DE376864C - Vorrichtung zum Regeln des Gasdruckes fuer Gasreinigungsanlagen o. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum Regeln des Gasdruckes fuer Gasreinigungsanlagen o. dgl.

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DE376864C
DE376864C DER52385D DER0052385D DE376864C DE 376864 C DE376864 C DE 376864C DE R52385 D DER52385 D DE R52385D DE R0052385 D DER0052385 D DE R0052385D DE 376864 C DE376864 C DE 376864C
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gas
gas pressure
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/14Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power
    • G05D16/18Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power derived from an external source

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Description

Einer der wichtigsten Punkte bei den im Betrieb befindlichen Gasreinigungs-, Druckerhöhungs- und Gasförderungsanlagen ist die Regelung des vor und hinter der Anlage herrsehenden Gasdruckes. Z. B. ist bei einer Hochofengasreinigungsanlage, welche in den meisten Fällen als Gasdruckerhöhungsanlage ausgebildet ist, der vor und hinter der Reinigung auftretende Druck von der jeweiligen Gaserzeugung der Hochöfen und der jeweiligen Entnahme an den Gasverbrauchsstellen abhängig. Die Regelung des Druckes vor und hinter der Reinigungsanlage erfolgte hier bisher von einem besonders zuverlässigen
Maschinisten, von dessen Aufmerksamkeit der störungsfreie Betrieb abhängt. Dieser Maschinist hat darauf zu achten, daß der Gasdruck vor der Reinigung nicht unter einen bestimmten Gasdruck sinkt, damit nicht durch irgendwelche Undichtigkeiten an den Hochöfen oder an den Gasleitungen vor der Reinigung bei auftretendem Unterdruck Luft angesaugt wird, wodurch die ganze Anlage durch Explosionsgefahr gefährdet würde.
Zweitens hat der Maschinist darauf Obacht zu geben, daß der Gasdruck in der Vorlage hinter der Reinigung nicht zu hoch wird, da sonst das Gas in den Gasbehältern, den Wassertassen der Ventile und den Wasseranschlüssen ausbläst. Ferner darf der Maschinist den Gasdruck hinter der Reinigung nicht zu weit sinken lassen. Er hat also bei fallendem Druck hinter der Reinigung die Regelungsorgane so weit zu öffnen, bis vor der Reini- gung der niedrigst zulässige Druck erreicht ist.
Die Erfindung bezweckt, den Gasdruck vor und hinter der Reinigung mittels einer Vorrichtung selbsttätig zu regeln. Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das von den Hochöfen H1 bis H4 erzeugte Gas wird nach der Sammelleitung A geführt und gelangt von dieser zwecks Reinigung durch die Wascher W1 bis W" zur Vorlage B und von da zu den Ventilatoren V1 bis Vf. Hier erfährt das Gas durch die \'entilatoren eine Drucksteigerung und gelangt durch die Drosselklappen D1 bis D* in die Vorlage C hinter der Reinigung, um sich hier nach den Verbrauchern, wie Cowpern, Wärmeöfen, Gasmaschinen und Kesseln, zu verteilen. Der Gasbehälter ist zur Vorlage C parallel geschaltet. Die Regelung der Drosselorgane D1 bis P1 erfolgt durch eine Regelvorrichtung, welche aus einem in der Patentschrift 309926 beschriebenen Umschaltschwimmer 38 besteht, der durch ein Gaszuführungsrohr K mit der Vorlage B verbunden ist und einem Regler O sowie besonderem Differentialantrieb P. Dieser besteht aus einem Kegelrad {, welches mit der Welle des Reglers O fest verbunden ist, aus den Kegelrädern 2, 3, die mit den zu den Drosselorganen D1 bis D* führenden Wellen 8 fest verbunden sind, aus einem Kegelrad 4, welches lose auf der Welle 8 sitzt und mit einem Schneckenrad 5, in welches eine selbstsperrende Schnecke der Welle 6 eingreift, verbunden ist. Auf der Welle 6 befindet sich noch ein Handrad 7.
Die Aufgabe der Erfindung ist im wesentliehen so zu verstehen, daß in der Vorlage ß der Druck nicht unter ein kritisches Minimum, z. B. nicht unter plus 2 mm W. S. fällt, während der Druck in der Vorlage C auf einer bestimmten Höhe gehalten werden muß, \venn bei Überschreitung dieses Normaldruckes der
*) Frühere Zusatzpatente 300405 und 303513.
Regler O die Klappen D1 bis D4 schließen soll. ' Infolgedessen muß der Regler bei einer bestimmten Druckhöhe umgekehrt arbeiten.
Wenn z. B. der Druck in der Vorlage B nicht
unter plus 2 mm fallen und der Druck in der , ■Vorlage C nicht über 180 mm ansteigen soll,
so muß der Regler bei Überschreitung des ; Druckes von 180 mm die Drosselklappen D1 t bis Di schließen, was seiner gewöhnlichen
Tätigkeit entspricht. Sinkt dagegen der
Druck in der \'rorlage C unter 180 mm, so : wird der Regler, dessen Kontaktwerk dem- ; entsprechend auf den Sollwert von 180 mm > eingestellt ist, die Klappen öffnen, was eben-
falls der gewöhnliche Regelvorgang ist. Nun . kann aber auch der Fall eintreten, daß beim : Sinken des Druckes unter 180 mm in der ' Vorlage C auch ein Sinken des Druckes in der
Vorlage B unter plus 2 mm eintritt. In die-
sem Falle würde der Regler infolge des gesunkenen Druckes unter 180 mm die Klappen
öffnen, was aber infolge des gesunkenen
Druckes in der Vorlage B und der damit ver- \ bundenen Explosionsgefahr verhindert wer-
den muß. Der Regler soll jetzt umgekehrt ; arbeiten, d. h. er soll trotz des gesunkenen , Sollwertes von 180 mm in der Vorläget die \ Drosselklappen schließen. Die Lösung dieser ! Aufgabe läßt sich bei der großen Schaltungs- | einfachheit des Zweimotorensystems sehr
leicht mit dem in der Patentschrift 309926 beschriebenen Umschaltschwimmer wie folgt er- I reichen. j
Der den Regler steuernde, auf den Sollwert I von 180 mm eingestellte Regelschwimmer 36 j wird durch eine Leitung L an die Vorlage C j angeschlossen. Dieser Regelschwimmer be- j einflußt den Regler 0 so, daß in der Vor- j lage C ein Druck von z.B. 180 mm gehalten
wird. Der Umschaltschwimmer 38 ist an die
Vorlage B durch eine Leitung K angeschlossen. Dieser Umschaltschwimmer ist im vorliegenden Beispiel so belastet, daß er bei
plus 2 mm den Regler 0 freigibt und der Re-
gelschwimmer 36 wie gewöhnlich arbeiten
kann. Sinkt der Druck in der Vorlage B j unter 2 mm, so steuert der Umschaltschwimmer 38 den Regler 0 umgekehrt, so daß nunmehr ein Schließen der Klappen D1 bis D4 \ veranlaßt wird. Bei der Wichtigkeit dieser ; Regelanlage ist es aus betrieblichen Gründen ' notwendig, damit zu rechnen, daß infolge ■ irgendeiner Störung der Regler zum Still- > stand kommt. Für diesen Fall muß Vorsorge ; getroffen sein, daß der Maschinist ohne wei- j teres von Hand eingreifen kann. Dazu dient J das Handrad· 7, welches durch die Welle 6 und I mittels Schnecke in das Schneckenrad 5 eingreift. Es ist wichtig, daß die Drosselklappe mit dem Regler und dem Handrade so verbunden ist, daß beide Antriebsarten schnellstens in Tätigkeit treten können ohne Kupplungen o. dgl. betätigen zu müssen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, kann infolge des Differentialgetriebes P der Regler O auch unmittelbar mit dem Drosselklappengestänge 8 arbeiten, da die mit der Welle 6 verbundene Schnecke das Schneckenrad 5 sperrt, infolgedessen das Kegelrad 4 stehenbleibt und dadurch der Regler O die Welle 8 drehen kann. Steht der Regler still, so sperrt das Kegelrad ι die Planetenräder 2 und 3. Wenn jetzt mittels des Handrades das Schneckenrad 5 in Umdrehungen gesetzt wird, wandern die Planetenräder 2 und 3 um das Kegelrad 1 herum und nehmen dadurch die Welle 8 mit. Es ist somit ein Arbeiten von beiden Seiten möglich, wobei sämtliche Teile in Eingriff bleiben.

Claims (3)

  1. Patent-An sprüche:
    i. Vorrichtung zum Regeln des Gasdruckes nach Patent 297619, bei welcher als regelndes, die beiden Elektromotoren verbindendes Zwischenglied ein Differentialgetriebe angewandt wird, welches bei Veränderung der Drehzahl eines der beiden Elektromotoren den Rohrquerschnitt ändert, dadurch gekennzeichnet, daß bei Gasdruckerhöhungs- und Gasförderanlagen die Mengen- und Druckregelung der durch go die Anlagen geführten Gase selbsttätig derart erfolgt, daß unter Abhängigkeit des Gasdruckes vor und hinter der Anlage bei einem kritischen Mindestdruck vor der Anlage und bei einem Höchstdruck hinter der Anlage ein Schließen des Drosselorganes durch einen an sich bekannten Umschaltmechanismus erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des ■Verfahrens nadi Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckregelung der durch die Anlagen geführten Gase durch eine selbsttätige Regelvorrichtung nach Patent 309926 erfolgt, die von dem Gasdruck vor und hinter der Anlage beeinflußt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebszapfen des Reglers (O) durch ein Differential- oder ähnliches Getriebe mit den Drosselorganen verbunden ist, welches gleichzeitigen Antrieb von zwei Seiten gestattet, zum Zwecke, beim Versagen des Reglers sofort von Hand aus eine Verstellung der Klappen bewirken zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DER52385D Vorrichtung zum Regeln des Gasdruckes fuer Gasreinigungsanlagen o. dgl. Expired DE376864C (de)

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