DE374791C - Schalteinrichtung fuer das selbsttaetige Zu- und Abschalten der Einheiten eines Kraft- oder Unterwerks - Google Patents

Schalteinrichtung fuer das selbsttaetige Zu- und Abschalten der Einheiten eines Kraft- oder Unterwerks

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DE374791C
DE374791C DES59091D DES0059091D DE374791C DE 374791 C DE374791 C DE 374791C DE S59091 D DES59091 D DE S59091D DE S0059091 D DES0059091 D DE S0059091D DE 374791 C DE374791 C DE 374791C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/18Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks
    • HELECTRICITY
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    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02E40/30Reactive power compensation

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Description

  • Schalteinrichtung für das selbsttätige Zu- und Abschalten der Einheiten eines Kraft- oder Unterwerks. Für das selbsttätige Zu- und Abschalten von Transformatoren sind bereits Ferraris-Motoren verwendet worden, d. h. Motoren, bei denen auf eine massive Metallscheibe Wechselstromelektromagnete wirken. Eine Hauptstromspule erzeugt ein Drehmoment im einen Sinne und eine Nebenschlußspule ein solches im entgegengesetzten Sinne. Durch die Hauptstromspule wurde der Bedarfsstrom selbst oder ein diesem proportionaler Strom geschickt und deren Windungszahl in bezug auf die Feldstärke der Nebenschlußspule so bemessen, daß beim Anwachsen des Stromes in der Hauptstromspule über ein gewisses Maß die Scheibe im einen Sinne, beim Sinken des Stromes unter das angegebene Maß im entgegengesetzten Sinne umlief. Von der Scheibe wurden Kontakte gesteuert, so daß durch den im einen Falle geschlossenen Steuerstrom ein weiterer Transformator zugeschaltet oder anderenfalls ein Transformator abgeschaltet wurde.
  • Sollten mehrere Transformatoren nacheinander dem Energiebedarf entsprechend zu-oder abgeschaltet werden, so erhielten die Hauptstromspulen der Ferraris-Motoren verschiedene Windungszahlen. Demgemäß schaltet der Motor mit der Stromspule mit der höchsten Windungszahl zuerst den ihm zugehörigen Transformator ein. Die anderen Motoren wirkten entsprechend später. Eine derartige Anordnung hat den Nachteil, daß die verwendeten Ferraris-Motoren untereinander verschieden sind, und daß für jeden ein Motor besonderer Bauart für den Fall des Versagens in Bereitschaft gehalten werden muß. Wollte man nur einen :Motor in Reserve j halten, so hätte man ebenso viele Stromspulen, als solche verschiedener Windungszahl benutzt werden, vorrätig halten müssen und dann immer noch den Nachteil gehabt, daß vor einer Auswechslung in den neu einzubauenden Motor erst die richtige Stromspule eingesetzt werden muß.
  • Erfindungsgemäß wird eine wesentliche Vereinfachung des Betriebes dadurch erhalten, daß die Strom- und Spannungsspulen sämtlicher Ferraris-Motoren gleich ausgeführt werden, und daß die verschiedene Wirkungsweise dadurch erzielt wird, daß Ohmsche oder induktive Widerstände vor die Spannungsspulen oder diesen parallel geschaltet werden. Dieselbe Wirkung kann auch dadurch hervorgebracht werden, daß bei gleicher Ausführung der Spannungsspulen und der Stromspulen den letzteren verschiedene Ohmsche oder induktive Widerstände parallel geschaltet werden. Auch kann bei gleicher Ausführung aller gegeneinander wirkenden Spannungs- und Stromspulen das Feld der Stromspule durch eine zusätzliche Spannungsspule im Sinne der Stromspule verstärkt werden. Diese zusätzliche Spannungsspule wird bei Drehstrom zwischen die Phase der Stromspule und eine andere Phase (nicht Null) geschaltet, und es werden in ihren Stromkreis abgestufte Widerstände gelegt, durch die das Zuschalten und Abschalten der Betriebseinheiten nacheinander geregelt wird. Dienen hierzu an Stelle von Einzelwiderständen Regelwiderstände mit verschiedenen Anschlüssen oder Kurzschlußvorrichtungen für verschiedene Teile, so wird dadurch der weitere Vorteil erhalten, daß die Reihenfolge des Einschaltens der von den Motoren gesteuerten Transformatoren auf einfache Weise geändert werden kann. An Stelle von Transformatoren können übrigens auch beliebige andere Apparate oder Maschinen (Gleichrichter, Einankerumformer usw.) gesteuert werden. In der Zeichnung ist in. Abb. x schematisch die Ausrüstung eines Kraftwerks mit derartigen Schaltmotoren dargestellt.
  • i bis 4 seien 'die Einheiten eines Kraftwerks, die über die Schalter 5 bis 8 an die Sammelschienen g und 45 durch die Schaltmotoren =o bis 13 angeschlossen werden können. 14 ist eine Schaltuhr, die mittels der Steuerleitungen 15, ,i6, 17 und der Steuerstromquelle 18 den Stromerzeuger i bei Beginn des Betriebes einschaltet und nach dessen Beendigung wieder ausschaltet. =g bis 21 sind die zu den Einheiten 2 bis 4 gehörigen Ferraris-Motoren mit den Spannungsspulen 22 bis 24 und den Stromspulen 25 bis 27. Die Spannungsspule 22 ist über den Vorschaltwiderstand 28, die Spannungsspule 23 über den Vorschaltwiderstand 2 g, die Spannungsspule 24 unmittelbar je mit einer Klemme an die Leitung 3o angeschlossen; von den freien Klemmen der Spulen 22 bis 24 führen Verbindungen zu der Leitung 3=. An die Leitungen 30, 3= wird mittels des Hilfstransformators 32 eine konstante Spannung gelegt.
  • Die Stromspulen 25 bis 27 sind hintereinander in den Stromkreis der Sekundärwicklung 33 eines Stromtransformators 34 geschaltet, dessen Primärwicklung 35 in die Sammelschiene g geschaltet ist, bevor von diesen die Speiseleitungen 36 abgehen.
  • Auf der Welle des Ferraris-Motors =g sitzt ein Schaltarm 37, dem links die Kontakte 38, 39 und rechts die Kontakte 40, 4= gegenüberliegen. Die Kontakte 39, 40 sind gemeinsam an einen Pol der Steuerstromquelle =8 angeschlossen. Von dem Kontakt 41 führt die Einschaltleitung 42, von dem Kontakt 39 die Ausschaltleitung 43 zu dem Schaltmotor =i; anderseits geht von dem Schaltmotor il die Rückleitung 44 zu der freien Klemme der Steuerstromquelle 18.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Die Betriebseinheit i wird durch die Schaltuhr =4 morgens zu einer bestimmten Zeit eingeschaltet. Infolgedessen werden die Sammelschienen g und 45 unter Spannung gesetzt und der Transformator 32 gespeist, so daß auch die Leitungen 30, 3= und die daran hängenden Spannungsspulen 22 bis 24 der Ferraris-Motoren =g bis 2i unter Spannung stehen. ' Wird den Speiseleitungen 36 Strom entnommen, so wird auch in der Wicklung 33 des Transformators 34 ein Strom induziert, der die Stromspulen 25 bis 27 der Ferraris-Motoren durchfließt. Solange die entnommene Energie von dem Stromerzeuger i allein geliefert werden kann, bleibt die Schaltung ungeändert. Wächst er jedoch auf einen höheren Betrag an, so wird das" Feld der Stromspule 25 im Ferraris-Motor =g so groß, daß ihr Drehmoment das der Spannungsspule 22 überwiegt und die Metallscheibe sich im Uhrzeigersinne dreht. Infolgedessen gelangt der Kontaktarm 37 an die Kontakte 40; 4i. Es fließt ein Steuerstrom aus der Steuerstromquelle 18 über den Kontakt 40, Kontaktarm 37, Kontakt 41, die Einschaltleitung 42, Schaltmotor =i, Rückleitung 44 zur Steuerstromquelle =8 zurück. Der Schaltmotor =i legt den Schalter 6 ein und unterbricht in bekannter- Weise selbsttätig den Steuerstrom, sobald der Einschaltvorgang beendet ist.
  • Die Ferraris-Motoren 2o, 2= haben inzwischen ihre Steuerarme nicht bewegt, da der Spannungsspüle 23 ein geringer Widerstand, der Spannungsspule 24 überhaupt kein Widerstand vorgeschaltet ist. Die Spannungsspulen nehmen infolgedessen einen größeren Strom auf und erzeugen je ein stärkeres Feld, welches bei dem betrachteten Belastungszustand stärker als das der zugehörigen Hauptstromspulen ist.
  • Wächst der Strombedarf noch weiter an, so werden in entsprechender Weise auch die Einheiten 3 und 4 eingeschaltet. Umgekehrt werden beim Sinken der Belastung die einzelnen Stromerzeuger durch die Ferraris-Motoren auch wieder ausgeschaltet.
  • Im vorliegenden Fall ist angenommen, daß es sich um ein Kraftwerk handelt, welches mit Einphasen-Wechselstromerzeugern arbeitet. Es genügt natürlich nicht, daß nur die Schalter 6 bis 8 eingelegt werden, sondern die Maschinen müssen vorher angelassen und synchronisiert werden. Hierzu wird in bekannter Weise eine Reihe von Apparaten benutzt, deren Arbeiten durch den Steuerstrom des Ferraris-Motors eingeleitet wird, und die zuletzt auch das Einlegen der Schalter 6 bewirken. Mit Rücksicht auf die Einfachheit der Darstellung sind die angegebenen Apparate fortgelassen. Die Übertragung der Einrichtung auf Drehstromkraftwerke ergibt sich ohne weiteres. Dasselbe ist der Fall für Unterwerke mit Gleichrichtern, da der zugeführte Drehstrom unmittelbar ein Maß für die Energieentnahme aus dem Werk ist, sowie bei Unterwerken mit andern Umformern, die zugeführten Dreh- oder Wechselstrom in Gleichstrom umsetzen. Nur bei Gleichstromkraftwerken muß für die Speisung der Spannungsspulen ein Gleichstrom-Wechselstromumformer vorgesehen sowie ein dem Gleichstrombedarf proportionaler Wechselstrom für die Stromspulen erzeugt werden.
  • Schließlich sei bezüglich des Ausführungsbeispiels gemäß Abb. i noch darauf hingewiesen, daß man mit Rücksicht auf den Energieverbrauch die Ferraris-Motoren möglichst klein wählen wird. Sie haben dann auch nur ein geringes Drehmoment, und es wird zweckmäßig zwischen die Ankerscheibe und dem - Schaltarme eine Übersetzung eingefügt. Hierdurch wird noch der Vorteil erhalten, daß die Bewegung des Schaltarms verlangsamt wird, und daß infolgedessen ein Schalten nur erfolgt, wenn das Über- oder Unterschreiten einer Belastungsstufe längere Zeit anhält. Eine kurze Belastungsspitze wird noch keinen Schaltvorgang auslösen, und es werden infolgedessen die Schaltapparate nicht unnötigerweise beansprucht.
  • Handelt es sich um die Steuerung von Unterwerken, die Speisestrom an ein Bahnnetz abgeben, so wird es in vielen Fällen erwünscht sein, daß beim Auftreten eines erhöhten Strombedarfs, der meistens, da er von dem Anfahren eines oder mehrerer Züge herrühren dürfte, verhältnismäßig plötzlich auftritt, das Zuschalten weiterer stromliefernder Einheiten möglichst schnell erfolgt. Um anderseits die von den Motoren gesteuerten Schalter nicht unnötig oft arbeiten zu lassen, wird man beim Sinken des Strombedarfs gegen eine längere Zeit verfließen lassen, ehe eine im Betriebe befindliche Einheit abgeschaltet wird. Auch dies läßt sich mit dem Ferraris-Motor besonders einfach erreichen.
  • Zum Beispiel kann dies in derWeise geschehen, daß von der Welle 48 des Ferraris-Motors (Abb. 2) mittels der Zahnräder 49 bis 54 der Schaltarm 55 angetrieben wird. Er trägt isoliert ein Kontaktstück 56, und in seinem Bewegungsbereich ragen die paarweise angeordneten Kontaktfedern 57/58 und 59/6o, von denen die ersteren im Ausschaltsteuerstromkreis, die andern im Einschaltsteuerstromkreis liegen. Die Bewegungen des Schaltarms 55 werden durch die Anschläge 81 und 8z begrenzt.
  • Nach dem Ausschalten nehmen die Teile die gezeichnete Lage ein, das Kontaktstück 56 überbrückt die Kontaktfedern 57, 58, der hierdurch geschlossene Ausschaltsteuerstromkreis ist durch das das Ausschaltkommando ausführende Organ unterbrochen. Der Schaltarm 55 wird an einer weiteren Drehung im Uhrzeigersinne durch den Anschlag 81 gehindert.
  • Überwiegt jetzt das Feld der Stromspule, so dreht sich die Welle 49 im Uhrzeigersinn und infolge der Räderübersetzung der Arm 55 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. Sobald das Kontaktstück 56 die Kontaktfedern 59, 6o berührt, wird der Einschaltsteuerstrom geschlossen und die zugehörige Einheit eingeschaltet. Dieser Steuerstrom wird wieder selbsttätig durch den Einschaltmotor unterbrochen. Im übrigen dreht sich der Steuerarm 55 noch weiter, das Kontaktstück 5 6 verläßt die Federn 59, 6o, und der Arm kommt erst zur Ruhe, wenn er sich gegen den Anschlag 82 legt.
  • Sinkt anderseits der Strombedarf wieder so weit, daß die Spannungsspule des zugehörigen Ferraris-Motors die Oberhand gewinnt, so dreht sich der Schaltarm 55 im Uhrzeigersinn. Er muß jedoch einen erheblichen Weg machen unter entsprechendem Zeitaufwand, bis er wieder an die Kontaktfedern 59, 6o gelangt. Der hierbeieintretende Stromschluß ist wirkungslos, da der Einschaltsteuerstromkreis durch den Schaltmotor in der »Einc<stellung unterbrochen wurde und erst, wenn das Kontaktstück 56 die Kontaktfedern 57, 58 erreicht, wird der Ausschaltsteuerstromkreis geschlossen und die zugehörige Einheit außer Betrieb gesetzt.
  • Da für eine bestimmte Winkeldrehung des Schaltarms 55 auch ein bestimmter Zeitaufwand erforderlich ist, so ergibt sich ohneweiteres, daß bei dem Ausführungsbeispiel ein Einschaltkommando nach Überschreiten der Belastungsstufe nur mit geringer Verzögerung, ein Ausschaltkommando dagegen mit erheblicher Verzögerung gegeben wird.
  • Für die Einrichtung von Kraftwerken mit den angegebenen Einrichtungen wird es immer erwünscht sein, die Reihenfolge des Hinzu schaltens der Einheiten ändern zu können; einmal, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erzielen, und- zweitens, um eine beschädigte Einheit aus dem Betrieb nehmen zu können. Ein einfaches Mittel wäre es, einen Umschalter vorzusehen, der gestattet, die Steuerleitungen der verschiedenen Ferraris-Motoren beliebig mit den verschiedenen Schaltmotoren der Kraftwerkseinheiten zu verbinden. Auf einem Felde der Kraftwerkschalttafel muß dann dieser Umschalter angebracht werden, und zu ihm sind die verschiedenen Steuerleitungen zu führen. Eine einfachere Lösung ist die folgende: Es werden sämtliche Schalttafelfelder für jede hinzuzuschaltende Betriebseinheit gleich ausgeführt, und die Vorschaltvriderstände der Spannungsspule des Ferraris-Motors jeder Betriebseinheit sind für sämtliche Belastungsstufen vorhanden. Das Einschalten des entsprechenden Widerstandes kann dann ohne weiteres die Ordnungsnummer der Betriebseinheit in der Reihenfolge des Einschaltens eingestellt werden.
  • Um Irrtümer bei dieser Einstellung zu vermeiden, können Steckkontakte in jeder Schalttafel vorgesehen werden, wie sie Abb. 3 zeigt. Die Kontakte 61, 62, 63 liegen an der einen Klemme der Spannungsspule 22 des Ferraris-Motors, die andre Klemme liegt an derSekundärwicklung des Transformators 32, dessen freie Klemme über Vorschaltwiderstand 28 an Kontakt 64, über Vorschaltwiderstand 29 an Kontakt 65 und unmittelbar an Kontakt 66 geschaltet ist. In der Reihe der mit verschiedenem Innendurchmesser ausgeführten Kontaktpaare 6i/64, 62/65 usw. liegen die Löcher 7o, 71, 72. Diese bieten die Sicherheit, daß beispielsweise die Kontakte 61, 64 nur durch den in Abb, 4 in der Seitenansicht gezeichneten Stecker überbrückt werden können, der neben den Kontaktstiften 73, 74 gegenüber dem Loch 7o den Stift 75 trägt. Der verschiedenen Lage der Löcher 7o bis 72 entsprechend sind drei verschiedene Stecker vorhanden und, wenn alle eingesetzt sind, ist ohne weiteres ein regelrechter Betrieb gewährleistet, und Versehen infolge unachtsamer Bedienung der Stecker sind unbedingt ausgeschlossen.
  • Die beschriebene Anordnung ist insofern noch nicht vollkommen, als das Schalttafelfeld der Betriebseinheit i noch anders als das der hinzuzuscbaltenden Betriebseinheiten ausgebildet ist. Ferner hat die Anordnung den Nachteil, daß die Grundbelastung des Werkes immer derselben Betriebseinheit auferlegt wird.
  • Abb. 5 zeigt eine Abänderung der Abb. i mit lauter gleich ausgeführten Schälttafelfedern, und zwar sind der Übersichtlichkeit halber alle Teile fortgelassen, die für das Verständnis nicht erforderlich sind. Es ist hier auch für die Steuerung der Betriebseinheit i ein Ferraris-Motor von genau der gleichen Bauart wie für die übrigen Betriebseinheiten angeordnet. Jeder Ferraris-Motor besitzt einen vollen Widerstandssatz, so daß er die zugehörige Einheit in irgendeiner eingestellten Reihenfolge hinzuschalten kann.
  • Die an die Schaltmotoren io bis 13 angeschlossenen Ein- und Ausschaltleitungen sind an die Hebel von doppelpoligen Umschaltern gelegt. Mit diesen Hebeln können sie entweder (in deren Lage nach oben) mit den von dem zugehörigen Ferraris-Motor kommenden Leitungen, z. B. 42, 43, für Schaltmotor ii verbunden werden. In der zweiten Stellung (Lage der Hebel nach unten) verbinden sie die Schaltmotorleitungen mit den Schienen 5o und 51, die durch die Leitung 15 oder 16 von der Schaltuhr 1q. aus unter Spannung gesetzt werden.

Claims (7)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Schalteinrichtung für das selbsttätige Zu- und Abschalten der Einheiten eines Kraft- oder Unterwerks unter Verwendung je eines Ferraris-Motors mit einer vom Verbrauchsstrom oder einem ihm proportionalen Strom durchflossenen Stromspule und einer Spannungsspule für die zweite und jede folgende Einheit, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Strom- und Spannungsspulen je unter sich gleichgebaut sind, und daß für das Ein- und Ausschalten der Einheiten bei Über- und Unterschreiten bestimmter Belastungsstufen die Ferraris-Motoren durch Vorschalten oder Parallelschalten von Regelwiderständen zu den Spulen eines Drehfeldsystems eingestellt werden.
  2. 2* Schalteinrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung der von dem Ferraris-Motor beherrschten Steuerstromkontakte, daß bei Überschreiten einer Belastungsstufe das Hinzuschalten der entsprechenden Einheit ohne nennenswerte Verzögerung oder mit nur mäßiger Verzögerung erfolgt, während bei Unterschreiten der Belastungsstufe für das Abschalten eine erhebliche Verzögerung vorgesehen ist.
  3. 3. Schalteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein von dem Ferraris-Motor bewegter Schaltarm nach dem Schließen der Steuerstromkontakte für das Ausschalten durch einen Anschlag o. dgl. sofort festgehalten wird, während er nach dem Schließen der Steuerstromkontakte für das Einschalten noch einen größeren Weg bis zu einem Anschlag oder einer andern Feststellvorrichtung machen kann. q..
  4. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ferraris-Motor mit Vorschaltwiderständen entsprechend den verschiedenen Belastungsstufen versehen ist, zum Zweck, die Reihenfolge des Arbeitens der Stromerzeuger ändern zu können.
  5. 5. Schalteinrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß für das Einschalten jedes einer bestimmten Belastungsstufe entsprechenden Vorschaltwiderstandes ein besonderer unverwechselbarer Stecker vorgesehen ist, um sicher zu gehen, daß bei der Veränderung der Vorschaltwiderstände sämtliche Motoren unbedingt für verschiedene Belastungsstufen eingestellt werden.
  6. 6. Schalteinrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Schalttafelfelder der Betriebseinheiten eines Werkes sämtlich in gleicher Weise ausgerüstet sind, und daß die zum Hinzuschalten weiterer Betriebseinheiten dienenden Leitungen durch einen Umschalter entweder an die Steuerkontakte des zugehörigen Ferraris-Motors oder an die Steuerkontakte der Schaltuhr angeschlossen werden können.
  7. 7. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Eisenkern für die Stiomspule eine zusätzliche, im gleichen Sinnewirkende Spannungsspule angeordnet ist, die unter Vo.-schaltung von einstellbaren Widerständen gespeist wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1148637B (de) * 1959-06-23 1963-05-16 Felten & Guilleaume Gmbh Verfahren und Schaltungsanordnung zur unterbrechungslosen, stetig verlaufenden Lastuebergabe von einer Gleichrichteranord-nung mit selbsttaetiger Stromgleichhaltung auf eine andere gleichartige aufgebaute Gleichrichteranordnung
DE1171984B (de) * 1959-04-11 1964-06-11 Siemens Ag Verfahren zur Blindleistungsregelung einer elektrischen Anlage

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DE1171984B (de) * 1959-04-11 1964-06-11 Siemens Ag Verfahren zur Blindleistungsregelung einer elektrischen Anlage
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