DE472544C - Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind - Google Patents

Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind

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Publication number
DE472544C
DE472544C DEA50664D DEA0050664D DE472544C DE 472544 C DE472544 C DE 472544C DE A50664 D DEA50664 D DE A50664D DE A0050664 D DEA0050664 D DE A0050664D DE 472544 C DE472544 C DE 472544C
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DE
Germany
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lowering
boiler
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feed
water level
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Expired
Application number
DEA50664D
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Schult
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE472544C publication Critical patent/DE472544C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D11/00Feed-water supply not provided for in other main groups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

Slar. ™. Eigendom
'2 6 APE. 1929
Werden mehrere Kessel einer Anlage von einer gemeinsamen Kesselspeiseleitung oder einem zusammenhängenden Speisenetz versorgt, so bedeutet die Störung der Speisung eines Kessels eine Gefahr für die Betriebsführung der ganzen Anlage.
So kann z. B. bei einem Rohrbruch in einem Kessel durch die entstehende Öffnung das Wasser des Kessels so schnell herausgedrückt werden, daß die Kesselspeisung nicht mehr in der Lage ist, den gesamten Wasserbedarf anzuschaffen, so daß auch die an sich unbeschädigten Kessel nicht genügend oder kein Speisewasser erhalten. Sinkt der Druck in dem beschädigten Kessel durch einen Bruch unter seinen Betriebswert, so besteht für die Speisepumpen die Tendenz, vornehmlich in den drucklosen bzw. Kessel mit niedrigerem Druck zu fördern und den gesunden Kesseln jedes Speisewasser zu entziehen.
Ist außerdem dieAbflußöffnung des beschädigten Kessels sehr groß, so wird der Wasserstand im Kesseiso weit absinken bzw. auf einer bestimmten Höhe nicht mehr gehalten werden können, so daß die normal am Kessel vorhandene Wasser-Standsregelung die Speisung'vollkommen öffnet und dem Kessel ein Maximum als Speisewasser zuführt. Die weitere Folge kann sein, daß die vorhandene Reserve an Speisewasser in kurzer Zeit aufgebraucht ist und für die gesamte Kesselanlage Speisewasser mangelt. Die damit verbundenen Gefahren für die Kessel sind zur Genüge bekannt.
Das Auslaufen eines Kessels bzw. die über eine defekte Stelle geförderte Wassermenge wird nun um so größer sein, je höher die Temperatur des Speisewassers ist, da mit der Temperaturerhöhung des Kesselspeisewassers eine entsprechende Drucksteigerung verbunden ist, die das Wasser mit großer Heftigkeit aus der schadhaften Stelle austreten läßt. Während die geschilderten Erscheinungen bei einer Speisung der Kessel mit nicht vorgewärmtem Wasser (25 bis 35° Q weniger in Erscheinung treten, da im Falle einer Störung hierbei der defekte Kessel lediglich seinen Druck verliert, so daß das Wasser unter Atmosphärendruck aus der schadhaften Stelle austritt, bleibt bei Speisung mit vorgewärmtem Wasser, für das Temperaturen bis etwa 200° C in Frage kommen, ein größerer Überdruck im Kessel erhalten, so daß der Wasserverlust bei der gleichen Beschädigung des Kessels ein Vielfaches betragen wird.
Die im nachfolgenden beschriebene Anordnung bietet eine sichere Schutzmaßnahme gegen diese Störung, und zwar durch selbsttätige Sperrung oder Begrenzung des Wasserzuflusses des beschädigten Kessels.
Die Wirkungsweise der Erfindung beruht auf
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Heinrich Schult in Berlin.
dem Absinken des Wasserstandes des beschädigten Kessels. Der Rohrbruch eines Kessels hat eine Absenkung des Wasserstandes zur Folge, die im Grenzfalle zu einem vollkommenen Auslaufen des Kessels führt. Mit dem Absinken des Wasserspiegels öffnet die Wasserstandsregelung das Speiseventil, und die Speisung in den schadhaften Kesseln erfolgt nun in so höherem Maße, daß dadurch, die Speisung der übrigen gesunden ίο Kessel beeinträchtigt wird. Um dies zu vermeiden, kann aber mit Hilfe eines den Wasserstand anzeigenden Schwimmers bei einer gewissen Stellung die Speisung des Kessels unterbrochen oder so weit begrenzt werden, daß die Speisung der übrigen gesunden Kessel unbeeinträchtigt fortgeführt wird. Auch läßt sich mit der Absperrung oder Begrenzung der Kesselspeisung oder auch kurze Zeit vorher die Dampfentnahme des Kessels schließen und die Feuerung abstellen.
Wie diese selbsttätige Abschaltung eines Kessels bzw. Sicherung des Speisenetzes gegen zu große Wasserentnahme in einfachster Weise durchgeführt werden kann, soll an einem Ausführungsbeispiel an Hand der folgenden Abbildungen gezeigt werden.
Abb. ι zeigt die normale und allgemein bekannte Regelung des Wasserzufmsses bei Kesselanlagen. Ein Schwimmer α steuert mit Hilfe einer Seilübertragung b ein Ventil c in der Kesselspeiseleitung d. Die Arbeitsweise geht aus der Abbildung ohne weiteres hervor. Sinkt der Schwimmer infolge stärkerer Dampf entnahme, so wird der Ventilkegel angehoben und der Quer- I schnitt der Speisung weiter geöffnet. Steigt der Wasserstand infolge geringeren Bedarfes, so wird umgekehrt das Ventil geschlossen. Die Wasserzuführung kann somit in jeder Lage dem augenblicklichen Bedarf angepaßt werden. Tritt aber nun im Kessel eine Störung, z. B. ein Rohrbruch auf, so wird der Wasserbedarf ganz erheblich steigen und schließlich auch bei gänzlich geöffnetem Schieber nicht in der Lage sein, den Wasserstand auf einer bestimmten Höhe zu hal-4-5 ten. Das Absinken des Schwimmers unter eine gewisse Wasserstandshöhe wird nun dazu benutzt, das Ventil c von seiner Regelung durch den Schwimmer freizugeben, so daß es infolge des Hebelgewichtes schließt und die Speisung abstellt.
Gleichzeitig oder kurze Zeit vorher kann die Feuerung abgestellt und die Dampfentnahme geschlossen werden. Dies kann z. B. mittels eines Kontaktpaares f erfolgen, welches sich in einer bestimmten Schwimmerstellung schließt und einen elektrisch gesteuerten Absperrschieber in der Dampfleitung auslöst. Die Abstellung der Feuerung wird am einfachsten bei Kohlenstaubfeuerung durch automatische Ausschaltung der Antriebsmotoren der Förderleitung bewerkstelligt.
Durch die Erfindung wird also in einfachster Weise erreicht, daß Feuerung und Dampfentnahme und die Speisewasserzuführung des kranken Kessels selbsttätig abgestellt wird und der Betrieb der gesunden Anlage ungestört fortgesetzt werden kann.
Wie- z. B. die Freigabe des Regelventües c konstruktiv ausgeführt werden kann, ist aus Abb. 2 ersichtlich, in der die Befestigung des 7c Hebels am Regelventil mit der Schwimmerübertragung vergrößert wiedergegeben wurde. Das zum Schwimmer geführte Seil g wird durch einen an einer Rolle h angebrachten Vorsprung gehalten., die Rolle selbst durch den Sperrhebel i an der Ausführung einer Drehbewegung gehindert. Wird nunmehr der Ventilhebel bis zu einer bestimmten Grenzstellung angehoben, so stößt er gegen einen Anschlag k, der den Sperrhebel i herunterdrückt, so daß die Rolle h frei- 8c gegeben wird. Dadurch löst sich das Seil g, und das Ventil c wird durch das Hebelgewicht e ge- ■ schlossen. AnStelle der Freigabe des Regelventiles c kann natürlich auch ein elektrisch betätigter Schieber in der Speisewasserleitung eingebaut 8j sein, der mit Hilfe der Kontakte f geschlossen wird. Ebenso ist es möglich, an Stelle des zur Steuerung des Speiseventiles benutzten Schwimmers α einen besonderen Schwimmer anzuordnen, der die Schaltungen am Kessel einleitet. 9< Am Wesen der Erfindung wird hierdurch nichts geändert.
Eine weitere Ergänzung der Erfindung besteht darin, daß bei Rohrbrüchen o. dgl. die Speiseleitung nicht gänzlich abgestellt, sondern nur so 9i weit geschlossen wird, daß eine Beeinträchtigung der Speisung der gesunden Kessel nicht mehr besteht. Dies kann z. B. nach Abb. 3 in der Weise erfolgen, daß zwei Ventile angeordnet sind, von welchen das Ventil I der normalen Regelung dient, während das Ventil m bei einer starken, Absenkung des Wasserstandes im Kessel die Speiseleitung zu schließen beginnt. Durch beliebige Einstellung eines Anschlages kann diese Schließung auf ein erwünschtes Maß beschränkt werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiseleitung angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung des Kessels bei einer unverhältnismäßig starken,
z. B. durch Rohrbruch verursachten Absenkung des Wasserstandes selbsttätig in Ab- 11 hängigkeit von dieser Absenkung geschlossen oder bis auf eine bestimmte Durchflußmenge begrenzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit oder vor dem Schlie- 12 ßen der Wasserspeisung in Abhängigkeit von der Absenkung die Dampfentnahme des Kes-
sels selbsttätig abgestellt wird, oder aber Feuerung und Dampfentnahme zugleich selbsttätig abgeschaltet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Speiseventil bei einer unverhältnismäßig starken, z.B. durch Rohrbruch verursachten Absenkung des Wasserstandes selbsttätig in Abhängigkeit von dieser Absenkung von seinem Reglerorgan befreit wird und durch eine unabhängige, jederzeit verfügbare Hilfskraftquelle (Gewicht, Federkraft o. dgl.) ganz oder teilweise geschlossen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungssinn des Speiseventils bei einer unverhältnismäßig starken, z. B. durch Rohrbruch verursachten Absenkung des Wasserstandes selbsttätig in Abhängigkeit von dieser Absenkung geändert oder ein ebenfalls auf Schließung wirkendes Ventil in Tätigkeit gesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLlS-. GEDRUCKT IN DER
DEA50664D 1927-04-21 1927-04-21 Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind Expired DE472544C (de)

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DE472544C true DE472544C (de) 1929-03-05

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ID=6937521

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DEA50664D Expired DE472544C (de) 1927-04-21 1927-04-21 Vorrichtung zur Sicherung von Dampferzeugern, die mit anderen an eine gemeinsame Speiangeschlossen sind

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DE (1) DE472544C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6758141B1 (en) 1998-08-01 2004-07-06 Koenig & Bauer Ag Method and apparatus for the retention of ink profile for printing

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6758141B1 (en) 1998-08-01 2004-07-06 Koenig & Bauer Ag Method and apparatus for the retention of ink profile for printing

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