DE375620C - Ersatz fuer Galle bei technischen Prozessen, ausgenommen die Herstellung von Gelatineschichten o. dgl. - Google Patents

Ersatz fuer Galle bei technischen Prozessen, ausgenommen die Herstellung von Gelatineschichten o. dgl.

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DE375620C
DE375620C DEB99317D DEB0099317D DE375620C DE 375620 C DE375620 C DE 375620C DE B99317 D DEB99317 D DE B99317D DE B0099317 D DEB0099317 D DE B0099317D DE 375620 C DE375620 C DE 375620C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/44Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen containing nitrogen and phosphorus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Ersatz für Galle bei technischen Prozessen, ausgenommen die Herstellung von Gelatineschichten o. dgl. In der Technik wird tierische Galle zu mancherlei Zwecken verwendet und ist teilweise wegen: ihrer charakteristischen. Wirkung unentbehrlich. Sehr störend, dabei ist -der Umstand, daß die Galle eine dunkelgefärbte übelriechende, sich sehr rasch zersetzende Flüssiglceit ist. Die für mancherlei Industrien wichtige Wirkungsart der Galle ,geht überdies bei den leicht einsetzenden, fermentativen Prozessen in der Galle verloren. Es, war infolgedessen schon seit langem der Wunsch der Industrie, ein haltbares, in .der Wirkung konstantes Ersatzmittel für Galle zu besitzen. Daß :dies bisher nicht gefunden worden ist, liegt daran, .daß der Wirkungsträger,der tierischen Galle nicht erkannt war.
  • Ausgedehnte Versuche haben: nun Überraschenderweise gezeigt, daß die in der Galle gelösten Phosphatide, vor .allem. das Lezithin, die der Galle eigentümlichen und industriell verwertbaren Wirkungen: bedingen. Unterwirft man die Galle Einwirkungen, welche die Phosphatide zerstören (Fäulnis, Erwärmung mit Alkalien), so geht die Wirkung der Galle verloren. Umgekehrt lassen sich .durch Lösungen von Phosphatiden die technisch brauchbaren Wirkungen der Galle vorzüglich erreichen. Hierbei erwiesen sich als beste Lösungsmittel für Lezithin cholsaure Salze. Daß Lezithin sich in cholsauren Salzen, löst, ist schon längere Zeit bekannt. Es .scheint aber der Lösungszustand des Lezithins in gallensauren Salzen besonders günstig für die gallenähnliche Wirkung .des Lezithins zu sein, da der quantitative Effekt des Lezithins in Cholatlösungen am stärksten ist.
  • Als besonders wichtige Verwendungsgebiete der tierischen Galle gelten. bisher: die Herstellung der sogenannten Bunt- und Marmorierpapiere, der Gallseifen, der Schuhcreme und die Lederbearbeitung. Für alle diese Gebiete eignet sich die Lösung von Phosphatiden als Ersatz für Galle ausgezeichnet.
  • Man verfährt im allgemeinen derart, daß das Lezithin entweder in Seife emulgiert oder in Alkohol Türkisch: Rotöl, cholsaurem Natron oder glycochols.aurem Natron gelöst und diese Emulsion oder Lösung dann passend verdünnt verwendet wird. Lösungen bzw. Emulsionen, die etwa 6 g Lezithin oder eines anderen Phosphatids im Liter enthaltn, entsprechen in ihrer Wirksamkeit der frischen: Galle und können wie diese angewendet werden. Man kann also Pigmentfarben oder Farblacken die sogenannte Triebkraft verleihen, wie sie in der Buntpapierfabrikation verlangt wird. Man. kann weiter die Deckkraft der Aquarellfarben .damit wesentlich .steigern, wie :dies bisher mit Galle in der Industrie der -Aquarellfarben erreicht wurde. Das Glanzstoßen des Leders wurde früher mit Galle vorgenommen, doch wurde diese Maßnahme, wegen der aus -der Verwendung der leicht faul--enden Galle herkommenden Übelstände, verlassen. Die angegebenen I_ezithinlösungen bzw. Emiulsionen gestatten, diese'alte und, an sich ausgezeichnete Verwendungsart der Galle mit vollem Erfolge nachzuahmen. In der Fabrikation .des Wichsleders wurde Galle benutzt, um -das Haften der Schwärze zu erleichtern und das Abrussen z-u verhindern. Das gleiche Ziel läßt sich durch die angegebenen Lezithinemulsionen oder -lösungen erreichen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Ersatz für Galle bei technischen Prozessen, ausgenommen die Herstellung von Gelatineschichten o. dgl., bestehend aus Phosphatiden, vorzugsweise Lezithin, in Form ihrer Emulsionen oder Lösungen.
  2. 2. Ersatz für Galle nach Anspruch i, bestehend aus einer Lösung von Phasphatiden in gallensauren Salzen, gegebenenfalls mit einem .Zusatz anderer Lösungsmittel.
  3. 3. Ersatz für Galle nach Anspruch: i, bestehend aus einer Lösung von Phasphatiden in Türkisch-Rotöl, gegebenenfalls mit einem Zusatz anderer Lösungsmittel.
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