DE378463C - Verfahren zur Herstellung von Patronenhuelsen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Patronenhuelsen

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DE378463C
DE378463C DES46268D DES0046268D DE378463C DE 378463 C DE378463 C DE 378463C DE S46268 D DES46268 D DE S46268D DE S0046268 D DES0046268 D DE S0046268D DE 378463 C DE378463 C DE 378463C
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DE
Germany
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shaft
production
sleeve
cartridge cases
circumferential direction
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Expired
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DES46268D
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VORMALS SKODAWERKE AG
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VORMALS SKODAWERKE AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/54Making hollow objects characterised by the use of the objects cartridge cases, e.g. for ammunition, for letter carriers in pneumatic-tube plants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 14. JULI 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVi 378463 KLASSE 7c GRUPPE
(S 4626S Ifrc)
Aktiengesellschaft vormals Skodawerke in Pilsen.
Verfahren zur Herstellung von Patronenhülsen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Januar 1917 afc
Die bekannten aus Blech gepreßten oder gezogenen Patornenhülsen weisen den Nachteil auf, daß durch das Pressen oder Ziehen das Material des Hülsenschaftes in dem unteren Teil desselben gestreckt, dagegen in- seinem oberen Teil gestaucht wird, so daß die Patronenhülse in der Nähe des Bodens geschwächt wird, im oberen Teil jedoch unnötig stark und hart ausfällt. Beim Pressen und Ziehen des Bleches kommen überdies die Fasern in achsiale Lage,
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wodurch die Zugfestigkeit des Bleches in der j Richtung des Umfanges derart vermindert j wird, daß häufig schon bei der Herstellung j Längsrisse entstehen. Beim Schießen wird die Hülse praktisch nur in der Richtung des Umfanges senkrecht zur Längsachse, also in einer Richtung beansprucht, in welcher die Festigkeit des Materials infolge der Art der Erzeugung der Patrone herabgesetzt ist. Das Entstehen ίο von Längsrissen beim Schießen ist damit nahezu unvermeidlich. Weil außerdem durch das Ziehen auf kaltem Wege der Hülsenschaft an i seinen Liderungsenden hart wird, leidet durch ; diese Härtung des Materials auch die Liderung, j Schließlich ist die Länge der gepreßten Hülsen I auf etwa das Doppelte ihres Durchmessers beschränkt. j
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Patronenhülsen, durch welches die vorgenannten Nachteile und die daraus sich ergebenden Folgeerscheinungen beseitigt werden. Das neue Verfahren soll insbesondere bei der Erzeugung von Patronenhülsen mit gewickeltem Schaft zur Anwendung kommen, bei denen das Wickeln in der Walzrichtung des Bleches, also mit den Materialfasern senkrecht zur Längsachse der Hülse erfolgt, da so erzeugte Hülsenschäfte die Vorbedingungen schaffen, auf Grund deren es bei Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung gelingt, sämtliche angeführten Übelstände zu beseitigen und allen Anforderungen entsprechende Patronen herzustellen. Erfindungsgemäß wird zur Erreichung dieses Zweckes der fertiggewickelte Schaft nachträglich noch einem besonderen Walzverfahren unterzogen, das nicht nur den Zweck hat, den Schaft auf die richtige Form zu bringen, sondern vielmehr durch in der Umfangsrichtung der Hülse arbeitende Walzen eine Faserung in der Umfangsrichtung zu erzeugen und dadurch die Festigkeit des Schaftes in dieser Richtung noch weiter zu erhöhen.
In der Zeichnung zeigt Abb. 1 den nach dem neuen Verfahren hergestellten Schaft in Ansicht, Abb. 2 einen Schnitt durch den Schaft, Abb. 3 das Blech vor der Wicklung.
Um den durch Abb. 1 veranschaulichten
Hülsenschaft herzustellen, wird beispielsweise aus einer Blechtafel ein Streifen α von der in Abb. 3 dargestellten Form so ausgeschnitten, daß die horizontalen Längskanten 1 in der Walzrichtung des Bleches, die Materialfasern also parallel zu diesen Kanten liegen. Die anderen Kanten 2 dieses Streifens werden nun auf die durch unterbrochene Linien angedeutete Breite zugeschärft, und es wird hierauf der Streifen zum Schaft zusammengewickelt. Die Wicklung erfolgt hierbei so, daß die Kanten 1 die Enden des Hülsenzylinders bilden und demnach die Materialfasern senkrecht zur Längsachse 3 der Hülse liegen (Abb. 1). Die die Kanten 2 aufweisenden Blechenden werden beim Wickeln der Hülse so weit übereinandergeschoben, daß sie sich ungefähr auf V4 des Zylinderumfanges überlappen. Die zugeschärften Ränder liegen, wie aus Abb. 2 ersichtlich, glatt am Hülsenumfang an und werden zwecks Zusammenhaltens der Hülse verschweißt oder verlötet. Da die Abmessungen des Streifens beliebig gewählt werden können, lassen sich Hülsen von jeder Länge und von jedem Durchmesser herstellen.
Der fertiggewickelte Schaft wird nun in einem Kaliberzylindei durch eine in den Hohlraum eingeführte bombierte Rolle einem besonderen und kräftigen Walzverfahren unterzogen, wodurch der Schaft nicht nur die genaue Form des Kalibers annimmt und mit einer vollständig glatten Oberfläche versehen wird, sondern das Material auch durch die in der Umfangsrichtung arbeitende Rolle gleichzeitig eine Faserbildung erfährt, durch die die Festigkeit des Hülsenschaftes in der Umfangsrichtung weiter erhöht wird.
Die durch das neue und eigenartige Verfahren hergestellten Hülsen zeichnen sich durch besondere Festigkeit in der Umfangsrichtung, große Elastizität und Homogenität des Materials und volle Geschmeidigkeit aus. Da der go Form der Hülse in dem Kaliber jeder gewünschte Grad von Genauigkeit erteilt werden kann und die hervorgehobenen Materialeigenschaften volle Sicherheit gegen Hülsenrisse sowie eine gute Liderung und einwandfreien Auswurf aus dem Rohr gewährleisten, bilden die nach dem neuen Verfahren hergestellten Patronen ein Erzeugnis von besonderer Güte und Dauerhaftigkeit

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Patronenhülsen durch Wickeln eines Blechstreifens in der Walzrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der fertiggewickelte Schaft nachträglich noch in einem Kaliberzylinder durch ioj eine in den Hohlraum eingeführte, in der Umfangsrichtung des Schaftes arbeitende bombierte Rolle auf die richtige Form gebracht und dadurch eine Faserung in der Umfangsrichtung erzeugt wird, um die m Festigkeit des Schaftes in dieser Richtung noch weiter zu erhöhen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES46268D 1917-01-25 1917-01-25 Verfahren zur Herstellung von Patronenhuelsen Expired DE378463C (de)

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