DE387482C - Regelungsvorrichtung an Brennstoffpumpen fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Regelungsvorrichtung an Brennstoffpumpen fuer Verbrennungskraftmaschinen

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DE387482C
DE387482C DEH91318D DEH0091318D DE387482C DE 387482 C DE387482 C DE 387482C DE H91318 D DEH91318 D DE H91318D DE H0091318 D DEH0091318 D DE H0091318D DE 387482 C DE387482 C DE 387482C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 28. DEZEMBER 1923
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46 b GRUPPE 18
(H 91318 I\46b)
Knut Jonas Elias Hesselman in Saltsjö-Storängen, Schweden.
Regelungsvorrichtung an Brennstoffpumpen für Verbrennungskraftmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Oktober 1922 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage Vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in Schweden vom 8. Oktober 1921 beansprucht.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die
es ermöglicht, bei Brennstoffpumpen für Verbrennungskraftmascbinen eine jeweils genaue Einstellung des Brennstoffventils zu bewirken, wenn keine Druckluft verwendet wird.
Es ist bei solchen Brennstoffpumpen bereits bekannt, durch passende Einstellung des Saugventils sowohl den Einspritzaugenblick als auch die Einspritzmenge zu regeln. Zu diesem Zweck sind bereits Vorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen das Öffnen und Schließen durch Daumensteuerungen bewirkt werden.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die Mittel zum Beherrschen des betreffenden Ventils sehr einfach zu gestalten, und zwar so, daß sie auch zwecks Änderung des Einspritzaugenblickes oder der Einspritzmenge oder beider auf einfache Weise eingestellt werden können.
Zu diesem Zweck ist für jedes Öffnen des Ventils eine besondere, geradlinige Daumen-
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däche, die mittels geeigneter Teile das Ventil steuert und die verschieden eingestellt werden kann, vorgesehen.
In den Zeichnungen sind vier Ausführungsformen der Erfindung dargestellt: Abb. ι ist Seitenansicht und Abb. 2 Draufsicht der ersten Ausführungsform mit gewissen Teilen im Schnitt.
Abb. 3 und 4 zeigen entsprechende Ansichten der zweiten Ausführungsform.
Abb. 5 zeigt eine Seitenansicht der dritten Aiisführungsform und
Abb. 6 eine Seitenansicht der vierten Aiisführungsform.
In Abb. ι bezeichnet 1 das Pumpengehäuse und 2 das Saugventil einer nicht dargestellten Brennstoffpumpe. Zum Anheben fies Saugventils ist ein Stift 3 vorgesehen, der von einem Kolben 4 getragen ist, welcher durch eine Feder 5 vom Saugventil abgedrückt wird. Der Kolljen 4 ruht auf einem bei 6 gelagerten Hebel 7, der auf zwei Rollen 8 aufliegt (siehe auch Abb. 2), die auf einem Zapf en 9 gelagert sind, den ' zwei Arme 10 tragen. Diesen Armen wird durch Kraftübertragung von der Maschine eine Bewegung erteilt, die der Bewegung des Pumpenkolbens proportional ist, und zwar in den meisten Fälbn zweckmäßig vergrößert. Der Zapfen 9 trägt auch zwei Rollen 11, 12, die einen geringeren Durchmesser als die Rollen 8 haben und zwischen diesen angeordnet sind. Die Rollen 12 wirken mit der daumenförmigen oberen Seite eines verstellbaren Klotzes 13 bzw. 14 zusammen. Die Klötze 13, 14 sind auf einer lurch Arme 16 an dem Pumpengehäuse befestigten Bahn 15 verschiebbar gelagert, die parallel zur Bewegungsrichtung der Arme 10 ist. Die obere Seite des Klotzes 13 besteht aus einer höher liegenden Ebene 17 und einer niedrigeren Ebene 18, die durch eine geneigte Fläche 19 verbunden sind. In derselben Weise setzt sich die obere Seite des Klotzes 14 aus einer höheren Ebene 20 und einer niedrigeren Ebene 21 sowie einer diese Ebenen vereinigenden geneigten Ebene 22 zusammen. Der Klotz 13 ist in der Längsrichtung der Bahn 15 durch eine Sehraul>e 23 mit Handrad 24 verstellbar, während der Klotz 14 mit dem Regler der Maschine verbunden ist.
Die beschriebene Einrichtung wirkt auf folgende Weise:
Es sei angenommen, daß die Bewegung der
Staugen 10 eine derartige ist, daß die Rollen 8.
11, 12 sich am weitesten rechts befinden, wenn der Druckhub der Pumpe beginnt, und am weitesten links, wenn der Druckhub endet. In der ersteren Stellung befindet sich die Rolle 11 auf der Ebene 17 und in der anderen Stellung befindet sach die Rolle 12 auf der Ebene 20, weshalb die Rollen 8 in den beiden Endstellungen der Ax-HIeIO den Kolben 4 gehoben und damit das Saugventil offenhalten. Wenn die Rolle 11 während der Bewegung von der rechten Endstellung die geneigte Fläche 18 herabrollt, so senken sich die Arme 10 mit den Rollen 8, so daß letztere das Schließen des Saugventils gestatten. Hierbei beginnt das ölpumpen nach der Maschine. Bei der weiteren Bewegung der Arme 18 nach links 7c kommt die Rolle 12 mit der geneigten Fläche 22 in Berührung, sie rollt auf die Ebene 20 j hinauf, wobei das Saugventil wieder geöffnet ■ wird und das Öleinspritzen aufhört. Durch Drehung des Handrades 24 kann der Klotz 13 mit der geneigten Fläche 19 zwecks Änderung der Zeit des Anfanges der Einspritzung verschoben werden, und durch Bewegungsübertragung vom Regler auf den Klotz 14 stellt die Maschine selbst die Zeit des Endes der Einspritzung und damit die Einspritzmenge ein. Es ist selbstverständlich nicht unbedingt notwendig, daß die Klötze 13 und 14 nebeneinanderliegen. Sie können vielmehr auf derselben Linie liegen und die Rollen 11 und 12 \ können auf je einem Zapfen angebracht werden.
: Bei der in Abb. 3 und 4 dargestellten Aus- ; führungsform sind die Teile 1 bis 7 in der ; gleichen Weise wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform ausgebildet. Auf der Bahn 15 gleitet ein einziger Klotz 30, der auf seiner oberen Seite zwei geneigte Flächen 19 und 22 aufweist, von denen die erstere den Übergang : zwischen der oberen Ebene 17 und der unteren Ebene 18 vermittelt, während die geneigte ■ Ebene 22 den Übergang zwischen der oberen Ebene 20 und der unteren Ebene'21 vermittelt. Mit den Ebenen 17, 18 wirkt die Rolle 11 und , mit den Ebenen 20, 21 wirkt die Rolle 12 zusammen. Die Rolle 11 ist durch eine Lenkstange 31 getragen, die mit einer Mutter 32 ι gelenkig verbunden ist, welche in der Bewegungsrichtung des .Klotzes 30 mit Hilfe der Schraube 33 und ihrem Handrad 34 verstellbar ist. Die Rolle 12 ist durch eine Lenkstange 35 getragen, die mit dem Regler der Maschine in Verbindung steht. Bei dieser Ausführungsform wird der Teil 30 der Bewegung des Kolbens proportional hin und her bewegt. Die Wirkung ist übrigens der oben beschriebenen ähnlich. Mit Hilfe des Handrades 34 erfolgt die Einstellung des Einspritzaugenblickes durch Verschiebung der Rolle, während die Maschine selbst durch den Regler die Einspritzmenge feststellt. Auch bei dieser Ausführungsform brauchen die mit den Rollen 11. 12 zusammenwirkenden Flächen nicht unbedingt nebeneinander angeordnet zu sein.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 5 ist der Hebel 7 so angeordnet, daß er sich der Kolbenbewegung proportional bewegt, und ist
auf seiner vom Kolben 4 abgekehrten Seite mit geneigten Flächen 19 und 22 versehen, die den Übergang zwischen zwei unteren Flächen 17 und 20 und einer oberen Fläche 50, entsprechend den beiden Flächen 18, 21 der vorigen Ausführungsformen bilden. Die Fläche 50 ist deshalb verhältnismäßig lang. Mit der unteren Seite des Hebels 7 wirken zwei Rollen j
11 und 12 zusammen, die in je einem auf der festen Bahn 15 verschiebbaren Klotz 51 bzw. 52 gelagert sind. Der Klotz 51 kann mittels der Schraube 53 mit dem Handrad 54 verschoben werden, und der Klotz 52 wird vom Regler der Maschine eingestellt. Die Wir- '■ kungsweise ist ähnlich der vorher beschriebenen. Um die Reibung zwischen dem hin ; und her gehenden Hebel 7 und dem Kolben 4 ' zu verringern, ist der letztere zweckmäßig mit einer auf dem Hebel 7 aufliegenden Rolle 55 versehen.
Bei der Ausfuhrungsform gemäß Abb. 6 ist die Achse 6 des Hebels 7 mit dem Regler verbunden und wird durch jenen in der Längsrichtung des Hebels eingestellt. Der Hebel hat :
auf seiner vom Kolben 4 abgekehrten Seite eine geneigte Fläche zwischen einer unteren Ebene 20 und einer oberen Ebene 21. Auf der festen Bahn 15 ist der mittels der j Schraube 63 und des Handrades 64 von Hand j verstellbare Klotz 61 verschiebbar gelagert, j Dieser Klotz hat eine geneigte Fläche 19 zwi- : sehen einer oberen Ebene 17 und einer unteren \ Ebene 18. Zwischen dem Hebel 7 und dem j Klotz 61 ist die proportional dem Pumpen- j kolben hin und her gehende Stange 10 ange- ! ordnet. Diese Stange trägt eine Rollen in , Berührung mit dem Klotz 61 und eine Rolle j
12 in Berührung mit dem Hebel 7. Die Wirkungsweise ist auch bei dieser Ausführungs-
form ähnlich der oben beschriebenen.' !
Andere Ausführungsformen als die oben be- ; schriebenen können selbstverständlich gedacht \- werden, ohne daß das Wesen der Erfindung aufgegeben wird.
Im Vorstehenden ist das Ventil 2 durchgehend das Saugventil genannt worden. Zu bemerken ist aber, daß das Ventil 2 nicht das Saugventil der Pumpe zu sein braucht, sondern ein anderes Ventil sein kann, das bei seinem Öffnen eine Verbindung zwischen der Pumpenkammer und der Saugleitung herstellt.
Ferner ist bei sämtlichen Ausführungs- ■ formen das Mittel (Rolle oder Daumenelement), welches das Öffnen des Ventils gegen das Ende des Druckhubes der Pumpe bestimmt, als durch den Regler der Maschine betätigt angegeben worden. Dieses Mittel aber ■ kann in beliebiger Weise betätigt werden, beispielsweise auch von Hand.

Claims (5)

P ATENT-Ansprüche:
1. Regelungsvorrichtung an Brennstoffpumpen für Verbrennungskraftmaschinen, bei denen das Saugventil oder ein sonstiges, zwischen der Pumpenkammer und der Saugleitung vorhandenes Ventil während des ersten und letzten Teiles des Druckhubes durch eine regelbare Daumensteuerung offengehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewirkung· jeder dieser Öffnungen des Ventils eine besondere, auf einem geradlinigen Teil angeordnete Daumenfläche vorgesehen ist, die in bezug auf eine die Bewegung weiter übertragende Rolle unabhängig verstellbar ist, wobei diese Daumenfläche und diese Rolle eine der Pumpenbewegung proportionale gegenseitige Bewegung haben.
2. Ausführungsform der Regelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Rollen (11, 12) vorgesehen sind, denen eine der Pumpenbewegung proportionale Bewegung erteilt wird, wobei die mit den Rollen zusammenwirkenden Daumenflächen (13, 14) je auf einem besonderen, in der Bewegungsrichtung der Rollen unabhängig verstellbaren geradlinig bewegten Teil angeordnet sind (Abb. i, 2).
3. Ausführungsform der Regelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Daumenfiächen (17, 18 und 20, 21) auf zwei nebeneinander angeordneten, gemeinsam hin und! her bewegten Stangenelementen angeordnet sind, während die damit zusammenwirkenden Rollen (11, 12) entsprechend versetzt zueinander angeordnet und je für sich <in der Bewegungsrichtung too der Stangenelemente einstellbar sind (Abb. 3, 4).
4. Ausführungsform der Regelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Daumenflächen (19, 22) auf einem die Bewegung der Rollen auf das Ventil übertragenden Hebel (7) angeordnet sind (Abb. 5).
5. Ausführungsform der Regelungsvor-, richtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Daumenfläche (22) auf einem die Bewegung der Rollen auf das Ventil übertragenden Hebel (7) und die andere Daumenfläche (19) auf einem besonderen Teil (61) vorgesehen ist (Abb. 6).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH91318D 1921-10-08 1922-10-05 Regelungsvorrichtung an Brennstoffpumpen fuer Verbrennungskraftmaschinen Expired DE387482C (de)

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