DE375636C - Diffusionsverfahren - Google Patents

Diffusionsverfahren

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DE375636C
DE375636C DEST33612D DEST033612D DE375636C DE 375636 C DE375636 C DE 375636C DE ST33612 D DEST33612 D DE ST33612D DE ST033612 D DEST033612 D DE ST033612D DE 375636 C DE375636 C DE 375636C
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diffuser
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preheater
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Diffusionsverfahren. Es ist ein Diffusionsverfahren bekannt, bei welchem vom dritten Diffuseur zwei Abzüge genommen und derartig verwendet werden, daß man den ersten Abzug nach dem Fabrikbetriebe ableitet und den zweiten Abzug benutzt, um den Saft aus dem zweiten Diffuseur zum Einmaischen in den ersten Diffuseur zu drücken.
  • Mit dieser Arbeitsweise ist nun der Fehler verbunden, daß die Schnitte, wenn sie durch den Kreislauf des Verfahrens an die dritte Stelle gelangen, von der also der Abzug nach dem Fabrikbetriebe stattfinden soll, erst mit zwei heißen Saftmengen in Berührung gekommen sind, so daß man vom dritten Diffuseur nicht Säfte von 8o' C, sondern nur Säfte von etwa 6o' C abziehen kann. Infolge dieser geringen Anwärmung verläuft die Diffusion verhältnismäßig langsam, wodurch die Auslaugung ungünstig beeinflußt wird.
  • Diese Übelstände werden durch die vorliegende, nachstehend an Hand der Zeichnung beschriebene Erfindung beseitigt.
  • Die Batterie wird in zwei Teile geteilt, einen vorderen und einen hinteren Teil. Im vorderen Teile werden die Saftbewegungen durch Saftdruck, im hinteren Teile durch Wasserdruck bewirkt.
  • Im Vorwärmer v, welcher etwa 5 m über der Batterie angeordnet wird, werden stets zwei Saftmengen von 8o bis 85' C, welche bei den vorhergehenden Arbeitsstufen gewonnen wurden, vorrätig gehalten. Soll nun Diffuseur a eingemaischt werden, so wird der Vorwärmer v mit dem Diffuseur b in Verbindung gebracht und der heiße Saft strömt dann unter Druck in den Diffuseur b und verdrängt den darin befindlichen Saft nach Diffuseur a.
  • Während der Zeit, in welcher man den Diffuseur a einmaischt, wird von Diffuseur c ein Abzug dem Fabrikbetrieb bzw. dem Meßgefäß m zugeführt. Sobald dieser Abzug beendet ist, wird demselben Diffuseur noch ein zweiter Abzug entnommen, welcher nach dem Vorwärmer v geleitet wird.
  • In derselben Zeit, in welcher der zweite Abzug dem dritten Diffuseur c entnommen wird, wird vom frisch eingemaischten Diffuseur a unter dem Saftdruck, welcher auf Diffuseur b steht, eine Saftmenge abgezogen, welche gleichfalls nach dem Vorwärmer v mittels Pumpe gedrückt wird. (Unter einer Saftmenge ist die zum Einmaischen eines Diffuseurs benötigte Saftmenge zu verstehen, und zwar rechnet man auf ioo Teile Schnitte durchschnittlich ioo Teile Saft.) Bei dem vorliegenden Arbeitsgang sind die Schnitte im Diffuseur a durch die Einmaischung mit der ersten und durch den nachfolgenden Abzug mit der zweiten Saftmenge in Berührung gekommen. Wenn nun bei dem Kreislauf, den die Arbeitsweise in der Batterie darstellt, der Diffuseur cc an zweiter Stelle steht, so kommen die Schnitte, da die Saftbewegung bei dem Einmaischen und dem nachfolgenden Abzuge über den Diffuseur b geht, nochmals mit zwei heißen Saftmengen in Berührung, so daß die Schnitte, wenn sie an dritter Stelle stehen, von wo der Abzug nach dem Fabrikbetriebe stattfindet, mit vier heißen Saftmengen in Berührung gekommen sind. Demzufolge kann man den Saft mit - einer Temperatur von 8o° C abziehen.
  • In Abb. i ist die Batterie in dem Augenblick dargestellt, wo der mit frischen Schnitten gefüllte Diffuseur a eingemaischt wird und gleichzeitig ein Abzug vom dritten Diffuseur c erfolgt. Die frischen Schnitte erhalten die erste heiße Saftmenge. In Abb. 2 ist die Batterie in dem Augenblick dargestellt, wo vom dritten Diffuseur c der zweite Abzug erfolgt und gleichzeitig vom Diffuseur a eine Saftmenge abgezogen wird, welche mittels Pumpe nach dem Vorwärmer v geleitet wird. Die Schnitte im Diffuseur a erhalten hierdurch die zweite Saftmenge.
  • Die Verarbeitungszeit eines jeden Diffuseurs wird durch die beiden Abzüge vom dritten Diffuseur festgelegt; sobald diese beendet sind, muß auch das Einmaischen und Abziehen vom frisch eingemaischten Diffuseur beendet sein.
  • Der zweite Abzug vom dritten Diffuseur und der Abzug vom frisch eingemaischten Diffuseur, sind die beiden Saftmengen, die zum Anwärmen der Schnitte bzw. für die Saftbewegung im vorderen Teile der Batterie benutzt werden.
  • Die Höhe der Anwärmung der Schritte im vorderen Teile der Batterie hängt davon ab, wieviel Saft vom frisch eingemaischten Diffuseur abgezogen wird. Je größer der Abzug, je höher die Anwärmung.
  • Gegenüber dem bisher üblichen Diffusionsverfahren, bietet das vorliegende Verfahren folgende Vorteile Da man die Säfte mit einer Temperatur von 8o bis 85' C gewinnt, so koagulieren die durch Wärme koagulierbaren Eiweißstoffe bereits im Diffuseur, und da sie durch die als Filtermasse wirkenden Schnitte im Diffuseur zurückgehalten werden, so werden die Schnitte nährstoffreicher und die der Säfte reiner, was einen niedrigen Kalkverbrauch bedingt.
  • Da während der Verarbeitungszeit eines jeden Diffuseurs der Batterie zwei heiße Saftmengen mit einer Temperatur von So bis 85'C zugeführt werden, so genügt der Vorwärmer v zur Aufrechterhaltung der Temperatur, die Kalorisatoren zwischen den Diffuseuren können also fortfallen.
  • Für eine Verarbeitung von i5ooo Zentner Rüben in 2:f Stunden besitzt der Vorwärmer v eine Heizfläche von etwa Zoo qm. Der Dampfverbrauch stellt sich auf etwa io kg Dampf für ioo Zentner Rüben.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Diffusionsverfahren, bei welchem vom dritten Diffuseur zwei Abzüge genommen und derartig verwendet werden, daß der erste Abzug nach dem Fabrikbetrieb abgeleitet und der zweite Abzug den Saft aus dem zweiten Diffuseur zum Einmai sehen in den ersten Diffuseur drückt, dadurch gekennzeichnet, daß die dem frisch eingemaischten Diffuseur entnommene Saftmenge mit dem zweiten Abzug aus dem dritten Diffuseur (e) in einem Vorwärmer (v) vermischt und erst diese einer doppelten Saftmenge entsprechende Mischung zum Überdrücken des Einmaischsaftes aus dem zweiten Diffuseur (b) in den ersten Diffuseur (cc) und darauf zum Abziehen einer Saftmenge vom ersten Diffuseur (a) benutzt wird.
DEST33612D 1920-09-16 1920-09-16 Diffusionsverfahren Expired DE375636C (de)

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