DE377609C - Elektrische Kraftuebertragung, bei der die Arbeit einer Kraftmaschine auf einen angetriebenen Teil durch Vermittlung eines Generatorankers und eines zu ihm konzentrischen Motorankers uebertragen wird - Google Patents

Elektrische Kraftuebertragung, bei der die Arbeit einer Kraftmaschine auf einen angetriebenen Teil durch Vermittlung eines Generatorankers und eines zu ihm konzentrischen Motorankers uebertragen wird

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DE377609C
DE377609C DEF47365D DEF0047365D DE377609C DE 377609 C DE377609 C DE 377609C DE F47365 D DEF47365 D DE F47365D DE F0047365 D DEF0047365 D DE F0047365D DE 377609 C DE377609 C DE 377609C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K51/00Dynamo-electric gears, i.e. dynamo-electric means for transmitting mechanical power from a driving shaft to a driven shaft and comprising structurally interrelated motor and generator parts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

  • Elektrische Kraftübertragung, bei der die Arbeit einer Kraftmaschine auf einen angetriebenen Teil durch Vermittlung eines Generatorankers und eines zu ihm konzentrischen lnotorankers übertragen wird. Die Erfindung betrifft eine elektrische Kraftübertragung, bei der die Arbeit einer Kraftmaschine, Dampfmaschine, Verbrennungskraftinaschine o. dgl. auf einen angetriebenen Teil durch Vermittlung eines Generatc rankers und eines zu ihm konzentrischen llotorailkers übertragen wird, der Strom von dem Generatoranker erhält und mit ihm in einem gemeinsamen, ruhenden Kraftlinienfelde umläuft. Die Erfindung be-#,teht im wesentlichen darin, daß das Kraftlinienfeld aus regelbaren Hauptpolen sowie regelbaren und umkehrbaren Hilfspolen abweichender Größe gebildet wird, «-elche eiltweder achsial nebeneinander oder mit Beziehung zueinander versetzt liegen. Die Anordnung ist hierbei eine derartige, (laß elektroniotorische Kräfte iln Generatoranker und im ':Motoranker entstehen, die teils einander entgegengesetzt wirken, teils einander unterstützen, und die durchÄnderung der Erregung der Haupt- und Hilfspole geregelt werden, uni die Zugkraft entsprechend der Belastung und Geschwindigkeit nach Belieben ändern zu können.
  • Abb. i ist eine teilweise geschnittene Anicht einer Ausführungsform der Erfindung, Abb.2 ein Querschnitt derselben nach der Linie X-X der Abb. i Abb.3 zeigt die Anordnung der Fellinagnete und die Abwicklung der :-Xnker«-ickhingen der Dynamo und des Motors: Abb..[ zeit eine andere Anordnung der Feldmagnete und der Ankerwicklungen: Abli. 5 zeigt das Leitungsschema beim Anlassen der Vorrichtung; Abb. ( zeigt dasselbe während des Betriebes bei geringer Geschwindigkeit: Abb. 7 zeigt dasselbe während des Betriebes bei hoher Geschwindigkeit: Abb.8 zeigt dasselbe, wenn die Vorrichtung elektrisch gebremst -,viril ; Abb.9 zeigt dasselbe, wenn die Vorrichtung zum Antrieb des angetriebenen Teiles in umgekehrter Richtung wie beim normalen Betrieb benutzt werden soll, und Abb. io zeigt schematisch die Anwendung der Vorrichtung auf ein Automobil, wobei die Kraftduelle Lind der angetriebene Teil sannt (lein Gestell in einer Flucht liegen.
  • Gemäß Abb. i und 2 enthält die Vorrichtung einen ortsfesten Feldinagnetkörper r, einem drehbaren Dvnanioaill:er 2 und eine tinabhängig von diesem drehbare zweite Wicklung 3, die zwischen dein Feldmagneten und dem Dvnanioanker liegt.
  • Der Feldmagnet i ist mit vier Haupt- und vier filfsfeldmagneten .4 bzw. 5 ausgestattet, weiche vorzugsweise aus weichem Stahl bestehen und achsial nebene?nanderliegen. Der Feldmagnetkörper ist innen hohl, um die angetriebene Welle (.i aufzunehmen, an die eine Propellerwelle o. dgl. angeschlossen «erden kann.
  • jeder Hauptfeldmagnet enthält einen 1'o1 ; mit der Hauptschlußspule 8, außerdem sind zwei diametral liegende Pole desselben noch mit einer NTeb enschlußspule 9 und einer fremd erregten Spule io ausgestattet. Die Spule io ist z. B. unmittelbar mit einer Sammelbatterie während des Betriebes verbunden und führt stets nur Strom einer Richtung, wodurch eine bestimmte Polarität der Hauptfeldmagnete nach einer Ruheperiode ohne Zuhilfenahme des remanenten Magnetismus gesichert ist. Jeder Hilfsfeldmagnet enthält einen Pol i i mit Hauptschlußspule 12. Die unterschiedlichen Feldspulen werden auf den Kernen mittels der zweckmäßig geblätterten Polschuhe 13 in Lage gehalten. Die achsiale Länge des .Schuhes eines jeden Hauptpoles 7 ist annähernd doppelt so groß wie der Polschuh eines jeden Hilfspolen i i.
  • Der Feldmagnet besitzt einen sich nach rückwärts erstreckenden Fortsatz oder eine Nabe 14, mit welcher der Bürstenlagerstuhl 15 starr verbunden ist. Dieser ist seinerseits an dem das eine Ende des Gehäuses 17 bildenden Sternes 16 befestigt. Der Stern 16 ist mit einer das Lager i9 tragenden Nabe 18 versehen, wodurch eine Lagerung für das eine Ende der angetriebenen Welle 6 gebildet wird, während deren anderes Ende in Lagern 2o an dein Ende des Kurbelwellenflansches 2o' montiert ist.
  • Das Gehäuse 17 wird an einem ortsfesten Träger, z. B. dem Automobilgestell, mittels des Flansches 2i befestigt. Somit ruht das Gehäuse 1 7 mitsamt dem Stern 16 und dem Feldmagneten i.
  • Die zweite Ankerwicklung 3 enthält Kupferleiter 22 mit zwischengeschalteten Eisenblechen 23. Letztere sind gegenüber den Haupt- und Hilfspolen angeordnet, so daß der magnetische Fluß in radialer Richtung von clen I-Taupt- und Hilfspolschuhen zu den entsprechenden Teilen des Dynamoankerkernes übertragen wird. Das eine Ende der Ankerwicklung 3 ruht auf dem Arm 24, der auf der Nabe 14 des Feldmagneten drehbar ist. nie Kupferleiter 22 und die Eisenbleche 23 der Wickiullg 3 umgeben unter Wahrung eines Spielraumes 25 den Feldmagneten in Form eines hohlen, konzentrischen Zylinders. Die 1?nden der benachbarten Leiter 22 sind nliteinander durch Schuhe oder Büge126 verbunden, so daß eine ununterbrochene Wicklung gebildet wird. Die Anordnung der zweiten Wicklung ist aus der Abb. 2 ersichtlich, in welcher die Eisenbleche in bezug auf clie Leiter 22 zahnartig angeordnet sind. Die zweite- Ankerwicklung 3 ist an dein angetriebenen. Teil 6 mittels des Stromwenders 27 befestigt, der seinerseits an .dem Allinliniumring 28 festsitzt. Dieser ist mit dem Stern 29 verbunden, der an der angetriebenen Welle 6 durch einen Keil o. dgl. befestigt ist. Der Stromwender 27 ist als Scheibe ausgebildet und enthält die durchlöcherte Stahlplatte 3o, die Kupferstreifen 31 und die Stromwen.derstege 32. Die Streifen 3i und die Stege 32, die an entgegengesetzten Seiten der Platte 3o angeordnet und davon mittels Glimmerblättchen 33 isoliert sind, sind starr miteinander verbunden und ebenfalls starr an der Platte 30 mittels der Kupferbolzen 34 befestigt, welche durch die Lochungen der Platte 30 hindurchgehen, von ihr jedoch mittels Glimmerhülsen isoliert sind. Die Platte ,;o ist an ihrem Umfang mit dem Ring 28 verbunden, während der Stromwender an die Ankerwicklung 3 mittels der Schrauben 36 angeschlossen ist, die durch die Stromwenderstege 32 die Stahlplatte 30 und die Kupferstreifen 31 hindurchgehen und in die Schuhe 26 eingreifen.
  • Die Bürste 37 des Stromwenders 27 ist auf dem Arm 38 angeordnet, der mit dem Arm 39 gelenkig verbunden ist. Letzterer ist seinerseits mit dem Bürstenlagerstuhl4o starr verbunden, jedoch davon isoliert. Der Bürstenlagerstuhl 4o sitzt am Feldmagnetkörper. Die Bürste 37 ist mit den Leitungsringen 41 durch Leiter 42 elektrisch verbunden. Die zweite Wicklung enthält vier solcher Bürsten.
  • Der Anker 2, welcher mittels des Kurbelwellenflansches 2o' und des Sternes 43, an dem der Anker starr befestigt ist, durch die Kraftduelle angetrieben werden kann, liegt konzentrisch zu dem Feldmagneten und der zweiten Wicklung und ist von der letzteren durch den Luftspalt 44 getrennt. Der Anker 2 enthält einen geblätterten Eisenkern und eine Ankerwicklung, die aus Leitern 49 zusammengesetzt ist. Er wird von dem zylindrischen Gehäuse 47 getragen, das an dem einen Ende an dem Stern 43 befestigt und an dem andern Ende durch Vermittlung des Stromwenders 48 auf der i\Tabe 14 drehbar gelagert ist. Zur Erzielung eines möglichst geringen Gewichts sind die Ankerbleche in zwei Gruppen 45 und 46 geteilt, die voneinander getrennt und gegenüber den Haupt- und -Hilfspolen 7 bzw. i i angeordnet sind, so daß der magnetische Fluß in radialer Richtung von den Haupt-und Hilfspolen in sie übertritt. Der Anker ist mitInnenwicklung versehen, und dieI_eiter .a:9 sind zwischen den Zähnen 5o der Blechanker 45, 46 angeordnet. Gemäß Abb. 1 ist (las linke Ende des Ankergehäuses 47 durch den Stromwender 48 getragen, der ebenso wie der Strom\vender 27 ausgebildet ist. Jede der Bürsten (vorzugsweise vier) des Stromwenders 48 sitzt gelenkig an dein Arm 51, der seinerseits an dein Arm 52 gelenkig befestigt ist. Der Arm 52 ist starr illit dein Bür stenlagerstuhl i5 verbunden, jedoch davon isoliert. Die Bürsten des Stromwenders 48 sind ferner mit den Metallringen 54 durch Leiter 5 5 elektrisch verbunden.
  • Die beschriebenen Stromwender werden durch die .-Vibrationen der Vorrichtung in kaum nennenswerter Weise beeinflußt, so daß die Bürsten schon bei geringem Federdruck mit dem Stromwender in guter Berührung bleiben.
  • Wie erwähnt, sind der Feldmagnet und die beiden unabhängig voneinander drehbaren, zueinander konzentrischen Wicklungen innerhalb des Gehäuses 17 eingeschlossen. Die Sterne 16, 29 und 43 gewähren eine genügende Luftzirkulation. Die Luft wird durch die Eisenbleche der zweiten Wicklung und des Ankers zwangsläufig in kreisende Bewegung versetzt.
  • In Abb. 3 und ,a. ist die Einrichtung der Feldmagnete und dieAbwicklung der Dynamo-und Motorwicklungen in bezug aufeinander und auf die bezüglichen Stromwender veranschaulicht. In Abb.3 liegen die Pole in einer Flucht, während sie gemäß .Abb. q. 11111 einen halben Polschritt zueinander versetzt sind.
  • In Abb. 3 sind die Leiter der Dcnamowicklung finit ihren Stromwenderstegen und Bürsten in ausgezogenen Linien dargestellt, während die Leiter der Motor- bzw. zweiten Wicklung mit ihren Stroinwenderstegeü und Bürsten in punktierten Linien gezeichnet sind. Mit Bezug auf die D_vnainowicklung verläuft der Leiter von dein Stroinwendersteg A durch den Hilfspol 5 und dann durch den Hauptpol :i hindurch, geht dann um 45' zurück und ist an den anderen Leiter angeschlossen, der 11111 d.5° zurückspringt und dann durch den benachbarten Hauptpol: hindurchgeht. Dieser Leiter geht dann durch den in einer Flucht mit dem letzteren befindlichen Hilfspol 5' hindurch und läuft dann -r_11 deni mit dein Steg A benachbarten Steg B.
  • Bei der Motor- bzw. zweiten Wicklung gebt der Leiter von dein Steg C durch den Hauptpol q. hindurch, springt dann um 9o' zurück, durchkreuzt den nächsten benachharten Hilfspol 5', geht um .I5' vor und ist -in den anderen Leiter angeschlossen, der züinächst uni .I5° vorgeht, dann den nächsten benachbarten Hilfspol ;" durchkreuzt, um 9o° vorgeht, durch den Hauptpol 4' geht und zurück zu dem Steg D springt, der dein Steg C benachbart ist. Der Vorteil der Anordnung von Polen und Wicklungen gemäß Abli. 3 besteht darin, daß die Leiter der Dvn@inowickhing von ziemlich geringer Länge sind, so daß der Widerstand der Wicklung auf das Mindestmaß herabgesetzt ist. Dadurch wird ermöglicht, daß finit einer Batterie von geringer Spannung ein starker Strom durch den Anker geschickt werden kann, so daß nian beim Anlassen ein starkes Drehmoment erhält, was besonders dann wünschenswert ist, wenn die Vorrichtung ini Zusammenhang finit einem Gasmotor zwecks Anlassen,; desselben benutzt werden soll.
  • Die Leiter der Dynamowicklung liegen auf einem Kreisumfang von größerem Durchniesser als die Leiter der zweiten Wicklung, nian kann jedoch durch geradlinige Anordnung der Leiter der Dynamowicklung erreichen, daß die Leiter beider Wicklungen annähernd die gleiche Länge besitzen.
  • Wenn die Hilfspole um einen halben Polschritt gemäß Abb. d. versetzt sind, so ist der Abstand zwischen den Hauptpolen und Hilfspolen geringer, so daß die Länge der Leiter in beiden Wicklungen ebenfalls geringer wird. Aus der Abb. d ist ersichtlich, daß der Leiter von dem Stromwendersteg A durch den Hilfspol 5 hindurchgeht, dann um 45#' zurückspringt, den Hauptpol d. durchkreuzt, alsdann uni 45c vorgeht und an den anderen Leiter angeschlossen ist, der um q.5° vorgeht, durch den benachbarten Hauptpol a' hindurchgeht, dann um d.5° vorspringt und den Hilfspol s' durchkreuzt, wonach er zu dem Stromwendersteg B, der mit dem Steg A benachbart ist, zurückgeht. Bei der zweiten Wicklung geht der Leiter von dein Stromwendersteg C aus, (itirchkreuzt dann den Hauptpol d', springt dann 11111 .15`' zurück, durchkreuzt den Hilfspol 5, springt wiederum um .I5`-' zurück und ist an dem anderen Leiter angeschlossen, der um ,15° zurückgeht, durch den benachbarten Hilfspol 5" hindurchgeht, dann um ,I5° vorspringt, unter dem Hauptpol q. verläuft und zum Stromwendersteg D zurückgeht, der mit dein Steg C benachbart ist.
  • Wie die Abb. 5 bis 9 zeigen, können die Motorwicklung und die zweite Wicklung sowohl wie die Haupt- und Hilfserregerspulen des Hauptschlußstromkreises mittels der Schalter 56, 57 hintereinander geschaltet werden. Der Schalter 56 ist als zweipoliger, der Schalter 57 als dreipoliger Umschalter ausgebildet. Jedes Messer jedes Schalters kann unabhängig von den anderen in seine zugehörigen Kontakte gelegt werden.
  • In .den Dynamostromkreis ist die Saminelbatterie 58 eingeschaltet, deren Stromkreis mittels des Anlaßschalters 59 geschlossen und geöffnet werden kann. Die Erregerspule io ist an die beiden Klemmen der Sammelbatterie angeschlossen, und ihr Stromkreis kann mittels des Schalters 6o geöffnet und geschlossen werden. Während des Betriebes ist der Schalter geschlossen. Im Nebenstromkreis zu den Hilfsfeldspulen ra ist der Widerstand 61 anreOrdnet, wobei die Feldspulen 12 ebenfalls mit der Batterie oder mit den Dvnaino- und Motorwicklungen mittels des Schalters 57 hintereinander geschaltet werden können. Die Hilfserregerspulen 12 führen den Strom zeitweise in einer Richtung und zeitweise in der entgegengesetzten Richtung. Die Stromstärke kann mittels des Widerstandes 61 geändert werden. Somit wird der Fluß durch die Hilfserregerpolschuhe während des Betriebes nicht nur in seiner Stärke, sondern auch in seiner Richtung geändert.
  • Die Haupterregerspulen des Häuptschluß= strornkreises können mit den Dynamo- und Motorwicklungen mittels der Schalter 56 und 57 hintereinander' geschaltet werden. Die Nebenschlußerregerspulen 9 .des Hauptmagneten sind im Neberischluß an den Dynamoanker über die Sammelbatterie 58 angeschlossen. In diesem Stromkreis ist ein Präzisionsrelais 62 angeordnet, welches geschlossen wird, wenn die Spannung der Dynamo einen bestimmten Betrag übersteigt und geöffnet wird, wenn die Spannung unterhalb dieses bestimmten Betrages liegt. Das Schließen des Relais wird somit einen Stromkreis durch die Sammelbatterie 58 und die- Nebenschlußwicklung 9 zustande bringen.
  • Zwecks Verwendung der Einrichtung zuin Anlassen eines aus einem Gasmotor o. dgl. bestehenden Hauptantriebes ist es gemäß Abb. 5 notwendig, daß der Anker :2 als motorisch wirkt und Strom von der Sammelbatterie 58 erhält. Es- ist wünschenswert, daß die Polarität der Hauptfeldmagnete bereits bei der Betätigung der Vorrichtung vorbestimmt ist, da man sich auf den remanenten Magnetismus der Feldmagnete nicht verlassen kann. Demgemäß wird der Schalter 6o zunächst geschlossen, so daß der Strom von der Sarninelbatterie 58 durch die Erregerspüle io fließt. Der Anlaßschalter 59 wird dann geschlossen und der Schalter 57 betätigt, so daß die Hilfsfeldspulen i2- mit der Wicklung des Ankers :2 und der Batterie hintereinander geschaltet werden. Insoweit diese Ankerwicklung und die Hilfsfeldspulen ia allein in dem Stromkreis der Batterie liegen, wird der Widerstand dieses Stromkreises auf das Minimum verringert, und somit ist der Batteriestrom, der durch die Hilfsfeldspule 1ä und die Wicklung des Ankers-2 fließt, am stärksten, Der Strom verläuft in folgender Weise: Von der positiven Klemme der Batterie 58 über Leiter 63, 64, Anker 2, Leiter 65, 66, Kontakte 67, 68 des Schalters 57, Leiter 69, Hilfsfeldspule 1ä, Leiter 70,.7r, Anlaßschalter 59 zurück zu der negativen Klemme der Batterie. Der Anker :2 wird unter diesen Umständen ein Drehmoment entwickeln und die Primärmaschine (Gasmotor o. dgl.) andrehen.. Die Hauptschluß-und Nebenschlußspulen 8 bzw. 9 der Hauptfeldmagnete sind offen, und der ganze Nebenschlußwiderstand 61 ist von dein Stromkreis der Hilfsfeldspule i2 abgeschaltet. Sobald die Primärmaschine angelassen ist und genügende Geschwindigkeit. erreicht hat, wird der. Anlaßschalter 59 geöffnet. Während dieser Zeit ist das Relais 62 offen.
  • Das Leitungsschema für den Normalbetrieb der Vorrichtung bei geringer Geschwindigkeit ist in Abb. 6 dargestellt. Die Schalter 56, 57 sind geschlossen, so däß der Anker 2 die zweite Wicklung 3, die Hilfsfeldspulen i2 und die Haüpterregerspulen des Hauptschlüß= siromkreises 8 hintereinander geschaltet sind. Der -Ström verläuft,in folgender Weise: Von der positiven Bürste des Dynamoankers 2 über die Leiter 64, 72, 73; Kontakt 74 des Schalters 56, Leiter 75, 76, Motorwicklung 3, Leiter 77, Kontakt 78 des Schalters 56, Leiter 79, Kontakte 8o, 8 1 des Schalters 57, Leiter 70, Hilfsfeldspule 12, Leiter 69, Kontakte 68, 82 des Schalters 57, Leiter 83, Spule 8 des Hauptfeldmagneten, Leiter 84 und 65 zurück zu der negativen Bürste der Dynamo. Während dieser Zeit ist die Spannung des Dynamoankers größer als diejenige der Sammelbätterie; so daß das Relais 62 geschlossen wird und ein Stromkreis behufs Ladens der. Saminelbatterie durch die Nebenschlußwicklung 9 des Hauptfeldmagneteu@entsteht: Der Strom `erläuft in folgender Weise: Von der positiven Bürste des Dynainöankers 2 über Leiter 64, 63, Batterie 58, Leiter 85, Relais 62, Leiter 86, Nebenschlußspule 9 des' Hauptfeldinagneten, Leiter 84 und 65 zur ri:egativen Bürste der Dynamo. Die Geschwindigkeit und das Treibmoment der zweiten Wicklung können in diesem Falle mittels des Widerstandes 6! gesteuert werden, der- parallel 'zü dem-Stromkreis des, Hilfsfeldmagneten f2 geschaltet werden kann.
  • Bei der Schaltung gemäß Abb. 6 fließt der Strom in irgendeiner Hilfsfeldspule in "entgegengesetzter Richtung zu derjenigen der entsprechenden Hauptfeldspule. Es ergibt sich hierbei ein Hauptfeld von einer bestimmten Polarität und ein Hilfsfeld von entgegen= gesetzter Polarität. Es ist ferner bei Berücksichtigung des Wicklungsverlaufes der Spulen ersichtlich, daß die benachbarten Pole des Hauptfeldmagneten und des Hilfsfeldmagneten von entgegengesetzter Polarität sind.
  • Während des normalen Betriebes bei g6= ringerer Geschwindigkeit, und zwar in der Vorwärtsrichtung, wird jeder Leiter in dein Dynamoanker ein Hauptfeld der einen'Polarität und ein Hilfsfeld der entgegengesetzten Polarität schneiden. Der Erfolg dieser Anordnung wird sein, daß ein Teil der Ankerleiter auf die Maschine eine verlangsamende oder bremsende Wirkung, der andere Teil der Leiter aber eine motorische oder treibende Wirkung auf die. Maschine ausübt. Die effektive Bremswirkung auf die Maschine ist gleich der algebraischen Summe dieser antreibenden und bremsenden Wirkungen der Leiter.- Während der geringeren Vorwärtsgeschwindigkeit erreicht der Fluß des Hilfsfeldes seine,Mäximalstarke, und da der Hilfspolschüh nur die Hälfte der Länge des Hauptpolschuhes beträgt, so wird die l@l otorwirl;trng der Leiter 5o Prozent der bremsenden Wirkung der Leiter neutralisieren, so elaß im Enderfolge die effektive Brernswirkurrg der Leiter, d. h. glas zum Antreiben des Ankers notwendige Crehnronrerrt, mir ein Drittel des möglichen 2 aximalnioments betragen wird. Während der geringeren Vorwärtsgeschwindigkeit wird ferner jeder Leiter in der zweiten oder :Motorwicklung ein Hauptfeld und ein Hilfsfeld von ein und derselben Polarität schneiden. Infolgedessen wird die gesamte Länge der 1Iotorleiter eine Motor-bzw. antreibende Wirkung ausüben, so daß die zweite Wicklung mit dein Maximalnroment angetrieben werden wird. Wenn die Geschwindigkeit der zweiten oder Motorwicklung steigt, wird der Strom in den Hilfsfeldspulen durch den Widerstand 61 nebengeschlossen, so daß die l@lotorwirktrng eines Teiles der Leiter im Dynamoanker verringert wird und ein größeres Moment erforderlich wird, um mittels des Hauptantriebes die Dynamoleiter anzutreiben. In ähnlicher Weise wird ein Teil der Leiter in der zweiten oder Motorwicklung eine geringere antreibende Wirkung, welche die zweite Wicklung zu drehen bestrebt ist, ausüben, und das Moment der zweiten Wirkung wird in demselben Maße verringert, wie das 1@-Ioment der Dynamowicklung vergrößert wird. Befindet sich der Schaltarm des Widerstandes 6t auf dem letzten Kontakt, so werden die Hilfsfeldspulen 12 gänzlich kurzgeschlossen, und die effektive Länge der Leiter sowohl im Dynamoanker wie in der zweiten Wicklung erreicht ein und dieselben Größe. Unter dieser Bedingung wird das durch die zweite Wicklung auf die Propellerwelle ausgeübte Moment genau gleich demjenigen sein, welches die Dynamowicklung von dem Hauptantrieb entnimmt.
  • Um die .Vorrichtung mit hohen Vorwärtsgeschwindigkeiten zu betreiben, wird der Schalter 57 in die in Abb. 7 gezeigte Lage verstellt, so daß die Richtung des durch die Ililfsfeld spulen 12 fließenden Stromes um-@.ekehrt wird. Zu gleicher Zeit wird der Schaltarm des Widerstandes 61 allmählich zurückgelegt, so daß Widerstand mit den Hilfsfeldspulen in Nebenschluß eingeschaltet wird, wodurch durch die letzteren mehr Strom fließt und das Hilfsfell verstärkt wird.
  • Gemäß Abb. 7 verläuft der Strom in folgender Weise: Von der positiver Bürste des Dynamoankers 2 über Leiter 6q., 72, 73, Kontakt 7;4 des Schalters 56, Leiter 75 und 76, Motorwicklung 3, Leiter 77, Kontakt 78 des Schalters 56, Leiter 79, Kontakte 8o und 68 des Schalters 57, Leiter 69, Hilfsfeldspule 12, und zwar in umgekehrter Richtung zu lern Stromverlauf in dieser Spule bei geringer Vorwärtsgeschwindigkeit, ferner über Leiter Kontakte 82 des Schalters 57, Leiter 83 zu der Haupterregerspule des Hauptschlußstromkreises 8, Leiter 8 , 65 zu der anderen Bürste der Dynamo. Während dieser Zit wird die Nebenschlußspule 9 ebenfalls erregt werden, und die Richtung des durch sämtliche hrregerspulen des Haupt- und des Hilfsfelde gehenden Stromes wird ein unddi aelhe sein.
  • Bei dieser Schaltung wird die zweite oder 1lotomvicklung bzw. deren Leiter Haupt- und Hilfsfelder 'von entgegengesetzter Polarität schneiden. Infolgedessen ein feil der zweiten oder bmy. deren Leiter eine bremsende Wirkung ausüben im Gegensatz zu der antreibenden Wirkung des anderen Teiles der Wicklung bzty. der Leiter, so daß das effektive Moment der zweiten Wicklung verringert werden wird. Zu gleicher Geit werden die Leiter des Dynamoankers Haupt- und Hilfsfelder ein schneiden, so daß die gesamte Länge dieser Leiter eine bremsende auf die zum Hauptantrieb dienende Primärmaschine ausüben wird und diese e:n stärkeres Drehmoment liefern muß, um den Dynamoanker anzutreiben. Wenn schließlich Schaltarm des Widerstandes in die ffenlage gemäß Abb. 7 gebracht wird, wird ein Drittel der effektiven Länge der z eiten bzw. deren Leiter eine oder bremsende irkung ausüben, während zwei Drittel der effektiven Länge dieser Leiter eine Motor- bzty. antreibende Wirkung haben wird. Im wird das effektive Moment der zweiten Wicklung ein Drittel fies von dem Hauptantrieb ausgeübten :Momentes betragen. Die Geschwindigkeit und Moment der zweiten Wicklung können mittels des Widerstandes geändert werden. Zwecks Betätigung der Vorrichtung als dynamoelektrische Bremse wird der Dynamostromkreis mittels des Schalters 56 geöffnet und das oment bzw. die treibende irkung des angetriebenen Teiles (z. B.
  • ird dann die zweite Wicklung 3 als ein Dynamo antreiben, wobei die zweite Wicklung, die Hilfsfeldspulen und die Haupterregerspulen des Hauptschlußstromkreises hintereinander mittels des Bremswiderstandes 86 in den Stromkreis der zweiten Wicklung geschaltet werden. Diese Anordnung ist in Ahb. 8 veranschaulicht, gemäß der von .der als Dynamo wirkenden zweiten Wicklung entwickelte Strom von der positiven Bürste der zweiten Wicklung entnommen ird, dann über Leiter 76 und 75, Kontakt des Schalters 56, Leiter 79, Kontakt 8o und des Schalters 57, 70, Hilfsfeldspule t2, Leiter 69, Kontakte 68 und 82 des Schalters 57, Leiter 83, Haupterregerspule des Hauptschlußstromkreises 8, Leiter 84. und 66, Kontakte 67, 88 des Schalters 57, Leiter 89, Bremswiderstand 86 und schließlich Leiter 90, 77 zu der anderen Bürste der zweiten Wicklung verläuft. Die durch die zweite als Dynamo wirkende Wicklung verbrauchte Kraft nimmt das Moment oder die treibende Wirkung des angetriebenen Teiles auf, so daß die zweite Wicklung und der angetriebene Teil rasch in den Ruhezustand gebracht werden. Zwecks Umkehrung der Wirkungsweise der Vorrichtung, d. h. zwecks Antriebes der zweiten Wicklung in der entgegengesetzten Richtung, wird der Strom von dem Dynamoanker 2 durch die Spulen 8 und 12 der haupt-und Hilfsfeldmagnete wie bei geringer Geschwindigkeit, jedoch in entgegengesetzter Richtung durch die zweite Wicklung 3 geschickt. Dieser Strom verläuft, wie Abb. 9 zeigt, in folgender Weise: Von der positiven Bürste des Dynamoankers :2 über Kontakt 78 des Schalters 56, Leiter 6d., 72 und 73, Leiter 77 zu der zweiten Wicklung 3, und zwar in engegengesetztem Sinne wie bei der geringeren .Vorwärtsgeschwindigkeit, ferner über die Leiter 76 und 75; Kontakt 7:1, der, jetzt an der unteren Seite des Schalters 56 geschlossen ist, Leiter 79, Kontakte 8o und 81 des Schalters 57, Leiter 70, Hilfsfeldspule 12, Leiter 69, Kontakte 68 und 82 des Schalters 57, Leiter 83 zu der Haupterregerspule des Hauptschlußstromkreises 8, und zwar in umgekehrter Richtung- zu derjenigen des Stromkreises in der Hilfsfeldspul:e 12, und die Leiter 8¢ und 65 zu der negativen Bürste des Dynamoankers.
  • Die Geschwindigkeit und das Antriebsinornent der zweiten Wicklung 3 während dieser Wirkungsweise in entgegengesetztem Sinne kann natürlich mittels des Widerstandes 61 geändert werden.
  • In dein beschriebenen Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes umgibt der Anker 2 die zweite Wicklung 3 und den Feldmagnetkörper i konzentrisch. Durch die Anordnung des Feldmagnetkörpers in dem Innenraume ergibt das natürliche Aiiseinandergehen der Flußlinien beim Verlassen der Pole eine größere Polfläche des Ankers, der einen größeren Innendurchmesser besitzt als die zweite Wicklung, wodurch die Polflächen der beiden Wicklungen in richtigem Verhältnis gehalten werden.
  • Der Anker und der Feldmagnetkörper können übrigens miteinander vertauscht werden, so daß der letztere nach außen kommt und die zweite Wicklung sowie den Anker umgibt. Bei solcher Ausführungsform wird der Anker mit dem Hauptantrieb verbunden und durch diesen letzteren angetrieben, während die zweite Wicklung an dem angetriebenen Teile angeschlossen wird. _

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Elektrische Kraftübertragung, bei der die Arbeit einer Kraftmaschine, Dampfmaschine, Verbrennungskraftmaschine o. dgl. auf einen angetriebenen Teil durch @Jerrnittlung eines Generatorankers und eines zu ihm konzentrischen Motorankers übertragen wird, der Strom von dem Generatoranker erhält und mit ihm in einem gemeinsamen, ruhenden Kraftlinienfelde umläuft, dadurch gekennzeichnet, daß letzteres aus regelbaren Hauptpolen (7) sowie regelbaren und umkehrbaren Hilfspolen (i i) abweichender Größe gebildet wird, die achsial nebeneinander und unter Umständen noch in der Umfangsrichtung zueinander derart versetzt liegen, daß elektromotorische Kräfte im Generatoranker (2) und im. Motoranker (3) entstehen, die teils einander entgegenwirken, teils einander unterstützen, und die durch Änderung der Erregung der Haupt- und Hilfspole zu regeln sind, um die Zugkraft entsprechend der Belastung und Geschwindigkeit nach Belieben ändern zu können.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptpole (7) Nebenschluß- (9), Hauptschluß-(8) und Fremderregung (io) besitzen, wobei die Nebenschlußerregung (9) der Hauptpole (7) und die Erregerwicklung (12) der Hilfspole (ii) vom Generatoranker (2) gespeist wird, die Fremderregung (io) aber an einer vom Generatoranker (2) geladenen Batterie (58) liegt und die Leiter des Generatoranker s (2) und des Motorankers (3) so durch die Felder der regelbaren Hauptpole (7) und der umkehrbaren Hilfspole (i i) geführt sind, daß, wenn die induzierten elektromotorischen Kräfte in einer Windung des Motorankers (3) gleiche Richtung haben, sie in einer Windung des Generatorankers (2) entgegengesetzt gerichtet sind und umgekehrt.
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