DE3790540C2 - Elektret-Schallwandler - Google Patents
Elektret-SchallwandlerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schallwandler mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Patentanspruches 1.
Ein solcher Schallwandler ist aus der US-PS 43 31 840
bekannt.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung dieses bekannten
Schallwandlers.
Bei einem solchen Schallwandler ist die Elektret-Baugruppe in
einem Gehäuse in der Weise montiert, daß beiderseits der Membran
Schallkammern gebildet sind. Das Gehäuse weist einen Kanal
auf, der das Eindringen des externen Schallsignals in eine der
Schallkammern ermöglicht, damit die Membran darauf reagieren
kann. Es sind Öffnungen vorgesehen, die es den durch die
Schwingungen der Membran erzeugten Luftimpulsen ermöglichen,
von der einen in die andere Schallkammer überzuströmen.
Die Elektret-Baugruppe umfaßt einen auf einer Tragplatte als Gegenelektrode aufgetragenen
dielektrischen Film. Die Tragplatte ist in einem
Tragring, an dem die Membran mit ihren Umfangsabschnitten befestigt
ist, so angeordnet, daß zwischen dem dielektrischen Film und der
Membran ein gewünschter Abstand hergestellt wird. Die die
Membran und die Gegenelektrode umfassende Elektret-Baugruppe
ist im Gehäuse
montiert. Die Membran erstreckt sich über das Gehäuseinnere
und unterteilt das Gehäuse im wesentlichen in
zwei Kammern.
Der dielektrische Film des Elektrets ist mit zweckdienlichen
elektronischen Schaltungsanordnungen verbunden;
beim Auftreffen eines Schallsignals auf die Membran wird
durch elektroakustische Wechselwirkung zwischen
der Membran und dem Elektret ein diesem
Schallsignal entsprechendes elektrisches Signal erzeugt.
Bekanntermaßen kann mit dem Wandler auch in umgekehrter Richtung
gearbeitet werden, indem der Elektret-Baugruppe ein elektrisches
Signal zugeführt wird; dadurch wird die Membran
in Schwingungen versetzt und ein Schallsignal erzeugt,
das aus der Schallkammer herausgeführt wird.
Bei diesem aus der US-PS 43 31 840 bekannten Wandler
ist die Innenkontur der Tragplatte so ausgebildet, daß sie
genau in den Innenumfang des Tragrings paßt. Diese
genaue Passung dient dem Justieren. Wie sich aus
Fig. 2 dieser Patentschrift ergibt, liegt zwischen den Kanten
der Tragplatte und den stationären Abschnitten des Umfangs
der Membran das dielektrische Material des Ringes.
Dies hat zur Folge, daß die Kapazität zwischen Gegenelektrode
und Membran in deren inaktivem Bereich erhöht wird;
solche "parasitären" Kapazitäten sind unerwünscht.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Kapazität zwischen den
feststehenden Umfangsabschnitten der Membran und der
Gegenelektrode zu verringern.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1
angegebene Erfindung gelöst.
Ausführungsarten der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht mit einem Teilschnitt
durch einen Elektret-Wandler,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Gehäuse gemäß Fig. 1, von
dem Teile weggenommen sind, um die Befestigung des
Membrantragringes am Gehäuse und der Tragplatte
am Tragring zu zeigen,
Fig. 3 eine Ansicht mit einer weiteren Darstellung
der Befestigung der Tragplatte am Tragring
und
Fig. 4 eine alternative Ausführungsform des Tragrings und
der Tragplatte.
Gemäß Fig. 1, 2 und 3 umfaßt der Elektret-Wandler 11 gemäß
der Erfindung eine schalenähnliche Hülle oder Gehäuse 12,
das beim gezeigten Beispiel Wände 15 von rechteckiger Gestalt
hat. Ein passender Deckel oder Oberteil 17, das eine
im wesentlichen ebene Platte umfaßt, ist zum Verschließen
des Gehäuses 12 auf die Wände 15 aufgesetzt und mit ihnen
durch Kleben verbunden. Ein am Gehäuse 12 befestigtes
Schallsignaleingangsrohr 19 steht mit dem Innern des Gehäuses
12 durch eine insgesamt mit 40 bezeichnete Schallöffnung
in einer Endwand 15, insbesondere mit einer im Gehäuse
12 gebildeten Schallkammer 20 in Verbindung. Im Gehäuse 12
ist eine Elektret-Baugruppe 21 angeordnet.
Die Baugruppe ist von dem im obengenannten
US-Patent Nr. 40 63 050 beschriebenen allgemeinen Typ.
Die Elektret-Baugruppe 21 umfaßt eine Membran 22 mit einer
Platte oder einem flachen Abschnitt 23, die sich über den
relativ ebenen Boden oder untere Fläche des Gehäuses 12 erstreckt
und eine untere Schallkammer 20 begrenzt.
Die Membran 22 kann aus Polyethylenterephthalat, das gewöhnlich
unter dem Warenzeichen MYLAR erhältlich ist, oder aus
einem ähnlichen Werkstoff sein. Der Plattenabschnitt 23 der
Membran 22 kann mit einer metallisierenden Schicht eines
elektrisch leitfähigen Materials 24 beschichtet sein, welches
auf seine Fläche aufgedampft sein kann. Die Membran 22
bildet die bewegliche Elektrode der Elektret-Baugruppe 21.
Eine Gegenelektrode 28, die eine Beschichtung 29 aus einem
dielektrischen Film aufweist, ist in einem Tragring 25 montiert.
Es wird darauf hingewiesen, daß die relative Dicke
der Filmbeschichtung 29 in den Zeichnungen übertrieben ist.
Die Gegenelektrode 28 ist von rechteckiger Gestalt mit gerundeten
Ecken und ist in der rechteckigen Öffnung 32 eines
Tragrings 25 angeordnet (sh. Fig. 2 und 3). Die Abmessungen
der Gegenelektrode sind zu noch zu erläuternden Zwecken etwas
kleiner als die Öffnung 32 des Tragrings 25. Die Gegenelektrode
28 bildet die feststehende Elektrode der Elektret-Baugruppe
21.
Der Tragring 25 ist ebenfalls von rechteckiger Konfiguration,
und seine Außenränder sind an die Innenabmessungen der
Wände 15 vom Gehäuse 12 angepaßt. Der Tragring 25 ist an der
Innenfläche der Wände 15 z. B. durch einen Klebstofftropfen
43 befestigt. Der Tragring 25, die Gegenelektrode 28 und die
Membran 22 begrenzen eine obere Schallkammer 20A im Gehäuse
12.
Der rechteckige Tragring 25 weist innen nach innen gerichtete
Schultern 30 mit einem gekrümmten Innenrand auf, um die
gerundeten Ecken der Gegenelektrode 28 aufzunehmen oder zur
Anpassung an dieselben. Die Gegenelektrode 28 ist somit in
der Öffnung des Tragrings 25 in Stellung gehalten und an ihm
durch einen an den Eckenschultern 30 aufgetragenen Klebetropfen
35 befestigt.
Wie bei dem obengenannten Patent sind auf der Unterseite der
Gegenelektrode 28 Vorsprünge oder Buckel 37 ausgebildet,
welche den relativen Abstand der Gegenelektrode von der Membran
22 festlegen. Die Vorsprünge 37 wirken mit Nasen 16 im
ihnen zugewandten Abschnitt des Gehäuses 12 zusammen, um einen
Bezugspunkt beim Instellungbringen der Baugruppe im Gehäuse
12 zu schaffen. Wie im angeführten Patent 40 63 050
beschrieben, sind die Stützpföstchen 16
am Boden oder an der inneren unteren Fläche 33 des Gehäuses
12 ausgebildet. Die Pföstchen 16 sind in der gewählten
Musterkonfiguration nach entsprechenden Vorsprüngen 37
an der Gegenelektrode 28 ausgerichtet und werden zum Abstützen
und Positionieren der Elektret-Baugruppe 21 im Gehäuse
12 benützt. Ferner definieren die Pföstchen 16 exakt die Abmessungen
der Schallkammer 20, welche zwischen der Membran
22 und dem Boden des Gehäuses 12 gebildet ist.
Beim Zusammenbau wird die Membran 22 in der Nähe der Gegenelektrode
28 in Stellung gebracht. Wie vorstehend erläutert,
wird der Zwischenraum zwischen dem Membranplattenabschnitt
23 und den ebenen Abschnitten der Gegenelektrode 28 durch
die Vorsprünge 37 an der Gegenelektrode 28 bestimmt. Die die
Gegenelektrode 28 und die Membran 22 umfassende Elektret-Baugruppe
oder -Unterbaugruppe 21 kann dann so in das Gehäuse
12 eingeführt werden, daß sie auf den Pföstchen 16 am Gehäuseboden
aufruht und somit, wie weiter oben angegeben, die
Schallkammer 20 bildet.
Durch zweckdienliches Verstreben oder Kleben ist im Gehäuse
12 eine elektrisch nicht leitfähige keramische Platte
41 angeordnet, welche die elektronischen Schaltungsanordnungen
trägt. Ein Rand der Platte 41 ist im Gehäuse
12 mittels der relativ starren elektrischen Anschlußstücke
47, 48 und 49 montiert, von denen jedes einen an der
Platte 41 befestigten Abschnitt und einen entgegengesetzten
Abschnitt aufweist, der durch Kleben bis zu Anschlußstücken
54 auf der an der Wand 15 des Gehäuses 12 befestigten
Isolierplatte 52 reicht. Die an der Platte 41 befestigten
Endstücke der elektrischen Anschlußstücke 47, 49 und 51
verbinden auch, wie im Patent Nr. 40 63 050 offenbart, mit
den auf der Platte 41 angeordneten zugehörigen elektronischen
Schaltungsanordnungen. Mit 51 ist eine an der Membran
22 ausgebildete Masseanschlußfahne zum elektrischen Verbinden
mit dem Anschlußstück 49 bezeichnet, und mit 52 ist eine
Schweißstelle zwischen dem Anschlußstück 49 und dem Gehäuse
12 bezeichnet. Das Bezugszeichen 45 bezeichnet eine Verbindung
zwischen der Gegenelektrode 28 und der Platte 41.
Ein wichtiges und weiter oben angegebenes Merkmal der Erfindung
besteht darin, daß das Zwischenraum 32 zwischen der Gegenelektrode
28 und dem Tragring 25 ausgebildet ist. Die Gegenelektrode
28 ist kleiner als die Öffnung 33 des Tragrings
25. Außer an den Ecken oder an anderen ausgewählten Stützpunkten,
an denen die Gegenelektrode 28 am Tragring 25 befestigt
ist, ist somit der Zwischenraum 32 rings um die Gegenelektrode
und den Tragring ausgebildet. Bei älteren Konstruktionen
und im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung sind
die Seiten der Gegenelektrode vom Werkstoff der die beweglichen
Elektrode bildenden Membran 22 eng umschlossen. Dieser
schmale Zwischenraum bildet einen Kondensator, der im Nebenschluß
mit dem beweglichen Abschnitt 23 der Membran 22
liegt, was für das Funktionieren des Gerätes verantwortlich
ist. Dieser parasitäre Kondensator teilt sich mit dem aktiven
Abschnitt 23 der Membran 22 in die Ladung, wodurch die Signalspannung,
die dem angeschlossenen Verstärker als Ausgang
zugeführt wird, herabgesetzt wird. Bei der vorliegenden Erfindung
ist der Zwischenraum 32 zwischen dem Rand der Gegenelektrode
28 als der feststehenden Elektrode und der Membran
22 als der beweglichen Elektrode gebildet, derart, daß die
unerwünschte Störkapazität herabgesetzt wird. Der Zwischenraum
32 ist auch ein Weg, auf dem die zwischen der Membranfläche
und der Gegenelektroden-Elektretfläche eingeschlossene
Luft in die größere Schallkammer 20A des Wandlergehäuses
12 abströmen kann.
Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung, bei
der die Innenecken 36A des Tragrings 25A einen rechten Winkel
bilden. Auch bei dieser Ausführungsform ist die Gegenelektrode
28A kleiner als die Öffnung im Tragring 25A und
weist an ihren Ecken Flügel oder Verlängerungsstücke 37 auf,
die an die Ecken 36A des Tragrings 25A angepaßt sind und an
ihnen anliegen. Die Gegenelektrode 28A ist am Tragring 25A
durch Klebetropfen 35A befestigt, welche an jeder Ecke des
Tragrings und der Gegenelektrode in der Weise aufgebracht
sind, daß sich der Zwischenraum 32 ergibt.
Claims (6)
1. Schallwandler mit einem Gehäuse (12), einer darin angeordneten
Elektret-Baugruppe (21), die eine Membran (22) mit einem
schwingfähigen Abschnitt aufweist, der eine bewegliche Elektrode
bildet, wobei die Membran mit ihren Umfangsabschnitten an
einem Tragring (25) befestigbar ist, der eine Öffnung (33)
aufweist, in der eine Tragplatte (28) angeordnet ist, die mit
einer Oberfläche eine feststehende Elektrode bildet und mit der
beweglichen Membranelektrode zusammenwirkt, um ein Signal abzuleiten,
einer zwischen der Elektret-Baugruppe (21) und dem
Gehäuseboden ausgeformten ersten akustischen Kammer (20) und
mit einer zwischen der Elektret-Baugruppe und dem Gehäusedeckel
ausgeformten zweiten akustischen Kammer (20A),
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Tragring (25) und der Tragplatte (28) ein Zwischenraum
(32) freigelassen ist, der sich im wesentlichen rings
um die Tragplatte (28) erstreckt.
2. Schallwandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die feststehende Elektrode ein Elektret-Material aufgebracht
ist, das mit der Membran (22) zusammenwirkt, um das Signal
abzuleiten, und daß Stützpföstchen (16) auf der Innenfläche
des Gehäusebodens vorgesehen sind, sowie Vorsprünge (37) auf
der Oberfläche der Tragplatte (28), die auf die Stützpföstchen
ausgerichtet sind, um die Elektret-Baugruppe mit Abstand zum
Boden des Gehäuses abzustützen.
3. Schallwandler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (22) an ihrem Umfang einen Flansch aufweist,
der an den Tragring (25) angepaßt ist, wobei der Flansch an den
Tragring angeklebt ist.
4. Schallwandler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Tragring (25) in die Öffnung (33) hineinragende
Schultern (30) vorgesehen sind und daß die Tragplatte (28) an
den Schultern (30) befestigt ist.
5. Schallwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragplatte (28) von ihren Rändern nach außen wegstehende
Vorsprünge (37) aufweist zum Befestigen am Tragring (25).
6. Schallwandler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenraum (32) einen pneumatischen Durchlaß zwischen
der zweiten akustischen Kammer (20A) und einen Bereich zwischen
der genannten feststehenden Elektrode und der Membran (22) bildet.
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