DE378123C - Vorrichtung zum Entkeimen von Fluessigkeiten durch ultraviolette Strahlen und Ozon - Google Patents

Vorrichtung zum Entkeimen von Fluessigkeiten durch ultraviolette Strahlen und Ozon

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DE378123C
DE378123C DEB100231D DEB0100231D DE378123C DE 378123 C DE378123 C DE 378123C DE B100231 D DEB100231 D DE B100231D DE B0100231 D DEB0100231 D DE B0100231D DE 378123 C DE378123 C DE 378123C
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/30Treatment of water, waste water, or sewage by irradiation
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entkeimen von Wasser, flüssigen Nahrungsmitteln und überhaupt Flüssigkeiten, welche Bakterien enthalten, mittels ultravioletter Strahlen und des durch letztere gebildeten Ozons. Derartige Apparate gestatten, die von einem Erzeuger, z. B. einer Metalldampf lampe, ausgehenden ultravioletten Strahlen einerseits zum Behandeln der Flüssigkeiten durch unmittelbare Strahlenwirkung anzuwenden und anderseits auch zur Erzeugung von Ozon zu benutzen, das ebenfalls auf die zu behandelnde Flüssigkeit einwirkt. Auf diese Art erreicht man die günstigste Ausnutzung der gesamten keimtötenden Kraft der Erzeugungsquelle ultravioletter Strahlen.
Die Apparate nach vorliegender Erfindung bestehen im wesentlichen aus einem Umhüllungsgefäß, welches den Strahlenerzeuger, z. B.
eine Metalldampflampe, ganz oder teilweise umgibt und zwischen sich und dem Erzeuger einen Raum frei läßt, in welchem der Gasstrom (Luft) umläuft, der teilweise in Ozon verwandelt wird, worauf das ozonisierte Gas 'mit der zu behandelnden Flüssigkeit, auf welche außerdem die ultravioletten Strahlen des Erzeugers unmittelbar einwirken, in Berührung gebracht wird.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen von Apparaten dieser Art dargestellt. Abb. ι zeigt einen Schnitt durch eine Anordnung mit eingetauchter Quecksilberdampflampe; Abb. 2 zeigt eine Anordnung mit einer Gruppe von zwei gleichartigenLampen; Abb. 3 und 4 zeigen Abänderungen der Anordnung nach Abb. 1; Abb. 5 zeigt eine Anordnung mit nicht eingetauchter Quecksilberdampflampe.
In den Abbildungen zeigen die- mit vollen Strichen dargestellten Pfeile die Strömung der zu behandelnden Flüssigkeit und die punktierten Pfeile die Strömung der Gase an.
Die Anordnung nach Abb. 1 zeigt eine eingetauchte Lampe 15 mit Leuchtröhre 16. Eine Kappe 17 aus Quarz oder einem anderen für die ultravioletten Strahlen durchlässigen Material umgibt die Leuchtröhre. Der zwischen der Leuchtröhre und der Kappe vorhandene ringförmige Zwischenraum steht unten vermittels der Röhre 18 mit der in dem Behälter 19 zu behandelnden Flüssigkeit in Verbindung. Die Röhre 18 kann an ihrem Ende 20 mit einem Schnabel oder, einer anderen geeigneten An-. Ordnung versehen sein. Man kann auch am Ende 20 ein hydraulisch oder auf andere Art geregeltes Ventil vorsehen.
Anderseits ist der Ringraum zwischen 16 und 17 bei 21 mit einem Luftkompressor oder einem Kompressor eines anderen geeigneten Gases verbunden.
Der Apparat nach Abb. 1 arbeitet in folgender Weise:
Die in den Raum zwischen der Kappe 17 und der Leuchtröhre 16 eingedrückte Luft verwandelt sich unter der Einwirkung der von der Leuchtröhre ausgesandten ultravioletten Strahlen teilweise in Ozon. Die ozonisierte Luft tritt bei 2Θ in das Wasser ein und durchdringt es, wobei sie die vorhandenen Bakterien ver-
nichtet. Anderseits wirken die ultravioletten Strahlen, die die Kappe 17 durchdringen, unmittelbar auf das Wasser ein. Die Bakterien werden also gleichzeitig durch das Ozon und die ultravioletten Strahlen angegriffen und zerstört, was den Wirkungskreis der Sterilisation erhöht. Wie Abb. 2 zeigt, kann man auch mehrere eingetauchte Lampen 15, 16, welche je mit einer Kappe 17 versehen sind, in dem Innern ein und desselben Behälters unterbringen. Das Rohr 21 dient zum Zuleiten der Luft, während das Rohr 18 zum Ableiten der ozonisierten Luft aus den Kappen bestimmt ist. In der Abb. 2 ist auch eine besondere Ausführungsform der Mündung 20 des Ozonableitungsrohres 18 dargestellt ; das Rohr 18 ist nämlich T-förmig ausgebildet, derart, daß die horizontalen Schenkel passend verteilte Austrittsöffnungen aufweisen.
Die Kappe 17 braucht die Leuchtröhre 16 nicht vollständig zu umgeben. Man kann auch eine ringförmige Hülle 25 (Abb. 3) vorsehen, welche ganz unabhängig von der Lampe ist und nur einen Teil der Leuchtröhre umgibt. Die Lampe befindet sich also unmittelbar in Berührung mit der zu behandelnden Flüssigkeit.
Statt die Kappen oder Hüllen der Lampen aus Material herzustellen, das für die ultravioletten Strahlen durchlässig ist, kann man auch Metallkappen 26 (Abb. 4) verwenden, die von der Lampe unabhängig sind und die Strahlen nicht durchlassen; in diesem Falle muß aber das Innere der Hüllen die ultravioletten Strah- ( len reflektieren können, und die Grundfläche der Hüllen oder eine ihrer Seitenflächen muß entweder offen sein oder aus einem für die ultravioletten Strahlen durchlässigen Material bestehen. Die in der Leuchtröhre 16 der Lampe 15 erzeugten Strahlen werden von der inneren Wandfläche der Kappe 26 reflektiert und durch die freie Unterfläche 27 in die zu sterilisierende Flüssigkeit geleitet.
Da die Unterfläche 27 bei der Anordnung nach Abb. 4 offen ist, tritt die ozonisierte Luft 4-5 unmittelbar in die Flüssigkeit ein, ohne daß Leitungen 18, 20 zwischengeschaltet sind. Die in Abb. 5 dargestellte Anordnung zeichnet sich dadurch aus, daß die Quecksilberlampe 15, 16 nicht in die Flüssigkeit eintaucht. Die Wirkung der ultravioletten Strahlen auf die Flüssigkeit tritt also erst ein, nachdem sie eine Luftschicht durchdrungen hat; außerdem nutzt man nur einen Teil der ausgesandten Strahlen aus, sofern man nicht Reflektoren anordnet, die die ausgesandten Strahlen sammeln und auf die Flüssigkeit konzentrieren.
Bei der Anordnung nach Abb. 5 wird die ozonisierte Luft durch die Leitung 18 in eine Kontaktsäule 30 eingeleitet, die mit gelochten Scheiben 31 versehen ist, zum Zwecke, den Ozonluftstrom in feine Bläschen aufzulösen.
Man kann an die Leitung 18 einen Kompressor anschließen, der das im ringförmigen Raum 16, 17 gebildete Ozon ansaugt und in einen Behälter überführt, von wo es unter geeignetem Druck unten in die Säule 30 geleitet wird.
Man kann auch einen Kompressor mit zwei Ansaugeröhren vorsehen, von denen die eine an den ringförmigen Raum 16, 17 angeschlossen ist, während die andere durch bekannte Einlaß- und Regelungsorgane mit der freien Luft in Verbindung steht. Mit einem solchen Kompressor kann man in beliebig regelbarem Verhältnis Qzon und Luft miteinander mischen und dieses Gemisch in einem Behälter, wie oben beschrieben, aufspeichern.
Man kann den Kompressor auch durch einen Behälter mit komprimierter Luft und geeignete Injektoreinrichtungen ersetzen.
Auch kann man bei ein und derselben Vorrichtung eingetauchte und nicht eingetauchte Lampen nebeneinander verwenden, wobei alle diese Lampen oder nur einige von ihnen mit Vorrichtungen zur Erzeugung ozonisierter Luft versehen sein können.
Für die Anwendung der Erfindung kommt es auf die Zusammensetzung der zu behandelnden Flüssigkeit (Wasser, Öl ο. dgl.) nicht an. Neben der Sterilisation der behandelten Flüssigkeit kann auch eine Oxydation stattfinden oder auch nur die letztere.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum Entkeimen von Flüssigkeiten, besonders Wasser oder flüssigen Nahrungsmitteln durch ultraviolette Strahlen und von diesen gebildetes Ozon, gekennzeichnet durch ein die Metalldampflampe ganz oder teilweise umhüllendes, mit Zu- und Ableitungsrohren versehenes Gefäß, in dem von den auf die Flüssigkeiten direkt einwirkenden ultravioletten Strahlen auch Ozon gebildet werden kann, welches in die Flüssigkeit eingeleitet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umhüllungsgefäß aus einem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Stoff besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umhüllungsgefäß für die ultravioletten Strahlen nicht durchlässig ist, aber die Strahlen auf die zu behandelnde Flüssigkeit zu reflektieren vermag.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB100231D 1921-06-16 1921-06-16 Vorrichtung zum Entkeimen von Fluessigkeiten durch ultraviolette Strahlen und Ozon Expired DE378123C (de)

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