g1, in die je ein entsprechend ausgebildetes, an der Querstange D1 sitzendes Gleitstück hineinragt. Durch diese Anordnung wird eine gute Führung der Träger G erzielt, so daß die Pflanzlochsterne F nicht seitlich ausweichen können. An einem Querbolzen g2 jeder Führung g1 ist eine Zugfeder H aufgehängt, deren anderes Ende unter Spannung der Feder an der Querstange D1 befestigt ist (s. besonders Abb. 5). Die die Pflanzlochsterne F tragenden Wellen F1 sind durch Kupplungen / miteinander verbunden, die keine gegenseitige Verdrehung der Wellen!71, wohl aber gegenseitige Verschiebungen senkrecht zu ihrer Längsachse zulassen. Die Pflanz-
Abb. 5 eine schematische Darstellung der für Werden. Es sind vier einzelne Pflanzlochsterne F vorgesehen, die je auf einer in einem bügeiförmigen Träger G drehbaren Welle F1 gelagert sind. Die Träger G liegen über der Querstange D1 des Hubrahmens D D1 und sind mit ihren freien Enden auf der Achse C befestigt (s. besonders Abb. 2). An jedem Träger G befindet sich eine kastenförmige Führung g1, in die je ein entsprechend ausgebildetes, an der Querstange D1 sitzendes Gleitstück hineinragt. Durch diese Anordnung wird eine gute Führung der Träger G erzielt, so daß die Pflanzlochsterne F nicht seitlich ausweichen können. An einem Querbolzen g2 jeder Führung g1 ist eine Zugfeder H aufgehängt, deren anderes Ende unter Spannung der Feder an der Querstange D1 befestigt ist (s. besonders Abb. 5). Die die Pflanzlochsterne F tragenden Wellen F1 sind durch Kupplungen / miteinander verbunden, die keine gegenseitige Verdrehung der Wellen!71, wohl aber gegenseitige Verschiebungen senkrecht zu ihrer Längsachse zulassen. Die Pflanz-
die Erfindung wesentlichen Teile der in den ' lochst erne F sind so auf den Wellen F1 be-Abb.
ι und 2 veranschaulichten Maschine, festigt, daß die entsprechenden Schaufeln samt- 85
as Abb. 6 die zu Abb. 5 gehörige Oberansicht, licher Pflanzlochsterne in einer Ebene liegen.
Abb. 7 die für die Erfindung wesentlichen Auf den freien Enden der äußeren Wellen F1
Teile des zweiten Ausführungsbeispieles in ist in einem Abstande von dem nächstliegenden
schematischer Darstellung. Die j Pflanzlochsterne F, der gleich dem Abstande
Abb. 8 und 9 sind schematische Darstellungen, die den Abb. 3 und 4 entsprechen, während
Abb. 10 das dritte Ausführungsbeispiel und
Abb. 11 das vierte Ausführungsbeispiel in
schematischer Darstellung veranschaulicht.
Sämtlichen Ausführungsbeispielen liegt als Gesamtanordnung die Ausführung nach Abb. 1
und 2 zugrunde. Bei der dort dargestellten Maschine ist an dem Maschinengestell A in
zwei Rollenpaaren B eine Achse C drehbar, verschiebbar und auswechselbar gelagert.
Um die Achse C ist ein aus zwei Seitenstreben D und einer runden Querstange D1
bestehender Hubrahmen D D1 schwenkbar, und zwar umgreifen die Seitenstreben D sowohl
die Achse C wie auch die Querstange D1 mittels zweiteiliger Lagerteile, so daß die Verbindung
der Seitenstreben D mit der Achse C und der Querstange D1 gelöst werden kann.
Mit der Querstange D1 des Hubrahmens D Dasteht ein in verschiedenen Lagen feststellbarer
Handhebel E in lösbarer Verbindung, durch dessen Vermittlung also der Hubrahmen D D1
um die wagerechte Achse C geschwenkt werden kann. Die Achse C trägt ferner die eigentlichen
der Pflanzlochsterne F voneinander ist, je ein ' durch vier Arme gebildetes Weiserrad F2 be-,
festigt, und zwar so, daß die Arme der WeiserF2
mit den entsprechenden Schaufeln der Pflanzlochsterne in einer Ebene liegen. Den Pflanzlochsternen
F ist in an sich bekannter Weise je ein Schar K vorgeschaltet.
Beim Betriebe der erläuterten Maschine zieht jedes Schar K eine Furche, und die Pflanzlochsterne
F heben mit ihren Schaufeln in diesen Furchen Pflanzlöcher aus. Ist die Maschine
einmal über das zu bebauende Feld gezogen worden, so wird sie gewendet. Ehe sie wieder in Tätigkeit gesetzt wird, werden
die Pflanzlochsterne F von Hand so eingestellt, daß die erste Reihe der durch sie auszuhebenden
Pflanzlöcher in eine Gerade mit der letzten Querreihe der bereits ausgehobenen Pflanzlöcher
fallen muß. Diese Einstellung wird erleichtert durch das Weiserrad Fz, das nach
dem Wenden der Maschine über der inneren Längsreihe der ausgehobenen Pflanzlöcher steht.
Nach Einstellung der Pflanzlochsterne F wird die Maschine wieder über das Feld, und zwar
in entgegengesetzter Richtung wie vorher ge-
Arbeitsorgane, und zwar ist-die Anordnung so ! zogen. Hierbei müssen naturgemäß die Quer- 115
getroffen, daß die Achse C zusammen mit den
daran befestigten Arbeitsorganen als Ganzes ausgewechselt werden kann* Als Arbeitsorgane
kommen für die Maschine Pflanzlochsterne (Abb. ι und 2) und eine Häufelvorrichtung
(Abb. 3 und 4) in Frage. Zunächst soll die reihen der neu ausgehobenen Pflanzlöcher in
der Verlängerung der Querreihen der zuerst ausgehobenen Pflanzlöcher liegen, solange nicht
irgendeine Ungleichmäßigkeit auftritt. Dies wird aber stets der Fall sein, da schon eine
Ungleichmäßigkeit in der Härte des Bodens
Anordnung der Pflanzlochsterne näher erläutert genügt, um die Pflanzlochentfernung zu beein-
flüssen. Es wird nämlich in diesem Falle die
Eindringtiefe der einzelnen Schaufeln der Pflanzlochsterne F und infolgedessen, wie bekannt" ist,
die Pflanzlöchentfernung ungleichmäßig,- und zwar wird diese um so größer, je geringer die
Eindringtiefe, und um so kleiner, je'größer die Eindringtiefe ist. Eine Änderung der Pflanzlochentfemung
ist nun beim Gebrauch der erläuterten Maschine sofort an der Stellung des
ίο entsprechenden Weiserrades F2 gegenüber den
zuerst ausgehobenen Pflanzlöchern erkennbar. Zeigt es sich, daß die Pflanzlochentfernung zu
groß wird, so wird der Handhebel E und damit der Hubrahmen DD1 gesenkt.- Infolgedessen
wird, wie aus Abb. 5 ohne Weiteres erkennbar ist, die Spannung der Federn H und somit
die Kraft vergrößert, die die Schaufeln der Pflanzlochsterne in das Erdreich zu drücken
sucht. Die Schaufeln werden daher tiefer in den Boden eindringen, so daß die Pflanzlochentfernung
wieder kleiner wird. Zeigt sich dagegen, daß die Pflanzlochentfernung zu klein
ist, so wird mittels des Handhebels E der Hubrahmen D D1 gehoben und dadurch die Spannung
der Federn H verringert. Es ist nach dem Vorstehenden ohne weiteres klar, daß nunmehr
die Pflanzlochentfernung wieder größer werden muß. Die erläuterte Ausführung gestattet
somit, in einfachster Weise die Pflanzlochentfernung zu regem und zu erreichen, daß die Pflanzlöcher nicht nur auf einer in der
Bewegungsrichtung der Maschine verlaufenden Schar paralleler Geraden, sondern mindestens
angenähert auch auf einer senkrecht zur Bewegungsrichtung
der Maschine verlaufenden Schar paralleler Geraden liegen.
-Kommt auf dem zu bestellenden Felde neben hartem auch besonders weicher Boden vor,
" "so genügt unter Umständen die durch Anheben des Hubrahmens D D* erzielbare Entspannung
der Federn H nicht, um die Schaufeln der Pflanzlochsterne an einem zu tiefen Eindringen
in das Erdreich zu verhindern. Für diesen Fall ist an Stelle der Anordnung nach
Abb. 5 und 6 die Ausführung nach Abb. 7 zu wählen. Diese unterscheidet sich von der erläuterten
Einrichtung lediglich durch- eine andere Anordnung der Federn H. Die Federn H
sind nämlich je in einem zylindrischen Gehäuse g3, das an dem Träger G eines Pflanzlochsternes
F schwingbar gelagert ist, zwischen zwei Scheiben &x und M eingeschaltet, die in
dem' Gehäuse gs geführt sind. Die Scheibe e1
befindet sich in der Nähe des Bodens des Gehäuses g& und sitzt an einer durch die in der
Nähe des Deckels des Gehäuses befindliche Scheibe M durchgeführten Stange e2, die an
ihrem aus dem Gehäuse g3 herausragenden Ende einen Bund es trägt. Unterhalb des Bundes e3
wird die Stange e% von einer Hülse e* umschlossen,
die an einem mit dem Handhebels
j starr verbundenen Hebel es vorgesehen ist. Die
■: Scheibe M besitzt ■ einen die Stange e2 um-
■ schließenden hülsenartigen Fortsatz m1, der
aus dem Gehäuse gs heraüsragt und mit einem Bunde ~mz an-der Hülse e* von unten anliegt.
Wird bei dieser Ausführungsform der Handhebel^
gesenkt, so wird ■ auch jede Hülse e* nach unten verschoben. Bei dieser Verschiebung
drückt die Hülse e* auf den Bund m2 der
Hülse m1, so daß auch die Scheibe M an der
Verschiebung der Hülse e* teilnimmt. Die Feder H wird infolgedessen zusammengedrückt,
und ihre Spannung wird durch die Scheibe e1 auf den Boden des Gehäuses gs und damit auf
den Pflanzlochstern F übertragen. Die Eindringtiefe der Schaufeln der Pflanzlochsterne
wird somit größer werden. Wird der Handhebel E gehoben, so wird durch die Hülse e4
; auch die Stange e2 mit der Scheibe e1 angehoben
und die Feder H wiederum gespannt. , Die Spannung der Feder H bewirkt zunächst
eine Verschiebung der "Scheibe M bis zur An-• lage an den Deckel des Gehäuses g3. Von diesem-
Augenblicke an überträgt sich die Spannung ι der Feder H durch Vermittlung des Gehäuses gs
auf den Träger G des Pflanzlochstemes F, wirkt
T nun aber entlastend auf den Pflanzlochstern
■ ein. Infolgedessen muß die Eindringtiefe der
. Schaufeln der Pflanzlochsterne geringer werden.
Die Anordnung ist so getroffen, daß die Entlastung der Pflanzlochsterne F in einem jeder
! Anforderung gerecht werdenden Maße erfolgen kann. Bei der Regelung der Pflanzlochentfer-
; nung leistet der Hubrahmen D D1 gute Dienste, ; da er infolge der Anordnung der Querstknge Dl
eine besonders einfache Bedienung der Maschine gestattet. ■"■,."
Der Hubrahmen DD1 bietet aber noch weitere'
■ Vorteile. Er gestattet nämlich, die weiteren, oben bereits· erwähnten Arbeitsvorrichtungen
; nach Abnahme der Pflanzlochsterne F in besonders zweckmäßiger Weise zu lagern. Die
Pflanzlochsterne F werden zusammen mit den Trägern G und der Achse C aus dem Maschinengestell
.4 herausgenommen, nachdem vorher . die Seitenstreben D des Hubrahmens DD1 von
der Achse C abgenommen waren. Nunmehr wird z. B. die Häufelvorrichtung in das Maschinengestell
A eingesetzt. Die einzelnen Teile der in bekannter Weise ausgeführten Häufel-
'. vorrichtung (Abb. 3 und 4), nämlich Häufel-. scheiben N1 und jeder Häufelscheibe vorge-,
lagerte Vorreißer Nz, sind wie die Pflanzloch-
■ sterne F an Trägern N einstellbar gelagert, die
ihrerseits wie die Träger G der Pflanzlochsterne auf einer gemeinsamen Achse P befestigt sind.
Die Achse P entspricht genau der Achse C. An jedem Träger N ist eine kastenförmige Führung
ns vorgesehen, die genau gleich der
kastenförmigen Führung g1 der Träger G ist.
Der Einbau der Häufelvorrichtung, erfolgt so;
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daß die Achse P an die Stelle der Achse C
gebracht und zwischen den Rollenpaaren B gelagert wird. Hierbei werden die kastenförmigen
Führungen n3 über die an der Querstange
D1 des Hubrahmens D D1 sitzenden
Gleitstücke geschoben, so daß die einzelnen Teile der Häufelvorrichtung wieder gut geführt
sind. Schließlich werden die Seitenstreben D des Hubrahmens DD1 auf der Achse P befestigt.
Die Vorrichtung ist nunmehr gebrauchsfertig. Die Träger N liegen wie die Träger G über der Querstange D1 des Hubrahmens
D D1. Durch Anheben des Hubrahmens D D ι ist es somit möglich, die ganze
Häufelvorrichtung aus dem Boden herauszuheben, während außerdem durch seitliches Verschieben
des mit der Achse C verbundenen Hubrahmens D D1 die Häufelvorrichtung gesteuert
werden kann. Durch mehr oder weniger ao starkes Spannen der Federn H kann die Belastung
und damit die Eindringtiefe der Häufelvorrichtung geregelt werden (s. besonders Abb. 8).
Die Beeinflussung der Pflanzlochentfernung ist außer durch Anordnung einer auf den
Pflanzlochstern einwirkenden Feder auch noch η anderer Weise erreichbar. Zwei weitere Ausführungsmöglichkeiten
zeigen in schematischer Weise die Abb. io und ii.
Bei der Ausführung nach Abb. io sitzt auf der Radachse A1 ein Kettenrad a%, das über
ein Getriebe az α* as eine im Maschinengestell
gelagerte Welle ae anzutreiben vermag. Auf
der Welle αβ sind zwei Zahnräder T und T1
von ungleicher Zähnezahl frei drehbar gelagert, die durch eine mittels eines Handhebels a"
steuerbare, auf der Welle a6 undrehbar, aber verschiebbar angeordnete Kupplungsmuffe a8
mit der Welle a6 gekuppelt werden können. Auf der Achse C, auf der die Träger G der Pfianzlochsterne
F gelagert sind, sitzen frei drehbar zwei Zahnräder c1 und c2, gleichfalls von ungleicher
Zähnezahl. Das Zahnrad c1 mit der geringeren Anzahl Zähne steht in Eingriff mit
dem Zahnrade T, das von den beiden Zahnrädern T und T1 die größere Anzahl Zähne
hat. Das Zahnrad c2 steht in Eingriff mit dem Zahnrade T1. Die Zahnräder c1 und c2 sind
untereinander sowie weiter mit einem Kettenf ο rade c3 starr verbunden, das gleichfalls auf der
Achse C frei drehbar gelagert ist. Das Kettenrad c3 steht durch Vermittlung einer Kette c4
in zwangläufiger Verbindung mit einem Kettenrade Z"3, das auf der die Pflanzlochsterne F
tragenden Welle f1 befestigt ist.
Im allgemeinen ist die Kupplungsmuffe as
außer Eingriff mit den Zahnrädern T und T1. In diesem Falle läuft beim Betriebe der Maschine
die von dem Kettenrade a2 angetriebene
Welle β6, ohne die Zahnräder T und T1 zu
beeinflussen. Zeigt sich nun beim Ausheben ι der Pflanzlöcher, daß die Pflanzlochentfernung'
zu groß ist, so wird durch Vermittlung der Kupplungsmuffe aa das Zahnrad T mit der
Welle «e gekuppelt, so daß auch das Zahnrad
T angetrieben wird. Dessen Drehung überträgt sich über die Teile c1, c2, c3, c4, f3 auf
die Welle F\ Diese wird jetzt also zwangläufig gedreht. Es ist nun die Anordnung so
getroffen, daß dieser Drehung eine Umfangsgeschwindigkeit der Pflanzlochsterne entspricht,
die gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Laufräder der Maschine wäre, wenn die Übersetzung
zwischen den Zahnrädern Γ und c1 gleich ι: 1 wäre. Da nun aber durch die Zahnräder
T und c1 eine Übersetzung ins große erfolgt,
so wird die Umfangsgeschwindigkeit der Pflanzlochsterne F größer als die Umfangsgeschwindigkeit
der Laufräder der Maschine. Infolgedessen wird, wie ohne weiteres ersichtlich ist, die Pflanzlochentfernung geringer. Wird
durch die Kupplungsmuffe a8 das Zahnrad T1
mit der Welle a6 gekuppelt, so wird die Drehung
der Welle ae durch die Zahnräder T1, c2 auf
die die Pflanzlochsterne F tragende Welle JF"1
übertragen. Da durch die Zahnräder T1, c8
eine Übersetzung ins kleine erfolgt, so wird die Umfangsgeschwindigkeit der Pflanzlochsterne
kleiner als die Umfangsgeschwindigkeit der Laufräder der Maschine. Infolgedessen wird
die Pflanzlochentfernung größer werden müssen.
Bei der zuletzt erläuterten Ausführung können naturgemäß der Umfangsgeschwindigkeit
der Pflanzlochsterne nur zwei von der normalen Umfangsgeschwindigkeit abweichende
Werte gegeben werden. Die Abb. 11 zeigt nun eine Anordnung, die es gestattet, die Umfangsgeschwindigkeit
der Pflanzlochsterne jF innerhalb gewisser Grenzen beliebig zu ändern. Es
ist wieder auf der Radachse A1 ein Kettenrad α2 angeordnet, das über ein Kettenrad as
und ein Zahnrad α* mit einem Zahnrade c5 in
Verbindung steht. Das Zahnrad c5 sitzt starr auf der in diesem Falle als drehbare Welle
ausgebildeten Achse C. Auf der Welle C ist ferner ein das eine Mittelrad eines Umlaufrädergetriebes
bildendes Kegelrad c6 starr befestigt. Dieses steht in Eingriff mit zwei Umlaufrädern
c1, die je auf einer in einem Gehäuse
c8 gelagerten Achse c9 frei drehbar ge- no
lagert sind. Die Umlaufräder c' stehen weiter in Eingriff mit dem zweiten Mittelrade c10,
das auf der Welle C lose drehbar angeordnet ist und mit einem Kettenrade c3 starr verbunden
ist. Dieses steht wieder durch eine Kette c4 mit einem auf der Welle F1 befestigten
Kettenrade fs in Verbindung. Das Gehäuse c8
ist um die Welle C drehbar und trägt einen Schneckenzahnkranz c11, mit dem eine von einer
Handkurbel c12 antreibbare Schnecke c13 in
Eingriff steht.
Befindet sich die Handkurbel c12 in Ruhe,
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so ist durch die selbsthemmende Schnecke c13
das Gehäuse c8 festgestellt. Es wird somit in diesem Falle während des Betriebes der Maschine
die Drehung des Zahnrades a2 über das Getriebe a3 al cs auf die Welle C und weiter
über das Umlaufrädergetriebe c6 c7 c10 auf das
Kettenrad c3 und von hier aus auf die Welle F1
übertragen. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die Umfangsgeschwindigkeit der
ίο Pflanzlochsterne gleich der Umfangsgeschwindigkeit
der Laufräder der Maschine ist. Zeigt sich nun, daß die Pflanzlochentfernung zu groß
oder zu klein ist, so wird an der Handkurbel c12 in dem einen oder anderen Sinne gedreht.
Hierbei wird durch die Schnecke c13 auch das
Gehäuse c8 in dem einen oder anderen Sinne gedreht, so daß infolge der bekannten Wirkung
der Umlaufrädergetriebe dem Mittelrade c10 und damit durch Vermittlung der Teile c3, c4, f3
den Pflanzlochsternen F eine vermehrte oder verminderte Umfangsgeschwindigkeit erteilt
wird.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:i. Kartoffelpflanzlochmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, die während des Betriebes der Maschine auf die die Pflanzlochsterne (F) tragenden Teile eine Kraft sowohl in dem einen wie auch im entgegengesetzten Sinne, und zwar in der Weise zu übertragen vermag, daß durch ihre Einwirkung die Entfernung der Pflanzlöcher unabhängig von der Bodenbeschaffenheit zwecks Erhaltung gerader Querreihen geändert werden kann.
- 2. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Pflanzlochsterne (F) tragenden Teile (F1) unter der Wirkung einer Feder (H) stehen, deren Spannung willkürlich verändert werden kann.
- 3. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch 2, bei der die Pflanzlochsterne einzeln an Trägern gelagert sind, die unabhängig voneinander gehoben und gesenkt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß unter den Trägern (G) der Pflanzlochsterne (F) eine um eine wagerechte Achse schwenkbare Querstange (D1) angeordnet ist und daßzwischen dieser Querstange (D1) und jedem i Träger (G) eines Pflanzlochsternes (F) eine Feder (H) eingeschaltet ist.
- 4. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Träger (G) eines Arbeitsorganes mit der Querstange (D1) so verbunden ist, daß die Träger (G) und die Querstange (D1) sich gegeneinander nur in senkrechter Richtung verschieben können.
- 5. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstange (D1) zusammen mit den Trägern (G) der Arbeitsorgane seitlich verschiebbar ist.
- 6. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (H), welche auf die die Pflanzlochsterne (F) tragenden Teile einzuwirken vermag, zwischen zwei gegeneinander verschiebbaren Scheiben (e1 M) gelagert ist, die gegenüber einem mit zwei Anschlägen (Boden und Deckel) versehenen und mit dem Träger (G) eines Pflanzlochsternes (F) verbundenen Körper (g3) derart verschiebbar sind, daß sie mit dem benachbarten Anschlage in kraftschlüssige Verbindung zu treten vermögen, und die ihrerseits je einen Anschlag (e3 oder m2) tragen, und daß ein Stellorgan (e4) vorgesehen ist, das bei einer Verstellung in dem einen Sinne mit dem Anschlage (e3) der einen Scheibe (e1) und bei einer Verstellung in dem anderen Sinne mit dem Anschlage (m2·) der anderen Scheibe (M) in kraftschlüssige Verbindung zu treten vermag.
- 7. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Pflanzlochsterne (F) tragende Welle (F1) mit der Antriebswelle (A1) der Maschine über zwei Übersetzungsgetriebe (T c1 und T1C2) kuppelbar ist, von denen das eine (T1 c2) eine Übersetzung ins kleine und das andere (T c1) eine Übersetzung ins große bewirkt.
- 8. Kartoffelpflanzlochmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Pflanzlochsterne (F) tragende Welle (F1) mit der Antriebswelle (A1) der Maschine über ein Umlaufrädergetriebe (c6 c7 c10 c8) gekuppelt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK79987D DE388043C (de) | 1921-11-29 | 1921-11-29 | Kartoffelpflanzlochmaschine |
| DEK80948D DE394760C (de) | 1921-11-29 | 1922-02-24 | Kartoffelpflanzlochmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK79987D DE388043C (de) | 1921-11-29 | 1921-11-29 | Kartoffelpflanzlochmaschine |
| DEK80948D DE394760C (de) | 1921-11-29 | 1922-02-24 | Kartoffelpflanzlochmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE388043C true DE388043C (de) | 1924-01-08 |
Family
ID=34701774
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK79987D Expired DE388043C (de) | 1921-11-29 | 1921-11-29 | Kartoffelpflanzlochmaschine |
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Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK80948D Expired DE394760C (de) | 1921-11-29 | 1922-02-24 | Kartoffelpflanzlochmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE388043C (de) |
-
1921
- 1921-11-29 DE DEK79987D patent/DE388043C/de not_active Expired
-
1922
- 1922-02-24 DE DEK80948D patent/DE394760C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE394760C (de) | 1924-05-06 |
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