DE38144C - Neuerung an Schrauben zur Ausuebung von Druckkraeften - Google Patents
Neuerung an Schrauben zur Ausuebung von DruckkraeftenInfo
- Publication number
- DE38144C DE38144C DE188638144D DE38144DA DE38144C DE 38144 C DE38144 C DE 38144C DE 188638144 D DE188638144 D DE 188638144D DE 38144D A DE38144D A DE 38144DA DE 38144 C DE38144 C DE 38144C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- screw
- innovation
- screws
- exerting pressure
- pressure forces
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 210000003128 head Anatomy 0.000 description 1
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H53/00—Cams or cam-followers, e.g. rollers for gearing mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Zusatz - Patent zu No. 19738 vom 14. März 1882.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1886 ab.
Längste Dauer: 13. März 1897.
Die dargestellte Neuerung an den einander in Schraubenflächen berührenden Körpern
(Scheiben, Ringen) des Haupt-Patentes besteht in der Ineinanderschaltung zweier solcher Körper
in der'Weise, dafs der Beginn der diesbezüglichen zwei Schraubenflächen nicht zusammenfällt,
sondern an gegen einander versetzten Stellen statthat.
Die Fig. 1 und 2 veranschaulichen ein solches Maschinenelementenpaar, durch dessen
wiederholte Aneinanderreihung, ebenso wie im Haupt-Patente bezw. Fig. 8 und . 13 dargestellt,
gleichsam eine zerlegbare Schraube entsteht. Der Körper A ist vom Körper JB, welchen
Fig. 2 im Grundrifs darstellt, abgehoben gedacht. Innerhalb des äufseren, bei α beginnenden
und über b nach c laufenden Schraubenganges ist in der unteren Hälfte B
ein zweiter Schraubengang von gleicher Ganghöhe eingebaut, welcher bei a1 beginnt und
über bl nach c1 führt, übrigens aber mit dem
äufseren Schraubengange, körperlich fest zusammenhängt und so einen Doppelschraubengang
bildet. Die obere Hälfte A des Paares ist mit Schraubengängen efg und elflg1
ausgerüstet, welche den erwähnten Gängen abc
und a1 b1 c1 derart entsprechen, dafs beim Aufeinandersetzen
beider Hälften die Schraubenflächen sich' in allen Punkten berühren.
Liegen die Anfangsstellen α und al beider
Schraubengänge einander im Durchmesser gegenüber, so kann die obere Hälfte A um mehr
als i8o° gegen die untere B verdreht werden, ehe die Unterstützung der oberen Hälfte A
durch die untere Hälfte B aufhört, was z. B.
bei der Einrichtung nach dem Patent No. 33789 nicht der Fall ist.
Zu diesem Vorzuge vollständiger gegenseitiger
Unterstützung der Druckflächen, welcher mit einer Erhöhung der Standfestigkeit der Schraube
zusammenhängt, tritt als weiterer Vorzug der Abschlufs des Schrauben-Innenraumes von der
Aufsenluft hinzu, welcher vielfach durch eine Führungsspindel eingenommen wird, wie dies
z. B. bei dem unten erläuterten Fall der Anwendung auf eine Schnellbremse stattfindet.
Die Freilegung dieses Innenraumes beginnt erst bei einer Verdrehung des einen Körpers gegen
den anderen um einen gröfseren Winkel als i8o°. In der Regel wird ein Verdrehungswinkel von 180°.nicht überschritten.
■ Man kann auch nach demselben Grundgedanken eine zerlegbare Schraube mit drei oder mehr in einander geschalteten Gewindegängen herstellen, bei welcher die Schraubengänge entsprechend gegen einander verstellt sind.
■ Man kann auch nach demselben Grundgedanken eine zerlegbare Schraube mit drei oder mehr in einander geschalteten Gewindegängen herstellen, bei welcher die Schraubengänge entsprechend gegen einander verstellt sind.
Eine der möglichen praktischen Anwendungsweisen eines nur aus Ober- und Untertheil A
und B bestehenden Elementenpaares der hier vorliegenden Art veranschaulichen Fig. 3 und 4
bei einer Copirpresse. Der obere Theil A ist mit einer beweglichen Platte- P, mit dem unteren,
auf der Grundplatte zu führenden Theil B ist der Handgriff C verbunden. Zur Einstellung
der Deckplatte D in verschiedene Höhenlagen für verschiedene Bücherdicken dienen in entsprechende
Ausschnitte der Säulen einzustellende, übrigens an diesen verschiebbare Nasen x.
Handelt es sich um Erzielung gröfserer Hub-
höhen mit Hülfe einer zerlegbaren Doppelschraube, und sind demnach mehrere Schraubenelemente
über einander anzuordnen, so bedarf es einer Begrenzung der Verschiebungsgröfse eines Elementes gegen die benachbarten. Die
Mittel hierfür sind wesentlich dieselben, wie sie in der Patentschrift des Haupt-Patentes
No. 19738 beschrieben sind, d. h. entweder sind zwischen den Schraubenflächen selbst Anschläge
angeordnet, oder es sind neben denselben Leisten vorgesehen. Zweckmäfsig erscheint
noch die durch Fig. 5 verdeutlichte Feststellungsweise, wo wegen gröfserer Deutlichkeit
das Element F als ein wenig gegen E verschoben dargestellt ist. Der äufsere Schraubengang
des ersteren trägt einen Ansatz n, und in den Körper des inneren Schraubenganges
von E ist eine Nuth ρ ρ für rc eingearbeitet,
welche sich parallel der Schraubenfläche so weit erstreckt, als F gegen E verschoben werden
soll.
Die Fig. 6 bis 11 verdeutlichen die geeignetenfalls
sehr zweckmäfsige Verbindung zweier Gruppen K und J von schraubenflächig begrenzten
Körpern der vorstehend gekennzeichneten Art unter Zwischenschaltung einer Reibungsbüchse
H. Da diese letztere selbsttätig Reibung zwischen den einzelnen Gruppen hervorzurufen
oder aufzuheben ermöglicht, und zwar mit der Wirkung, dafs ein mäfsig starker
Anfangsdruck bei Zurücklegung eines verhältnifsmäfsig
grofsen Weges, in der Folge aber ein starker Enddruck unter Zurücklegung eines
kleineren Weges ausgeübt werden kann, so eignet sich die erwähnte Verbindung zur Anwendung
auf eine Schnellbremse. Die söge- : nannte Reibungsbüchse H besteht aus einer
mittelst des Knaggens i an der Drehung gehinderten Aufsenhülse, in welcher eine Kautschuk-
oder andere Feder k, Fig. 8, eine Grundbüchse r gegen den Boden der Aufsenhülse
preist und hierbei zwischen beiden Theilen Reibung erweckt. Durch die Schraube m
wird k zweckentsprechend angespannt. Die Fig. 11 veranschaulicht einen nur einseitig
doppelschraubenflächig begrenzten Körper und Fig. 9 einen beiderseits so begrenzten. Die
Lage beider in einer Bremse geben die Fig. 6 bis 8 deutlich an, wobei der Körper B auf
der Spindel S befestigt ist, die unter sich gleichen Schraubenringe F auf einander gereiht
sind und der Schlufsring A in fester Verbindung mit der oben erwähnten Grundbüchse r
steht, ferner der Anfangsring B1 der zweiten Gruppe K durch Nuth und Feder n1 mit der
Spindel S in Zusammenhang steht und an ihn sich wieder Schraubenringe F anreihen. An
den Zapfen £ des Kopfes A1 greift das Bremsgestänge an, und der Zapfen y der Spindel S
wird in einer an dem zu bremsenden Gefährt angeordneten Pfanne gelagert.
Ist ein nur geringer Druck zu überwinden, wie z.B. bei Anfang einer Bremsung, nämlich
bis dahin, wo die Bremsbacken den Radkranz berühren, so genügt der von der gespannten
Feder k' ausgeübte Druck, um entgegen dem in dem Bremsgestänge herrschenden Drucke
die Grundbüchse r scharf auf den Innenrand von H aufzupressen. Wenn daher durch
Drehung der Spindel S mittelst einer bei q aufzusetzenden Handkurbel der untere Ring B
ebenfalls in Drehung geräth, so nimmt er, weil die vermöge Spannung der Feder k zwischen r
und H auftretende Reibung genügt, um r und somit A an einer Verdrehung zu hindern, zuerst
den unteren Schraubenring F allein mit, dann den nächstfolgenden u. s. f., was eine
Hebung der darüberliegenden Ringe nebst der Büchse H bewirkt. Gleichzeitig wird der
untere Körper Bl der zweiten Gruppe K
seinerseits zur Ursache einer Verdrehung von S1
gegen den folgenden Ring F, dann dieser gegen den weiter folgenden u. s. w., so dafs dadurch
die Hebung von A1 verdoppelt wird. Diese gleichzeitige Wirkung beider Schraubenringgruppen
hält nur so lange an, bis bei Eintritt eines gröfseren Widerstandes im Bremszuge,
nachdem die Backen den Radkranz erfafst, die Hülse H sich ein wenig senkt unter
Ueberwindung der Federkraft von k. Infolge dessen hört die Reibung zwischen der Grundbüchse
r und dem Innenflantsch von H auf, die untere Gruppe / tritt aufser Thätigkeit, und
die obere Elementengruppe K bleibt allein in Wirkung, um den letzten scharfen Bremsdruck
zu geben. Grundlegend für die hiermit als Beispiel erläuterte Anwendungsweise ist die
durch Einschaltung einer Reibungsbüchse herbeigeführte Bildung zweier Gruppen von körperlichen
Schraubengängen. Eine solchergestalt bewirkte Gruppenbildung ermöglicht also, mittelst
solcher Schraubenelemente von gleicher Ganghöhe doch verschiedene Hubhöhen für
jede Spindelumdrehung zu erzielen, und zwar abhängig von dem in der Schraubenelementensäule
herrschenden bezw. dem von dieser auszuübenden Drucke. Wie vorstehend für zwei solcher Gruppen auseinandergesetzt, werden je
nach Bedarf deren mehrere an einer Spindel angeordnet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei der unter No. 19738 patentirten Schraubeneinrichtung der Ersatz der mit einfachen Schraubenflächen versehenen Körper durch solche, welche zwei oder mehrere conaxial in einander gelegte Schraubenflächen erhalten, deren Anfangsstellen α al gegen einander versetzt sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19738T | 1882-03-14 | ||
| DE38144T | 1886-01-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38144C true DE38144C (de) | 1887-01-05 |
Family
ID=313868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188638144D Expired DE38144C (de) | 1882-03-14 | 1886-01-10 | Neuerung an Schrauben zur Ausuebung von Druckkraeften |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38144C (de) |
-
1886
- 1886-01-10 DE DE188638144D patent/DE38144C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3837190C1 (de) | ||
| DE3533303C2 (de) | ||
| DE2853118C3 (de) | Lösbare Sperrvorrichtung für teleskopartig zusammenwirkende Glieder | |
| DE2048109B2 (de) | Exzenterpresse | |
| DE2031511C3 (de) | Mechanische Betätigungsvorrichtung für Fahrzeuginnenbackenbremsen | |
| DE2157552A1 (de) | Anordnung zum Ausrichten und Verriegeln eines drehbaren Elements in wenigstens einer Winkelstellung | |
| DE2608706A1 (de) | Vorrichtung zum regeln des spieles zwischen einem sich drehenden teil und einem bremselement | |
| EP0093201A2 (de) | Antriebsvorrichtung für Fahrräder oder dergleichen | |
| DE2611285C2 (de) | Schrittschalteinrichtung für Drehelemente bei Werkzeugmaschinen | |
| DE69511405T2 (de) | Lastträger | |
| DE38144C (de) | Neuerung an Schrauben zur Ausuebung von Druckkraeften | |
| DE2437753B2 (de) | Hubverstellbarer, doppeltwirkender Kolbenmotor | |
| DE2264990C2 (de) | Zirkel | |
| DE674070C (de) | Klemmvorrichtung fuer den um das Gehaeuse oder die Saeule einer Werkzeugmaschine, insbesondere Radialbohrmaschine, drehbaren werkzeugtragenden Arm | |
| DE578434C (de) | Verbundexzenter | |
| DE738179C (de) | Klemmvorrichtung fuer Grubenstempel | |
| DE2649207A1 (de) | Traegerfestspannvorrichtung, insbesondere fuer streckwerke bei textilmaschinen | |
| DE2513128B2 (de) | Zeichentisch mit höhen- und neigungsverstellbarem Zeichenbrett | |
| DE2106454C3 (de) | Vorrichtung zum Auswerfen von Werkstücken aus PreBmatrizen | |
| DE4015445A1 (de) | Vorrichtung zum spannen eines werkstuecktraegers | |
| DE434708C (de) | Anlassvorrichtung fuer Ventile o. dgl. | |
| DE2242593C3 (de) | Klemmeinrichtung für den Reitstock einer Werkzeugmaschine | |
| DE512032C (de) | Vorrichtung zum Heben und Senken des Druckzylinders bei Haltzylinderschnellpressen | |
| DE579189C (de) | Antrieb fuer Spann- und Pressvorrichtungen, vorzugsweise Furnierpressen | |
| AT235891B (de) | Druckluftbremszylinder mit eingebauter, selbsttätiger Bremsnachstellvorrichtung |