DE472544C - Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind - Google Patents
Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sindInfo
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- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
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Description
Slar. ™. Eigendom
'2 6 APE. 1929
Werden mehrere Kessel einer Anlage von einer gemeinsamen Kesselspeiseleitung oder einem zusammenhängenden
Speisenetz versorgt, so bedeutet die Störung der Speisung eines Kessels eine Gefahr für die Betriebsführung der ganzen
Anlage.
So kann z. B. bei einem Rohrbruch in einem Kessel durch die entstehende Öffnung das Wasser
des Kessels so schnell herausgedrückt werden, daß die Kesselspeisung nicht mehr in der
Lage ist, den gesamten Wasserbedarf anzuschaffen, so daß auch die an sich unbeschädigten
Kessel nicht genügend oder kein Speisewasser erhalten. Sinkt der Druck in dem beschädigten
Kessel durch einen Bruch unter seinen Betriebswert, so besteht für die Speisepumpen die Tendenz,
vornehmlich in den drucklosen bzw. Kessel mit niedrigerem Druck zu fördern und den gesunden
Kesseln jedes Speisewasser zu entziehen.
Ist außerdem dieAbflußöffnung des beschädigten
Kessels sehr groß, so wird der Wasserstand im Kesseiso weit absinken bzw. auf einer bestimmten
Höhe nicht mehr gehalten werden können, so daß die normal am Kessel vorhandene Wasser-Standsregelung
die Speisung'vollkommen öffnet und dem Kessel ein Maximum als Speisewasser
zuführt. Die weitere Folge kann sein, daß die vorhandene Reserve an Speisewasser in kurzer
Zeit aufgebraucht ist und für die gesamte Kesselanlage Speisewasser mangelt. Die damit verbundenen
Gefahren für die Kessel sind zur Genüge bekannt.
Das Auslaufen eines Kessels bzw. die über eine defekte Stelle geförderte Wassermenge wird nun
um so größer sein, je höher die Temperatur des Speisewassers ist, da mit der Temperaturerhöhung
des Kesselspeisewassers eine entsprechende Drucksteigerung verbunden ist, die das
Wasser mit großer Heftigkeit aus der schadhaften Stelle austreten läßt. Während die geschilderten
Erscheinungen bei einer Speisung der Kessel mit nicht vorgewärmtem Wasser (25 bis
35° Q weniger in Erscheinung treten, da im Falle einer Störung hierbei der defekte Kessel
lediglich seinen Druck verliert, so daß das Wasser unter Atmosphärendruck aus der schadhaften
Stelle austritt, bleibt bei Speisung mit vorgewärmtem Wasser, für das Temperaturen bis
etwa 200° C in Frage kommen, ein größerer Überdruck im Kessel erhalten, so daß der Wasserverlust
bei der gleichen Beschädigung des Kessels ein Vielfaches betragen wird.
Die im nachfolgenden beschriebene Anordnung bietet eine sichere Schutzmaßnahme gegen
diese Störung, und zwar durch selbsttätige Sperrung oder Begrenzung des Wasserzuflusses
des beschädigten Kessels.
Die Wirkungsweise der Erfindung beruht auf
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Heinrich Schult in Berlin.
dem Absinken des Wasserstandes des beschädigten Kessels. Der Rohrbruch eines Kessels hat
eine Absenkung des Wasserstandes zur Folge, die im Grenzfalle zu einem vollkommenen Auslaufen
des Kessels führt. Mit dem Absinken des Wasserspiegels öffnet die Wasserstandsregelung
das Speiseventil, und die Speisung in den schadhaften Kesseln erfolgt nun in so höherem Maße,
daß dadurch, die Speisung der übrigen gesunden ίο Kessel beeinträchtigt wird. Um dies zu vermeiden,
kann aber mit Hilfe eines den Wasserstand anzeigenden Schwimmers bei einer gewissen
Stellung die Speisung des Kessels unterbrochen oder so weit begrenzt werden, daß die
Speisung der übrigen gesunden Kessel unbeeinträchtigt fortgeführt wird. Auch läßt sich mit
der Absperrung oder Begrenzung der Kesselspeisung oder auch kurze Zeit vorher die Dampfentnahme
des Kessels schließen und die Feuerung abstellen.
Wie diese selbsttätige Abschaltung eines Kessels bzw. Sicherung des Speisenetzes gegen zu
große Wasserentnahme in einfachster Weise durchgeführt werden kann, soll an einem Ausführungsbeispiel
an Hand der folgenden Abbildungen gezeigt werden.
Abb. ι zeigt die normale und allgemein bekannte Regelung des Wasserzufmsses bei Kesselanlagen.
Ein Schwimmer α steuert mit Hilfe einer Seilübertragung b ein Ventil c in der
Kesselspeiseleitung d. Die Arbeitsweise geht aus der Abbildung ohne weiteres hervor. Sinkt der
Schwimmer infolge stärkerer Dampf entnahme, so wird der Ventilkegel angehoben und der Quer- I
schnitt der Speisung weiter geöffnet. Steigt der Wasserstand infolge geringeren Bedarfes, so wird
umgekehrt das Ventil geschlossen. Die Wasserzuführung kann somit in jeder Lage dem augenblicklichen
Bedarf angepaßt werden. Tritt aber nun im Kessel eine Störung, z. B. ein Rohrbruch
auf, so wird der Wasserbedarf ganz erheblich steigen und schließlich auch bei gänzlich geöffnetem
Schieber nicht in der Lage sein, den Wasserstand auf einer bestimmten Höhe zu hal-4-5
ten. Das Absinken des Schwimmers unter eine gewisse Wasserstandshöhe wird nun dazu benutzt,
das Ventil c von seiner Regelung durch den Schwimmer freizugeben, so daß es infolge
des Hebelgewichtes schließt und die Speisung abstellt.
Gleichzeitig oder kurze Zeit vorher kann die Feuerung abgestellt und die Dampfentnahme geschlossen
werden. Dies kann z. B. mittels eines Kontaktpaares f erfolgen, welches sich in einer
bestimmten Schwimmerstellung schließt und einen elektrisch gesteuerten Absperrschieber in
der Dampfleitung auslöst. Die Abstellung der Feuerung wird am einfachsten bei Kohlenstaubfeuerung
durch automatische Ausschaltung der Antriebsmotoren der Förderleitung bewerkstelligt.
Durch die Erfindung wird also in einfachster Weise erreicht, daß Feuerung und Dampfentnahme
und die Speisewasserzuführung des kranken Kessels selbsttätig abgestellt wird und der
Betrieb der gesunden Anlage ungestört fortgesetzt werden kann.
Wie- z. B. die Freigabe des Regelventües c
konstruktiv ausgeführt werden kann, ist aus Abb. 2 ersichtlich, in der die Befestigung des 7c
Hebels am Regelventil mit der Schwimmerübertragung vergrößert wiedergegeben wurde. Das
zum Schwimmer geführte Seil g wird durch einen an einer Rolle h angebrachten Vorsprung
gehalten., die Rolle selbst durch den Sperrhebel i an der Ausführung einer Drehbewegung gehindert.
Wird nunmehr der Ventilhebel bis zu einer bestimmten Grenzstellung angehoben, so
stößt er gegen einen Anschlag k, der den Sperrhebel i herunterdrückt, so daß die Rolle h frei- 8c
gegeben wird. Dadurch löst sich das Seil g, und das Ventil c wird durch das Hebelgewicht e ge- ■
schlossen. AnStelle der Freigabe des Regelventiles
c kann natürlich auch ein elektrisch betätigter Schieber in der Speisewasserleitung eingebaut 8j
sein, der mit Hilfe der Kontakte f geschlossen wird. Ebenso ist es möglich, an Stelle des zur
Steuerung des Speiseventiles benutzten Schwimmers α einen besonderen Schwimmer anzuordnen,
der die Schaltungen am Kessel einleitet. 9< Am Wesen der Erfindung wird hierdurch nichts
geändert.
Eine weitere Ergänzung der Erfindung besteht darin, daß bei Rohrbrüchen o. dgl. die Speiseleitung
nicht gänzlich abgestellt, sondern nur so 9i weit geschlossen wird, daß eine Beeinträchtigung
der Speisung der gesunden Kessel nicht mehr besteht. Dies kann z. B. nach Abb. 3 in der Weise
erfolgen, daß zwei Ventile angeordnet sind, von welchen das Ventil I der normalen Regelung
dient, während das Ventil m bei einer starken, Absenkung des Wasserstandes im Kessel die
Speiseleitung zu schließen beginnt. Durch beliebige Einstellung eines Anschlages kann diese
Schließung auf ein erwünschtes Maß beschränkt werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame
Speiseleitung angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung des Kessels bei einer unverhältnismäßig starken,
z. B. durch Rohrbruch verursachten Absenkung des Wasserstandes selbsttätig in Ab- 11
hängigkeit von dieser Absenkung geschlossen oder bis auf eine bestimmte Durchflußmenge
begrenzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit oder vor dem Schlie- 12
ßen der Wasserspeisung in Abhängigkeit von der Absenkung die Dampfentnahme des Kes-
sels selbsttätig abgestellt wird, oder aber Feuerung und Dampfentnahme zugleich
selbsttätig abgeschaltet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Speiseventil
bei einer unverhältnismäßig starken, z.B. durch Rohrbruch verursachten Absenkung
des Wasserstandes selbsttätig in Abhängigkeit von dieser Absenkung von seinem Reglerorgan
befreit wird und durch eine unabhängige, jederzeit verfügbare Hilfskraftquelle (Gewicht, Federkraft o. dgl.) ganz oder teilweise
geschlossen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungssinn
des Speiseventils bei einer unverhältnismäßig starken, z. B. durch Rohrbruch verursachten
Absenkung des Wasserstandes selbsttätig in Abhängigkeit von dieser Absenkung geändert oder ein ebenfalls auf
Schließung wirkendes Ventil in Tätigkeit gesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLlS-. GEDRUCKT IN DER
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50664D DE472544C (de) | 1927-04-21 | 1927-04-21 | Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA50664D DE472544C (de) | 1927-04-21 | 1927-04-21 | Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE472544C true DE472544C (de) | 1929-03-05 |
Family
ID=6937521
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA50664D Expired DE472544C (de) | 1927-04-21 | 1927-04-21 | Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE472544C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6758141B1 (en) | 1998-08-01 | 2004-07-06 | Koenig & Bauer Ag | Method and apparatus for the retention of ink profile for printing |
-
1927
- 1927-04-21 DE DEA50664D patent/DE472544C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6758141B1 (en) | 1998-08-01 | 2004-07-06 | Koenig & Bauer Ag | Method and apparatus for the retention of ink profile for printing |
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